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Mittwoch, 28. Februar 2018

Ausflug in den Süden

Am zweiten Februarwochenende zog es mich für ein paar Tage in den Süden. Mittels einer Zugfahrt nach Genève-Aéroport, von dort einem angenehmen Flug mit Easyjet zum Aeropuerto de Barcelona-el Prat und weiter mit dem Flughafenbus erreichte ich fast zehn Jahre nach dem letzten Besuch wieder einmal die katalanische Metropole.

Nach dem Check-in im chicen Hotel Colón direkt bei der Kathedrale folgte ein kleiner Stadtbummel durch das Barri Gòtic bis hinunter zum Maremagnum. Einige Schritte weiter, in der coolen Cupula auf dem Dach des Einkaufszentrum Las Arenas beim Plaça d'Espanya, konnte ich meine Startnummer für den eDreams Mitja Marató abholen. Zum Abschluss des Tages gab es später eine feine Paella im Restaurant Taverna del Bisbe.

Der Samstag stand ganz gemütlich im Zeichen eines Shoppingbummels und dem Besuch des MACBA, wo es unter anderem die sehr interessante Ausstellung «Rosemarie Castoro. Focus at Infinity» zu sehen gab. Das Nachtessen erfolgte an diesem Tag in Form von Tapas bei Taller de Tapas und zum Ausklang stand die Vorstellung des Stücks «De lo invisible y lo innombrable» im Antic Teatre auf dem Programm.

Am Sonntag war bereits früh Tagwache damit ich rechtzeitig mit Tausenden anderen Läufern am Start des Halbmarathons stehen konnte. Bei blauem Himmel und angenehm frischer Temperatur, konnte ich die schöne, von zahlreichen Zuschauern gesäumte Strecke durch Barcelona trotz des Trainingsrückstandes aufgrund der wenige Wochen zuvor erlittenen Sprunggelenkverletzung in etwas mehr als zwei Stunden absolvieren. Zur Belohnung durfte ich anschliessend ein feines Mittagessen im Restaurant La Fonda geniessen und ein bisschen ausruhen.

Ungeachtet des ziemlich ausgeprägten Muskelkaters erfolgte am Montag bei Regenwetter noch eine Sightseeing-Fahrt mit dem Bus in das Innovations-Quartier 22@Barcelona, bevor es später mit dem Bus wieder zum Flughafen und von dort mit Easyjet nach Basel ging.
Barcelona Febrer 2018

Montag, 8. September 2008

Forum, Montserrat und Lichtkunst

Nach einer erholsamen Nachtruhe nahmen wir es am Sonntag ziemlich gemütlich und fuhren mit der Metro bis zur Station El Maresme | Fòrum, wo sich ein Gebäude der berühmten Architekten Herzog & de Meuron befindet. Das dunkelblaue Kongress- und Ausstellungszentrum zeichnet sich durch eine dreieckige, teilweise gelöcherte Form aus. Darin schauten wir uns die beiden spannenden Ausstellungen CIUTAT. BARCELONA PROJECTA und BARCELONA SENSACIONS an, die beide interessante Aspekte der Stadt vermittelten. Zur weiteren Erholung von unseren Expo-Tagen gingen wir anschliessend ganz in der Nähe ein bisschen ins Meer baden und an den Strand liegen. Das Abendessen genossen wir wieder einmal im Restaurant La Fonda und genehmigten uns als Abschluss des Tages noch ein Getränk auf der Plaça Reial.
El Maresme | Fòrum

Am Montag stand dann ein Ausflug zum Benediktinerkloster Montserrat, welches ich schon im letzten Jahr besucht hatte, auf dem Programm. Dieses Mal verzichteten wir auf die Wanderung zur Santa Cova und machten dafür in der Höhe einen herrlichen Spaziergang mit wunderbarer Aussicht zur Eremitenstätte Sant Joan. Nach der Rückkehr in die Stadt Barcelona assen wir im Tragarapid unser feines Znacht.
Monistrol De Montserrat

Bereits am Anreisetag nach Zaragoza hatten wir bei unserem kleinen Bummel zu meiner letztjährigen Wohnung ein Plakat gesehen für eine Ausstellung des Lichtkünstlers Olafur Eliasson. Unterdessen hatten wir uns ein bisschen schlau gemacht und herausgefunden, dass La naturalesa de les cose in der Fundació Joan Miró gezeigt wird, wo wir am Dienstag nun hingingen. Die vom ersten Joan-Miró-Preisträger entworfenen Lichtinstallationen waren wunderbar anzusehen und luden zum Träumen ein. Am Nachmittag bummelten wir dann noch ein bisschen durch die berühmten Einkaufsstrassen Portal de l'Àngel und Carrer de la Portaferrissa und machten ein paar nette Einkäufe ;-)
Am nächsten Tag mussten wir leider unsere Koffer schon wieder packen und mittels Bus, Zug und Flugzeug in die Schweiz zurückreisen.

