Donnerstag, 4. September 2014

Super Seattle

Nach dem Frühstück im Hotel - inkl. Waffeln aus dem Self-Service-Waffeleisen - spazierten wir zur Space Needle, einem der grossen touristischen Highlights von Seattle, und kauften dort einen CityPASS, der uns den Besuch von insgesamt fünf Attraktionen ermöglichte. Sogleich reihten wir uns in die kurze Schlange vor dem Lift, der in ca. 41 Sekunden zur Aussichtsplattform hinauffährt und konnten dann aus luftiger Höhe einen sensationellen Ausblick über die ganze Stadt geniessen. Nach einiger Zeit fuhren wir wieder hinunter und besuchten das EMP-Museum, welches gleich nebenan platziert ist und sich der populären Musik widmet. Unter anderem sahen wir dort Ausstellungen über die musikalischen Legenden Jimi Hendrix und Nirvana, die beide aus Seattle oder Umgebung stammten. Weiter ging es per Monorail bis zum Stadtzentrum und von dort zu Fuss zum berühmten Pike Place Market, wo wir unter anderem beim weltbekannten Pike Place Fish-Stand den fliegenden Fischen zuschauten und an unzähligen anderen Ständen vorbeischlenderten. Danach zogen wir weiter zum Pier 55, an dem die Hafenrundfahrten von Argosy Cruises starten und gingen an Bord der Spirit of Seattle. Auf der rund einstündigen Tour erhielten wir interessante Informationen über Seattle, die Skyline und den Hafen. Nachdem wir wieder an Land waren, gingen wir in Bambino's Pizzeria zum Nachtessen und machten einen zweiten Besuch auf der Space Needle - dieses Mal by night. Ein toller Abschluss für diesen Tag, auch wenn wir danach bei strömendem Regen ins Hotel zurück laufen mussten.

Am Mittwoch starteten wir unser Besuchsprogramm im Pacific Science Center und schauten uns dort neben der Ausstellung auch den Film Journey To The South Pacific im IMAX-Kino an. Als nächste Aktivität spazierten wir durch den Olympic Sculpture Park mit seinen teilweise recht imposanten Kunstwerken und stärkten uns danach in Anthony's Fishbar an der Waterfront. Mit dem Besuch des Seattle Aquariums blieben wir thematisch gleich bei den Meeresbewohnern, genossen sie allerdings nun lebendig und in ganz verschiedenen Formen. Unter anderem konnten wir dort faulen Seehunden beim herumliegen zusehen. Natürlich gab es auch ganz viele Fische, die sich bewegten und in ihren Becken herumschwammen. Von den Seehunden liessen wir uns jedoch ein wenig anstecken und verbrachten den Rest des Nachmittags im Pub der Pike Brewing Company, wo wir einige der dort gebrauten Bier-Spezialitäten in Form eines Samplers degustierten. Danach spazierten wir noch bei der Original-Starbucks-Filiale vorbei. Einen Kaffee tranken wir an dieser Stätte jedoch nicht, da die Schlange zum Anstehen viel zu lang war. Fürs Nachtessen sind wir später ein paar Meter - oder Meilen? - der 1st und 2nd Avenue entlang marschiert, bevor wir uns in Mama's Mexican Kitchen an einen Tisch setzten und mexikanische Spezialitäten genossen.
USA 2014 - Seattle

