Freitag, 7. Mai 2010

Wandern bei Wind und Wetter

Nachdem wir im letzten Sommer bei wunderschönem Wetter bereits einige Kilometer auf dem Jurahöhenweg absolviert hatten, nahmen wir uns für die diesjährigen Frühlingsferien den östlichsten Teil des Juras vor.

Etappe 1: Dielsdorf - Baden

Bereits am Samstag abend reisten wir per ICN und S-Bahn Zürich nach Niederweningen, wo wir unser Quartier im Bed and Breakfast von Beni & Conny Keller bezogen. Nach einer angenehmen Nachtruhe im wunderschön ausgebauten Studio und einem feinen Zmorge deluxe, machten wir uns auf zum Bahnhof und nahmen dort den Zug zu unserem Startort Dielsdorf. Trotz dem grauen, kühlen und regnerischen Wetter entschieden wir uns die erste Etappe unter die Füsse zu nehmen. Nach einem ersten happigen Anstieg erreichten wir bald das malerische Städtchen Regensberg. Weiter stiegen wir der Lägern entlang über Hochwacht, wo eine Radarkuppel von Skyguide steht, bis Lägernsattel. Etwas später erreichten wir den gedeckten Rastplatz Chaltbrünneli, wo wir einigermassen trocken unser Zmittag verspeisen konnten. Gestärkt wanderten wir weiter vorbei an Schloss Schartenfels und auf zahlreichen Treppenstufen hinunter nach Baden, wo wir aufgrund der widerlichen Wetterbedingungen diese Etappe beendeten und per Zug nach Brugg weiterfuhren. Dort angekommen wärmten wir uns zuerst in einem Tea-Room auf und checkten danach in der Jugendherberge im Schlössli Altenburg ein.
Wanderung: Dielsdorf - Baden


Etappe 2: Brugg - Staffelegg

Auch die zweite Nacht war erholsam und nach dem stärkenden Frühstück konnten wir uns bei verhältnismässig gutem und vor allem trockenen Wetter auf den Weg machen. Zuerst ging es durch die Brugger Altstadt mit ihrem Schwarzen Turm, danach zum Weiler Vier Linden und weiter bis zur sagenumwobenen Linner Linde, einen der ältesten und mächtigsten Bäume der Schweiz. Bei angenehmem Wanderwetter marschierten wir weiter durch Wälder und Wiesen bis auf die Staffelegg, wo wir das Postauto nach Herznach nahmen. Dort angekommen begaben wir uns zu unserer exklusiven Übernachtungsstätte im Bergwerksilo, dem Turm des ehemaligen Eisenbergwerks. Das Nachtessen nahmen wir im Speisesaal des urchigen Restaurant Jäger zu uns und legten uns bald darauf zur Nachtruhe.
Wanderung: Brugg - Staffelegg


Etappe 3: Staffelegg - Hauenstein

Das Frühstück konnten wir gemeinsam mit den Gastgebern und anderen Gästen in der Privatwohnung im obersten Stock des Silos einnehmen. Danach packten wir wieder unsere Rucksäcke, holten im Volg noch Proviant für den Mittag und fuhren per Postauto wieder hoch auf die Staffelegg. Von dort ging es via Herzberg und Bänkerjoch zur Salhöhe, wo früher der bernische Aargau, das vorderösterreichische Fricktal und das solothurnische Kienberg aneinander grenzten. Etwas weiter beim höchsten Punkt des Kantons Aargau (908 m. ü. M) machten wir unseren Mittaghalt und stiegen danach auf zur Geissflue, von wo man bei besserem Wetter vermutlich einen wunderbaren Ausblick über den Baselbieter Tafeljura und zu Vogesen und Schwarzwald geniessen könnte. Unser Weg führte uns nun bei nass-kalten Bedingungen begleitet vom Wind weiter durch Wald und Wiesen über die Schafmatt, Burgweid und vorbei an der Sendeanlage Froburg bis nach Hauenstein, von wo wir mit dem Bus nach Olten und dann per Zug nach Hause fuhren.
Wanderung: Staffelegg - Hauenstein

