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Mittwoch, 28. Februar 2018

Ausflug in den Süden

Am zweiten Februarwochenende zog es mich für ein paar Tage in den Süden. Mittels einer Zugfahrt nach Genève-Aéroport, von dort einem angenehmen Flug mit Easyjet zum Aeropuerto de Barcelona-el Prat und weiter mit dem Flughafenbus erreichte ich fast zehn Jahre nach dem letzten Besuch wieder einmal die katalanische Metropole.

Nach dem Check-in im chicen Hotel Colón direkt bei der Kathedrale folgte ein kleiner Stadtbummel durch das Barri Gòtic bis hinunter zum Maremagnum. Einige Schritte weiter, in der coolen Cupula auf dem Dach des Einkaufszentrum Las Arenas beim Plaça d'Espanya, konnte ich meine Startnummer für den eDreams Mitja Marató abholen. Zum Abschluss des Tages gab es später eine feine Paella im Restaurant Taverna del Bisbe.

Der Samstag stand ganz gemütlich im Zeichen eines Shoppingbummels und dem Besuch des MACBA, wo es unter anderem die sehr interessante Ausstellung «Rosemarie Castoro. Focus at Infinity» zu sehen gab. Das Nachtessen erfolgte an diesem Tag in Form von Tapas bei Taller de Tapas und zum Ausklang stand die Vorstellung des Stücks «De lo invisible y lo innombrable» im Antic Teatre auf dem Programm.

Am Sonntag war bereits früh Tagwache damit ich rechtzeitig mit Tausenden anderen Läufern am Start des Halbmarathons stehen konnte. Bei blauem Himmel und angenehm frischer Temperatur, konnte ich die schöne, von zahlreichen Zuschauern gesäumte Strecke durch Barcelona trotz des Trainingsrückstandes aufgrund der wenige Wochen zuvor erlittenen Sprunggelenkverletzung in etwas mehr als zwei Stunden absolvieren. Zur Belohnung durfte ich anschliessend ein feines Mittagessen im Restaurant La Fonda geniessen und ein bisschen ausruhen.

Ungeachtet des ziemlich ausgeprägten Muskelkaters erfolgte am Montag bei Regenwetter noch eine Sightseeing-Fahrt mit dem Bus in das Innovations-Quartier 22@Barcelona, bevor es später mit dem Bus wieder zum Flughafen und von dort mit Easyjet nach Basel ging.
Barcelona Febrer 2018

Freitag, 22. Dezember 2017

Sommerferien in Skandinavien - Teil 3

Gemeinsam mit Sabine begab ich mich nach der Ankunft in Svendborg zum Danhostel, um das Zimmer zu beziehen, bevor wir den Tag mit einem leckeren Abendessen mit passender Bierbegleitung im Brauereirestaurant Far & Søn ausklingen liessen. Am Sonntagmorgen stärkten wir uns am reichhaltigen Frühstücksbuffet und machten uns anschliessend zu Fuss auf den Weg. Die Etappe des Øhavsstien, dem Wanderweg des Inselmeeres, führte uns bei sehr abwechslungsreichem Wetter über die Svendborgsundsbroen, die Inseln Tåsinge und Siø bis nach Rudkøbing auf Langeland in eine Airbnb-Unterkunft. Am nächsten Morgen genossen wir das feine Frühstück, schlenderten noch ein wenig durchs Städtchen und fuhren mit dem Bus nach Svendborg zurück. Dort unternahmen wir einen kleinen Shopping-Bummel und gingen später an Bord der Fähre, die uns in einer angenehmen Fahrt nach Ærøskøbing auf der Insel Ærø brachte. Nach dem Ausschiffen mussten wir nur wenige Meter zurücklegen und erreichten bereits das Hotel Aroma, wo wir uns ein Zimmer reserviert hatten. Nach dem Zimmerbezug machten wir uns auf zum Vesterstrand mit seinen kleinen, farbigen Badehäusern, wo wir uns in Meer und Sonne badeten. Zum Nachtessen genossen wir ein herrliches Lachs-Soufflé im Aromas Fiskerestauranten und beendeten den Tag anschliessend mit einem gemütlichen Spaziergang durch die nächtlichen, hyggeligen Altstadtgassen. Am Dienstag fuhren wir mit dem kostenlosen Bus über halb Ærø bis zur nördlichen Endstation in Søby, wo wir einen kleinen, gemütlichen Marsch bis zum Leuchtturm am Ende der Insel und wieder zurück unternahmen. Nachdem wir mit dem Bus wieder an den Ausgangspunkt gelangten, bummelten wir am Nachmittag ein wenig durch den Ort und kamen so an verschiedenen kleinen Läden, der Brauerei, von der ich während unseres Aufenthaltes einige leckere Biere kosten konnte, und sogar einer Whisky-Distillerie vorbei. Zum Nachtessen gab es für uns in der Ærøskøbing Røgeri erneut ein Fischmahl und später zum Dessert die feinste Glacé der Insel vom Café Aroma. Am nächsten Morgen hiess es für uns wieder einmal zusammenpacken und dann mit der Fähre nach Svendborg zurückfahren. Hier trennten sich unsere Wege für kurze Zeit - Sabine fuhr mit der Vespa und ich per Zug nach Odense, wo wir ein Airbnb-Zimmer reserviert hatten. Nachdem wir beide gut angekommen waren, spazierten wir durch die angenehme und gemütliche Stadt und bestellten uns bei Sinnerup ein Sofa, das unterdessen in unserer Wohnung steht und uns immer an die Sommerferien erinnert ;-). Später tranken wir ein Bier bei der Brasserie Flakhaven und genossen das Nachtessen im Restaurant Eydes, bevor wir uns zur Nachtruhe in die Unterkunft begaben. Den nächsten Tag verbrachten wir zu Beginn auf separaten Pfaden - Strasse für Sabine, Schiene für mich - bis wir uns in København im Hotel Nora wieder trafen. Gerade als wir uns für eine kleine Entdeckungstour aufmachen wollten, setzte ein massiver, fast sintflutartiger Regen ein. Während die unzähligen Radfahrer in Dänemarks Hauptstadt in Hauseingängen und unter Vordächern Schutz suchten, begaben wir uns zum Apéro in Ravnsborg Kitchen & Bar. Als das Wetter wieder besser wurde nahmen wir einen neuen Anlauf und spazierten durch die Stadt bis zum Rundetaarn. Nach dem Aufstieg über die spiralförmige Rampe, welche Erzählungen zu Folge sogar Platz für Pferdekutschen und Autos bot, konnten wir uns einer beeindruckenden Aussicht über Kopenhagen erfreuen. Den Freitag starteten wir nach dem Frühstück mit einem Streifzug durch das Stadtzentrum zu den bunten Häusern in Nyhavn. Von dort machten wir einen Abstecher ins Café Klint beim Design Museum und weiter auf die Papierøen, wo wir im Copenhagen Contemporary eine spannende und beeindruckende Ausstellung von Anselm Kiefer erleben konnten. Nach einer kurzen Visite im Copenhagen Street Food begaben wir uns zum bekannten Vergnügungspark Tivoli, wo wir einer Vorstellung des Pantomimentheaters beiwohnten, im Restaurant Kiin Kiin Piin To assen, auf einer Attraktion mitfuhren und einfach durch die schönen Blumengärten schlenderten bis es Zeit fürs Schlafengehen war. Am folgenden Morgen musste ich leider meine Siebensachen erneut zusammenpacken und mich zum Flughafen Kastrup begeben, um mit einer SWISS-Maschine nach Zürich zurückzufliegen. Damit gingen drei abenteuerliche, interessante und erholsame Ferienwochen zu Ende und die Sehnsucht nach dem nächsten Ausflug in den Norden begann.
Scandinavian Summer - Part 3

