| Altjahrswoche 2017 Grindelwald |
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Sonntag, 21. Januar 2018
Winterspass in Grindelwald
Am Stephanstag reisten wir mit dem Zug via Bern und Interlaken nach Grindelwald, wo wir nach einem kurzen Fussmarsch im Dorfzentrum unsere Unterkunft Lehmann's Herberge erreichten. Nach dem Einrichten im gemütlichen, rustikalen Zimmer betätigten wir uns sportlich und joggten eine Runde vorbei an der Gletscherschlucht und dem Bahnhof Grindelwald Grund zurück zum Bed & Breakfast. Später genossen wir ein feines Nachtessen im familiären Ambiente des Restaurant Bellevue-Pinte und beendeten den Tag mit einem Spaziergang durch das nächtliche Grindelwald. Den nächsten Tag starteten wir mit einem reichhaltigen Frühstück und fuhren danach mit dem Grindelwald Bus hinauf auf die Bussalp, wo wir uns zwei Davoser Schlitten mieteten. Da ein Blick nach oben nur grauen Nebel zeigte, verzichteten wir auf den Aufstieg zum Faulhorn und sausten stattdessen in mehr oder weniger rasanter Fahrt bei guten Bedingungen talwärts. Nach rund acht spassigen Kilometern und einem Zwischenhalt bei der Steitorbar erreichten wir die Bushaltestelle Gaggi Säge, wo wir den Schlitten wieder abgeben konnten. Eine kurze Busfahrt und einen Spaziergang später waren wir wieder zurück im Zentrum Grindelwalds. Gegen Abend begaben wir uns zum Schwimmen ins Sportzentrum, wo wir dank der Gästekarte freien Eintritt genossen. Für das Nachtessen entschieden wir uns für einen indischen Abend im Restaurant Golden India. Am folgenden Tag nahmen wir den Ortsbus bis zur Endstation Oberer Gletscher und kehrten dort für ein warmes Getränk und köstliche Apfelchüechli im Hotel Wetterhorn ein, bevor wir eine schöne Wanderung durch die herrlich verschneite Landschaft auf dem Mühlebach Trail zurück ins Dorf unternahmen. Nach einem Abstecher fürs Apéro ins Restaurant Gletscherschlucht, begaben wir uns später am Abend ins gut gefüllte Restaurant Memory zum Nachtessen. Bei schönem Wetter mit Sonnenschein schwebten wir am Freitagmorgen mit der Gondelbahn von Grindelwald Grund auf den Männlichen. Nachdem wir uns am herrlichen Panorama satt gesehen hatten, machten wir uns auf den Winterwanderweg Richtung Kleine Scheidegg. Immer im Angesicht der Eigernordwand wanderten wir auf dem toll präparierten Weg bei fantastischen Bedingungen in rund zwei Stunden unserem Zielort zu. Rechtzeitig mit dem Wetterumschwung erreichten wir die Talstation des Sessellift Arven und konnten uns dank dem gelösten Rundreisebillet das letzte Teilstück hochfahren lassen. Zur Stärkung kehrten wir anschliessend ins Restaurant des Grand Hotel Bellevue des Alpes ein und reisten später mit der Wengernalpbahn wieder zurück nach Grindelwald. Nach einer wohlverdienten Ruhezeit begaben wir uns zum Nachtessen ins touristisch ausgerichtete Restaurant Bebbis und liessen den Abend bei einem feinen Fondue ausklingen. Am Samstagmorgen mussten wir leider bereits wieder unsere Koffer packen und die Heimreise antreten. Doch bereits während der Fahrt waren wir uns einig, dass dies nicht unser letzter Besuch in Grindelwald war!
Freitag, 22. Dezember 2017
Sommerferien in Skandinavien - Teil 3
Gemeinsam mit Sabine begab ich mich nach der Ankunft in Svendborg zum Danhostel, um das Zimmer zu beziehen, bevor wir den Tag mit einem leckeren Abendessen mit passender Bierbegleitung im Brauereirestaurant Far & Søn ausklingen liessen. Am Sonntagmorgen stärkten wir uns am reichhaltigen Frühstücksbuffet und machten uns anschliessend zu Fuss auf den Weg. Die Etappe des Øhavsstien, dem Wanderweg des Inselmeeres, führte uns bei sehr abwechslungsreichem Wetter über die Svendborgsundsbroen, die Inseln Tåsinge und Siø bis nach Rudkøbing auf Langeland in eine Airbnb-Unterkunft. Am nächsten Morgen genossen wir das feine Frühstück, schlenderten noch ein wenig durchs Städtchen und fuhren mit dem Bus nach Svendborg zurück. Dort unternahmen wir einen kleinen Shopping-Bummel und gingen später an Bord der Fähre, die uns in einer angenehmen Fahrt nach Ærøskøbing auf der Insel Ærø brachte. Nach dem Ausschiffen mussten wir nur wenige Meter zurücklegen und erreichten bereits das Hotel Aroma, wo wir uns ein Zimmer reserviert hatten. Nach dem Zimmerbezug machten wir uns auf zum Vesterstrand mit seinen kleinen, farbigen Badehäusern, wo wir uns in Meer und Sonne badeten. Zum Nachtessen genossen wir ein herrliches Lachs-Soufflé im Aromas Fiskerestauranten und beendeten den Tag anschliessend mit einem gemütlichen Spaziergang durch die nächtlichen, hyggeligen Altstadtgassen. Am Dienstag fuhren wir mit dem kostenlosen Bus über halb Ærø bis zur nördlichen Endstation in Søby, wo wir einen kleinen, gemütlichen Marsch bis zum Leuchtturm am Ende der Insel und wieder zurück unternahmen. Nachdem wir mit dem Bus wieder an den Ausgangspunkt gelangten, bummelten wir am Nachmittag ein wenig durch den Ort und kamen so an verschiedenen kleinen Läden, der Brauerei, von der ich während unseres Aufenthaltes einige leckere Biere kosten konnte, und sogar einer Whisky-Distillerie vorbei. Zum Nachtessen gab es für uns in der Ærøskøbing Røgeri erneut ein Fischmahl und später zum Dessert die feinste Glacé der Insel vom Café Aroma. Am nächsten Morgen hiess es für uns wieder einmal zusammenpacken und dann mit der Fähre nach Svendborg zurückfahren. Hier trennten sich unsere Wege für kurze Zeit - Sabine fuhr mit der Vespa und ich per Zug nach Odense, wo wir ein Airbnb-Zimmer reserviert hatten. Nachdem wir beide gut angekommen waren, spazierten wir durch die angenehme und gemütliche Stadt und bestellten uns bei Sinnerup ein Sofa, das unterdessen in unserer Wohnung steht und uns immer an die Sommerferien erinnert ;-). Später tranken wir ein Bier bei der Brasserie Flakhaven und genossen das Nachtessen im Restaurant Eydes, bevor wir uns zur Nachtruhe in die Unterkunft begaben. Den nächsten Tag verbrachten wir zu Beginn auf separaten Pfaden - Strasse für Sabine, Schiene für mich - bis wir uns in København im Hotel Nora wieder trafen. Gerade als wir uns für eine kleine Entdeckungstour aufmachen wollten, setzte ein massiver, fast sintflutartiger Regen ein. Während die unzähligen Radfahrer in Dänemarks Hauptstadt in Hauseingängen und unter Vordächern Schutz suchten, begaben wir uns zum Apéro in Ravnsborg Kitchen & Bar. Als das Wetter wieder besser wurde nahmen wir einen neuen Anlauf und spazierten durch die Stadt bis zum Rundetaarn. Nach dem Aufstieg über die spiralförmige Rampe, welche Erzählungen zu Folge sogar Platz für Pferdekutschen und Autos bot, konnten wir uns einer beeindruckenden Aussicht über Kopenhagen erfreuen. Den Freitag starteten wir nach dem Frühstück mit einem Streifzug durch das Stadtzentrum zu den bunten Häusern in Nyhavn. Von dort machten wir einen Abstecher ins Café Klint beim Design Museum und weiter auf die Papierøen, wo wir im Copenhagen Contemporary eine spannende und beeindruckende Ausstellung von Anselm Kiefer erleben konnten. Nach einer kurzen Visite im Copenhagen Street Food begaben wir uns zum bekannten Vergnügungspark Tivoli, wo wir einer Vorstellung des Pantomimentheaters beiwohnten, im Restaurant Kiin Kiin Piin To assen, auf einer Attraktion mitfuhren und einfach durch die schönen Blumengärten schlenderten bis es Zeit fürs Schlafengehen war. Am folgenden Morgen musste ich leider meine Siebensachen erneut zusammenpacken und mich zum Flughafen Kastrup begeben, um mit einer SWISS-Maschine nach Zürich zurückzufliegen. Damit gingen drei abenteuerliche, interessante und erholsame Ferienwochen zu Ende und die Sehnsucht nach dem nächsten Ausflug in den Norden begann.
