Montag, 21. April 2008

Kunstvoll beschäftigt und gekocht genossen

Am Samstag gönnten wir uns zuerst zur Stärkung ein Frühstück, bevor wir mit einem Experiment für Sabines Diplomarbeit starteten. Ziel war es eine Hautschicht aus Latex zu bekommen, welche vielleicht später in einer Installation verwendet werden kann. Also begannen wir mit dem Auftragen der flüssigen Latexmilch auf dem Körper von Sabine, Schicht für Schicht entstand so eine zweite Haut. Ein paar Stunden später, nachdem die Flüssigkeit dank dem Fön einigermassen eingetrocknet war, konnten wir sie mit Talk-Pulver stabilisieren und in einem mühsamen Prozess entfernen. Endlich war Sabine wieder befreit und nicht mehr eingeengt! Nach diesem anstrengenden Tag, fuhren wir mit dem Zug nach Zürich und kochten uns dort ein leichtes Nachtessen mit Fisch und Gemüse (s. Rezept unten).

Den Sonntag verbrachten wir dann gesamthaft mit dem Abschluss der Diplomtheorie von Sabine. Es galt noch gewisse Texte neu zu strukturieren, das Layout zu vollenden und alles noch einmal auf Rechtschreibefehler zu kontrollieren. Da wir mit diesen Tätigkeiten ziemlich ausgelastet waren, hatten wir nur wenig Zeit mit den vorhanden Zutaten aus dem Vorrat und Kühlschrank ein Mittagessen zuzubereiten. Das entstandene Pasta-Menü (s. Rezept unten) hat uns aber trotzdem ganz gut geschmeckt ;-)


Fischspiessli mit Blattspinat und Rüebli
Zutaten (für 2 Personen)

3 Fischspiessli (z.B. mit Lachs, Kabeljau, Pangasius und Merlin)
5 Karotten
1/2 Zwiebel
200 g Tiefkühl-Blattspinat
125 ml Rahm
Öl
Salz, Pfeffer
  1. Zwiebel fein hacken und Karotten schälen und in Stäbchen schneiden.
  2. Öl in einer Pfanne erhitzen, die Hälfte der Zwiebeln andünsten und die Karotten zugeben zum dünsten. Nach ein paar Minuten mit Wasser ablöschen und ca. 10-15 Minuten bei mittlerer Hitze weiterkochen.
  3. In einer anderen Pfanne den Rest der Zwiebeln im heissen Öl dünsten, Rahm und Blattspinat zugeben und ebenfalls rund 10-15 Minuten köcheln lassen.
  4. In der Bratpfanne etwas Öl erhitzen und darin die Fischspiessli auf allen Seiten braten, anschliessend auf dem Teller mit den Karotten und dem Blattspinat anrichten und servieren.


Spaghetti an roter Schinken-Champignons-Sauce
Zutaten (für 2 Personen)

250 g Spaghetti
kl. Büchse ganze Champignons de Paris
1 Knoblauchzehe
125 ml Rahm
6 Scheiben Schinken und/oder Gewürzschicken
1 EL Senf
3 EL Tomatenpüree
1 Würfel Tartar ail&herbes
Milch
Öl
Salz, Pfeffer, Petersilie
  1. Spaghetti in kochendes, gesalzenes Wasser geben und wie gewünscht gar kochen. Knoblauch fein hacken, Champignons abtropfen und Schinken in kleine Stückchen schneiden.
  2. Öl in der Bratpfanne erhitzen und den Knoblauch andünsten. Schinken und Champignons beigeben und anbraten.
  3. Mit dem Rahm das Ganze ablöschen. Anschliessend den Senf und das Tomatenpüree einrühren und ein paar Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Petersilie würzen. Bei Bedarf mit etwas Milch flüssiger machen.
  4. Den Tartar-Würfel zugeben und schmelzen lassen. Die Sauce nun mit den abgetropften Spaghetti mischen und mit einem Glas Montepulciano d'Abruzzo "Monte Chiarra" 2006 servieren. Buon appetito!

