Sonntag, 13. April 2008

Panini und ein Spaziergang am See

Dieses Wochenende stand für mich unter anderem im Zeichen der immer wieder faszinierenden Panini-Fussballbildchen, dieses Mal als Vorgeschmack auf die Euro 08 in der Schweiz und Österreich. Am Samstag erhielt ich meine bestellte Box mit 100 Päckchen à je 5 Bilder und es konnte losgehen. Zuerst hiess es Tüte um Tüte aufreissen und dann die Bilder in Gruppen je Hunderterblock und danach noch feiner in die genaue Reihenfolge sortieren. Nachdem alle Päckchen offen waren, gab es die positive Überraschung, dass nur gerade vier Bildchen doppelt waren. Der Kauf einer kompletten Box hatte sich also absolut gelohnt! Nach einigen Stunden einkleben und einem ersten Tauschen fehlen mir jetzt noch etwas weniger als 50 Bildchen.

Ausserdem verbrachten wir noch ein bisschen Zeit mit dem Kochen und Verspeisen einer exotischen Spezialität (mehr dazu später in einem anderen Beitrag) und sind ein bisschen am Strandboden entlang spaziert. Das Wetter war angenehm und in der Sonne schön frühlingshaft, wenn auch ein wenig windig. Bei diesem kleinen Spaziergang konnten wir feststellen, dass es ja auch in der Heimat sehr schöne Ecken und Gegenden gibt, die zum Träumen einladen!

Mittwoch, 9. April 2008

Rührei mit Champignons und Speck

Unter der Woche am Abend nach einem langen Tag und einer kurzen Nacht davor (dem EHCB an dieser Stelle herzliche Gratulation zum lange ersehnten Aufstieg in die NLA!), habe ich nicht Lust lange etwas zu kochen und trotzdem ruft der Magen nach etwas Essbarem. Aus diesem Grund gibt es heute ein einfaches und rasch zubereitetes Rezept:

Zutaten (für 1 Personen):

3 grosse Champignons
5 Tranchen Bauernspeck
2 Eier
3 EL Milch
Salz, Streuwürze, Herbes de Provence
Pfeffer, Muskat
Bratöl
  1. Champignons waschen und in feine Scheiben schneiden, Speck ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Beides in der Bratpfanne in wenig Öl anbraten.
  2. Eier, Milch, Salz, Streuwürze, Kräuter, Pfeffer und Muskat in einer Schüssel gut mischen.
  3. Die Eimasse und nochmals wenig Öl ebenfalls in die Bratpfanne geben und unter ständigem Rühren braten bis die Masse flockig wird.
  4. Alles auf einen Teller geben und fertig ist das einfache Gericht.

Sonntag, 30. März 2008

Gebratene Pangasiusfilets mit Gemüsegratin

Am Samstag haben wir uns nach einem ausgedehnten Shoppingbummel durch Sihlcity, welches gerade das einjährige Bestehen feierte, am Abend ein feines und gesundes Menü gekocht. Für alle Hobbyköche hier das Rezept zum Nachkochen:

Zutaten (für 2 Personen):

150 g Käse
300 g Pangasiusfilets
1 Blumenkohl
1 Broccoli
1 oranger Peperoni
1 Knoblauchzehe
3 EL Pesto (aus dem Glas)
Salz
Gemüsegewürzmischung
Pfeffer
Dill
Olivenöl
Mehl
  1. Blumenkohl, Broccoli und Peperoni waschen, rüsten und in Stücke schneiden. Auf dem Siebeinsatz ca. 10 Minuten dünsten.
  2. Alles in eine Auflaufform schichten, Pesto dazugeben, würzen und mit dem geriebenen Käse überdecken. Anschliessen rund 10 Minuten im vorgeheizten Ofen gratinieren.
  3. Fischfilets beidseitig mehlen und mit Salz, Pfeffer und Dill würzen. Nun auf beiden Seiten je 4 Minuten braten.
  4. Den Fisch und das Gemüse auf den Tellern anrichten und mit einem (oder zwei) Glas Staatsschreiber Wein Cuvée Prestige 2007 Weisse Zürcher Auslese servieren und geniessen.