| Scandinavian Summer - Part 3 |
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Sonntag, 26. November 2017
Sommerferien in Skandinavien - Teil 1
Schon sind ein paar Monate vergangen seit ich Mitte Juli meine diesjährigen Sommerferien antreten durfte. Nachdem ich alles in meinem Rucksack verstaut hatte fuhr ich per Zug an den Flughafen Zürich zum Vorabend-Check-in und dann weiter nach Bülach, wo ich freundlicherweise bei meiner Schwester und ihrem Partner übernachten durfte damit ich am nächsten Morgen den frühen Flug erreichen konnte. Ein Flug von SWISS nach Stockholm Arlanda und der praktische Flughafenbus brachten mich ins Zentrum der schwedischen Hauptstadt. Da ich im vergangenen Jahr leider keine Zeit mehr hatte, machte ich mich im Anschluss ans Deponieren des Gepäcks im Hotel auf, das Nobel Museum zu besuchen. Auf einer spannenden Führung mit witzigen Anekdoten konnte ich dort viel Interessantes aus dem Leben von Alfred Nobel und über die zahlreichen Träger der verschiedenen Nobelpreise erfahren. Mit dem Nachtessen bei Grill Ruby, einem Bier im O'Learys und dem Einkauf von Proviant für die kommenden Tage endete dieser erste Ferientag. Am Samstagmorgen, nach ausgiebigem Frühstück im Hotel, nahm ich die Tunnelbana zum Hauptbahnhof und reiste mit dem Zug nach Eskilstuna, wo ich sehr nett von meiner Airbnb-Gastgeberin begrüsst wurde. Weil die Unterkunft etwas ausserhalb lag, durfte ich sogar ein Fahrrad benutzen, um den Nachmittag in der Stadt zu verbringen. Neben etwas Shopping besuchte ich im Tunavallen-Stadion das Allsvenskan-Spiel zwischen dem lokalen AFC Eskilstuna und Kalmar FF, welches das Heimteam vor rund 2400 Zuschauern mit 2-1 gewinnen konnte. Am folgenden Tag genoss ich gemeinsam mit den Gastgebern auf der Terrasse ein tolles Frühstück und machte mich anschliessend auf, um den markierten Wanderweg Sörmlandsleden zu finden, was mir nach rund eineinhalb Kilometern auch gelang. Während ich noch bei Sonnenschein losmarschieren konnte, wurde leider im Verlaufe des Tages das Wetter immer schlechter, so dass ich die erste Windschutzhütte doch etwas durchnässt erreichte. Nach der ersten Nacht draussen bin ich bereits relativ früh aufgewacht, drehte mich aber nochmals um und schlief noch ein bisschen weiter. Etwas später, nach dem Frühstück mit getoastetem Brot vom Feuer, machte ich mich auf für die nächste Etappe. Bei gutem Wetter wanderte ich entlang von Seen, durch Kuhweiden, über Felder, durch Wald und auf felsigem Grund - also das volle Södermanland-Programm. Am späteren Nachmittag erreichte ich mein heutiges Tagesziel, eine Hütte wie sie früher von Köhlern zum Übernachten benutzt wurde. Da diese nicht an einem See lag, absolvierte ich noch ein kurzes Jogging zum nächsten See, um dort zu baden. Auch am nächsten Morgen bin ich recht früh aufgewacht und habe noch ein wenig weitergeschlafen. Später, nach dem Frühstück, ging es weiter auf dem Wanderweg. Zuerst vorbei am See Tryningen, den ich am Vortag bereits besucht hatte, dann über Fels und einsame Wälder - teilweise beinahe weglos, aber immer mit guter Markierung. Bei einem Haus durfte ich bei zwei älteren Herren meinen Wasservorrat auffüllen und kurz darauf bei einer Hütte im Wald mein Mittagessen einnehmen. Am Nachmittag konnte ich mich bei schönem und warmem Wetter weiter durch Wald, über Kuhweiden und entlang von Seen bewegen bis ich einen tollen Windschutz am See Myr Gryten erreichte. Am folgenden Tag führte mich der Pfad erneut entlang von Seen, durch Wälder und über felsigen Untergrund. Das Mittagessen bereitete ich mir in der schön gepflegten Windschutzhütte am Hagsjön zu. Einziger Wermuthstropfen war die ziemlich kahl abgeholzte Umgebung. Nach ein paar weiteren Kilometern, die teilweise entlang einer Strasse führten, erreichte ich die Stadt Katrineholm, wo ich mein Zelt auf dem Campingplatz aufstellte und den Abend bei einem Bier genoss.
| Scandinavian Summer 2017 - Part 1 |
Freitag, 30. Juni 2017
Unterwegs mit dem Schiff und zu Fuss
Den arbeitsfreien Pfingstmontag nutzten wir für eine weitere Etappe auf der nationalen Wanderroute Nr. 2 Trans Swiss Trail. Da wir zu Beginn der diesjährigen Wandersaison im Februar Neuchâtel erreichten, war dies heute unser Startort. Nach der Anreise mit dem Zug fuhren wir per Bus runter an den See und gingen dort an Bord des MS La Beroche, um den See bis Cudrefin zu überqueren. Die ersten Kilometer zu Fuss führten uns am Seeufer entlang durch das Chablais de Cudrefin, das zum wunderschönen Naturschutzgebiet Grand Cariçaie gehört. Bei La Sauge machten wir einen kurzen Kaffeehalt im Restaurant und begannen wenig später nach einer Passage dem Broyekanal entlang den steilen Aufstieg vorbei an militärischen Befestigungsanlagen aus den beiden Weltkriegen auf den Mont Vully. Auf dem Picknickplatz unterhalb des Zangentores des keltischen Oppidums verspeisten wir unser Mittagessen. Anschliessend wanderten wir weiter über den Rücken des Vully und auf der anderen Seite durch die Reben wieder runter nach Sugiez, wo wir uns im Hôtel de l'Ours ein feines Glas Vully-Wein gönnten. Der Rest der Etappe führte uns bei idealen Wanderbedingungen entlang des Murtensees durch den grossartigen Chablaiswald bis an unseren heutigen Zielort Murten, von wo wir mit dem Zug wieder nach Hause fuhren.
| Wanderung: Neuchâtel - Murten |
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Sonntag, 11. Juni 2017
Besuch in der Geisterstadt
Vor rund einem Monat stand ein aussergewöhnlicher Trip auf dem Programm. Gemeinsam mit einem Kollegen reiste ich zuerst mit dem Zug nach Genève Aéroport und von dort mit Ukraine International Airlines nach Kiev-Boryspil. Vom Flughafen fuhren wir per Bus bis zum Hauptbahnhof und unternahmen danach einen Spaziergang durch die Stadt bis zum Hotel Greguar, wo wir unsere Unterkunft reserviert hatten. Da die Zeit - auch aufgrund der Zeitverschiebung von einer Stunde - nun schon etwas vorgerückt war machten wir uns wieder auf, um ein Lokal fürs Nachtessen zu suchen. Unweit des Hotels wurden wir bereits fündig und konnten im Restaurant Rukkola ein leckeres Essen zu moderaten Preisen verspeisen. Im Anschluss liessen wir den Abend noch gemütlich mit einem Bier beim Public Viewing im Fan Village des Eurovision Song Contests ausklingen.
Der nächste Tag stand im Zeichen von Sightseeing in der ukrainischen Hauptstadt. Unser Stadtbummel führte uns über den Chreschtschatyk zum Majdan und weiter durch etwas bewaldetes Gebiet hinauf zum Denkmal der Völkerfreundschaft, von wo wir einen hervorragenden Ausblick über den Dnepr und Teile der Stadt geniessen konnten. Nächste Stationen waren der Marienpalast, der als offizielle Residenz des ukrainischen Präsidenten dient und direkt daneben das Gebäude des Parlaments. Nach dem Mittagessen besuchten wir das berühmte Kiewer Höhlenkloster, welches als eine der ältesten Stätten der russisch-orthodoxen Kirche gilt. Das Nachtessen verspeisten wir später im Bier-Club Naturlih.