Mittwoch, 5. Mai 2010

Salon du livre

Am Freitag vor den Ferien nahm ich nach der Arbeit den Zug nach Genf, wo sich Sabine mir anschloss und wir weiter nach Genève-Aéroport fuhren. Von dort ging es in fünf Minuten zu Fuss zu den Palexpo-Messehallen, wo der Salon international du livre et de la presse seine Türen geöffnet hatte. Zuerst schauten wir uns den von Sabine gestalteten Stand von Radio Télévision Suisse an. Mit seiner roten Farbe und den geometrischen Formen wirkte der Stand auffällig und dank den freien Flächen zwischen den einzelnen Elementen wie Bar, Boutique und dem Plateau für Radio- und Fernsehsendungen auch einladend für die Besucher. Danach holten wir uns zur Verpflegung eine feine Crêpe und machten anschliessend einen ausgiebigen Rundgang durch die Welt der Bücher und Presse, bevor wir uns wieder auf den langen Heimweg machten.

Dienstag, 27. April 2010

Ein Wochenende im April

Am vergangenen Wochenende fand in der Ballsporthalle Oberemmental in Zollbrück die Senioren-Schweizermeisterschaft im Unihockey statt. Der Samstag verlief für uns - BSF Innebandy Lyss - recht gut und wir konnten unsere Vorrundengruppe mit vier Siegen aus vier Spielen souverän gewinnen. Der Samstagabend stand dann ganz im Zeichen des siebten und entscheidenden Spiels um die Zugehörigkeit zur NLA im Eishockey zwischen dem EHC Biel und dem Lausanne HC. In einer äusserst umkämpften und engen Partie schaffte der EHCB zum Glück dank einem knappen 3-2-Sieg den lange herbeigesehnten Ligaerhalt! Am Sonntag stand dann wieder in Zollbrück das Viertelfinale im Unihockey auf dem Programm. In einer ebenfalls knappen und umkämpften Partie mussten wir uns leider gegen den späteren Vizemeister Vipers InnerSchwyz mit 4-2 geschlagen geben und konnten bereits wieder die Heimreise antreten. Den Rest des Tages verbrachten Sabine und ich bei einer gemütlichen Ausfahrt durch das Mittelland und am Abend besuchten wir nach fast einem Jahr wieder einmal das Restaurant Schwanen in Lyss. Die beiden ausgewählten Speisen - Hühnerbrustfilet gebacken mit Zitrone Sauce und Gà Xào Gừng - waren ausgezeichnet und wir konnten so das Weekend auf sehr angenehme Weise beschliessen.

Montag, 12. April 2010

Pikantes Thai-Style

Am Sonntag hatten wir etwas Zeit und vor allem auch Lust uns ein feines exotisches Menü zu kochen. Unsere Wahl fiel auf eine Gemüsespeise, die unserer Ansicht nach so auch in Thailand gegessen werden könnte. Zum Gemüse-Curry passt hervorragend Parfümreis als Beilage und ebenfalls empfehlenswert ist der Rotwein Seis de Azul y Garanza.

Gemüse-Curry
Zutaten (für 2 Personen)

400g Pleurotus (auch bekannt als Austernpilze)
2 Tomaten
200g Zucchini

1 Stängel Zitronengras
1 rote Chilischote
einige Kaffirlimettenblätter
200g Mungobohnensprossen
200g TK-Brokkoli
2,5dl Kokosmilch
2 EL rote Currypaste
Salz, Pfeffer, Korianderpulver
  1. Pilze putzen und in kleine Stücke schneiden, Tomaten und Zucchini waschen und putzen. Danach die Zucchini in Scheiben schneiden und bei den Tomaten die Stielansätze entfernen und in Sücke schneiden.
  2. Zitronengras und Chilischote waschen, putzen, resp. Kernen entfernen und in feine Streifen schneiden. Die Mungobohnensprossen unter kaltem Wasser abbrausen und abtropfen lassen.
  3. Kokosmilch im Wok erhitzen, die rote Currypaste einrühren, sowie Kaffirlimettenblätter, Zitronengras und Chilischote beigeben. Nun den Brokkoli zugeben und auftauen lassen. Anschliessend Zucchini zufügen und 5 Minuten kochen lassen.
  4. Jetzt das restliche Gemüse, also Pilze, Tomaten und Mungobohnensprossen, dazugeben und weitere 5 Minuten köcheln lassen. Nun noch mit Salz, Pfeffer und Koriander würzen und mit dem Reis auf dem Teller anrichten. ขอ ให้เจริญอาหาร!