Sonntag, 31. August 2014

In den National Parks Bryce Canyon und Zion

Nachdem wir gemütlich vor unserer Hütte gefrühstückt und alles zusammengepackt hatten, setzten wir unsere Reise durch den Südwesten der USA fort. Da wir an diesem Tag wieder einige Meilen zurücklegen wollten, füllten wir vor dem Start ein paar Gallonen Benzin in den Tank unseres Grand Cherokees und fuhren dann los. Zuerst durch rote Felslandschaften, später durch riesige Wüstenlandschaften, meistens auf Highways, zwischendurch auch auf der Interstate 70. Zwischenstopps legten wir unter anderem für ein lustiges "Mountain-Seeing" durch am Rand der Strasse montierte Metallröhren, Felszeichnungen und ein Zmittag in der Subway-Filiale in Torrey ein. Nach dem Mittagessen bogen wir auf den Scenic Byway 12 ab, auf welchem wir an verschlafenen Siedlungen, Viewpoints mit interessanten Informationen und erneut sensationellen Landschaften vorbeikamen. Am späteren Nachmittag erreichten wir kurz nach dem Städtchen Escalante den Escalante Petrified Forest State Park, wo wir auf einer kleinen Rundwanderung eine grosse Anzahl versteinerter Holzstücke in faszinierenden Farben entdecken konnten. Danach bewältigten wir noch den letzten Teil der heutigen Wegstrecke und erreichten am Abend den Bryce Valley / Cannonville KOA, wo wir wiederum eine kleine Hütte reserviert hatten. Da es auch hier eine Grillstelle hatte, liessen wir den Abend erneut mit einem Nachtessen vom Feuer ausklingen.
USA 2014 - Scenic Byway 12

Am Samstag wurden wir wieder einmal ziemlich früh von unserem Wecker aus dem Schlaf geholt, damit wir rechtzeitig für den Sonnenaufgang beim Sunrise Point im nahegelegenen Bryce Canyon National Park sein konnten. Nach der Beobachtung dieses magischen Moments stärkten wir uns in der Lodge mit einem Frühstück und wanderten dann durch die Hoodoos im Queen's Garden und auf dem Navajo Trail. Den Rest des Tages verbrachten wir mit einer Auto-Tour durch den Park zu verschiedenen Viewpoints, von denen man jeweils einen tollen Ausblick auf einen Teil des Canyons hatte. Auf dem Weg zurück zum Campground machten wir einen Zwischenstopp für einen kleinen Spaziergang auf dem Mossy Cave Trail bis zu einem Wasserfall eines Bewässerungskanals, der von den Mormonen-Siedlern im 19. Jahrhundert angelegt wurde. Die spektakulären Steinsäulen in diesem National Park gehörten für uns zu den ganz grossen Highlights auf unserer Rundreise. Den Abend verbrachten wir anschliessend fast schon traditionell mit Grillieren.
USA 2014 - Bryce Canyon National Park

Am nächsten Morgen hiess es wieder einmal zusammenpacken und weiterziehen. Das Ziel des Tages war Springdale in unmittelbarerer Nähe des Zion National Parks. Damit ergab sich eine eher kurze Route, die wie bereits eine Woche zuvor durch den Mount Carmel-Tunnel führte, dieses Mal jedoch von der anderen Seite. Nach Ankunft in Springdale genehmigten wir uns ein Mittagessen in MeMe's Café und checkten anschliessend im Zion Canyon BnB ein. Danach fuhren wir mit dem Zion Shuttle System, welches vor einigen Jahren aufgrund des immer grösser werdenden Besucher- und damit verbundenenen Verkehrsaufkommens eingeführt wurde, in den Park. Dort unternahmen wir zuerst eine Wanderung auf dem Kayenta Trail vorbei am Lower Emerald Pool, und später ganz hinten bei Temple of Sinawava den Riverside Walk, der bis zum Beginn der sogenannten Narrows führt. Auf diesem Spaziergang konnten wir trotz zahlreichen Touristen einige Wildtiere beobachten. Damit beendeten wir diesen Tag im Park und zogen uns zurück ins wunderschöne und mit viel Liebe eingerichtete Bed and Breakfast.
USA 2014 - Zion National Park