Donnerstag, 17. April 2008

Poulet einmal anders

Wie im vorhergehenden Beitrag bereits angekündigt, gab es bei uns letztes Wochenende wieder etwas Spezielles zu essen. Dieses Mal kochten wir uns eine fruchtig-cremige Spezialität aus Hyderabad begleitet von einem wunderbaren Salat, dem typischen indischen Fladenbrot Naan und einer Portion Parfümreis.

Huhn in Mangosauce

Zutaten (für 2 Personen):

350 g Pouletbrustfilets
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Stück frischer Ingwer (ca. 2 cm)
3 EL Öl
1 TL Chilipulver
1/2 TL Kardamompulver
Salz
1/2 TL Korianderpulver
100 g Yoghurt
1/4 TL Garam Masala
200 g Mango Chutney (süss)
  1. Fleisch in 5 cm grosse Stücke schneiden. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und getrennt fein hacken. 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und darin die Hälfte Zwiebeln braun braten, anschliessend Knoblauch und Ingwer zugeben und kurz weiterbraten.
  2. 1/2 TL Chili- und das Kardamompulver darüber streuen, 2 EL Wasser dazugeben und eine Minute lang umrühren. Jetzt das Fleisch zugeben, salzen und unter Rühren 3 Minuten braten. Danach 1 dl Wasser zugiessen und zugedeckt bei schwacher Hitze rund 40 Minuten köcheln lassen.
  3. In einer anderen Pfanne das restliche Öl erhitzen und darin die übrigen Zwiebeln anbraten. Yoghurt mit dem Korianderpulver, restlichen Chilipulver und Garam Masala mixen, zu den Zwiebeln geben und 3-4 Minuten bei mittlerer Hitze unter Umrühren kochen. Danach das Mango Chutney unterrühren und kurz weiterköcheln lassen.
  4. Die Mangosauce zum Fleisch geben und bei starker Hitze unter regelmässigem Rühren rund 5 Minuten einkochen lassen, salzen und mit einem Glas Rotwein servieren.

Sonntag, 13. April 2008

Panini und ein Spaziergang am See

Dieses Wochenende stand für mich unter anderem im Zeichen der immer wieder faszinierenden Panini-Fussballbildchen, dieses Mal als Vorgeschmack auf die Euro 08 in der Schweiz und Österreich. Am Samstag erhielt ich meine bestellte Box mit 100 Päckchen à je 5 Bilder und es konnte losgehen. Zuerst hiess es Tüte um Tüte aufreissen und dann die Bilder in Gruppen je Hunderterblock und danach noch feiner in die genaue Reihenfolge sortieren. Nachdem alle Päckchen offen waren, gab es die positive Überraschung, dass nur gerade vier Bildchen doppelt waren. Der Kauf einer kompletten Box hatte sich also absolut gelohnt! Nach einigen Stunden einkleben und einem ersten Tauschen fehlen mir jetzt noch etwas weniger als 50 Bildchen.

Ausserdem verbrachten wir noch ein bisschen Zeit mit dem Kochen und Verspeisen einer exotischen Spezialität (mehr dazu später in einem anderen Beitrag) und sind ein bisschen am Strandboden entlang spaziert. Das Wetter war angenehm und in der Sonne schön frühlingshaft, wenn auch ein wenig windig. Bei diesem kleinen Spaziergang konnten wir feststellen, dass es ja auch in der Heimat sehr schöne Ecken und Gegenden gibt, die zum Träumen einladen!