Sonntag, 26. November 2017

Sommerferien in Skandinavien - Teil 1

Schon sind ein paar Monate vergangen seit ich Mitte Juli meine diesjährigen Sommerferien antreten durfte. Nachdem ich alles in meinem Rucksack verstaut hatte fuhr ich per Zug an den Flughafen Zürich zum Vorabend-Check-in und dann weiter nach Bülach, wo ich freundlicherweise bei meiner Schwester und ihrem Partner übernachten durfte damit ich am nächsten Morgen den frühen Flug erreichen konnte. Ein Flug von SWISS nach Stockholm Arlanda und der praktische Flughafenbus brachten mich ins Zentrum der schwedischen Hauptstadt. Da ich im vergangenen Jahr leider keine Zeit mehr hatte, machte ich mich im Anschluss ans Deponieren des Gepäcks im Hotel auf, das Nobel Museum zu besuchen. Auf einer spannenden Führung mit witzigen Anekdoten konnte ich dort viel Interessantes aus dem Leben von Alfred Nobel und über die zahlreichen Träger der verschiedenen Nobelpreise erfahren. Mit dem Nachtessen bei Grill Ruby, einem Bier im O'Learys und dem Einkauf von Proviant für die kommenden Tage endete dieser erste Ferientag. Am Samstagmorgen, nach ausgiebigem Frühstück im Hotel, nahm ich die Tunnelbana zum Hauptbahnhof und reiste mit dem Zug nach Eskilstuna, wo ich sehr nett von meiner Airbnb-Gastgeberin begrüsst wurde. Weil die Unterkunft etwas ausserhalb lag, durfte ich sogar ein Fahrrad benutzen, um den Nachmittag in der Stadt zu verbringen. Neben etwas Shopping besuchte ich im Tunavallen-Stadion das Allsvenskan-Spiel zwischen dem lokalen AFC Eskilstuna und Kalmar FF, welches das Heimteam vor rund 2400 Zuschauern mit 2-1 gewinnen konnte. Am folgenden Tag genoss ich gemeinsam mit den Gastgebern auf der Terrasse ein tolles Frühstück und machte mich anschliessend auf, um den markierten Wanderweg Sörmlandsleden zu finden, was mir nach rund eineinhalb Kilometern auch gelang. Während ich noch bei Sonnenschein losmarschieren konnte, wurde leider im Verlaufe des Tages das Wetter immer schlechter, so dass ich die erste Windschutzhütte doch etwas durchnässt erreichte. Nach der ersten Nacht draussen bin ich bereits relativ früh aufgewacht, drehte mich aber nochmals um und schlief noch ein bisschen weiter. Etwas später, nach dem Frühstück mit getoastetem Brot vom Feuer, machte ich mich auf für die nächste Etappe. Bei gutem Wetter wanderte ich entlang von Seen, durch Kuhweiden, über Felder, durch Wald und auf felsigem Grund - also das volle Södermanland-Programm. Am späteren Nachmittag erreichte ich mein heutiges Tagesziel, eine Hütte wie sie früher von Köhlern zum Übernachten benutzt wurde. Da diese nicht an einem See lag, absolvierte ich noch ein kurzes Jogging zum nächsten See, um dort zu baden. Auch am nächsten Morgen bin ich recht früh aufgewacht und habe noch ein wenig weitergeschlafen. Später, nach dem Frühstück, ging es weiter auf dem Wanderweg. Zuerst vorbei am See Tryningen, den ich am Vortag bereits besucht hatte, dann über Fels und einsame Wälder - teilweise beinahe weglos, aber immer mit guter Markierung. Bei einem Haus durfte ich bei zwei älteren Herren meinen Wasservorrat auffüllen und kurz darauf bei einer Hütte im Wald mein Mittagessen einnehmen. Am Nachmittag konnte ich mich bei schönem und warmem Wetter weiter durch Wald, über Kuhweiden und entlang von Seen bewegen bis ich einen tollen Windschutz am See Myr Gryten erreichte. Am folgenden Tag führte mich der Pfad erneut entlang von Seen, durch Wälder und über felsigen Untergrund. Das Mittagessen bereitete ich mir in der schön gepflegten Windschutzhütte am Hagsjön zu. Einziger Wermuthstropfen war die ziemlich kahl abgeholzte Umgebung. Nach ein paar weiteren Kilometern, die teilweise entlang einer Strasse führten, erreichte ich die Stadt Katrineholm, wo ich mein Zelt auf dem Campingplatz aufstellte und den Abend bei einem Bier genoss.
Scandinavian Summer 2017 - Part 1

Sonntag, 30. Oktober 2016

Auf einsamen Pfaden durch Södermanland - Teil 3

Am Samstag trennten sich unsere Wege wieder. Während Sabine mit der Vespa die Heimreise Richtung Süden unter die Räder nahm, deckte ich mich nochmals mit ein paar Lebensmitteln ein und fuhr mit dem Zug ebenfalls südwärts bis Nynäsgård. Nach dem Aussteigen marschierte ich zuerst ein Stück durch besiedeltes Gebiet, bis ich bald wieder den markierten Sörmlandsleden erreichte. Bei tollem Wanderwetter bewegte ich mich nun durch Wälder, über Felder und teilweise entlang von Strassen. Einmal gab es einen Abstecher zu der auf der Karte eingezeichneten "Grotta", die schlussendlich jedoch nicht viel mehr als eine kleine Lücke zwischen zwei Felsen war. Gegen Abend erreichte ich den See Muskan, wanderte noch ein schönes Stück dem Ufer entlang und kam rechtzeitig vor dem Eindunkeln bei der Schutzhütte an. Bereits in der Nacht fielen einige Regentropfen und am morgen herrschte immer noch feuchtes Wetter. Nach Wasserfiltern, Frühstück und packen ging es wieder los für die nächste Etappe. Bei der Mittagspause an einem weiteren See musste ich abrupt von einer Bank am Ufer unter einen Baum zügeln, um vor dem nun einsetzenden Regen geschützt zu sein. Am Nachmittag führte mich der Weg vorwiegend durch Wald und über felsigen Untergrund bis zum Windschutz am Transjön. Hier hatten sich bereits drei junge Studenten aus Frankreich eingerichtet. Freundlicherweise bekam ich auch einen Viertel der Hütte, um die Nacht im Trockenen zu verbringen. Am Montagmorgen schaute das Wetter glücklicherweise wieder viel freundlicher aus und man konnte mit einem trockenen Tag rechnen. Nach dem Frühstück verabschiedete ich mich von den Franzosen und unsere Wege führten jeweils in die entgegengesetzte Richtung. Die nächsten Kilometer führten mich durch eine wunderschöne Birken-Schilf-Landschaft. Am Nachmittag erreichte ich den Tornberget, seines Zeichens mit 111 m. ü. M. der höchste Punkt der Region. Ab hier ging es wieder leicht runter und etwas später erreichte ich den Pfad, den ich vor einigen Tagen bereits begangen hatte. Diesem weiter folgend kam ich zu der schon einmal genutzten Hütte am See Trehörningen. Dieses Mal herrschte sonniges Wetter und ich konnte eine bezaubernde Abendstimmung mit rot gefärbtem Himmel und der Geräuschekulisse der Vogelwelt geniessen. Am kommenden Morgen startete ich relativ früh, da mich eine lange Etappe erwartete. Am Vormittag absolvierte ich den gleichen Weg, den ich bei Regen schon mit Sabine gegangen war bis nach Handen. Ab dort marschierte ich zuerst durch Wohngebiet, später dann wieder über Felsen und durch Wälder. Am späteren Nachmittag erreichte ich den Eingang zum Tyresta Nationalpark und konnte die nächsten Kilometer bis zur Schutzhütte durch beeindruckende, unberührte Natur wandern. Nach Ankunft bei der Hütte, die bereits besetzt war, stellte ich mein Zelt an einem noch freien Platz innerhalb der erlaubten Campingzone auf und verräumte mich nach diesem langen Wandertag schon recht bald in meinen Schlafsack. Den nächsten Tag, unterdessen war Mittwoch, begann ich erneut mit Schritten durch die herrliche Landschaft des Nationalparks. Nachdem ich die Parkgrenze hinter mir liess, an einem See mein Mittagessen eingenommen hatte und noch etwas weiter marschierte, gelangte ich zur Freizeitanlage Alby. Ab hier ging es teilweise über Feldwege und auch bereits vermehrt durch Siedlungsgebiet. Gegen Abend erreichte ich den See Sandasjön und schlug dort mein Zelt für die letzte Nacht draussen auf. Am Donnerstagmorgen startete ich nun also auf meine letzten Kilometer auf dem Sörmlandsleden. Hier merkte man bereits deutlich die Nähe zur Stadt. Nachdem es zuerst noch etwas durch Wald ging, führte der Weg bald entlang eines Golfplatzes und ich begegnete auch viel mehr Leuten als in den vergangenen Tagen draussen in der Wildnis. Am frühen Nachmittag erreichte ich die U-Bahn-Station Björkhagen, wo mein Sörmlandsleden-Trip endete. Ab hier fuhr ich ins Stadtzentrum und verbrachte einige Zeit mit der Suche nach einer Unterkunft für die nächsten beiden Nächte, bis ich im Hotel Gamla Stan ein Zimmer fand. Den Abend liess ich anschliessend mit dem Verspeisen von Köttbullar im Café Kronen ausklingen. Der Freitag stand dann ganz im Zeichen von Sightseeing bei sonnigem Wetter. Zuerst liess ich mich auf der Bootstour "Under the Bridges of Stockholm" während rund zwei Stunden zwischen den Inseln hindurch chauffieren und erhielt so eine etwas andere Sicht der Stadt vom Wasser aus. Am Nachmittag entschied ich mich für den Besuch des Vasa Museums, wo ich einen eindrücklichen Einblick in die Geschichte des legendären Schiffes und die Zeit seiner Entstehung erhielt. Am nächsten Morgen hiess es bereits recht früh aufstehen, mit der U-Bahn und dem Flygbussarna zum Flughafen Arlanda zu fahren und von dort zurück nach Genève zu fliegen. Damit kamen diese tollen und erlebnisreichen Sommerferien nach mehr als 400 Kilometern zu Fuss zu einem Ende und die Vorfreude auf weitere Wandererlebnisse ist bereits riesig.
Sörmlandsleden 2016 - Teil 3