Den Start in die neue Woche erlebten wir mit einem ausgezeichneten Gourmet-Frühstück von Liz und Larry, den Gastgebern unserer Unterkunft. Hervorragend gestärkt fuhren wir mit dem Auto zum Visitor Center des Zion National Parks und von dort mit dem Shuttle zur Station Zion Lodge, wo beim Pferdegehege Touren auf dem Pferderücken angeboten werden. Glücklicherweise konnten wir uns zwei Plätze auf der nächsten Tour sichern und so sassen wir bald schon im Sattel eines Pferdes und konnten einen rund einstündigen Ritt entlang des Virgin Rivers geniessen. Danach begaben wir uns wieder zum Auto und starteten die Rückreise nach Las Vegas. Die Fahrt führte uns erneut durch Wüstengebiete und kleinere Städte wie St. George, wo wir bei Denny's das Mittagessen einnahmen. Vor der Rückgabe des Autos bei Sixt machten wir noch einen kurzen Abstecher in die South Premium Outlet Mall, um einen Koffer für den Transport unserer Schlafsäcke zu kaufen und gingen dann zum Flughafen fürs Check-in für unseren Flug mit Southwest Airlines nach Seattle. Mit etwas Verspätung konnten wir dann abfliegen und rund zweieinhalb Stunden später und leicht durchgeschüttelt wegen eines Gewitters auf dem Sea-Tac Airport landen. Ab hier fuhren wir mit dem Central Link light rail bis ins Stadtzentrum und weiter mit einem Taxi zum ACE Hotel, wo wir uns ein Zimmer für die kommenden Nächte reserviert hatten. Zur Feier der Ankunft im Nordwesten gingen wir vor dem zu Bette gehen noch kurz auf ein Bier ins Lokal Belltown Pizza auf der anderen Strassenseite.

Donnerstag, 28. August 2014

Über Page bis nach Moab

Am Dienstag packten wir erneut unsere Sachen zusammen und machten uns in unserem Jeep auf den Weg durch den Kaibab National Forest, entlang der Vermillion Cliffs und durch weitere abwechslungsreiche Landschaften bis zur Navajo Bridge - oder besser gesagt den beiden Brücken, welche beim Marble Canyon den Colorado überqueren. Nach einem Fotohalt und anschliessendem Mittagessen in einem einsamen Restaurant, fuhren wir weiter bis wir schlussendlich in Page ankamen. Hier wollten wir in einem der zahlreichen Büros der Anbieter eine Tour in den Upper Antelope Canyon buchen, mussten jedoch feststellen, dass diese für den heutigen Tag bereits alle ausgebucht waren. So machten wir uns auf zum Lower Antelope Canyon, bei dem die Tourplätze direkt vor Ort nach Verfügbarkeit verkauft werden. Wir hatten gerade Glück und konnten uns zwei Plätze in einer kleinen Gruppe auf der nächsten Tour ergattern. Damit konnte es also los gehen und wir stiegen gemeinsam mit unserer Guide Amelia und wenigen anderen Touristen über mehrere Treppen in den engen Slot Canyon hinunter. Vorher wurden wir noch informiert, dass im Falle einer plötzlich auftretenden Sturzflut von oben Netze und Leitern in die Tiefe hinuntergelassen würden, an denen wir hinaufklettern müssten. Die letzte Sturzflut, bei der der Canyon geschlossen wurde, war aber schon über ein Jahr her und die Notfall-Leitern, welche nach einer Tragödie im Sommer 1997 installiert wurden, mussten überhaupt noch nie benutzt werden. Während rund einer Stunde wanderten wir nun also durch diese eindrückliche enge Schlucht mit den faszinierenden Formen und Farben. Ein wirklich einmaliges Erlebnis! Anschliessend fuhren wir zum The Bears Den BnB, wo wir vom Gastgeber Bubba freundlich empfangen wurden und unser tolles Zimmer beziehen konnten. Als nächstes Highlight begaben wir uns zu der speziellen Schleife des Colorados, die unter dem Namen Horseshoe Bend bekannt ist und hatten dort das Vergnügen den Sonnenuntergang zu beobachten. Anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig bei dieser Attraktion ist die Tatsache, dass trotz steil abfallender, 300m hoher Fellswände keine Absperrungen vorhanden sind. Den Tag liessen wir anschliessend im Hot Tub unserer Unterkunft ganz relaxt und erholsam ausklingen.
USA 2014 - Page und Umgebung

Am kommenden Morgen konnten wir uns mit einem sensationellen Frühstück von Bubba stärken und einen weiteren erlebnisreichen Tag in Angriff nehmen. Zuerst sahen wir uns den Glen Canyon Dam, welcher den Colorado River zum Lake Powell anstaut und dessen Bau Grundlage für die Entstehung der heutigen Stadt Page war, an. Danach nahmen wir wieder einige Meilen durch faszinierende Landschaften unter die Räder bis zum Monument Valley. Hier fuhren wir auf dem Scenic Drive rund um die bekannten und imponierenden Felsformationen in Form von Mesas, Buttes und Spire Rocks. Nach einigen Stunden des Staunens zog es uns weiter vorbei am Mexican Hat Rock bis zum Moab KOA, wo wir eine Hütte gebucht hatten und den Abend gemütlich mit einem Nachtessen vom Grill beendeten.
USA 2014 - Monument Valley