Dienstag, 25. März 2008

Fisch-Gemüse-Pfanne und Chicken Tikka Masala

Momentan stehen gerade keine grossen Reisen an, über die ich berichten könnte. Deshalb möchte ich an dieser Stelle zwei Rezepte von kulinarischen Köstlichkeiten, welche wir über das Osterewochenende gekocht haben, weitergeben. Es ist dies einerseits ein lecker-leichtes Fischgericht und andererseits das aus Indien importierte englische "Nationalgericht" Chicken Tikka Masala.

Fisch-Gemüse-Pfanne mit Fenchel

Zutaten (für 2 Personen):

3 Karotten
1 Fenchelknollen
3 Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
2 Tomaten
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
2 dl Gemüseboullion
2 EL Crème fraîche
200 g Nilbarschfilet
1 EL Zitronensaft

  1. Karotten waschen, schälen und schräg in dünne Scheiben schneiden. Fenchel waschen und längs in dünne Spalten schneiden. Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden, sowie etwas grün für die Dekoration beiseite legen. Knoblauch schälen und in kleine Würfel schneiden oder mit der Knoblaupresse zerdrücken. Tomaten überbrühen, häuten, entkernen und in breite Spalten schneiden.
  2. Öl in einer Pfanne erhitzen und darin Karotten, Fenchel und Frühlingszwiebeln anbraten. Knoblauch dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und Bouillon sowie Crème fraîche einrühren. Das Ganze 3-4 Minuten köcheln lassen.
  3. Fisch waschen und mit Haushaltpapier trockentupfen, in nicht zu kleine Stücke schneiden und mit Salz und Pfeffer würzen. Anschliessend die Fischstücke auf das Gemüse geben, mit Zitronensaft beträufeln und zugedeckt 4 Minuten garen lassen.
  4. Tomaten dazugeben und noch 2 Minuten weitergaren. Auf den Tellern anrichten, mit dem Frühlingszwiebelgrün dekorieren und mit einem Glas Blanc de noir aus dem cave friedlos servieren und geniessen.

Chicken tikka masala

Zutaten (für 2 Personen):

350 g Pouletfleisch
150 g Nature-Joghurt
1 Zwiebel
1 Tomate
2 EL Tomatenpüree
1 Peperoncini (rot oder grün)
Ingwer
Salz
Olivenöl
3 Kardamomkapseln
Kümmel-Koriander-Mix
Zimtpulver
Paprika gemahlen
Kurkumapulver
Rotes Chilipulver
Garam masala
  1. Joghurt, Kurkuma, Kümmel-Koriander-Mix, Paprika und die fein geschnittenen Peperoncini zusammenmischen. Poulet in bissgerechten Stücken dazugeben. Alles in der Bratpfanne oder im Wok braten bis das Poulet bräunlich wird.
  2. In einer zweiten Bratpfanne oder Wok das Öl erhitzen und die Kardamomkapseln anbraten bis sie zischen. Zerkleinerte Zwiebel, Knoblauch und Ingwer beigeben und goldbraun braten. Anschliessend mit Zimt und rotem Chilipulver würzen und ständig rühren.
  3. Geschnittene Tomate und Tomatenpüree hinzufügen und das Ganze 5 Minuten bei schwacher Hitze kochen lassen.
  4. Das Poulet aus der ersten in die zweite Pfanne geben, gut umrühren und zugedeckt 10 Minuten bei mittlerer Hitze kochen. Anschliessend mit Naan, Chapatti oder Reis servieren und sich in Gedanken nach Indien oder London versetzen lassen.
Viel Vergnügen beim Nachkochen und Geniessen der beiden Köstlichkeiten. Für Fragen stehe ich natürlich gerne zur Verfügung!