Am Samstag liessen wir uns per Uber zum Bahnhof fahren und suchten dort den Bus des Reiseveranstalters, bei dem wir unseren Tagesausflug gebucht hatten. Als wir diesen gefunden hatten, wurden unsere Pässe von der Reiseleitung mit der Liste von der Registrierung abgeglichen. Danach durften wir im Fahrzeug Platz nehmen. Nachdem sich alle Reiseteilnehmer eingefunden hatten, konnte die Fahrt Richtung Norden starten. Während der Fahrt erhielten wir von den kompetenten Guides viele interessante und beeindruckende Informationen über die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl, die sich im Jahre 1986 ereignete. Vor der Einfahrt in die Sperrzone wurden unsere Pässe beim Checkpoint Dytiatky von einem Polizeibeamten nochmals kontrolliert. Erster Halt innerhalb der Zone war das ehemalige Dorf Zalissyia, wo wir einen Spaziergang unternahmen und einige verlassene Häuser betrachten konnten. Dabei wurden die Folgen der Katastrophe erstmals richtig sichtbar und es machte sich eine nachdenkliche Stimmung bemerkbar. Als nächstes durchquerten wir die Stadt Tschornobyl, die heute teilweise von den Mitarbeitern in der Zone wieder bewohnt ist und passierten den Checkpoint Leliv, um in die 10-km-Zone zu gelangen. Anschliessend folgte ein Abstecher zur geheimen Stadt Tschernobyl-2, welche vor 1986 von rund 2000 Personen bewohnt wurde und zum Zweck des Betriebs des Überhorizontradars DUGA-1 erbaut wurde. Das gigantische Stahlkonstrukt mit einer Höhe von 150 Metern und einer Länge von rund 700 Metern war sehr beeindruckend anzuschauen. Nächste Station war das "begrabene Dorf" Kopachi, wo beinahe alle Häuser nach der Katastrophe abgerissen und unter der Erde begraben wurden, mit seinem Kindergarten in einem der einzigen noch stehenden Häuser. Während wir uns immer mehr dem Block 4 näherten, wurde es langsam Zeit für das Mittagessen, das wir in einer Kantine aus sowjetischer Zeit einnehmen konnten. Frisch gestärkt besichtigten wir anschliessend die stillgelegten Baustellen für die Reaktorblöcke 5 und 6, sowie aus etwa 200m Distanz die neue Schutzhülle unter dem sich der havarierte Reaktorblock 4 befindet. Weiter führte uns unser Ausflug in die Geisterstadt Prypiat, aus der am 27. April 1986 rund 50'000 Menschen evakuiert wurden. Bei einem Rundgang durch die Stadt konnten wir die bekannten Orte wie den Vergnügungspark mit dem Riesenrad, das Theater oder das Fussballstadion besichtigen. In der Folge stiegen wir wieder in den Bus und mussten bei den Checkpoints jeweils einen Strahlendetektor passieren, um sicherzustellen dass keine kontaminierten Menschen oder Materialien die Zone verlassen. Auf der Rückfahrt nach Kiew wurden auch noch die Geigerzähler abgelesen. Der festgestellte Wert der Radioaktivität, der wir ausgesetzt waren betrug 0,003 mSv, was ungefähr der Dosis natürlicher Strahlung während einem Flug entspricht. Obwohl man die Radioaktivität nicht sieht oder spürt, wird man in der Zone stetig an die möglichen Folgen der Nuklearenergie erinnert. Dieser Ausflug half mir jedenfalls bei der Entscheidungsfindung für die Abstimmung über die Energiestrategie.
Am folgenden Tag mussten wir dann bereits wieder zusammenpacken, liessen uns in Rekordzeit von einem Uberfahrer an den Flughafen chauffieren und flogen planmässig zurück nach Genf.
Der nächste Tag stand im Zeichen von Sightseeing in der ukrainischen Hauptstadt. Unser Stadtbummel führte uns über den Chreschtschatyk zum Majdan und weiter durch etwas bewaldetes Gebiet hinauf zum Denkmal der Völkerfreundschaft, von wo wir einen hervorragenden Ausblick über den Dnepr und Teile der Stadt geniessen konnten. Nächste Stationen waren der Marienpalast, der als offizielle Residenz des ukrainischen Präsidenten dient und direkt daneben das Gebäude des Parlaments. Nach dem Mittagessen besuchten wir das berühmte Kiewer Höhlenkloster, welches als eine der ältesten Stätten der russisch-orthodoxen Kirche gilt. Das Nachtessen verspeisten wir später im Bier-Club Naturlih.
| Ukraine 2017: Kyiv |
| Ukraine 2017: Chernobyl Exclusion Zone |
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Dienstag, 9. Mai 2017
Das südliche Ende
Am Mittwochmorgen begannen wir den zweiten Teil unseres Urlaubes, der uns zu Fuss auf dem Trans Swiss Trail Richtung Süden bringen sollte. Unsere nächste Etappe startete da, wo wir vor rund zwei Jahren die letzten Wanderungen im Tessin beendeten. Von Tesserete aus leicht und sanft ansteigend, bewegten wir uns durch schöne Waldpassagen bis wir gegen Mittag die Kirche San Bernardo erreichten. Bei einer kleinen Rast genossen wir die herrliche Aussicht auf die Stadt Lugano, den See und die umliegenden Hügel. Danach ging es immer weiter hinunter, bald schon durch Siedlungsgebiet bis wir unser Ziel - die Stadt Lugano - erreichten. Da wir nun etwas hungrig waren, entschlossen wir uns im Ristorante Federale eine Pizza zu verspeisen und bezogen danach unser Zimmer im Hotel Delfino.
Gut ausgeruht und gestärkt von einem tollen Frühstücksbuffet machten wir uns am Donnerstag erneut auf den Weg. Und dieser hatte es in sich. Zum "Aufwärmen" stiegen wir während rund zweieinhalb Stunden immer höher - teilweise unter Beobachtung der eingepferchten Passagiere der Standseilbahn - bis wir den Gipfel des Monte San Salvatore erreichten. Zur Belohnung durften wir uns auf der Terasse des Bergrestaurants an den bestplatzierten Tisch setzen und die beeindruckende Aussicht über den Luganersee mit dem Damm von Melide und weiter über die Po-Ebene bis fast nach Milano geniessen. Nachdem wir uns gestärkt hatten, begannen wir den Abstieg auf der anderen Seite Richtung Ciona und Carona. Bald führte uns der Weg durch den schönen Parco Botanico San Grato und weiter durch Wald bis zur Alpe Vicania. Ab hier erfolgte ein sehr steiler Abstieg, grösstenteils über Treppen bis ins wunderbar malerische Morcote, wo wir über Airbnb ein Zimmer im coolen, jahrhundertealten Haus von Paolo und Yoko reserviert hatten. Das Zimmer entpuppte sich sogar als eigenes Stockwerk und der Empfang durch die Gastgeber war sehr herzlich, so dass wir uns sofort wohl fühlten und gut erholen konnten.
Am nächsten Morgen durften wir uns im Wohnzimmer unserer Gastgeber mit einem tollen Frühstück stärken und machten uns dann auf den Weg zur Schiffanlegestelle. Als das MS Lugano angelegt hatte, gingen wir an Bord, setzten uns aufs Oberdeck und mussten wenige Minuten später, nach der Überquerung des Sees, bereits wieder nach unten gehen und das Schiff beim Halt in Brusino Arsizio verlassen. Ab hier begann ähnlich wie am Vortag erneut ein anstrengender Aufstieg - dieses Mal bis zum Gipfel des Monte San Giorgio. Der Weg führte oft durch schöne Wälder, so dass wir selten einen Ausblick nach unten geniessen konnten. Um die Mittagszeit erreichten wir die Alpe di Brusino, wo wir an einem Tisch der sich noch in der Winterpause befindenden Alpwirtschaft unser Mittagessen zubereiten und verspeisen konnten. Nach dem Überschreiten des höchsten Punktes, wanderten wir auf der anderen Seite über Alpweiden wieder talwärts Richtung Meride, wo wir im gemütlichen Innenhof von La Crisalide eine wohlverdiente Pause mit Gazosa und einem lokalen Rud Bir einlegten. Der letzte Abschnitt führte uns durch Wald und Reben bis nach Mendrisio, wo wir den südlichen Endpunkt des Trans Swiss Trails erreichten und mit dem Zug und Bus zurück nach Morcote in unsere Unterkunft fahren konnten.
Nun folgte auch schon der letzte Ferientag im Tessin. Da wir ganz in der Nähe waren, entschieden wir uns für einen Shopping-Ausflug zu den Fox Town Factory Stores in Mendrisio. Nach dem Bummel durch die unzähligen Läden traten wir etwas erschöpft, aber glücklich über eine wunderbare Ferienwoche im Tessin die Heimreise mit dem Zug an, die uns in superschnellen vier Stunden und 15 Minuten nach Biel zurück führte.
| Wanderung: Tesserete - Lugano |
| Wanderung: Lugano - Morcote |
| Wanderung: Morcote - Mendrisio |
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Sonntag, 7. Mai 2017
Ferienbeginn im Tessin
Unser Programm am Montag starteten wir mit dem Absolvieren eines Teils des Vita Parcours in der schönen Landschaft des Bolle. Nach dem Frühstück fuhren wir gemeinsam mit Sabines Eltern ins Valle Maggia. Beim Spaziergang am Fluss konnte ich meinen neuen Outdoor-Schuh von Columbia, der mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde, testen. Der Conspiracy Titanium Outdry sitzt bequem und leicht am Fuss und überzeugt durch seine Wasserfestigkeit, welche meine Füsse trotz einigen Schritten im Wasser der Maggia trocken hielt, und einer Sohle mit guter Bodenhaftung. Als nächstes besuchten wir das Dorf Maggia und fuhren anschliessend weiter nach Ascona für ein Apéro, wo ich ein IPA der Birrificio Sottobisio verköstigte.