Sonntag, 23. Oktober 2016

Auf einsamen Pfaden durch Södermanland - Teil 2

Nach einer gemütlichen Nacht stand ich am Donnerstagmorgen langsam auf, nutzte die Gelegenheit zum Waschen der Kleider und gönnte mir ein Frühstück mit Blick aufs Meer. Nach einem kurzen Regen-Intermezzo mietete ich mir ein Fahrrad und pedalte nach Trosa, wo ich den Nachmittag gemütlich mit einem Bummel durchs Städtchen verbrachte. Gegen Abend kam endlich der langersehnte Anruf von Sabine, dass sie nach ihrer Odyssee von England her mit der Vespa bald in Südschweden eintreffen werde. Kurz darauf war es soweit und wir konnten das Zusammentreffen mit einem feinen Essen in Antons Krog feiern. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück, packten wir unser ganzes Material zusammen und machten uns auf den Weg. Nachdem Sabine die Vespa freundlicherweise bei einem Hotel abstellen konnte und wir uns mit einem leckeren Mittagessen im Restaurant Ågården gestärkt hatten, nahmen wir die nächsten Kilometer gemeinsam unter die Füsse. Der Sörmlandsleden führte uns über Strassen, Feld- und Waldwege und über Fels bis zum Windschutz Sandvik. Auch am kommenden Tag marschierten wir durch Wald und entlang des Meeres bis wir Tullgarns Slott erreichten und dort im Wirtshaus das ausgezeichnete Mittagsbüffet genossen, sowie das Leitungswasser zum Auffüllen unserer Wasserreserven nutzten. Am Nachmittag wanderten wir weiter bis wir über eine Brücke die Insel Mörkö erreichten. Da hier sehr viele Privatgrundstücke sind, fanden wir auf Anhieb keinen schönen Platz zum Übernachten. Nach einem kurzen Gespräch mit einem Einheimischen nahm uns dieser mit seinem Volvo ein paar Kilometer mit und zeigte uns einen tollen Platz für unsere Nachtruhe. Nachdem wir unser Lager eingerichtet und das Nachtessen verspeist hatten, versuchten wir trotz der Mückenplage und Geräuschen von Wildtieren in der Nähe ein wenig zu schlafen - was glücklicherweise irgendwann dann auch gelang. Am nächsten Morgen - unterdessen war Sonntag - nahmen wir unser Frühstück ein, packten zusammen und marschierten los. Bald schon fielen die ersten Regentropfen, so dass wir uns entschieden noch ein paar Minuten unter den Bäumen zu warten. Als der Regen ein wenig nachliess, gingen wir weiter entlang von Feldwegen und Strassen, vorbei an der Mörkö Kyrka bis wir bald wieder den markierten Sörmlandsleden erreichten. Das Wetter wurde im Verlaufe des Nachmittags immer besser und der Pfad führte uns durch schönen Wald mit teilweise felsigem Untergrund, aber zeitweise auch über offene Felder. Diesen Tag beendeten wir beim Campingplatz Skansholmen, wo wir uns ein kleines Häuschen mieteten und den Abend in Gesellschaft von Wildgänsen bei einem gemütlichen Abendessen ausklingen liessen. Am folgenden Tag nahmen wir als Erstes die Fähre hinüber aufs Festland und marschierten ab dort erneut durch faszinierende Wälder und über Kuhweiden entlang des Meeres. Gegen Abend erreichten wir die Windschutzhütte am Stora Träsket, wo bereits zwei junge Damen aus Deutschland ihr Lager aufgeschlagen hatten. Trotzdem konnten wir uns in der Hütte und daneben mit unserem Zelt ebenfalls an diesem Platz niederlassen. Der kommende Tag brachte uns wiederum tolle Wanderbedingungen in einer wunderbaren Natur und führte uns zum Erholungsgebiet Lida. In der Freizeitanlage gab es neben Seilpark, Minigolfbahn, Wasserskischanze und tollem Strand auch eine unglaubliche Anzahl an frei herumhoppelnden Hasen und wir konnten dort aus mehreren Hütten eine für uns passende auswählen. So dass wir die Nacht rundum geschützt in einer Art Holzpyramide verbringen konnten - trotzdem hatten wir Besuch von einer Maus, die von unseren Vorräten etwas abbekommen wollte. Am folgenden Morgen frühstückten wir im Restaurant der Freizeiteinrichtung und machten uns anschliessend auf den Weg. Auch an diesem Tag vor allem durch Wald und über Felder. Unser Mittagessen verspeisten wir bei einem Windschutz in Gesellschaft von Salomon, einem jungen Mann aus Israel auf Entdeckungsreise durch Nordeuropa. Am Nachmittag wanderten wir unter regnerischen Bedingungen weiter bis wir den schönen See Trehörningen erreichten und uns dort in der Windschutzhütte einrichten konnten. Da der Regen glücklicherweise bald aufhörte, konnten wir uns sogar noch ein erfrischendes Bad gönnen, die Kleider trocknen lassen und den Abend geniessen. Nach dem Frühstück am Donnerstag morgen nahmen wir die nächsten Kilometer bei feuchtem Wetter in Angriff. Leider wurde dieses immer schlechter, so dass wir zwischendurch unter Bäumen und später unter einem Dach beim Kinderspielplatz der Siedlung Riddartorp eine Pause im Trockenen einlegten. Dabei fällten wir auch den Entscheid noch bis Handen zu wandern und von dort per Zug ins Zentrum von Stockholm zu fahren. Nach Ankunft in Stockholm fuhr Sabine mit dem Bus zurück nach Trosa, um dort die Vespa wieder abzuholen, während ich mich um den Bezug unserer Airbnb-Unterkunft kümmerte. Den folgenden Tag begannen wir mit dem Waschen unserer Kleider in einer Laundry und einem kleinen Shoppingbummel durch skandinavische Möbelläden, die nicht alle blau-gelb sind ;-). Anschliessend besuchten wir das coole Fotographiemuseum Fotografiska und bestaunten dort während mehrerer Stunden die beeindruckenden Bilder der verschiedenen Ausstellungen, bevor wir noch ein wenig durch die Altstadt spazierten. Schlussendlich legten wir auch an diesem "Ruhetag" rund 14 Kilometer zurück.
Sörmlandsleden 2016 - Teil 2