Mittwoch, 9. April 2008

Rührei mit Champignons und Speck

Unter der Woche am Abend nach einem langen Tag und einer kurzen Nacht davor (dem EHCB an dieser Stelle herzliche Gratulation zum lange ersehnten Aufstieg in die NLA!), habe ich nicht Lust lange etwas zu kochen und trotzdem ruft der Magen nach etwas Essbarem. Aus diesem Grund gibt es heute ein einfaches und rasch zubereitetes Rezept:

Zutaten (für 1 Personen):

3 grosse Champignons
5 Tranchen Bauernspeck
2 Eier
3 EL Milch
Salz, Streuwürze, Herbes de Provence
Pfeffer, Muskat
Bratöl
  1. Champignons waschen und in feine Scheiben schneiden, Speck ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Beides in der Bratpfanne in wenig Öl anbraten.
  2. Eier, Milch, Salz, Streuwürze, Kräuter, Pfeffer und Muskat in einer Schüssel gut mischen.
  3. Die Eimasse und nochmals wenig Öl ebenfalls in die Bratpfanne geben und unter ständigem Rühren braten bis die Masse flockig wird.
  4. Alles auf einen Teller geben und fertig ist das einfache Gericht.

Sonntag, 30. März 2008

Gebratene Pangasiusfilets mit Gemüsegratin

Am Samstag haben wir uns nach einem ausgedehnten Shoppingbummel durch Sihlcity, welches gerade das einjährige Bestehen feierte, am Abend ein feines und gesundes Menü gekocht. Für alle Hobbyköche hier das Rezept zum Nachkochen:

Zutaten (für 2 Personen):

150 g Käse
300 g Pangasiusfilets
1 Blumenkohl
1 Broccoli
1 oranger Peperoni
1 Knoblauchzehe
3 EL Pesto (aus dem Glas)
Salz
Gemüsegewürzmischung
Pfeffer
Dill
Olivenöl
Mehl
  1. Blumenkohl, Broccoli und Peperoni waschen, rüsten und in Stücke schneiden. Auf dem Siebeinsatz ca. 10 Minuten dünsten.
  2. Alles in eine Auflaufform schichten, Pesto dazugeben, würzen und mit dem geriebenen Käse überdecken. Anschliessen rund 10 Minuten im vorgeheizten Ofen gratinieren.
  3. Fischfilets beidseitig mehlen und mit Salz, Pfeffer und Dill würzen. Nun auf beiden Seiten je 4 Minuten braten.
  4. Den Fisch und das Gemüse auf den Tellern anrichten und mit einem (oder zwei) Glas Staatsschreiber Wein Cuvée Prestige 2007 Weisse Zürcher Auslese servieren und geniessen.

Dienstag, 25. März 2008

Fisch-Gemüse-Pfanne und Chicken Tikka Masala

Momentan stehen gerade keine grossen Reisen an, über die ich berichten könnte. Deshalb möchte ich an dieser Stelle zwei Rezepte von kulinarischen Köstlichkeiten, welche wir über das Osterewochenende gekocht haben, weitergeben. Es ist dies einerseits ein lecker-leichtes Fischgericht und andererseits das aus Indien importierte englische "Nationalgericht" Chicken Tikka Masala.

Fisch-Gemüse-Pfanne mit Fenchel

Zutaten (für 2 Personen):

3 Karotten
1 Fenchelknollen
3 Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
2 Tomaten
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
2 dl Gemüseboullion
2 EL Crème fraîche
200 g Nilbarschfilet
1 EL Zitronensaft

  1. Karotten waschen, schälen und schräg in dünne Scheiben schneiden. Fenchel waschen und längs in dünne Spalten schneiden. Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden, sowie etwas grün für die Dekoration beiseite legen. Knoblauch schälen und in kleine Würfel schneiden oder mit der Knoblaupresse zerdrücken. Tomaten überbrühen, häuten, entkernen und in breite Spalten schneiden.
  2. Öl in einer Pfanne erhitzen und darin Karotten, Fenchel und Frühlingszwiebeln anbraten. Knoblauch dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und Bouillon sowie Crème fraîche einrühren. Das Ganze 3-4 Minuten köcheln lassen.
  3. Fisch waschen und mit Haushaltpapier trockentupfen, in nicht zu kleine Stücke schneiden und mit Salz und Pfeffer würzen. Anschliessend die Fischstücke auf das Gemüse geben, mit Zitronensaft beträufeln und zugedeckt 4 Minuten garen lassen.
  4. Tomaten dazugeben und noch 2 Minuten weitergaren. Auf den Tellern anrichten, mit dem Frühlingszwiebelgrün dekorieren und mit einem Glas Blanc de noir aus dem cave friedlos servieren und geniessen.