Nach der ersten Nacht in unseren neuen Schlafsäcken frühstückten wir vor unserem Kabin und fuhren anschliessend zum Arches National Park. In diesem Wunderland der steinernen Brücken und Bögen verbrachten wir mehrere Stunden mit Besichtigen von Delicate Arch, Sand Dune Arch, Petrified Sand Dunes, Landscape Arch, Pine Tree Arch, Tunnel Arch und wie sie alle heissen, diese faszinierenden Gesteinsmonumente. Aufgrund des sehr warmen Wetters waren wir auch froh immer genügend Wasser dabei zu haben. Am Abend begaben wir uns dank des Tipps einer Arbeitskollegin ins Restaurant Jeffrey's Steakhouse und konnten dort auf der lauschigen Terasse ein leckeres Nachtessen - Steaks  natürlich ;-) - begleitet von den Klängen eines musizierenden Cowboys, der schon in einem Baloise-Werbefilm mitgespielt hat, geniessen.
USA 2014 - Arches National Park

Sonntag, 24. August 2014

Viva Las Vegas und der grosse Canyon

Einen grossen Teil des Monats August verbrachten Sabine und ich in den Ferien bei einem Roadtrip durch den Westen der Vereinigten Staaten. Los ging unsere Reise am schweizerischen Nationalfeiertag frühmorgens. Freundlicherweise wurden wir von meinen Eltern um 03.30 Uhr abgeholt und nach Basel an den Flughafen geführt, so dass wir rechtzeitig den Lufthansa-Flug nach Frankfurt nehmen konnten. Dort mussten wir dann leider etwas länger als geplant auf unseren Anschlussflug mit Condor warten und konnten erst mit rund drei Stunden Verspätung nach Las Vegas weiterreisen. Der ungefähr elf Stunden dauernde Flug war dann aber recht angenehm und wir erhielten sogar zweimal etwas zu Essen. Nach der leicht holprigen Landung auf dem McCarran-International-Airport begaben wir uns rasch zur US-Immigration, welche wir entgegen allen Befürchtungen schnell und problemlos passieren konnten. Etwas weniger schnell ging es danach bei unserem nächsten Posten, der Abholung des Mietwagens bei Sixt. Dafür erhielten wir mit einem Jeep Grand Cherokee ein Fahrzeug über der von uns gebuchten Kategorie. Nun konnten wir also die ersten Meilen unter die Räder nehmen und fürs Check-in zum Hotel The Signature at MGM Grand fahren. Im riesigen Hotelzimmer angekommen öffneten wir zur Feier meiner bestandenen Prüfungen eine Flasche Moscato d'Asti und später begaben wir uns zum relaxen erstmals etwas an den Pool. Diesen ersten, langen Tag schlossen wir mit einem Nachtessen in einem Restaurant im MGM Grand und anschliessend einem ausgedehnten Spaziergang bei warmen Temperaturen auf dem Strip vorbei an bekannten Hotels wie Excalibur und New York, New York.
Den folgenden Tag starteten wir nach dem Frühstück mit einem Ausflug auf den Stratosphere Tower, von wo wir eine grossartige Sicht über ganz Las Vegas hatten und uns so einen Eindruck über die Grösse der Stadt und deren Lage mitten in der Wüste Nevadas machen konnten. Danach fuhren wir zur North Premium Outlet Mall und verbrachten ein paar Stunden mit Shopping bei riesiger Auswahl und günstigen Preisen. Nächste Einkaufsstation war dann Walmart, wo wir uns unter anderem mit Schlafsäcken für die geplanten Übernachtungen in einfacheren Verhältnissen eindeckten. Anschliessend gingen wir ins Hotel New York, New York, holten dort die Tickets für die Show, welche wir später am Abend besuchen wollten ab und gönnten uns einen Ride mit dem Roller Coaster im und ums Hotel. Nachdem wir uns noch etwas frisch gemacht hatten sahen wir uns die erotische, akrobatische und witzige Show Zumanity des Cirque du Soleil an. Zur Stärkung gab es dann für mich den ersten Burger im Broadway Burger Bar and Grill. Dies alles fand in der riesigen Anlage, welche der Stadt New York nachempfunden ist im gleichnamigen Hotel statt. Weiter ging unsere Entdeckungstour mit einem Besuch der bekannten Bellagio Fountains und dem Casino, das unter anderem aus dem Film Ocean's Eleven mit Brad Pitt, George Clooney und Co. bekannt ist, bevor wir uns noch im "alten Vegas" die gigantische LED-Überdachung der Freemont Street Experience ansahen.
USA 2014 - Anreise und Las Vegas