Dienstag, 8. März 2016

Immer etwas zum Entdecken - Teil 2

Den Samstag starteten wir mit einem gemütlichen Frühstück und begaben uns dann zur "Löwenbesichtigung" am Trafalgar Square. Von dort ging es weiter mit der Fahrt in einem der noch auf der Linie 15H eingesetzten traditionellen Routemaster-Bussen durch den dichten Stadtverkehr bis nach Tower Hill. Hier folgte die Besichtigung und Überschreitung der mächtigen und immer wieder imposanten Tower Bridge. Leider war das Wetter nicht allzu gut, so dass wir uns für ein Nachmittagsprogramm drinnen entschieden. Im Design Museum bestaunten wir einerseits die Entwicklung des Fahrrads und seiner unterschiedlichen Verwendung, sowie die besten Designs von 2015. Anschliessend unternahmen wir einen gemütlichen Spaziergang entlang der tollen Promenade am Ufer des River Thames bis zum imposanten Gebäude der Tate Gallery of Modern Art, wo wir in der Turbinenhalle Abraham Cruzvillegas Empty Lot sahen. Dabei handelt es sich um dreieckige Holzbeete, die mit Erde gefüllt wurden und nun während sechs Monaten ein Eigenleben entwickeln. Nach so viel Kunst und Kultur hatten wir langsam etwas Hunger und fuhren mit Tube und Bus nach Camden für ein tolles Nachtessen bei "unserem" Inder in der Bangalore Brasserie, wo wir durch das freundliche Personal als Stammgäste erkannt wurden. Bevor wir nach diesem Festmahl zurück ins Apartment fuhren, warfen wir noch einen kurzen Blick auf die schwarze Eingangstüre des Wohnhauses, wo wir vor einigen Jahren unsere Wohnung hatten.
London February 2016 - Saturday
Dann kam leider schon der letzte Tag dieser Ferien in Englands Kapitale und wir mussten unsere Koffer wieder packen. Um die Zeit noch voll auszunutzen starteten wir eine kleine Busreise in den Norden zum Besichtigen des Shri Swaminarayan Mandir, einem grossen Hindu-Tempel. Danach fuhren wir nochmals zurück in die Gegend um Paddington Station, erledigten die obligatorischen Souvenirkäufe und besuchten ein letztes Mal ein traditionelles englisches Pub, bevor wir den Trip zum London Luton Airport in Angriff nahmen. Nach der schier endlosen Fahrt mit Bus, Tube, Zug und Shuttlebus erreichten wir den Flughafen und wurden am Gepäckaufgabeschalter belehrt, dass dieser bereits geschlossen sei und nur noch Passagiere ohne Aufgabegepäck mitfliegen können. So teilten wir also gezwungenermassen unsere Reisegruppe auf und schickten Sabines Bruder mit seiner Familie auf den geplanten Flug nach Basel, während Sabine und ich mit dem Gepäck den etwas späteren Flieger Richtung Genf nahmen. Trotz diesem etwas turbulenten Abschluss blicken wir auf ein paar wunderschöne und erlebnisreiche Tage in dieser tollen Stadt zurück.
London February 2016 - Sunday

Donnerstag, 9. Juli 2015

Trip to the Emerald Isle - Part 2

Am nächsten Morgen hiess es wieder unser Zelt abbauen und alles einpacken, bevor wir für das Frühstück zum Sea Salt Cafe fuhren. Nach einem grossartigen Frühstück und verwöhnt von ausgezeichneter Gastfreundschaft konnten wir danach unseren Tag in Angriff nehmen. Auf dem Programm stand der Besuch der Cliffs of Moher, die wir am Vortag bereits per Schiff vom Fuss her besichtigten. Gerade kurz nach unserer Ankunft mit der Vespa und den ersten Schritten entlang dieses eindrücklicken Naturwunders fielen einige Regentropfen. Glücklicherweise besserte sich das Wetter aber genau so schnell wieder und wir konnten den faszinierenden Anblick bei einem Spaziergang zum O'Brien's Tower und wieder zurück zum Visitor Center bei guten Bedingungen geniessen. Innerhalb des schön in die Natur eingepassten Besucherzentrums konnten wir anschliessend einige Informationen zu den Klippen erfahren, bevor wir noch ein wenig in die andere Richtung marschierten. Nachdem wir genug gesehen hatten, fuhren wir zurück nach Doolin, um dort doch noch im berühmten O'Connor's Pub etwas zu essen. Danach trennten sich unsere Wege für ein paar Stunden. Während Sabine per Vespa Richtung Dublin fuhr, nahm ich den Bus zuerst durch die wunderschöne Landschaft Westirlands nach Galway und von dort quer durchs Land bis kurz vor Dublin, wo wir uns wieder trafen und gemeinsam zum Camac Valley Caravan & Camping Ground reisten.

Ireland 2015 - Sunday

Nach einer weiteren Nacht in unserem Zelt fuhren wir am morgen mit dem Sightseeing-Bus ins Stadtzentrum und gönnten uns im Cafe Kylemore zuerst ein leckeres Frühstück. Weiter ging es mit einem Stadtbummel durch das bekannte Viertel Temple Bar, entlang des Liffey und zum Trinity College. Nach einem Bier im Auld Dubliner Pub besuchten wir die sehr ansprechende Ausstellung Riddle of the Burial Grounds zur Herausforderung der Kommunikation im Zusammenhang mit atomaren Endlagern im Museum Project Arts Centre. Einige Schritte später verspeisten wir unser Nachtessen in der Gourmet Burger Kitchen, bevor wir mit dem Linienbus zurück zum Camping-Platz fuhren, wo wir schon von weitem zwei weitere Vespas in der Nähe unseres "Mixers" erkennen konnten. Beim Näherkommen stellten wir fest, dass sich zwei Italiener aus Venezia auf ihrem jährlichen Vespa-Trip neben unserem Zelt niedergelassen hatten. In gemütlicher Runde bei echtem italienischen Kaffee und angeregten Gesprächen beendeten wir diesen Tag.

Ireland 2015 - Monday

Und dann kam für mich schon der letzte Morgen mit sehr frühem Aufstehen. Nachdem ich meinen Rucksack fertig gepackt hatte, führte mich Sabine an den Dublin Airport. Dort bestieg ich die Ryanair-Maschine zurück nach Basel und reiste mit dem Zug wieder nach Hause.

Sonntag, 5. Juli 2015

Trip to the Emerald Isle - Part 1

Am vergangenen Donnerstag vor einer Woche packte ich meinen Rucksack und fuhr mit dem ÖV an den Euroairport in Basel. Dort bestieg ich eine Boeing 373-800 von Ryanair und liess mich nach Dublin fliegen. Nach einem schnellen Mittagessen am Flughafen bei McDonald's ging die Reise weiter per Bus nach Limerick, wo ich nach einem Bier bei Cobblestone Joe's Sabine, die mit der Vespa anreiste, traf. Die Fahrt von Rosslare nach Limerick konnte sie in Begleitung eines Vespafahrers aus Zürich, der für einen Sprachaufenthalt nach Irland fährt, absolvieren. Unser Weg führte uns von hier weiter nach Bunratty, wo wir in einem kleinen, ländlichen Campingplatz unser Zelt aufbauten. Das Nachtessen nahmen wir im seit fast 400 Jahren bestehenden Pub Durty Nelly's ein und machten zum Abschluss dieses Tages noch einen kurzen Spaziergang.

Ireland 2015 - Thursday
 
Nach einer erholsamen Nacht packten wir unser Zelt wieder zusammen und fuhren zum Bunratty Castle & Folk Park. Zuerst assen wir dort in der Teestube unser Frühstück und starteten dann den Rundgang durch das irische Dorf aus dem 19. Jahrhundert und das mittelalterliche Schloss. Das hier aufgebaute Dorf besteht aus etwa 30 Häusern wie Schmiede, Scheunen, Bauern- und Fischerhäuser und hat sogar eine Dorfstrasse mit Schule, Pub und kleinen Läden. Interessant sind auch die Informationen zum Leben in dieser Zeit, welche von Darstellern in und um die Häuser erzählt werden. Nachdem wir einige Zeit in diesem schönen Park verbrachten, machten wir uns auf zur Weiterreise. Zuerst mit der Vespa nach Shannon, wo uns ein ausgewanderter deutscher Motorradfahrlehrer den Weg zum Flughafen zeigte. Von dort fuhr Sabine mit der Vespa weiter und ich nahm den Bus nach Ennis, wo ich umsteigen musste und auf die Linie nach Doolin wechselte, um dort am Abend Sabine wieder zu treffen. Nach dem Aufbau des Zeltes auf dem Riverside Camping begaben wir uns fürs Nachtessen ins Dorf und verspeisten im Sonas Café eine feine Pizza.
Ireland 2015 - Friday