Samstag, 18. März 2017
Idylle im Sandsteingebirge
Am vergangenen Sonntag entschieden wir uns eine erste Wanderung aus dem Buch Bierwandern Schweiz von Monika Saxer in Angriff zu nehmen. Nach kurzem Blättern fiel unsere Wahl auf die Tour Bucheggberg, da diese nicht allzu weit von uns entfernt startet. Die Anreise erfolgte mit dem Zug nach Solothurn und von dort mit dem Postauto weiter nach Lohn-Lüterkofen. Ab hier nahmen wir zuerst den Weg entlang dem Biberenbach nach Lüterkofen und dann über die Höchi mit wunderschöner Aussicht Richtung Alpen nach Küttigkofen unter die Füsse. Unterwegs konnten wir an den Pflanzen schon zahlreiche Knospen als Boten des Frühlingsbeginns feststellen. Weiter folgten wir dem Mülibach auf dem Pfad der 3. Solothurner Waldwanderung durch das romantische Mülital. Dabei kamen wir an verschiedenen interessanten und auf Informationstafeln beschriebenen Punkten wie einer Sandsteinhöhle, einem Quellaufstoss und einem alten Mühlenstein vorbei. Später marschierten wir durch idyllischen Mischwald und hatten von einer Bank aus einen faszinierenden Ausblick auf die Jurakette mit Weissenstein, Grenchenberg und Chasseral. Nach dem Durchschreiten des Weilers Wölftürli führte uns der Weg nochmals etwas durch den Wald und dann leicht hinunter zu unserem Zielort Aetigkofen, wo wir uns im Restaurant zum Bären ein wohlverdientes Buechibärger Helles von der lokalen Brauerei Buechibärger Bier gönnten. Anschliessend erfolgte die Heimreise mittels Postauto nach Lohn-Lüterkofen, weiter mit dem RBS-Zug nach Solothurn und dem ICN nach Biel. So fand bereits unser zweiter schöner Wandertag des Jahres seinen Abschluss und lässt Vorfreude auf weitere Abenteuer zu Fuss aufkommen.
| Wanderung: Lohn-Lüterkofen - Aetigkofen |
Sonntag, 26. Februar 2017
Kurztrip nach Berlin
Mitte Februar stand bei mir ein Wochenendausflug mit Freunden nach Berlin auf dem Programm. Nach der Anreise am Freitagnachmittag mit easyjet von Basel nach Berlin Schönefeld reisten wir mit dem Taxi zum Hotel NH Berlin Alexanderplatz und erledigten den Check-in. Nach dem asiatischen Nachtessen in der Wohnung eines Kollegen, begaben wir uns zur Mercedes-Benz-Arena und verfolgten dort das DEL-Spiel zwischen den Eisbären Berlin und den Fischtown Pinguins Bremerhaven. Das Niveau des Spiels war schwächer einzustufen als wir es von der heimischen NLA gewohnt sind. Am Ende resultierte ein 4-1-Heimsieg für die Eisbären gegen den Liganeuling aus Bremerhaven. Für uns endete der Abend anschliessend im Berliner Nachtleben.
Den Samstag starteten wir mit einem leckeren und ausgedehnten Brunch im Kurhaus Korsakow. Danach reisten wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Olympiastadion, wo wir unsere Tickets für das Spiel zwischen Hertha BSC und dem FC Bayern München abholen und danach unsere Plätze einnehmen konnten. Bei recht kühlen Temperaturen wurden wir Zeugen eines spannenden Spiels, bei dem die Hertha nach dem Führungstreffer in der 21. Minute lange Zeit wie der Sieger aussah. Kurz vor Abpfiff gelang jedoch den Bayern noch der Ausgleichstreffer und der Match endete mit einem 1-1-Unentschieden. Für einen Teil unserer Reisegruppe ging es nun noch in die Max-Schmeling-Halle zum Spiel der 1. Floorball Bundesliga zwischen BAT Berlin und dem TV Schriesheim, welches das Hauptstadtteam mit 8-5 für sich entscheiden konnte. Im Anschluss konnten wir im Restaurant Umspannwerk Ost ein sehr leckeres Abendessen geniessen, bevor wir später die Schöne Party besuchten.
Am Sonntag klingelte der Wecker dann bereits sehr früh. Nachdem alle Mitglieder der Reisegruppe pünktlich in der Hotellobby aufgetaucht waren, konnten wir per Taxi zum Flughafen Schönefeld fahren und von dort mit einem gut gefüllten Flugzeug von easyjet die Heimreise nach Basel antreten. Damit fand ein kurzer, aber intensiver Weekend-Trip seinen Abschluss.
Den Samstag starteten wir mit einem leckeren und ausgedehnten Brunch im Kurhaus Korsakow. Danach reisten wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Olympiastadion, wo wir unsere Tickets für das Spiel zwischen Hertha BSC und dem FC Bayern München abholen und danach unsere Plätze einnehmen konnten. Bei recht kühlen Temperaturen wurden wir Zeugen eines spannenden Spiels, bei dem die Hertha nach dem Führungstreffer in der 21. Minute lange Zeit wie der Sieger aussah. Kurz vor Abpfiff gelang jedoch den Bayern noch der Ausgleichstreffer und der Match endete mit einem 1-1-Unentschieden. Für einen Teil unserer Reisegruppe ging es nun noch in die Max-Schmeling-Halle zum Spiel der 1. Floorball Bundesliga zwischen BAT Berlin und dem TV Schriesheim, welches das Hauptstadtteam mit 8-5 für sich entscheiden konnte. Im Anschluss konnten wir im Restaurant Umspannwerk Ost ein sehr leckeres Abendessen geniessen, bevor wir später die Schöne Party besuchten.
Am Sonntag klingelte der Wecker dann bereits sehr früh. Nachdem alle Mitglieder der Reisegruppe pünktlich in der Hotellobby aufgetaucht waren, konnten wir per Taxi zum Flughafen Schönefeld fahren und von dort mit einem gut gefüllten Flugzeug von easyjet die Heimreise nach Basel antreten. Damit fand ein kurzer, aber intensiver Weekend-Trip seinen Abschluss.
Dienstag, 8. November 2016
Herbstliche Wanderung auf den Jurahöhen
Nach der herrlichen Wanderung in Südschweden während den Sommerferien war im Herbst wieder Wandern in der Schweiz angesagt. Zu Beginn des Oktobers fuhren wir mit dem Zug nach Le Pont an den Lac de Joux, um dort den Jurahöhenweg fortzusetzen, wo wir vor über vier Jahren unsere letzte Etappe beendeten. Bei Nebel und Wind marschierten wir los und erreichten bald den Rand des Dorfes. Ab hier begann der Aufstieg auf die Jurakette. Bei immer sonnigerem Wetter erklommen wir über schöne Juraweiden Höhenmeter um Höhenmeter. Nach dem Mittagessen passierten wir auf dem Mont Tendre den mit 1679 m. ü. M. höchsten Punkt im ganzen schweizerischen Teil des Juras. Bei recht zügigem Wind konnten wir eine beeindruckende Aussicht auf die Alpen und das Mont-Blanc-Massiv geniessen. Weiter führte uns der Weg entlang von Trockensteinmauern, über Weiden und durch Waldabschnitte bis zum Hotel du Marchairuz. Nach dem Bezug unseres Zimmers gönnten wir uns etwas Erholung in der Sauna und später ein feines Nachtessen inklusive Bier von Docteur Gab's.
Am Morgen des nächsten Tages starteten wir unseren Marsch erneut bei nebligen Wetterverhältnissen und kühlen Temperaturen. Im Verlaufe des Vormittages erreichten wir den Gipfel des Crêt de la Neuve und wurden von Sonnenschein und blauem Himmel überrascht. Auf dem nächsten Abschnitt konnten wir durch die wunderbare Landschaft des Parc Jura vaudois schreiten. Leider zog später der Nebel erneut auf, was auch wieder zu kühleren Temperaturen führte. Nachdem wir am Nachmittag einige Meter abgestiegen waren, erreichten wir die eindrucksvollen Ruinen der ehemaligen Kartause Chartreuse Notre-Dame d'Oujon. Über einen mehrheitlich flachen Weg erreichten wir etwas später unseren heutigen Zielort Saint-Cergue, wo wir im Hotel de la Poste ein Zimmer bezogen. Vor dem Schlafengehen stärkten wir uns mit einem leckeren Mahl beim Rando Burger, einem coolen Diner im amerikanischen Stil. Das Bier des Abends stammte dieses Mal von der Brasserie de la Côte.
Am dritten und letzten Wandertag nahmen wir den Aufstieg zum Gipfel La Dôle mit seiner von Weitem sichtbaren technischen Installation in Angriff. Bei wiederum nebligen und nun sogar kalten Bedingungen arbeiteten wir uns Meter um Meter in die Höhe. Etwas unterhalb des Grates bei der Cabane des Ski-Clubs von Nyon machten wir einen Kaffeehalt und überlegten uns, ob es bei diesen Wind- und Wetterverhältnissen überhaupt möglich sei den Gipfel zu bezwingen. Wir entschieden uns einen Versuch zu wagen und wurden schon bald darauf mit Sonnenschein und etwas Aussicht belohnt, so dass wir den zweithöchsten Punkt im Schweizer Jura gefahrlos erreichen konnten. Nachdem wir wieder einige Meter runtergewandert waren richteten wir uns für unseren Mittagshalt ein. Während dem Kochen erhielten wir plötzlich Besuch von einer rund 25 Tieren umfassenden Herde von Gämsen, die sich nur wenige Meter von uns entfernt ebenfalls zum Mittagessen einfanden. Das war ein sehr beeindruckendes Naturschauspiel! Guten Mutes nahmen wir danach den weiteren Weg unter die Füsse. Durch Wald ging es immer weiter runter bis zum Fuss der Jurakette und ab da über eine Ebene bis zum Städtchen Nyon am Lac Léman. Müde, aber glücklich und zufrieden über den Abschluss der Nationalen Wanderroute mit der Kennzeichnung Nr. 5 bestiegen wir am Bahnhof den Zug und fuhren zurück nach Hause.