Am Sonntag hiess es dann bereits wieder packen und auschecken. Bevor wir jedoch die glitzernde Wüstenstadt hinter uns liessen, sahen wir uns im Neon Boneyard eine beeindruckende Sammlung von alten Las-Vegas-Leuchtschildern bei einer sehr interessanten Führung durch einen "Nerd" mit viel Hintergrundwissen an und liessen uns später auch noch vor dem berühmten "Welcome to fabulous Las Vegas"-Schild fotografieren. Danach folgten die ersten Meilen durch ganz unterschiedliche Landschaften wie Wüste, Prärie und lebendiger, wie auch verbrannter Wald. Wir durchquerten ebenfalls den Zion Nationalpark auf dem Zion - Mount Carmel Highway und erreichten gegen Abend Grand Canyon North Rim, wo wir in der Lodge ein Motelzimmer reserviert hatten. Für einen ersten Eindruck dieses Naturwunders unternahmen wir nach Sonnenuntergang einen Spaziergang zum Bright Angel Point und konnten nebst der sehr beeindruckenden Landschaft auch noch ein Gewitter am gegenüberliegenden South Rim beobachten.
Am nächsten Morgen wollten wir bereits vor Sonnenaufgang unsere Wanderung auf dem North Kaibab Trail in den Canyon hinunter starten und stellten unsere Wecker entsprechend früh. Korrekterweise hatten wir auch die Uhren von Pacific auf Mountain Standard Time umgestellt, dabei jedoch nicht beachtet, dass Arizona keine Daylight Saving Time kennt und so waren wir noch eine Stunde früher als geplant unterwegs. Unser Hike führte uns durch sensationelle Gesteinslandschaften bis nach Roaring Springs, wo wir unser Picknick verspeisten und dann wieder alles hinauf bis zum Trailhead, wo wir unser Auto parkiert hatten. Insgesamt wanderten wir so rund zehn Meilen und bewältigten beinahe 2000 Meter Höhendifferenz und konnten dabei den Canyon wirklich hautnah erleben. Nachdem wir uns von dieser Anstrengung etwas ausgeruht hatten, machten wir eine Autotour zu den überwältigenden Aussichtspunkten Imperial Point und Roosevelt Point, um die ganze Grösse dieser imposanten Felslandschaft zu geniessen. Zum Abschluss gönnten wir uns ein feines Nachtessen im Restaurant der Lodge.
USA 2014 - Grand Canyon National Park