Zum Start des Samstags genossen wir das Frühstück im Doolin Café und fuhren dann mit der Vespa zum Hafen, wo wir das Schiff nach Inis Oírr (oder englisch Inisheer), der kleinsten bewohnten Insel der Aran Islands bestiegen. Nach der wegen dem Wellengang bewegten Überfahrt gingen wir von Bord und begannen unsere Wanderung über die schön grüne Insel bei wechselhaften Wetterbedingungen. Auf unserem Rundgang besuchten wir die Ruine der St. Kevin's Church, den See Loch Mór, das Wrack des 1960 verunglückten Frachters Plassy und den noch stehenden Turm des O'Brien's Castle. Zurück in der Nähe des Hafens nutzten wir die Wartezeit bis zur Abfahrt des Schiffes für eine kleine Zwischenverpflegung im Tigh Ned Seafood Pub, wo sich drei Musiker für eine spontane Irish Music Session zusammenfanden. Auf der Rückfahrt über die Wellen ging es zuerst nach Doolin, um einige Fahrgäste abzuladen und dann noch auf die Tour vor die Cliffs of Moher. So hatten wir die Möglichkeit diese imposanten bis zu 200m hohen, steil abfallenden Felswände vom Meer her zu bestaunen. Nachdem wir auch wieder an Land waren, zogen wir unsere Regenkleidung an, da es nun doch recht stark regnete und fuhren zurück zum Campingplatz. Für das Nachtessen liefen wir zuerst rüber zum O'Connor's Pub, wo wir allerdings keinen freien Platz fanden und deshalb wieder zurück marschierten. Stattdessen setzten wir uns im Fitz's Pub an einen Tisch und liessen uns kulinarisch verwöhnen.
Ireland 2015 - Saturday

Sonntag, 22. Februar 2015

Bier, Motoren und Würste - Teil 2

Den Samstag begannen wir mit einem feinen Frühstück im Hostel und anschliessend etwas Shopping im Olympia-Einkaufszentrum. Danach war es bereits Zeit für ein kleines Mittagessen. Frisch gestärkt liessen wir uns nun mit dem Lift rund 190m hinauf auf den Olympiaturm fahren und konnten von dort eine tolle Aussicht über München geniessen. Leider war es etwas dunstig, so dass man nicht bis zum Stadtrand und schon gar nicht bis zu den Alpen blicken konnte. Am Nachmittag entschieden wir uns für den Besuch des BMW Museums. In diesem von aussen unkonventionellen Gebäude konnten wir uns in einer interessanten Ausstellung mit der Geschichte der Bayerischen Motoren Werke vertraut machen und in die Welt der "Freude am Fahren" eintauchen. Zum Ausklang des Tages zeigte ich Sabine die Lokale, welche ich vorher bereits mit den Studienkollegen besuchte und so genossen wir das Abendessen im Weissen Bräuhaus und einen Schlummer-Trunk im Hofbräuhaus.
Am letzten Tag unserer Reise machten wir trotz kühlem und nebligem Wetter einen Innenstadtspaziergang vom Karlsplatz (Stachus) zum Marienplatz, wo wir das Glockenspiel am Neuen Rathaus bestaunten und weiter bis zum Odeonsplatz. Den Rest des Tages verbrachten wir beim Entdecken von Kunstwerken, Architektur und Design aus dem 20. und 21. Jahrhundert in der Pinakothek der Moderne. Danach war es leider bereits Zeit die bayerische Kapitale zu verlassen und wir fuhren per Fernbus vom ZOB via Friedrichshafen und Bodenseefähre zurück nach Zürich und mit dem Zug heim nach Biel.
München 2015 - Teil 2

Samstag, 21. Februar 2015

Bier, Motoren und Würste - Teil 1

Vergangene Woche stand eine Studienreise für das Fach Public Management International auf dem Programm. Zielort war die bayerische Landeshauptstadt München. Zu diesem Zweck hiess es am Mitwoch morgen sehr früh den Zug Richtung Zürich nehmen und dort beim Carpark Sihlquai in den Bus der MeinFernbus-Linie 006 Richtung Salzburg einzusteigen. Nach einer direkten Fahrt erreichten wir nicht ganz vier Stunden später den ZOB München, von wo wir uns zu unserem Hostel Euro Youth Hotel begaben. Am Nachmittag folgte ein Besuch mit Führung und Vorträgen bei der Bayerischen Staatskanzlei und den Abend liessen wir genussvoll im Weissen Bräuhaus bei deftigem Essen und im weltbekannten Hofbräuhaus bei einer Mass ausklingen.
Am Donnerstag morgen hatten wir Treffpunkt in einem Hörsaal der TU München für einen interessanten Vortrag der NGO Transparency International zum Themenbereich Korruption und deren Vermeidung. Den Nachmittag verbrachten wir mit einer eindrücklichen Führung durch das BMW Werk, einem Spaziergang durch den Olympiapark und Vorträgen zu Compliance und den Einstiegsmöglichkeiten bei BMW. Das Nachtessen genossen wir im Ristorante Ca'd'oro und gönnten uns danach erneut eine Mass zum Abschluss des Tages.
Den letzten Tag der Studienreise starteten wir mit einer Fahrt mit U-Bahn und Bus zu einer Location etwas ausserhalb vom Stadtzentrum zum Standort des BioTech-Clusters BioM. Auch hier durften wir erneut spannende Vorträge einerseits über Biotechnologie und den Münchner Cluster, sowie andererseits über die Regulatorien in diesem Bereich hören. Danach ging es zurück in die Stadt und ins Weisse Bräuhaus fürs Mittagessen, bevor der offizielle Teil abgeschlossen war. Anschliessend begleitete ich einen Teil der Gruppe zum ZOB, von wo sie die Heimreise antraten und holte dort Sabine ab, die für das Weekend nach München kam. Nach Bezug unseres neuen Zimmers im Hostel besuchten wir die BMW Welt und bestaunten dort die Autos und Motorräder aus bayerischer Produktion, bevor wir fürs Abendessen in den Augustiner-Keller gingen, wo ich den Grossen Würstlteller kostete.
München 2015 - Teil 1

Mittwoch, 1. Oktober 2014

LAPONIA - legends of nightless nights

Einen ganzen Monat verbrachte Sabine in diesem Sommer im hohen Norden, genauer über dem Polarkreis im finnischen Lappland. Während dieser Zeit machte sie sich auf eine fotographische Entdeckungsreise und schoss eine grosse Anzahl toller Bilder. Eine feine Selektion der besten und eindrücklichsten Dokumente der einsamen Gegend in den hellen, nachtlosen Nächten wird im Monat Oktober im Kunst- und Kulturraum Arthur Biel/Bienne gezeigt. Die Vernissage findet am Donnerstag, 02. Oktober ab 19 Uhr mit Präsenz eines Gastes aus Lappland statt, weiter ist die Ausstellung bis Ende Monat jeweils am Samstag von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Wir würden uns über zahlreiche Besucher freuen.

Montag, 15. September 2014

Hinter den Olympic Mountains

Nach dem Aufstehen und Frühstücken unternahmen wir am Dienstagmorgen einen Spaziergang hinunter an den Meeresstrand, bevor wir wieder einmal einige Meilen unter die Räder nahmen. Heute fuhren wir ostwärts durch den Staat Washington. Fürs Mittagessen kauften wir uns unterwegs Salat und Sandwiches in einem Subway und hielten später an einem See an, um diese zu verspeisen. Danach ging es weiter bis zum Mount Rainier National Park. Bei Longmire besuchten wir das Museum, wo wir unter anderem einen 670 Jahre alten Baumstrunk und einen ausgestopften Puma bestaunen konnten. Auf dem weiteren Weg durch den Park konnten wir bei verschiedenen Viewpoints herrliche Aussichten auf den grandiosen Mount Rainier und andere schöne Berglandschaften geniessen, unter anderem führte uns unsere Route auch durch Paradise sowie entlang von faszinierenden Tälern. Einen weiteren Zwischenhalt legten wir bei den Silver Falls ein, wo wir eine kurze Wanderung unternahmen. Nachdem wir nochmals ein rechtes Stück durch immer trockenere Landschaften zurückgelegt hatten, erreichten wir mit dem KOA Ellensburg unser heutiges Tagesziel und konnten uns dort in einer Luxus-Hütte niederlassen. Das Nachtessen bereiteten wir uns erneut über dem Grillfeuer zu.