| Wanderung: Le Pont - Col du Marchairuz |
Am Morgen des nächsten Tages starteten wir unseren Marsch erneut bei nebligen Wetterverhältnissen und kühlen Temperaturen. Im Verlaufe des Vormittages erreichten wir den Gipfel des Crêt de la Neuve und wurden von Sonnenschein und blauem Himmel überrascht. Auf dem nächsten Abschnitt konnten wir durch die wunderbare Landschaft des Parc Jura vaudois schreiten. Leider zog später der Nebel erneut auf, was auch wieder zu kühleren Temperaturen führte. Nachdem wir am Nachmittag einige Meter abgestiegen waren, erreichten wir die eindrucksvollen Ruinen der ehemaligen Kartause Chartreuse Notre-Dame d'Oujon. Über einen mehrheitlich flachen Weg erreichten wir etwas später unseren heutigen Zielort Saint-Cergue, wo wir im Hotel de la Poste ein Zimmer bezogen. Vor dem Schlafengehen stärkten wir uns mit einem leckeren Mahl beim Rando Burger, einem coolen Diner im amerikanischen Stil. Das Bier des Abends stammte dieses Mal von der Brasserie de la Côte.
| Wanderung: Col du Marchairuz - Saint-Cergue |
| Wanderung: Saint-Cergue - Nyon |
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Sonntag, 30. Oktober 2016
Auf einsamen Pfaden durch Södermanland - Teil 3
Am Samstag trennten sich unsere Wege wieder. Während Sabine mit der Vespa die Heimreise Richtung Süden unter die Räder nahm, deckte ich mich nochmals mit ein paar Lebensmitteln ein und fuhr mit dem Zug ebenfalls südwärts bis Nynäsgård. Nach dem Aussteigen marschierte ich zuerst ein Stück durch besiedeltes Gebiet, bis ich bald wieder den markierten Sörmlandsleden erreichte. Bei tollem Wanderwetter bewegte ich mich nun durch Wälder, über Felder und teilweise entlang von Strassen. Einmal gab es einen Abstecher zu der auf der Karte eingezeichneten "Grotta", die schlussendlich jedoch nicht viel mehr als eine kleine Lücke zwischen zwei Felsen war. Gegen Abend erreichte ich den See Muskan, wanderte noch ein schönes Stück dem Ufer entlang und kam rechtzeitig vor dem Eindunkeln bei der Schutzhütte an. Bereits in der Nacht fielen einige Regentropfen und am morgen herrschte immer noch feuchtes Wetter. Nach Wasserfiltern, Frühstück und packen ging es wieder los für die nächste Etappe. Bei der Mittagspause an einem weiteren See musste ich abrupt von einer Bank am Ufer unter einen Baum zügeln, um vor dem nun einsetzenden Regen geschützt zu sein. Am Nachmittag führte mich der Weg vorwiegend durch Wald und über felsigen Untergrund bis zum Windschutz am Transjön. Hier hatten sich bereits drei junge Studenten aus Frankreich eingerichtet. Freundlicherweise bekam ich auch einen Viertel der Hütte, um die Nacht im Trockenen zu verbringen. Am Montagmorgen schaute das Wetter glücklicherweise wieder viel freundlicher aus und man konnte mit einem trockenen Tag rechnen. Nach dem Frühstück verabschiedete ich mich von den Franzosen und unsere Wege führten jeweils in die entgegengesetzte Richtung. Die nächsten Kilometer führten mich durch eine wunderschöne Birken-Schilf-Landschaft. Am Nachmittag erreichte ich den Tornberget, seines Zeichens mit 111 m. ü. M. der höchste Punkt der Region. Ab hier ging es wieder leicht runter und etwas später erreichte ich den Pfad, den ich vor einigen Tagen bereits begangen hatte. Diesem weiter folgend kam ich zu der schon einmal genutzten Hütte am See Trehörningen. Dieses Mal herrschte sonniges Wetter und ich konnte eine bezaubernde Abendstimmung mit rot gefärbtem Himmel und der Geräuschekulisse der Vogelwelt geniessen. Am kommenden Morgen startete ich relativ früh, da mich eine lange Etappe erwartete. Am Vormittag absolvierte ich den gleichen Weg, den ich bei Regen schon mit Sabine gegangen war bis nach Handen. Ab dort marschierte ich zuerst durch Wohngebiet, später dann wieder über Felsen und durch Wälder. Am späteren Nachmittag erreichte ich den Eingang zum Tyresta Nationalpark und konnte die nächsten Kilometer bis zur Schutzhütte durch beeindruckende, unberührte Natur wandern. Nach Ankunft bei der Hütte, die bereits besetzt war, stellte ich mein Zelt an einem noch freien Platz innerhalb der erlaubten Campingzone auf und verräumte mich nach diesem langen Wandertag schon recht bald in meinen Schlafsack. Den nächsten Tag, unterdessen war Mittwoch, begann ich erneut mit Schritten durch die herrliche Landschaft des Nationalparks. Nachdem ich die Parkgrenze hinter mir liess, an einem See mein Mittagessen eingenommen hatte und noch etwas weiter marschierte, gelangte ich zur Freizeitanlage Alby. Ab hier ging es teilweise über Feldwege und auch bereits vermehrt durch Siedlungsgebiet. Gegen Abend erreichte ich den See Sandasjön und schlug dort mein Zelt für die letzte Nacht draussen auf. Am Donnerstagmorgen startete ich nun also auf meine letzten Kilometer auf dem Sörmlandsleden. Hier merkte man bereits deutlich die Nähe zur Stadt. Nachdem es zuerst noch etwas durch Wald ging, führte der Weg bald entlang eines Golfplatzes und ich begegnete auch viel mehr Leuten als in den vergangenen Tagen draussen in der Wildnis. Am frühen Nachmittag erreichte ich die U-Bahn-Station Björkhagen, wo mein Sörmlandsleden-Trip endete. Ab hier fuhr ich ins Stadtzentrum und verbrachte einige Zeit mit der Suche nach einer Unterkunft für die nächsten beiden Nächte, bis ich im Hotel Gamla Stan ein Zimmer fand. Den Abend liess ich anschliessend mit dem Verspeisen von Köttbullar im Café Kronen ausklingen. Der Freitag stand dann ganz im Zeichen von Sightseeing bei sonnigem Wetter. Zuerst liess ich mich auf der Bootstour "Under the Bridges of Stockholm" während rund zwei Stunden zwischen den Inseln hindurch chauffieren und erhielt so eine etwas andere Sicht der Stadt vom Wasser aus. Am Nachmittag entschied ich mich für den Besuch des Vasa Museums, wo ich einen eindrücklichen Einblick in die Geschichte des legendären Schiffes und die Zeit seiner Entstehung erhielt. Am nächsten Morgen hiess es bereits recht früh aufstehen, mit der U-Bahn und dem Flygbussarna zum Flughafen Arlanda zu fahren und von dort zurück nach Genève zu fliegen. Damit kamen diese tollen und erlebnisreichen Sommerferien nach mehr als 400 Kilometern zu Fuss zu einem Ende und die Vorfreude auf weitere Wandererlebnisse ist bereits riesig.