Mittwoch, 23. Juli 2014

Über dem Polarkreis - Teil 2

Für den Sonntag hatten wir eine Fahrt mit der M/S Ahti auf dem Kemijärvi geplant. Dafür begaben wir uns gegen Mittag zum Abfahrtsort an einem Steg in der Nähe einer Tankstelle und gingen dort mit Dutzenden anderen Passagieren an Bord. Während rund 2,5 Stunden konnten wir nun bei wunderschönem Sommerwetter eine gemütliche Schifffahrt auf dem See vorbei an Inseln und idyllischen Uferlandschaften geniessen. Ob wir wie in der Beschreibung angegeben den Polarkreis überquerten, konnten wir weder anhand der Erläuterungen des Kapitäns (mangelnde Finnisch-Kenntnisse) noch aufgrund von Kartenstudium feststellen, ein tolles Erlebnis war dieser Ausflug aber alleweil! Wieder zurück an Land erledigten wir unseren Einkauf im Supermarkt und machten uns dann auf zum Aussichtsturm Kotavaara, wo man von der dritten Etage einen atemberaubenden Ausblick über die herrliche Landschaft mit Wäldern und dem See hat. Weiter fuhren wir mit dem Auto durch die Gegend und machten bei besonders schönen Orten jeweils einen Halt damit Sabine ihre fotographischen Arbeiten vorantreiben konnte. Auf dieser Rundfahrt benutzen wir auch die letzte noch bestehende Pendler-Fähre Lapplands in Räisälä für eine rund 400m lange Überfahrt. Danach suchten wir fürs Nachtessen einen schönen Grillplatz und wurden bei einem sehr schönen Badespot am Ufer des Kemijärvi, den wir etwas früher am Tag vom Schiff aus bereits gesehen hatten, fündig. Praktischerweise hatten zwei finnische Paare bereits ein Feuer entfacht und wir durften unsere Würste gleich mitbraten. Das Angebot zum Probieren ihrer Mustamakkara-Blutwürste lehnten wir jedoch dankend ab. Bei der anschliessenden Heimfahrt konnten wir noch einen sehr schönen und romantischen Sonnenuntergang erleben.
Lappland Juli 2014 - Tag 3

Am nächsten Tag hiess es für mich bereits wieder Koffer packen und Abschied von Kemijärvi nehmen. Auf unserem Programm stand nämlich Sightseeing in der lappländischen Hauptstadt Rovaniemi. Nach der rund einstündigen Autofahrt begaben wir uns zum Arktikum, welches ein Wissenschaftszentrum und ein Regionalmuseum beheimatet. Zuerst schauten wir uns in der Ausstellung "Nordische Wege" interessante Einblicke in die Kultur und Geschichte Lapplands an und informierten uns anschliessend in "Wandelhafte Arktis" über die aktuellsten Forschungsergebnisse in Sachen Klimawandel und Leben im arktischen Raum. Danach bezogen wir unser Zimmer im City Hotel im Stadtzentrum von Rovaniemi und machten uns auf für einen Besuch beim Samichlaus im Santa Claus Village am Polarkreis etwas ausserhalb der Stadt. Hier schrieben wir Karten im offiziellen Hauptpostamt des Weihnachtsmannes, machten ein bisschen Shopping in den ansässigen Geschäften und liessen es uns nicht nehmen dem Samichlaus die Hand zu schütteln sowie auf dem Polarkreis zu marschieren. Nach der Rückkehr in die Stadt assen wir auf der Terasse des Restaurant Zoomit das Nachtessen und liessen dann den Abend mit einem Spaziergang am Ufer des Kemijoki und über die Holzfällerkerzenbrücke sowie mit einem Schlummertrunk im Hemingway's Café ausklingen.

Lappland Juli 2014 - Tag 4

Zu sehr früher, aber trotzdem schon heller Morgenstunde klingelte am Dienstag unser Wecker. Nachdem wir an der Rezeption des Hotels ein Early Breakfast bekamen, fuhren wir zum Flughafen, wo ich mein Gepäck abgeben konnte und wenig später mit dem Flugzeug Richtung Helsinki und wieder zurück nach Zürich reiste. Damit war dieser Besuch bei Sabine leider schon vorbei, wir können jedoch auf eine schöne und interessante Zeit zurückblicken und werden wenn möglich wieder einmal nach Finnland reisen.