USA 2014 - Mount Rainier National Park

Am Mittwoch packten wir unsere Siebensachen wieder zusammen und verliessen die tolle Unterkunft dieses Kampgorunds. Erste Station des Tages war Downtown Ellensburg, wo wir neben Flanieren im historischen Kern des Städtchens auch der Gallery One einen Besuch abstatteten und dort anlässlich der Kittitas County Juried Exhibition, lokales Kunstschaffen betrachten konnten. Nachdem wir uns in einem Antiquitätengeschäft noch etwas umgesehen und mit einem alten Washington-Nummernschild eingedeckt hatten, fuhren wir weiter Richtung Osten. Damit kamen wir in zunehmend trockenes, wüstenähnliches Gebiet, welches man so eigentlich vom "Evergreen State" Washington nicht erwarten würde. Hier befindet sich aber auch eine grosse Zahl von Weinbauern der nach Kalifornien vermutlich zweitbekanntesten Weingegend Nordamerikas. Nach dem Mittagessen auf einer kleinen Sitzbank an der Hauptstrasse von Prosser begaben wir uns für ein erstes Tasting zur Desert Wind Winery. Nächste Station war anschliessend das an ein französisches Gut erinnernde riesige Anwesen von Columbia Crest in Paterson nahe der Grenze zu Oregon. Zuerst begaben wir uns auf die self-guided Tour durch Produktionsstätte und Lagerorte und durften dann im Tasting Room einige sehr feine Tropfen probieren. Weine von diesem Produzenten können übrigens auch in der Schweiz bei Mövenpick gekauft werden. Danach ging es weiter durch das Yakima Valley bis nach Richland und zu unserer letzten Unterkunft
auf diesem US-Trip im Hampton Inn. Für das Nachtessen besuchten wir später die Tagaris Winery, wo neben gutem Wein auch tolles Essen serviert wird.

Am kommenden Morgen konnten wir nach dem Frühstück direkt nach draussen treten und einen herrlichen Blick auf den Columbia River werfen, bevor wir unseren Ausflug nach Walla Walla starteten. Im Fort Walla Walla Museum sahen wir uns Ausstellungen zur militärischen und agrikulturellen Geschichte der Region, sowie - ähnlich wie im Freilichtmuseum Ballenberg - einige originale Gebäude, welche hierhin transportiert wurden an. Das Mittagessen genehmigten wir uns mit Pubfood und einem feinen Bier im gemütlichen Patio des Mill Creek Brewpub. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit einem Spaziergang durch das Zentrum von Walla Walla und einer Degustation im Tasting Room der Browne Family Vineyards, bevor wir wieder durch interessante Landschaften zurück nach Richland fuhren. Den letzten Abend unserer Reise beendeten wir mit einem ausgezeichneten Nachtessen im Restaurant Fox and Bear Public House unweit unseres Hotels. Hier konnten wir Speisen aus lokalen Zutaten und einen guten Roten von DavenLore geniessen.
USA 2014 - Richland und Umgebung

Dann war er leider schon da, unser letzter Tag in Amerika. Ein letztes Mal genossen wir das Frühstück und packten danach unsere Koffer, so dass das Gewicht fürs Aufgabegepäck passte. Nun hiess es wieder einige Meilen fahren. Zuerst auf der WA-240 W, bei der sich auf der einen Seite die Hanford Site und auf der anderen Seite das Hanford Reach National Monument befindet. Später bogen wir auf die Interstate 90, fuhren wieder an Ellensburg vorbei und besuchten fürs Mittagessen nochmals einen Taco Bell, dieses Mal in Cle Elum. Weiter ging es nun Richtung Seattle, wieder über die Bergkette und je näher an die Stadt, desto dichter der Verkehr. Glücklicherweise waren wir zu zweit und durften so auf der Carpool Lane an den stehenden Fahrzeugen mit Einzelbesetzung vorbeifahren. Bald schon waren wir beim Mietwagen Center, konnten dort unseren Wagen problemlos abgeben und per Shuttlebus zum Flughafen fahren. Auch das Check-in klappte gut und wir begaben uns an Bord des Icelandair-Fluges nach Reykjavík, wo wir trotz nur kurzer Umsteigezeit ein Frühstück kaufen und verspeisen konnten. Bald ging es aber schon weiter nach Genf und von dort mit dem Zug nach Hause. Damit endete diese unvergessliche Reise mit vielen sensationellen Erlebnissen!

Mittwoch, 23. Juli 2014

Über dem Polarkreis - Teil 2

Für den Sonntag hatten wir eine Fahrt mit der M/S Ahti auf dem Kemijärvi geplant. Dafür begaben wir uns gegen Mittag zum Abfahrtsort an einem Steg in der Nähe einer Tankstelle und gingen dort mit Dutzenden anderen Passagieren an Bord. Während rund 2,5 Stunden konnten wir nun bei wunderschönem Sommerwetter eine gemütliche Schifffahrt auf dem See vorbei an Inseln und idyllischen Uferlandschaften geniessen. Ob wir wie in der Beschreibung angegeben den Polarkreis überquerten, konnten wir weder anhand der Erläuterungen des Kapitäns (mangelnde Finnisch-Kenntnisse) noch aufgrund von Kartenstudium feststellen, ein tolles Erlebnis war dieser Ausflug aber alleweil! Wieder zurück an Land erledigten wir unseren Einkauf im Supermarkt und machten uns dann auf zum Aussichtsturm Kotavaara, wo man von der dritten Etage einen atemberaubenden Ausblick über die herrliche Landschaft mit Wäldern und dem See hat. Weiter fuhren wir mit dem Auto durch die Gegend und machten bei besonders schönen Orten jeweils einen Halt damit Sabine ihre fotographischen Arbeiten vorantreiben konnte. Auf dieser Rundfahrt benutzen wir auch die letzte noch bestehende Pendler-Fähre Lapplands in Räisälä für eine rund 400m lange Überfahrt. Danach suchten wir fürs Nachtessen einen schönen Grillplatz und wurden bei einem sehr schönen Badespot am Ufer des Kemijärvi, den wir etwas früher am Tag vom Schiff aus bereits gesehen hatten, fündig. Praktischerweise hatten zwei finnische Paare bereits ein Feuer entfacht und wir durften unsere Würste gleich mitbraten. Das Angebot zum Probieren ihrer Mustamakkara-Blutwürste lehnten wir jedoch dankend ab. Bei der anschliessenden Heimfahrt konnten wir noch einen sehr schönen und romantischen Sonnenuntergang erleben.
Lappland Juli 2014 - Tag 3

Am nächsten Tag hiess es für mich bereits wieder Koffer packen und Abschied von Kemijärvi nehmen. Auf unserem Programm stand nämlich Sightseeing in der lappländischen Hauptstadt Rovaniemi. Nach der rund einstündigen Autofahrt begaben wir uns zum Arktikum, welches ein Wissenschaftszentrum und ein Regionalmuseum beheimatet. Zuerst schauten wir uns in der Ausstellung "Nordische Wege" interessante Einblicke in die Kultur und Geschichte Lapplands an und informierten uns anschliessend in "Wandelhafte Arktis" über die aktuellsten Forschungsergebnisse in Sachen Klimawandel und Leben im arktischen Raum. Danach bezogen wir unser Zimmer im City Hotel im Stadtzentrum von Rovaniemi und machten uns auf für einen Besuch beim Samichlaus im Santa Claus Village am Polarkreis etwas ausserhalb der Stadt. Hier schrieben wir Karten im offiziellen Hauptpostamt des Weihnachtsmannes, machten ein bisschen Shopping in den ansässigen Geschäften und liessen es uns nicht nehmen dem Samichlaus die Hand zu schütteln sowie auf dem Polarkreis zu marschieren. Nach der Rückkehr in die Stadt assen wir auf der Terasse des Restaurant Zoomit das Nachtessen und liessen dann den Abend mit einem Spaziergang am Ufer des Kemijoki und über die Holzfällerkerzenbrücke sowie mit einem Schlummertrunk im Hemingway's Café ausklingen.

Lappland Juli 2014 - Tag 4

Zu sehr früher, aber trotzdem schon heller Morgenstunde klingelte am Dienstag unser Wecker. Nachdem wir an der Rezeption des Hotels ein Early Breakfast bekamen, fuhren wir zum Flughafen, wo ich mein Gepäck abgeben konnte und wenig später mit dem Flugzeug Richtung Helsinki und wieder zurück nach Zürich reiste. Damit war dieser Besuch bei Sabine leider schon vorbei, wir können jedoch auf eine schöne und interessante Zeit zurückblicken und werden wenn möglich wieder einmal nach Finnland reisen.