Sonntag, 11. April 2010

The Swiss Science Center

Zum Abschluss meiner Ferienwoche unternahmen wir gemeinsam mit Sabines Neffen einen Ausflug ins Technorama in Winterthur. Da es sich hierbei um ein Weihnachtsgeschenk handelte, musste die Reise natürlich etwas speziell sein und wir gönnten uns eine Zugfahrt quer durch die Schweiz in der 1. Klasse. Trotz der langen Anreise kamen wir pünktlich zur Türöffnung beim Museum an und konnten uns gleich in die interessante Welt von Physik, Chemie, Mathematik und anderen Wissenschaften stürzen. Anhand von rund 500 Experimentierobjekten und ein paar Vorführungen, z.B. über die Entstehung von Blitzen, kann man vieles lernen und erhält faszinierendes Wissen und Einblicke in komplexe Zusammenhänge. Beim Durchstreifen der drei Etagen vergeht die Zeit sehr schnell und schon bald mussten wir uns wieder auf unseren langen Rückweg - wieder in der angenehmen 1. Klasse - machen.
Technorama Winterthur

Mittwoch, 7. April 2010

Chinesisches Essen und Spaziergang am See

Da ich kürzlich wieder mal ein Jahr älter geworden bin, waren wir am Ostersonntag mit meiner Familie essen. Als Lokal hatte ich den Chinesen Pflaumen Garden gleich bei uns um die Ecke ausgewählt. Nachdem wir unsere Menüs gewählt hatten, wurde auch schon bald aufgetischt. In etwa zehn Schalen erhielten wir Poulet an Lemonsauce, Rindfleisch Szechuan-Art, Poulet süss-sauer, Tofu, Gemüse Chop Suey, grilierte Ente und natürlich weisser und kantonesischer Reis. Dazu tranken wir einen feinen chilenischen Syrah und als Abschluss wurde uns noch frittierte Ananas zum Dessert serviert. Das Ganze war sehr lecker und wir werden sicherlich wiedermal in unserer Nachbarschaft einkehren. An dieser Stelle möchte ich mich auch gleich nochmals für die netten und praktischen Geschenke bedanken.

Das schöne Frühlingswetter lockte uns gestern abend nach dem Nachtessen noch für einen Spaziergang nach draussen. Gemütlich schlenderten wir der Schüss entlang Richtung See, beim Strandboden am Seeufer entlang und danach via Krautkuchen wieder zurück nach Hause. Die ganze Zeit begleitet von einer wunderbaren abendlichen Dämmerstimmung.
On a Tuesday evening

Freitag, 2. April 2010

Fernsicht

Am heutigen Karfreitag genossen wir den freien Tag zuerst mit einem feinen Mittagessen bei meinen Eltern und anschliessend einem Ausflug nach Lyss. Dort befindet sich seit der letztjährigen Feier zum tausendjährigen Bestehen auf einer Anhöhe ein Aussichtsturm aus Holz. Nach dem Erklimmen der Stufen erhält man eine wunderbare Rundumsicht über Lyss und Umgebung. Auf der einen Seite bis zu den Alpen und gegenüber zur Jurakette.
Lysser Aussichtsturm
Nachdem wir wieder zuhause angekommen waren, war es bald einmal Zeit für das Nachtessen und wir kochten uns ein Gemüsemenü.

Ratatouille mit Schafkäse
Zutaten (für 2 Personen)

300g Zucchini
1 rote Paprikaschote
1 Zwiebel
150g geschnittene Champignons (aus der Dose)
Salz
Pfeffer
2 EL Olivenöl
1 EL Kräuter der Provence
400g gehackte Tomaten (aus der Dose)
150g Feta
  1. Backofen auf 220° vorheizen, Zucchini und Paprika waschen und putzen. Zucchini längs halbieren und in 1cm dicke Scheiben schneiden.
  2. Paprika halbieren, entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebel schälen und grob hacken.
  3. Gemüse und Champignons in die Auflauform geben, salzen und pfeffern. Nun das Olivenöl, Kräuter der Provence, gehackte Tomaten zugeben und alles mischen.
  4. Im vorgeheizten Ofen rund eine halbe Stunde garen, anschliessend den Feta darüber zerkrümeln und servieren.