| Sörmlandsleden 2016 - Teil 3 |
Sonntag, 23. Oktober 2016
Auf einsamen Pfaden durch Södermanland - Teil 2
Nach einer gemütlichen Nacht stand ich am Donnerstagmorgen langsam auf, nutzte die Gelegenheit zum Waschen der Kleider und gönnte mir ein Frühstück mit Blick aufs Meer. Nach einem kurzen Regen-Intermezzo mietete ich mir ein Fahrrad und pedalte nach Trosa, wo ich den Nachmittag gemütlich mit einem Bummel durchs Städtchen verbrachte. Gegen Abend kam endlich der langersehnte Anruf von Sabine, dass sie nach ihrer Odyssee von England her mit der Vespa bald in Südschweden eintreffen werde. Kurz darauf war es soweit und wir konnten das Zusammentreffen mit einem feinen Essen in Antons Krog feiern. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück, packten wir unser ganzes Material zusammen und machten uns auf den Weg. Nachdem Sabine die Vespa freundlicherweise bei einem Hotel abstellen konnte und wir uns mit einem leckeren Mittagessen im Restaurant Ågården gestärkt hatten, nahmen wir die nächsten Kilometer gemeinsam unter die Füsse. Der Sörmlandsleden führte uns über Strassen, Feld- und Waldwege und über Fels bis zum Windschutz Sandvik. Auch am kommenden Tag marschierten wir durch Wald und entlang des Meeres bis wir Tullgarns Slott erreichten und dort im Wirtshaus das ausgezeichnete Mittagsbüffet genossen, sowie das Leitungswasser zum Auffüllen unserer Wasserreserven nutzten. Am Nachmittag wanderten wir weiter bis wir über eine Brücke die Insel Mörkö erreichten. Da hier sehr viele Privatgrundstücke sind, fanden wir auf Anhieb keinen schönen Platz zum Übernachten. Nach einem kurzen Gespräch mit einem Einheimischen nahm uns dieser mit seinem Volvo ein paar Kilometer mit und zeigte uns einen tollen Platz für unsere Nachtruhe. Nachdem wir unser Lager eingerichtet und das Nachtessen verspeist hatten, versuchten wir trotz der Mückenplage und Geräuschen von Wildtieren in der Nähe ein wenig zu schlafen - was glücklicherweise irgendwann dann auch gelang. Am nächsten Morgen - unterdessen war Sonntag - nahmen wir unser Frühstück ein, packten zusammen und marschierten los. Bald schon fielen die ersten Regentropfen, so dass wir uns entschieden noch ein paar Minuten unter den Bäumen zu warten. Als der Regen ein wenig nachliess, gingen wir weiter entlang von Feldwegen und Strassen, vorbei an der Mörkö Kyrka bis wir bald wieder den markierten Sörmlandsleden erreichten. Das Wetter wurde im Verlaufe des Nachmittags immer besser und der Pfad führte uns durch schönen Wald mit teilweise felsigem Untergrund, aber zeitweise auch über offene Felder. Diesen Tag beendeten wir beim Campingplatz Skansholmen, wo wir uns ein kleines Häuschen mieteten und den Abend in Gesellschaft von Wildgänsen bei einem gemütlichen Abendessen ausklingen liessen. Am folgenden Tag nahmen wir als Erstes die Fähre hinüber aufs Festland und marschierten ab dort erneut durch faszinierende Wälder und über Kuhweiden entlang des Meeres. Gegen Abend erreichten wir die Windschutzhütte am Stora Träsket, wo bereits zwei junge Damen aus Deutschland ihr Lager aufgeschlagen hatten. Trotzdem konnten wir uns in der Hütte und daneben mit unserem Zelt ebenfalls an diesem Platz niederlassen. Der kommende Tag brachte uns wiederum tolle Wanderbedingungen in einer wunderbaren Natur und führte uns zum Erholungsgebiet Lida. In der Freizeitanlage gab es neben Seilpark, Minigolfbahn, Wasserskischanze und tollem Strand auch eine unglaubliche Anzahl an frei herumhoppelnden Hasen und wir konnten dort aus mehreren Hütten eine für uns passende auswählen. So dass wir die Nacht rundum geschützt in einer Art Holzpyramide verbringen konnten - trotzdem hatten wir Besuch von einer Maus, die von unseren Vorräten etwas abbekommen wollte. Am folgenden Morgen frühstückten wir im Restaurant der Freizeiteinrichtung und machten uns anschliessend auf den Weg. Auch an diesem Tag vor allem durch Wald und über Felder. Unser Mittagessen verspeisten wir bei einem Windschutz in Gesellschaft von Salomon, einem jungen Mann aus Israel auf Entdeckungsreise durch Nordeuropa. Am Nachmittag wanderten wir unter regnerischen Bedingungen weiter bis wir den schönen See Trehörningen erreichten und uns dort in der Windschutzhütte einrichten konnten. Da der Regen glücklicherweise bald aufhörte, konnten wir uns sogar noch ein erfrischendes Bad gönnen, die Kleider trocknen lassen und den Abend geniessen. Nach dem Frühstück am Donnerstag morgen nahmen wir die nächsten Kilometer bei feuchtem Wetter in Angriff. Leider wurde dieses immer schlechter, so dass wir zwischendurch unter Bäumen und später unter einem Dach beim Kinderspielplatz der Siedlung Riddartorp eine Pause im Trockenen einlegten. Dabei fällten wir auch den Entscheid noch bis Handen zu wandern und von dort per Zug ins Zentrum von Stockholm zu fahren. Nach Ankunft in Stockholm fuhr Sabine mit dem Bus zurück nach Trosa, um dort die Vespa wieder abzuholen, während ich mich um den Bezug unserer Airbnb-Unterkunft kümmerte. Den folgenden Tag begannen wir mit dem Waschen unserer Kleider in einer Laundry und einem kleinen Shoppingbummel durch skandinavische Möbelläden, die nicht alle blau-gelb sind ;-). Anschliessend besuchten wir das coole Fotographiemuseum Fotografiska und bestaunten dort während mehrerer Stunden die beeindruckenden Bilder der verschiedenen Ausstellungen, bevor wir noch ein wenig durch die Altstadt spazierten. Schlussendlich legten wir auch an diesem "Ruhetag" rund 14 Kilometer zurück.
| Sörmlandsleden 2016 - Teil 2 |
Sonntag, 16. Oktober 2016
Auf einsamen Pfaden durch Södermanland - Teil 1
Bereits sind mehr als zwei Monate vergangen, seit ich in meine diesjährigen Sommerferien startete. Am ersten Freitag des Monats August fuhr ich mit meinem gut gepackten Rucksack per Zug zum Aéroport International de Genève. Dort bestieg ich ein Swiss-Flugzeug, das mich zuerst nach Zürich brachte, von wo es ebenfalls mit Swiss weiter nach Stockholm Arlanda ging. Nach der Fahrt mit dem Flygbussarna zum Hauptbahnhof und einem kurzen Fussmarsch erreichte ich meine Airbnb-Unterkunft für diese Nacht. Zum Abschluss dieses Anreisetages konnte ich in der Umgebung im Restaurant Salt ein feines Nachtessen geniessen und legte mich anschliessend schlafen, um die nächsten Tage fit in Angriff zu nehmen. Nach dem Aufwachen durch herrlichen Sonnenschein am Samstag, verabschiedete ich mich von den sympathischen Hosts und gönnte mir ein Frühstück bei Wayne's Coffee. Anschliessend deckte ich mich in einem ICA-Laden mit Esswaren und bei Naturkompaniet mit Gas ein, bevor ich gegen Mittag mit dem Zug nach Nyköping fuhr. Hier marschierte ich los und fand nach einigen hundert Metern problemlos den gut markierten Sörmlandsleden. Nach rund zehn Kilometern durch Wald und Naherholungsgebiet erreichte ich die Windschutzhütte am Hovrasjön, wo ich den ersten Wandertag beendete. Mit einem wunderbaren Ausblick auf den See mit Nebelschwaden durfte ich am nächsten Morgen aufwachen. An diesem Tag wanderte ich über Felder und durch Wald, genoss ein feines Mittagessen im Café Åstugan, folgte manchmal einer Strasse entlang und zwischendurch ging es etwas auf und ab bis ich die nächste Hütte am Masugnssjön erreichte. Am Montag war es bewölkt und ein bisschen kühler. Der Weg führte über Waldwege, durch einen Tunnel unter der Autobahn und über Feldwege bis Tystberga. Danach ging es teilweise über Felsen, immer leicht auf und ab und durch schöne Wälder. Nach dem Mittagessen begann es leicht zu regnen, so dass ich mich und den Rucksack regendicht einpackte und bei Bälinge im Schutz von Bäumen eine Pause einlegte. Nach einigen weiteren, anstrengenden Kilometern, zum Glück wieder ohne Regen, erreichte ich den See Björken. Obwohl bereits jemand in der Hütte war, konnte ich mich ebenfalls dort für die Nacht niederlassen. Am nächsten Tag folgte ich zuerst etwas dem Ufer des Sees, weiter durch Wald und bald kam der nächste See namens Gisesjön. Weiter führte der Sörmlandsleden durch neues Siedlungsgebiet in lichtem Wald und kurz nach dem Mittag kam ich bei der Schutzhütte Dymossen an. Nach der Anstrengung am Vortag entschloss ich mich die heutige Wanderung bereits zu beenden und richtete mich gemütlich ein. Am Nachmittag unternahm ich dann einen Spaziergang zum idyllischen Ringsjön, wo ich meine Wasservorräte auffüllen konnte und nutzte den Rest des Tages zum Erholen. Gut ausgeruht startete ich den nächsten Wandertag, der mich wieder durch Wald, über Felsen und Feldwege führte. Gegen Mittag passierte ich Tureholm Castle und erreichte am späteren Nachmittag das hübsche Städtchen Trosa, wo ich mich auf der vorgelagerten Insel auf dem schönen Zeltplatz Havsbad niederliess und zum ersten Mal mein kleines Zelt aufbaute.
| Sörmlandsleden 2016 - Teil 1 |
Sonntag, 5. Juni 2016
Road Trip nach Kroatien - Teil 3
Den nächsten Tag begannen wir mit einem gemütlichen Frühstück auf der Terrasse eines Cafés in der Nähe unseres Apartments. Frisch gestärkt begaben wir uns zum imposanten Amphitheater und starteten unseren Rundgang oberirdisch durch die riesige Arena, die erstaunlich gut erhalten ist. Zum Abschluss der Besichtigung besuchten wir im Untergeschoss die interessante Ausstellung über Weinbau in Istrien und die Geschichte der Herstellung und Verwendung von Amphoren. Weiter spazierten wir gemütlich durch die Gassen der Stadt. Nach dem Mittagessen sattelten wir unsere Vespas und fuhren die rund 20 km gegen Süden zum einsamen Kap Kamenjak. Da der Weg immer schlechter befahrbar wurde, stellten wir unsere fahrbaren Untersätze ab und unternahmen eine kleine Wanderung entlang der Küste in dieser geschützten Landschaft mit einer faszinierenden Pflanzenwelt. Vor der Rückreise nach Pula machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp in der Safari Bar, einem romantischen Ort in und unter Schilfpflanzen. Unser Abendessen genossen wir im Restaurant Kantina und liessen später den Tag mit dem Bestaunen von tollen Lichtinstallationen anlässlich des Visualia Festivals ausklingen.
Am Freitag hiess es für uns erneut alles zusammenpacken und leider bei Regen die nächste Strecke unter die Räder zu nehmen. Um uns ein bisschen zu trocknen und für ein feines Mittagessen kehrten wir in der Taverna Marea in Lovrečica ein. Wenig später erreichten wir ziemlich durchnässt unser Quartier für die kommende Nacht. Nach dem Check-in im Hotel Meliá Coral konnten wir uns bei einem Aufenthalt im Wellness-Bereich etwas von den Strapazen des Tages erholen. Zum Abschluss des Abends unternahmen wir noch einen kleinen Spaziergang in der Umgebung und kamen unter anderem bei einem Biker-Festival vorbei.