Dienstag, 15. Juli 2014

Auf den Spuren der Schifffahrt

Als Ergänzung zum Besuch der Pfahlbauer im BHM letzte Woche, begab ich mich heute ins Neue Museum Biel, wo im Haus Schwab passend zur Aufnahme der "Prähistorischen Bauten um die Alpen" in die Liste des UNESCO-Welterbes noch bis zum 20. Juli die Ausstellung "Einbaum - Urgeschichte der Schifffahrt" gezeigt wird. Im Erdgeschoss werden Fundstücke zu Themen wie Fischerei oder Spiel und Kult, sowie auch der Einbaum von Erlach gezeigt. Dieser Zeitzeuge ist besonders wertvoll, da er nicht ganz fertig gestellt wurde und somit wichtige Erkenntnisse über die damalige Fabrikationsweise zulässt. In einem zweiten Raum erhält man interessante Informationen über die Möglichkeiten der Bergung, Konservierung und Restaurierung. Nach einem Aufstieg über die Treppe kann man im Obergeschoss den Einbaum von Twann besichtigen. Ebenfalls in diesem Raum erfährt man anhand einer Serie von Grafiken wie die Herstellung vom Fällen des Baumes bis zum fertig ausgehöhlten Einbaum vor sich ging und kann daneben Werkzeuge aus der Stein- und Bronzezeit bestaunen. Der letzte Saal zeigt dann noch einen Überblick über die Entwicklung der Schifffahrt - im speziellen auf dem Bielersee - vom Einbaum über Barken bis zum Dampfschiff. Zum Abschluss besichtigte ich anschliessend noch den Bronzezeit-Einbaum von Twann-St. Petersinsel, der seit über hundert Jahren im Garten hinter dem Haus Schwab steht und kürzlich erstmals restauriert wurde.


Der Besuch dieser dank der Kombination von Exponaten, Bildern sowie Video- und Dia-Beiträgen kurzweiligen Ausstellung rundete meine "Pfahlbauer-Woche" ideal ab.

Mittwoch, 9. Juli 2014

Auf den Spuren der Pfahlbauer

Seit dem 3. April und noch bis zum 26. Oktober ist im Bernischen Historischen Museum die Wechselausstellung "Die Pfahlbauer - Am Wasser und über die Alpen" zu sehen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Spaghetti Factory besuchte ich diese zusammen mit meinen Eltern am vergangenen Dienstag. Zu Beginn gibt es eine kurze Einführung über den Namen Pfahlbauer sowie eine Zeitachse mit Kennzeichnung des relevanten Zeitabschnitts von ca. 4200 bis 800 v. Chr., in dem Pfahlbauten entstanden. An der nächsten Station erhält man einen Einblick in die Erforschung der Unterwasserfunde und anlässlich der Präsentation des Jägers vom Schnidejoch auch Informationen zur Konservierung der Gletscherfunde. In weiteren Räumen kann man anhand von spektakulären Exponaten viel Interessantes zu Themen wie Dorf und Häuser (am Beispiel einer Siedlung am Bielersee), Gesellschaft und Kultur oder den Bestattungsritualen aus den Zeitepochen von Neolithikum über Kupfer- und Bronzezeit bis zur Eisenzeit erfahren. Weiter lernt man ebenfalls, dass die nach heutigem Kenntnisstand etwa 30 Pfahlbauer-Völker, die in diesen rund 3'500 Jahren im Alpenraum lebten, nicht nur an den Seeufern zu Hause waren, sondern je nach klimatischen Bedingungen auch Alpenüberquerungen unternahmen.


Die Ausstellung ist schön thematisch gegliedert und spricht durch die Präsentation von zahlreichen Originalfundstücken im Zusammenspiel mit sensationellen Modellen und schönen Leuchtbildern an.

Sonntag, 15. Juni 2014

Another time in the city

Bereits im Dezember letzten Jahres hatten wir den Kurzurlaub über Auffahrt gemeinsam mit meinen Eltern geplant und gebucht. Nun war es also soweit und wir begaben uns am Mittwochnachmittag an den Flughafen Genf, um von dort mit einem Jumbolino der SWISS nach London City zu fliegen. Nach einem angenehmen Flug bei bestem Wetter erreichten wir die Hauptstadt des Vereinigten Königreichs. Nachdem wir unsere Oyster Cards geladen hatten, konnten wir per DLR und Tube zum Hotel Thistle Euston fahren und dort unsere Zimmer beziehen. Zum Abschluss dieses Tages gingen wir anschliessend noch gemütlich Essen im Zizzi Ristorante The Strand.
Den Donnerstag starteten wir mit einem Breakfast im Caffè Nero bei der Euston Station. Danach spazierten wir gemütlich durch den Green Park zum Buckingham Palace, wo wir einige Zeit den Guards zuschauten. Nachdem diese sich zum Changing the Guard-Ritual aufmachten, zogen wir auch weiter durch den St. James's Park zu den touristischen Pflichtstationen Big Ben, Westminster Abbey und Houses of Parliaments. Zur Stärkung gönnten wir uns ein asiatisches Mittagessen bei Ned's Noodle Bar. Am Nachmittag ging unsere Tour weiter dem South Bank entlang, wo zahlreiche Strassenkünstler mit ihren Aktionen für Unterhaltung sorgen, dann über die Jubilee Bridge zum Trafalgar Square und weiter zum Picadilly Circus. Als nächstes Stand der Besuch der M&M's World beim Leicester Square auf dem Programm und zum Abschluss verpflegten wir uns im belgischen Stil im Restaurant Belgo Centraal.
London 2014 - Thursday

Am nächsten Morgen nahmen wir unser Frühstück bei Ed's Easy Dinner ein und fuhren dann ins Notting Hill Quartier, wo wir der Portobello Road mit ihren zahlreichen Marktständen und Läden entlang bummelten. Da nun das Wetter etwas schlechter wurde entschieden wir uns für eine Aktivität drinnen und besuchten das London Transport Museum, in dem die Geschichte des öffentlichen Verkehrs der Stadt ansprechend präsentiert wird. Nach einer Kaffee-und-Kuchen-Pause in einem Lokal im Covent Garden Market begaben wir uns Richtung Themse-Ufer, um dort einen Thames-Clipper zu besteigen und damit in zügiger Fahrt nach Greenwich zu gleiten. Beim Rückweg machten wir noch einen Zwischenstopp im Finanzdistrikt Canary Wharf zum Bestaunen der Hochhäuser, bevor wir den Tag mit einem wie immer exzellenten Nachtessen bei unserem Stamm-Inder Bangalore Brasserie beendeten.
London 2014 - Friday

Am Samstag stand eines der grossen Highlights dieses London-Besuchs auf dem Programm. Nach dem Frühstück begaben wir uns Richtung The Shard. Dank unseren im Voraus per Internet bestellten Tickets konnten wir die Schlange vermeiden und direkt zu den Automaten zum Abholen der Tickets gehen. Anschliessend ging es mit zwei Liften bis hinauf in den 69. Stock, wo sich die untere der beiden Aussichtsplattformen befindet. Nach einiger Zeit des Staunens über die sehr beeindruckende kilometerweite 360°-Aussicht stiegen wir noch über die Treppe drei weitere Etagen hinauf und erreichten so mit dem 72. Stock auf einer Höhe von rund 232m, die höchste zugängliche Etage. Darüber gibt es noch einige Stockwerke mit technischen Einrichtungen wie Klimaanlage und Antennen. Nachdem wir uns endlich sattgesehen hatten, liessen wir uns wieder nach unten befördern und starteten dann einen Spaziergang der Themse entlang bis zur Tower Bridge und überquerten diese. Auf der anderen Seite liegt eine Bushaltestelle, wo wir einen der legendären alten Routemaster-Busse aus den 1950er-Jahren für eine kleine Stadtrundfahrt bis zum Trafalgar Square besteigen konnten. Interessant zu sehen war, dass die neuen vom Mayor of London Boris Johnson beschafften Hybrid-Busse dem Design der Oldtimer sehr ähnlich sind. Vom Trafalgar Square spazierten wir anschliessend via Picadilly Circus und die sehr belebte Regent Street zur Oxford Street, um kurz ein bisschen Shopping zu machen. Danach war es schon wieder Zeit für das Nachtessen, welches wir in Camden im italienischen Restaurant Chicco's genossen.
London 2014 - Saturday