Montag, 3. März 2008

Ende Februar in Zürich

Mittlerweile wurde es Ende Februar und das bedeutet zwei Sachen. Einerseits ist Sabines halbjähriger Austausch an der Central Saint Martins in London fertig und andererseits lief auch der Untermietsvertrag von Sabines Wohnung in Zürich aus.

Im Verlauf des Freitag vormittags machte ich mich auf den Weg per ICN nach Zürich HB, weiter mit der S-Bahn nach Altstetten und dort fürs Mittagessen ins Migros Restaurant Neumarkt Altststetten. Nach der Stärkung ging ich zur Wohnung für die Abwicklung der Übergabe- und Depotrückzahlungsformalitäten. Da die Wohnung und ihre Einrichtung in gutem Zustand und sauber geputzt war, konnte alles schnell erledigt werden und ich hatte einen ganzen Nachmittag zur freien Verfügung in Zürich. Als erstes besuchte ich einen Coiffeursalon und liess mir seit langem wieder einmal die Haare schneiden. Danach für ich mit der S-Bahn zum HB und von dort mit dem Tram weiter zum Kunsthaus, wo ich mir die Ausstellung Europop anschaute. Es wurden vorwiegend grossformatige Meisterwerke von europäischen Pop Art-Künstlern wie David Hockney, Eduardo Paolozzi, Franz Gertsch, Erró und vielen weiteren gezeigt. Ergänzt wurde das Ganze durch Werke der Amerikaner Roy Lichtenstein, Tom Wesselmann, Claes Oldenburg und Andy Warhol, sowie Plastiken von Niki de Saint Phalle. Für mich war diese Ausstellung eine ideale Fortsetzung von Pop Art Portraits, welche wir im Januar in der National Portrait Gallery in London gesehen hatten.

Nach diesem kulturellen Nachmittag begab ich mich langsam Richtung Flughafen Zürich, wo am Abend Sabine landete. Trotz dem schweren Gepäck - ein Koffer musste wegen Übergewicht noch aufgeteilt und in zwei Stücken eingecheckt werden - konnte das Flugzeug die Strecke von Luton nach Zürich sehr schnell zurücklegen und ich konnte meine Sabine bereits eine Viertelstunde vor der geplanten Ankunftszeit in die Arme nehmen :-)

Dienstag, 19. Februar 2008

Nochmals ein Wochenende in der City - Teil 2

Für den Samstag haben wir uns einen Besuch des königlichen botanischen Gartens Kew Gardens vorgenommen. Vorher wollten wir aber noch am Leicester Square vergünstigte Tickets für eine Theatervorstellung am Abend kaufen. Leider waren aber alle Stücke, die uns interessierten bereits ausverkauft und wir entschieden am Abend nochmals vorbeizukommen und in eines der grossen Kinos zu gehen. Nun machten wir uns auf den langen Weg in Richtung Südwesten zu den Kew Gardens. Wegen Bauarbeiten mussten wir noch auf einen rail replacement bus umsteigen und erreichten unser Ziel erst Mitte Nachmittag. Als erstes stärkten wir uns im The Orangery Restaurant bei Kaffee und Kuchen, bevor wir durch die wunderschöne Parkanlage spazierten. Obwohl es noch recht kühl war, konnten bereits einige blühende Pflanzen wie Glockenblumen, Rhododendron und Krokusse bestaunt werden. In den grossen viktorianischen Glashäusern fühlte man sich dank höherer Temperatur und exotischen Pflanzen sogar beinahe in andere Teile der Erde versetzt. Am Schluss unseres Rundganges bewunderten wir noch das Japanese Gateway und den Turm Pagoda.