Chicken tikka masala

Zutaten (für 2 Personen):

350 g Pouletfleisch
150 g Nature-Joghurt
1 Zwiebel
1 Tomate
2 EL Tomatenpüree
1 Peperoncini (rot oder grün)
Ingwer
Salz
Olivenöl
3 Kardamomkapseln
Kümmel-Koriander-Mix
Zimtpulver
Paprika gemahlen
Kurkumapulver
Rotes Chilipulver
Garam masala
  1. Joghurt, Kurkuma, Kümmel-Koriander-Mix, Paprika und die fein geschnittenen Peperoncini zusammenmischen. Poulet in bissgerechten Stücken dazugeben. Alles in der Bratpfanne oder im Wok braten bis das Poulet bräunlich wird.
  2. In einer zweiten Bratpfanne oder Wok das Öl erhitzen und die Kardamomkapseln anbraten bis sie zischen. Zerkleinerte Zwiebel, Knoblauch und Ingwer beigeben und goldbraun braten. Anschliessend mit Zimt und rotem Chilipulver würzen und ständig rühren.
  3. Geschnittene Tomate und Tomatenpüree hinzufügen und das Ganze 5 Minuten bei schwacher Hitze kochen lassen.
  4. Das Poulet aus der ersten in die zweite Pfanne geben, gut umrühren und zugedeckt 10 Minuten bei mittlerer Hitze kochen. Anschliessend mit Naan, Chapatti oder Reis servieren und sich in Gedanken nach Indien oder London versetzen lassen.
Viel Vergnügen beim Nachkochen und Geniessen der beiden Köstlichkeiten. Für Fragen stehe ich natürlich gerne zur Verfügung!

Montag, 3. März 2008

Ende Februar in Zürich

Mittlerweile wurde es Ende Februar und das bedeutet zwei Sachen. Einerseits ist Sabines halbjähriger Austausch an der Central Saint Martins in London fertig und andererseits lief auch der Untermietsvertrag von Sabines Wohnung in Zürich aus.

Im Verlauf des Freitag vormittags machte ich mich auf den Weg per ICN nach Zürich HB, weiter mit der S-Bahn nach Altstetten und dort fürs Mittagessen ins Migros Restaurant Neumarkt Altststetten. Nach der Stärkung ging ich zur Wohnung für die Abwicklung der Übergabe- und Depotrückzahlungsformalitäten. Da die Wohnung und ihre Einrichtung in gutem Zustand und sauber geputzt war, konnte alles schnell erledigt werden und ich hatte einen ganzen Nachmittag zur freien Verfügung in Zürich. Als erstes besuchte ich einen Coiffeursalon und liess mir seit langem wieder einmal die Haare schneiden. Danach für ich mit der S-Bahn zum HB und von dort mit dem Tram weiter zum Kunsthaus, wo ich mir die Ausstellung Europop anschaute. Es wurden vorwiegend grossformatige Meisterwerke von europäischen Pop Art-Künstlern wie David Hockney, Eduardo Paolozzi, Franz Gertsch, Erró und vielen weiteren gezeigt. Ergänzt wurde das Ganze durch Werke der Amerikaner Roy Lichtenstein, Tom Wesselmann, Claes Oldenburg und Andy Warhol, sowie Plastiken von Niki de Saint Phalle. Für mich war diese Ausstellung eine ideale Fortsetzung von Pop Art Portraits, welche wir im Januar in der National Portrait Gallery in London gesehen hatten.

Nach diesem kulturellen Nachmittag begab ich mich langsam Richtung Flughafen Zürich, wo am Abend Sabine landete. Trotz dem schweren Gepäck - ein Koffer musste wegen Übergewicht noch aufgeteilt und in zwei Stücken eingecheckt werden - konnte das Flugzeug die Strecke von Luton nach Zürich sehr schnell zurücklegen und ich konnte meine Sabine bereits eine Viertelstunde vor der geplanten Ankunftszeit in die Arme nehmen :-)