Nun kam bereits unser letzter Tag, so dass wir alles zusammenpackten und aus dem Hotel auscheckten. Für das Frühstück fuhren wir mit der Tube bis zur Station Kew Gardens und setzten uns dort beim Station Pub Tap on the Line auf die Terrasse. Für die folgenden Stunden besuchten wir dann den herrlichen königlichen botanischen Garten Kew Gardens. Nach diesem erholsamen Tag war es am späteren Nachmittag Zeit für eine Verschiebung an den Flughafen Heathrow, von wo wir mit der SWISS nach Genf zurückflogen, womit ein weiterer schöner Besuch in der britischen Hauptstadt sein Ende fand.
London 2014 - Sunday

Donnerstag, 13. Februar 2014

Im windigen Norden - Teil 2

Als erstes stand für mich am Samstagmorgen eine kleine Joggingrunde durch den nahe des Hotels gelegenen Vondelpark auf dem Programm. Trotz dem sehr bescheidenen Wetter mit Wind und Regen begegnete ich bereits einigen Joggern, Radfahrern und Spaziergängern in diesem schönen grünen Flecken. Danach begannen wir gemeinsam den Tag mit einem feinen und sehr grosszügigen Frühstück beim Vlaamsch Broodhuys, bevor wir das Bijbels Museum im schönen typischen Grachtenhaus Cromhouthuizen erkundeten. Nach diesem Besuch war das Wetter etwas besser und wir spazierten nun einige Schritte den Grachten entlang, über zahlreiche Brücken und kamen zum Droog Design Store. Dort konnten wir uns allerlei interessante Designstücke ansehen und setzten dann unseren Spaziergang fort bis zur Blauwbrug, einer der bekanntesten Brücken Amsterdams. Als nächstes besuchten wir das ehemalige Wohn- und Arbeitshaus von Rembrandt van Rijn. In diesem Museum erhält man auf einem Rundgang mit kostenlosem Audio-Guide einen Überblick über das Leben und Schaffen des grossen Barock-Künstlers, der dort auch Malschüler unterrichtete und eine ansehnliche Sammlung von exotischen Gegenständen unterhielt. Zum Abrunden der touristischen Aktivitäten begaben wir uns anschliessend zur Stadhouderskade, wo sich der Steg der Blue Boat Company befindet und bestiegen dort ein Schiff für eine etwas mehr als einstündige Rundfahrt durch die Grachten und vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Nach einem weiteren interessanten Tag in Hollands Hauptstadt hatten wir nun ziemlich Hunger und gingen für ein feines Stück Fleisch ins Restaurant Los Argentinos in der Gegend um den Leidseplein.

Amsterdam 2014 - Samstag

Das Frühstück am Sonntag genossen wir im Café Nielsen. Gleich um die Ecke machten wir uns danach ein Bild, wie es sich wohl so lebt auf einem Boot. In dem zum Hausbootmuseum umfunktionierten ehemaligen Frachtschiff Hendrika Maria kann man sich mit den Platzverhältnissen vertraut machen und sieht auch, was für Aufwendungen und Mühen mit dieser Wohnkultur verbunden sind. Weiter fuhren wir per Tram zur Centraal Station und von dort Richtung IJ-Inseln, wo einige moderne neue Gebäude gebaut wurden und werden. Nach einem kurzen Spaziergang bei erneut nicht sehr angenehmen Wetter besuchten wir noch das interaktive Wissenschaftsmuseum NEMO, welches auf dem Fundament des IJ-Tunnels steht und für den Sommer eine wohl einmalige Dachterasse hat. Wir hatten nicht mehr allzu viel Zeit, um alles zu entdecken, konnten aber feststellen, dass dies ein ideales Ausflugsziel für Familien mit Kindern an einem regnerischen Sonntag ist. Nun war es für uns leider schon soweit und wir machten uns langsam auf Richtung Schipol Airport, von wo wir wieder mit KLM nach Genève zurückflogen. Abschliessend lässt sich sagen, dass Amsterdam eine sehr interessante Stadt mit vielen tollen Museen ist und wir gerne wieder mal zurückkehren - einfach bei etwas wärmerem Wetter.
Amsterdam 2014 - Sonntag

Dienstag, 11. Februar 2014

Im windigen Norden - Teil 1

Unsere erste Reise des Jahres führte uns vergangene Woche in den Norden Hollands, genauer nach Amsterdam. Sabine reiste aus beruflichen Gründen bereits am Mittwoch und ich folgte ihr am Donnerstag, zuerst mit dem Zug nach Genève-Aéroport und von dort mit KLM weiter nach Amsterdam Schiphol. Nach dem angenehmen Flug bei guter Aussicht fuhr ich mit einem Bus in die Stadt und konnte dort in unser Zimmer im Grand Hotel Downtown einchecken. Da Sabine noch beschäftigt war, machte ich mich anschliessend alleine auf, das Tropenmuseum zu erkunden. In diesem Museum werden in einem riesigen, prunkvollen Gebäude auf interessante Weise verschiedene völkerkundliche und kulturelle Aspekte aus der ganzen Welt und besonders aus den ehemaligen Überseegebieten Hollands präsentiert. Danach traf ich mich mit Sabine und wir besuchten gemeinsam die Heineken Experience im alten Brauereigebäude. So konnten wir in einem unterhaltsamen und interkativen Rundgang ein paar interessante Fakten über eines der bekanntesten Biere der Welt erfahren und sogar den Brauprozess am eigenen Leib erleben. Nach einer kleinen Verpflegung fuhren wir mit Tram und Metro zur Amsterdam ArenA und verfolgten in diesem imposanten Stadion vor rund 50'000 Zuschauern das Spiel zwischen AFC Ajax und dem FC Groningen. Ajax hatte mehr Spielanteile, konnte jedoch im Abschluss nicht immer überzeugen und so stand es zur Halbzeit 1 zu 1. In der zweiten Hälfte nahm der Druck auf das Groninger Tor weiter zu und ein paar Minuten vor Schluss erzielte der eingewechselte Isländer Kolbeinn Sigþórsson das Siegtor zum 2-1-Endstand.

Amsterdam 2014 - Donnerstag
Am Freitag stärkten wir uns zuerst mit einem Frühstück bei Streetkitchen gleich neben dem Hotel und begaben uns dann bei windig-regnerischem Wetter zum Amsterdam Museum, wo wir uns in der Ausstellung Amsterdam DNA mit der Geschichte der Stadt von den Anfängen ums Jahr 1000 bis heute vertraut machten. Als nächstes spazierten wir bei immer noch unfreundlichem Wetter über den Dam, wo imposante Bauwerke wie der königliche Palast und das riesige Kaufhaus De Bijenkorf zu finden sind. In Letzterem genehmigten wir uns im Restaurant im 5. Stock unser Mittagessen. Weiter auf dem Programm stand nun die Ausstellung Marcel Wanders: Pinned up at the Stedelijk im Stedelijk Museum am Museumsplein. In zwei Themenwelten konnten wir uns einen interessanten Einblick in 25 Jahre niederländisches Design von Marcel Wanders verschaffen. Den weiteren Abend verbrachten wir am Vrijdag Avond@Van Gogh Museum, wo in der Ausstellung auf mehreren Stockwerken einige der Meisterwerke des bedeutenden Malers Vincent Van Gogh, der als Mitbegründer der modernen Malerei gilt, sowie Bilder seiner Freunde und Zeitgenossen zum Vergleich ausgestellt sind. Speziell am Freitag abend ist neben der verlängerten Öffnungszeit auch der Barbetrieb mit DJ und die Musiker in der Eingangshalle des Museums. Durch diesen innovativen Event, der jeden Freitagabend stattfindet kann zusätzlich ein Publikum angezogen werden, welches sonst wohl nicht jeden Tag in einem Museum anzutreffen ist. Nach einem gemütlichen Glas Wein ging es für uns weiter zum späten Nachtessen im Restaruant Dam Plaza und mit einem kurzen Spaziergang durch das berühmte Rotlicht-Viertel beendeten wir dann diesen Tag.
Amsterdam 2014 - Freitag