So langsam aber sicher, mussten wir nach diesen tollen und erlebnisreichen Tagen an die Fahrt nach Hause denken. Da die Wetterprognosen weiterhin nicht allzu gut waren, wollten wir genügend Zeit dafür einrechnen. Nach dem Frühstück und Check-out fuhren wir los durch Istrien, durchquerten in der Nähe von Koper Slowenien und erreichten wieder Italien. Bei wunderbarem Sonnenschein konnten wir in Triest auf einer Terrasse unser Mittagessen zu uns nehmen. Im Verlaufe des Nachmittags verschlechterte sich das Wetter jedoch wieder und der Regen setzte ein, so dass wir in Castelfranco Veneto genug hatten und ziemlich durchnässt im Hotel Fior ein Zimmer bezogen. Zur Aufheiterung wurden wir im zugehörigen Restaurant mit einem sehr leckeren Nachtessen und freundlichem Service verwöhnt.
Den Sonntag verbrachten wir bei trockenem Wetter mit der Fahrt durch Venetien und die Lombardei. Wir machten lediglich kleine Zwischenstopps, um zwischendurch ein bisschen den Körper durchzustrecken, den Tank der Vespas zu füllen oder mit einem Kaffee die Konzentration wieder zu erhöhen. So kamen wir gut vorwärts und erreichten gegen Abend Como, wo wir wenig später die Grenze zurück in die Schweiz passierten. Unsere Etappe ging dann noch weiter bis nach Bellinzona, wo wir im Hotel Garni Liberty vollautomatisch in unser Zimmer einchecken konnten. Den letzten Abend unseres coolen Road Trips verbrachten wir bei einem Glas Wein und resümierenden Gedanken im Woodstock Music Pub gleich neben dem Hotel.
Und dann war auch schon der letzte Tag angebrochen. Einigermassen früh verspeisten wir ein kleines Frühstück und machten uns auf, um den Gotthard-Tunnel möglichst ohne Stau zu durchfahren. Dieser Plan funktionierte tiptop und wir konnten tatsächlich ohne auch nur stockenden Kolonnenverkehr zu erleben das Gotthardmassiv gen Norden unterqueren. In der Raststätte Luzern Neuenkirch machten wir unseren Mittagsrast - natürlich inklusive obligater Erdbeertorte ;-) - und verliessen anschliessend die Autobahn, um die restliche Strecke bis nach Hause über Landstrassen zu fahren. Glücklich und zufrieden über intensive, eindrucksvolle und zum Glück unfallfreie Tage erreichten wir am späteren Nachmittag unser Domizil.
Am Freitag hiess es für uns erneut alles zusammenpacken und leider bei Regen die nächste Strecke unter die Räder zu nehmen. Um uns ein bisschen zu trocknen und für ein feines Mittagessen kehrten wir in der Taverna Marea in Lovrečica ein. Wenig später erreichten wir ziemlich durchnässt unser Quartier für die kommende Nacht. Nach dem Check-in im Hotel Meliá Coral konnten wir uns bei einem Aufenthalt im Wellness-Bereich etwas von den Strapazen des Tages erholen. Zum Abschluss des Abends unternahmen wir noch einen kleinen Spaziergang in der Umgebung und kamen unter anderem bei einem Biker-Festival vorbei.
So langsam aber sicher, mussten wir nach diesen tollen und erlebnisreichen Tagen an die Fahrt nach Hause denken. Da die Wetterprognosen weiterhin nicht allzu gut waren, wollten wir genügend Zeit dafür einrechnen. Nach dem Frühstück und Check-out fuhren wir los durch Istrien, durchquerten in der Nähe von Koper Slowenien und erreichten wieder Italien. Bei wunderbarem Sonnenschein konnten wir in Triest auf einer Terrasse unser Mittagessen zu uns nehmen. Im Verlaufe des Nachmittags verschlechterte sich das Wetter jedoch wieder und der Regen setzte ein, so dass wir in Castelfranco Veneto genug hatten und ziemlich durchnässt im Hotel Fior ein Zimmer bezogen. Zur Aufheiterung wurden wir im zugehörigen Restaurant mit einem sehr leckeren Nachtessen und freundlichem Service verwöhnt.
Den Sonntag verbrachten wir bei trockenem Wetter mit der Fahrt durch Venetien und die Lombardei. Wir machten lediglich kleine Zwischenstopps, um zwischendurch ein bisschen den Körper durchzustrecken, den Tank der Vespas zu füllen oder mit einem Kaffee die Konzentration wieder zu erhöhen. So kamen wir gut vorwärts und erreichten gegen Abend Como, wo wir wenig später die Grenze zurück in die Schweiz passierten. Unsere Etappe ging dann noch weiter bis nach Bellinzona, wo wir im Hotel Garni Liberty vollautomatisch in unser Zimmer einchecken konnten. Den letzten Abend unseres coolen Road Trips verbrachten wir bei einem Glas Wein und resümierenden Gedanken im Woodstock Music Pub gleich neben dem Hotel.
Und dann war auch schon der letzte Tag angebrochen. Einigermassen früh verspeisten wir ein kleines Frühstück und machten uns auf, um den Gotthard-Tunnel möglichst ohne Stau zu durchfahren. Dieser Plan funktionierte tiptop und wir konnten tatsächlich ohne auch nur stockenden Kolonnenverkehr zu erleben das Gotthardmassiv gen Norden unterqueren. In der Raststätte Luzern Neuenkirch machten wir unseren Mittagsrast - natürlich inklusive obligater Erdbeertorte ;-) - und verliessen anschliessend die Autobahn, um die restliche Strecke bis nach Hause über Landstrassen zu fahren. Glücklich und zufrieden über intensive, eindrucksvolle und zum Glück unfallfreie Tage erreichten wir am späteren Nachmittag unser Domizil.
| Road Trip Hrvatska 2016 - Part 3 |
Dienstag, 31. Mai 2016
Road Trip nach Kroatien - Teil 2
Am Montag morgen konnten wir nochmals das tolle Frühstück im Guest House Plitvice Hills geniessen und fuhren anschliessend wieder beladen mit unserem Gepäck los. Auf Empfehlung des Gastgebers wählten wir die Route via Gospić durch das Velebit-Gebirge. Zuerst herrschte immer dichterer Nebel und frische Temperaturen. Als wir jedoch den Kubus, ein Denkmal für den Bau der Strasse zwischen Gospić und Karlobag erreichten, konnten wir bei herrlichem Sonnenschein die Aussicht Richtung Küste und Adria-Inseln geniessen. Einige tolle Kurven später näherten wir uns wieder der Meeresküste, welcher wir nun bis Senj folgten. Nach dem Mittagessen bei der Festung Nehaj ging es immer weiter entlang des Meeres und kurz vor Rijeka über die Krk-Brücke hinüber auf eine der beiden grössten Adria-Inseln. Im Ort Valbiska warteten wir dann bis wir uns auf die Fähre verladen konnten, die uns nach Merbag auf der anderen grössten Adria-Insel Cres brachte. Nachdem wir die Fähre wieder verlassen hatten zogen wir gemeinsam mit vielen anderen Fahrzeugen in einem langen Korso über die Strassen der Insel bis ganz ans südliche Ende, wo wir über eine Drehbrücke auf die nächste Insel namens Lošinj wechselten. Dort erreichten wir bald unser Hotel Manora in Nerezine und liessen den Abend bei einem feinen Glas istrischem Rotwein ausklingen.
Den nächsten Tag starteten wir mit einem leckeren Frühstück vom grosszügigen Büffet und fuhren dann mit den Vespas nach Mali Lošinj. Ab hier begaben wir uns auf eine schöne Wanderung - mit Übungen zum Wohlbefinden - entlang des Meeresufers bis nach Veli Lošinj und über einen Hügel wieder zurück. Nachdem wir noch ein wenig durch das Städtchen geschlendert waren, kehrten wir zum Hotel zurück und genossen bei frischen Temperaturen ein Bad im Pool und zum Apéro einen Biska. Da die Hauptsaison noch nicht begonnen hatte, waren wir die einzigen Gäste im Hotel. Deshalb hatten die Angestellten wohl etwas mehr Zeit und verwöhnten uns beim Abendessen mit einem wunderbaren dreigängigen Fisch-Menü.
Am Mittwoch hiess es für uns wieder alles packen und weitere Kilometer unter die Räder nehmen. Bei bewölktem Himmel starteten wir und machten in Osor einen kleinen Zwischenstopp zur Besichtigung des alten Ortskerns. Bei nun einsetzendem Regen durchquerten wir erneut die ganze Insel Cres bis ganz in den Norden, wo wir in Porozina die Fähre nach Brestova in Istrien nahmen. Unter weiterhin recht schwierigen und nassen Bedingungen fuhren wir noch weiter bis Pula und quartierten uns dort in einem Apartment ein. Nachdem wir uns getrocknet und ein wenig erholt hatten, schlenderten wir durch das schöne Städtchen und verspeisten zum Znacht eine Pizza.