Dienstag, 22. Juli 2014

Über dem Polarkreis - Teil 1

Zur Zeit befindet sich Sabine im hohen Norden, um an einem fotographischen Projekt zu arbeiten. In den vergangenen Tagen hatte ich das Glück sie über dem Polarkreis zu besuchen. So reiste ich also letzten Donnerstag am Abend bereits in die Nähe des Flughafens Zürich, wo ich bei meiner Schwester und ihrem Partner übernachten konnte, damit ich am Freitag früh den Flug nach Helsinki und von dort weiter nach Rovaniemi, der Hautstadt der finnischen Landschaft Lappland, nehmen konnte. Hier kam mich Sabine mit dem Mietwagen abholen und nach einem kleinen Mittagessen im Flughafenrestaurant fuhren wir weiter zu ihrem momentanen Aufenthaltsort Kemijärvi. Dort angekommen erhielt ich eine Führung durch die Art Residence, bevor wir uns für eine kleine Wanderung mit gemütlichem Nachtessen vom Grill beim Waldpfad von Honkakangas aufmachten. Für die weitere Einstimmung auf diese beeindruckende Region fuhren wir anschliessend noch zum Bahnhof, wo riesige Beigen von Baumstämmen auf die Verladung und den Transport mittels Eisenbahn zu den Holzfabriken warten.
Lappland Juli 2014 - Tag 1

Am Samstag unternahmen wir einen Ausflüg in den Pyhä-Luosto-Nationalpark etwas weiter nördlich. Erste Station war die Lampivaara Amethyst Mine, die wir nach einer kurzen Wanderung erreichten. Oben auf dem Hügel Lampivaara konnten wir zuerst von einem Guide einige interessante und witzige Geschichten über die Mine und die Geschichte des Amethyst erfahren und anschliessend selber nach den Steinen graben bis wir fündig wurden und ein eigenes Exemplar mitnehmen konnten. Weiter informierten wir uns über den Nationalpark im Visitor Center und liessen uns danach mit dem Sessellift auf den Gipfel des Kultakero bringen. Leider konnten wir dort die Aussicht nicht so lange geniessen, da ein Sturm ziemlich rasant nahte und so mussten wir bald darauf mit dem Liftwart und seinem Auto die Talfahrt unternehmen. Wieder zurück in Kemijärvi besuchten wir den Strand und gingen dann fürs Nachtessen ins Bar & Grill pubi.fi, wo wir den Abend mit ein paar Finnen ausklingen liessen. Nach ein paar angeregten Gesprächen und dem Genuss von Karjala-Bier konnten wir einige Zeit später trotz vorgerückter Stunde den Heimweg immer noch bei hellen Lichtverhältnissen unter die Füsse nehmen.
Lappland Juli 2014 - Tag 2

Dienstag, 15. Juli 2014

Auf den Spuren der Schifffahrt

Als Ergänzung zum Besuch der Pfahlbauer im BHM letzte Woche, begab ich mich heute ins Neue Museum Biel, wo im Haus Schwab passend zur Aufnahme der "Prähistorischen Bauten um die Alpen" in die Liste des UNESCO-Welterbes noch bis zum 20. Juli die Ausstellung "Einbaum - Urgeschichte der Schifffahrt" gezeigt wird. Im Erdgeschoss werden Fundstücke zu Themen wie Fischerei oder Spiel und Kult, sowie auch der Einbaum von Erlach gezeigt. Dieser Zeitzeuge ist besonders wertvoll, da er nicht ganz fertig gestellt wurde und somit wichtige Erkenntnisse über die damalige Fabrikationsweise zulässt. In einem zweiten Raum erhält man interessante Informationen über die Möglichkeiten der Bergung, Konservierung und Restaurierung. Nach einem Aufstieg über die Treppe kann man im Obergeschoss den Einbaum von Twann besichtigen. Ebenfalls in diesem Raum erfährt man anhand einer Serie von Grafiken wie die Herstellung vom Fällen des Baumes bis zum fertig ausgehöhlten Einbaum vor sich ging und kann daneben Werkzeuge aus der Stein- und Bronzezeit bestaunen. Der letzte Saal zeigt dann noch einen Überblick über die Entwicklung der Schifffahrt - im speziellen auf dem Bielersee - vom Einbaum über Barken bis zum Dampfschiff. Zum Abschluss besichtigte ich anschliessend noch den Bronzezeit-Einbaum von Twann-St. Petersinsel, der seit über hundert Jahren im Garten hinter dem Haus Schwab steht und kürzlich erstmals restauriert wurde.


Der Besuch dieser dank der Kombination von Exponaten, Bildern sowie Video- und Dia-Beiträgen kurzweiligen Ausstellung rundete meine "Pfahlbauer-Woche" ideal ab.