Leicester Square und Kew Gardens


Nun fuhren wir von der Station Kew Gardens mit London Overground und der Tube zurück zum Leicester Square und kauften uns dort zwei Tickets für den Film The Bucket List. Bevor aber die Kinovorstellung startete, suchten wir uns im nahen Chinatown ein Restaurant und verpflegten uns mit einem feinen chinesischen Menu. Der Kinokomplex beinhaltete neun Screens und wir mussten mit der Rolltreppe bis zuoberst fahren bis wir zu unserem Saal kamen. Im Film spielten die beiden hervorragenden Schauspieler Jack Nicholson und Morgan Freeman zwei todkranke Männer, die im Spitalzimmer zueinander finden und gemeinsam ein Liste mit Wünschen abarbeiten. Nach der Vorführung gönnten wir uns trotz sehr kalten Temperaturen noch eine der weltbesten Glacen auf dem Leicester Square.

Am Sonntag hiess es dann meine beiden Koffer so gut wie möglich zu füllen mit Gegenständen, die Sabine nicht mehr benötigt, damit sie dann für die Heimreise hoffentlich genug Platz hat um den Rest mitzunehmen. Später fuhr ich von Victoria mit dem easybus zum Flughafen Luton, checkte dort ein und flog in einem gut gefüllten Flugzeug nach Genève. Nach der sicheren Landung und dem Abholen des Koffers machte mir leider die SBB einen Strich durch die Rechnung, indem sie um 22.05 eine Taktlücke Richtung Biel hat und ich erreichte mein Zuhause erst etwas später als eigentlich vorgesehen.

Montag, 18. Februar 2008

Nochmals ein Wochenende in der City - Teil 1

Nach dem Feierabend am Donnerstag um 15 Uhr ging es nach Hause zum Fertigpacken. Kleider in den kleinen Koffer, kleiner Koffer in den Grossen und schon konnte es losgehen mit dem ICN nach Basel SBB und von dort mit dem Bus Linie 50 an den Euroairport. Nach dem Einchecken begab ich mich durch die Sicherheitskontrolle zum Gate und musste dort erstmal warten, da der Flug schon mit einer Verspätung von 20 Minuten angezeigt wurde. Schlussendlich flogen wir fast 40 Minuten zu spät ab. In der Luft verlief alles problemlos, aber bei der Ankunft in Stansted wurde für das Gepäck aus Basel noch kein Band angezeigt. Als dies endlich geschah, konnte ich meinen Koffer abholen, jedoch war nun der gebuchte easybus seit ein paar Minuten weg. Am Schalter konnte mir die Dame leider erst für die überüberübernächste Fahrt einen Sitz garantieren, empfahl mir aber trotzdem schon zur Haltestelle zu gehen und zu hoffen, dass noch ein Platz frei sei. So war es denn auch und ich konnte im nächsten Kurs Richtung Zentrum vorne neben dem Fahrer Platz nehmen. Der Fahrer war topmotiviert, war doch heute sein erster Tag "on his own" - leider war er aber noch nicht so sattelfest mit der Route und nach einer Gratis-Sightseeing-Tour durch die gesamte Innenstadt landeten wir direkt in Victoria, anstatt zuerst an der Baker Street, wo einige andere Fahrgäste und auch ich eigentlich aussteigen wollten. Eine kurze, halsbrecherische Fahrt später wurden wir dann doch noch dort abgeladen und ich konnte mit den Nachtlinienbussen 205 und 390 zu Sabine in die Wohnung fahren.

Da es am Vorabend - aus geschilderten Gründen ;-) - etwas später geworden ist, schliefen wir am Freitag ein bisschen aus, frühstückten und gingen dann zum Hub der University of the Arts, wo wir an den Computern in der Learning Zone einige administrative Arbeiten wie Abmelden bei Gas, Wasser und Strom, sowie das Ausschreiben unseres Mobiliars bei gumtree erledigten. Danach begaben wir uns noch in den Primark zum Shoppen und als Abschluss des Tages liessen wir uns wieder einmal - und gleichzeitig zu letzten Mal - von feinem indischen Essen in der Bangalore Brasserie verwöhnen.

Falls jemand noch Möbel oder Haushaltgegenstände für seine Londoner Wohnung braucht, hier ein paar heisse Angebote ;-) :