Den nächsten Tag starteten wir mit einem leckeren Frühstück vom grosszügigen Büffet und fuhren dann mit den Vespas nach Mali Lošinj. Ab hier begaben wir uns auf eine schöne Wanderung - mit Übungen zum Wohlbefinden - entlang des Meeresufers bis nach Veli Lošinj und über einen Hügel wieder zurück. Nachdem wir noch ein wenig durch das Städtchen geschlendert waren, kehrten wir zum Hotel zurück und genossen bei frischen Temperaturen ein Bad im Pool und zum Apéro einen Biska. Da die Hauptsaison noch nicht begonnen hatte, waren wir die einzigen Gäste im Hotel. Deshalb hatten die Angestellten wohl etwas mehr Zeit und verwöhnten uns beim Abendessen mit einem wunderbaren dreigängigen Fisch-Menü.
Am Mittwoch hiess es für uns wieder alles packen und weitere Kilometer unter die Räder nehmen. Bei bewölktem Himmel starteten wir und machten in Osor einen kleinen Zwischenstopp zur Besichtigung des alten Ortskerns. Bei nun einsetzendem Regen durchquerten wir erneut die ganze Insel Cres bis ganz in den Norden, wo wir in Porozina die Fähre nach Brestova in Istrien nahmen. Unter weiterhin recht schwierigen und nassen Bedingungen fuhren wir noch weiter bis Pula und quartierten uns dort in einem Apartment ein. Nachdem wir uns getrocknet und ein wenig erholt hatten, schlenderten wir durch das schöne Städtchen und verspeisten zum Znacht eine Pizza.
| Road Trip Hrvatska 2016 - Part 2 |
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Sonntag, 29. Mai 2016
Road Trip nach Kroatien - Teil 1
Am vergangenen Auffahrtsdonnerstag war es für uns endlich soweit. Die lange erwartete Reise mit der Vespa nach Kroatien konnte starten. Nach dem Beladen unserer beiden fahrbaren Untersätze starteten wir gegen Osten Richtung Solothurn und Oberaargau. Am späteren Vormittag erreichten wir über den Hirzel die Gestade des Zürichsees, wo wir bei einem Freund, den Sabine letztes Jahr auf dem Irland-Trip kennenlernte, und seiner Frau eine kleine Pause auf der Terrasse im schönen Garten einlegten. Danach begaben wir uns bis ins Bündnerland auf die Autobahn, um rasch ein paar Kilometer vorwärts zu kommen. Nach dem Mittagessen im Heidiland fuhren wir weiter bis Klosters Selfranga und verluden uns dort auf die Bahn durch den Vereinatunnel, um rund 20 Minuten später im Engadin anzukommen. Ab da konnten wir die wunderschöne Natur im Schweizerischen Nationalpark, über den Ofenpass und durch das Val Müstair geniessen. Manchmal fühlte ich mich landschaftlich in den Mt. Rainier National Park versetzt. Nach dem Verlassen der Schweiz führt uns der Weg durch den Vinschgau, wo recht viel Verkehr herrschte, über Meran und Bozen bis nach Sporminore, wo wir bei Agritur Sandro zuerst ein tolles Nachtessen verspeisten und dann übernachteten.
Nach dem Frühstück packten wir wieder unsere Sachen und befestigten alles auf unseren Vespas. Zum Start befuhren wir etwas bergige Strecken und passierten unter anderem die Mendel und den Passo Rolle. In dieser tollen Dolomiten-Landschaft fühlte ich mich teilweise an den Zion National Park erinnert. Mit fortschreitender Fahrtdauer verliessen wir das Südtirol und erreichten die Region Venetien, wo wir in der Gegend von Valdobbiadene spontan während der Fahrt von einem Motorradfahrer zu einem caffè eingeladen wurden. Nach dieser Stärkung ging es noch für etliche Kilometer weiter, bis wir in Monfalcone, kurz vor Trieste, genug gefahren waren und uns ein Zimmer im Hotel Italia nahmen.
Am Samstag morgen machten wir uns wieder bereit für die Weiterfahrt. Zuerst fuhren wir an Trieste vorbei, später entlang dem Meer, durch kleine Dörfer und bald passierten wir die Grenze nach Slowenien. Nach wenigen Kilometern erreichten wir bereits die nächste Grenze und damit unser Bestimmungsland Hrvatska. Nachdem wir noch ein paar Kilometer auf einer Schnellstrasse hinter uns brachten und so Rijeka umfuhren, machten wir in einer Bar in einem kleinen Dorf unseren ersten Kaffeehalt in Kroatien. Das Mittagessen genossen wir etwas später in Novi Vinodolski auf einer Terrasse direkt am Meer. Unsere Route führte uns anschliessend noch bis Senj weiter der Adria entlang und dann ins Landesinnere. Die einsame Landschaft mit verlassenen und teilweise vom Krieg beschädigten Häusern stimmte mich während der Fahrt ziemlich nachdenklich. Am späteren Nachmittag erreichten wir in Korenica das Guest House Plitvice Hills, wo wir durch die Gastgeber sehr freundlich mit Kaffee und einem Glas Rakija empfangen wurden. Zum Ausklang des Tages unternahmen wir am Abend einen kleinen Spaziergang und verspeisten das Nachtessen im Restoran Babic.
Nach dem grossartigen Frühstück im Guest House, fuhren wir mit unseren Vespas für einmal ohne Gepäck los und erreichten nach ca. 15 km den Eingang 1 des Nacionalni park Plitvička jezera. Schon auf unseren ersten Metern im Park waren wir enorm beeindruckt von der Schönheit der Seen und Wasserfälle, welche man gut von oben bestaunen konnte. Vom Panoramazug - einem Unimog mit zwei Anhängern - liessen wir uns nun ganz nach hinten zum obersten See chauffieren. Entlang der Seen und vorbei an traumhaften Wasserlandschaften wanderten wir anschliessend bis zur Elektroboot-Station am See Kozjak. Nach der gemütlichen Fahrt über den See und einer kleinen Mittagsverpflegung nahmen wir den restlichen Weg bis zum Eingang zurück unter die Füsse. Aufgrund von Hochwasser konnten wir nicht direkt entlang der Seen wandern und mussten auf eine alternative Route ausweichen. Zum Abschluss unseres Park-Aufenthaltes gönnten wir uns ein Essen im National Restaurant LIČKA KUĆA.
Nach dem Frühstück packten wir wieder unsere Sachen und befestigten alles auf unseren Vespas. Zum Start befuhren wir etwas bergige Strecken und passierten unter anderem die Mendel und den Passo Rolle. In dieser tollen Dolomiten-Landschaft fühlte ich mich teilweise an den Zion National Park erinnert. Mit fortschreitender Fahrtdauer verliessen wir das Südtirol und erreichten die Region Venetien, wo wir in der Gegend von Valdobbiadene spontan während der Fahrt von einem Motorradfahrer zu einem caffè eingeladen wurden. Nach dieser Stärkung ging es noch für etliche Kilometer weiter, bis wir in Monfalcone, kurz vor Trieste, genug gefahren waren und uns ein Zimmer im Hotel Italia nahmen.
Am Samstag morgen machten wir uns wieder bereit für die Weiterfahrt. Zuerst fuhren wir an Trieste vorbei, später entlang dem Meer, durch kleine Dörfer und bald passierten wir die Grenze nach Slowenien. Nach wenigen Kilometern erreichten wir bereits die nächste Grenze und damit unser Bestimmungsland Hrvatska. Nachdem wir noch ein paar Kilometer auf einer Schnellstrasse hinter uns brachten und so Rijeka umfuhren, machten wir in einer Bar in einem kleinen Dorf unseren ersten Kaffeehalt in Kroatien. Das Mittagessen genossen wir etwas später in Novi Vinodolski auf einer Terrasse direkt am Meer. Unsere Route führte uns anschliessend noch bis Senj weiter der Adria entlang und dann ins Landesinnere. Die einsame Landschaft mit verlassenen und teilweise vom Krieg beschädigten Häusern stimmte mich während der Fahrt ziemlich nachdenklich. Am späteren Nachmittag erreichten wir in Korenica das Guest House Plitvice Hills, wo wir durch die Gastgeber sehr freundlich mit Kaffee und einem Glas Rakija empfangen wurden. Zum Ausklang des Tages unternahmen wir am Abend einen kleinen Spaziergang und verspeisten das Nachtessen im Restoran Babic.
Nach dem grossartigen Frühstück im Guest House, fuhren wir mit unseren Vespas für einmal ohne Gepäck los und erreichten nach ca. 15 km den Eingang 1 des Nacionalni park Plitvička jezera. Schon auf unseren ersten Metern im Park waren wir enorm beeindruckt von der Schönheit der Seen und Wasserfälle, welche man gut von oben bestaunen konnte. Vom Panoramazug - einem Unimog mit zwei Anhängern - liessen wir uns nun ganz nach hinten zum obersten See chauffieren. Entlang der Seen und vorbei an traumhaften Wasserlandschaften wanderten wir anschliessend bis zur Elektroboot-Station am See Kozjak. Nach der gemütlichen Fahrt über den See und einer kleinen Mittagsverpflegung nahmen wir den restlichen Weg bis zum Eingang zurück unter die Füsse. Aufgrund von Hochwasser konnten wir nicht direkt entlang der Seen wandern und mussten auf eine alternative Route ausweichen. Zum Abschluss unseres Park-Aufenthaltes gönnten wir uns ein Essen im National Restaurant LIČKA KUĆA.
| Road Trip Hrvatska 2016 - Part 1 |
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