Donnerstag, 4. September 2008

Expo Zaragoza 2008

Vor einer Woche starteten wir mit dem Zug nach Basel und von dort mit einem SWISS-Flug nach Barcelona in unsere Ferien. Bevor wir von der Estació Sants mit dem AVE nach Zaragoza weiterreisten, hatten wir kurz Zeit das Haus in der Carrer Rocafort anzuschauen, in dem ich letztes Jahr einen Monat wohnte.
Die rund 260 km zwischen der katalanischen und der aragonischen Kapitale bewältigten wir im Hochgeschwindigkeitszug bei Tempi bis zu 300km/h in weniger als zwei Stunden. Doch danach dauerte es ungefähr nochmals so lange bis wir zuerst den Bus in die Nähe des Camping de Zaragoza fanden und danach von der Haltestelle zur Rezeption marschiert waren. Nach Bezug unserer Unterkunft machten wir uns auf wieder Richtung Stadtzentrum, wo wir später in der Alta Taberna del Mono Loco ein paar Tapas zum Znacht verspeisten.

Basel-Barcelona-Zaragoza

Am nächsten Morgen war es soweit und wir fuhren per Bus zum Gelände der Expo Zaragoza 2008, wo wir am Geldautomaten die schon lange bestellten 3-Tagespässe abholen konnten und uns danach in die bunte Welt von Pavillons, Attraktionen und Spektakel stürzten.
Gleich zu Beginn kauften wir uns einen Expo-Zaragoza-Pasaporte, den ich von nun an bei jedem besuchten Pavillon abstempeln lassen konnte. Bereits als dritte Station nach Mexico und Afghanistan besuchten wir den Auftritt der Schweiz. Nach kurzem Anstehen zwischen Hydranten, die als Pfosten für das Leitsystem dienten, gab es zuerst eine Einführung ins Thema der Ausstellung. Im abgedunkelten Raum konnten wir danach die Videoinstallation "Unter dem See" von Max Philipp Schmid, welche auf ein Segel projiziert wird bestaunen, bevor es in einem zweiten Raum eine Bar und weitere Informationen zum Thema gab.
Während dem weiteren Besichtigen der spannenden Auftritte genossen wir das Abendessen im indischen Pavillon. Später schauten wir uns noch am Ufer des Ebro das Nachtspektakel ICEBERG an und schwebten zum Abschluss des Tages mit der Seilbahn über das Gelände.

Expo Zaragoza - Día 1

Am Freitag nahmen wir schon am Morgen die Telecabina Aramon Leitner, um das Areal bei Tag von oben zu sehen. Auch an diesem Tag besuchten wir unzählige interessante Pavillon. Besonderes Glück hatten wir beim Pabellón de España, für den man normalerweise bereits am Morgen ein Billet für ein Zeitfenster holen muss. Als wir etwas hilf- und ratlos herumstanden, drückte uns ein Mann zwei Tickets für die nächste Eintrittsmöglichkeit in die Finger.
Am Abend gönnte ich mir noch ein echtes Nepali Beer, bevor wir erneut mit der Gondelbahn fuhren.

Expo Zaragoza - Día 2

Nachdem es an den ersten beiden Tagen mit Anstehen ganz akzeptabel war, hatten wir am Samstag bereits bei der Ankunft bei Recinto del Expo nach Erblicken der enormen Schlangen am Eingang beinahe einen Schock. Man merkte deutlich, dass einerseits die Expo langsam dem Ende zugeht und andererseits Wochenende war und musste überall viel länger anstehen als bisher gewohnt. Trotzdem konnten wir mit den italienischen, französischen und marokkanischen Pavillons noch ein paar Highlights besichtigen. Auch der von Zaha Hadid gestaltete Pabellón puente und die abschliessende Fahrt in der Kabine übers Areal wird uns noch lange an drei wunderschöne Tage an der Expo 2008 in Zaragoza erinnern.

Expo Zaragoza - Día 3

Am Abend nahmen wir an der Estación Zaragoza Delicias den Talgozug Richtung Barcelona Sants, wo wir vier Stunden später mit der L3 der Metro zum Hotel Peninsular fuhren und dort für die wohlverdiente Nachtruhe eincheckten.

Freitag, 6. Juli 2007

Impressionen aus Barceloneta

Nun habe ich meine letzten Schulstunden auch schon hinter mir und der Tag der Abreise aus Barcelona nach Lissabon rückt immer näher. Da mittlerweile wieder recht anständiges Wetter (sonnig, rund 25°C) herrscht, habe ich mich am Nachmittag entschlossen ein bisschen am Strand und durch Barceloneta zu spazieren und mich langsam von dieser tollen Stadt zu verabschieden.

Das Viertel Barceloneta wurde übrigens im 18. Jahrhundert für eine ärmere Bevölkerungsschicht, welche zuvor in La Ribera wohnte und dem Bau einer Festung (Ciutadella) weichen musste errichtet. Bis vor den olympischen Spielen lebten dort hauptsächlich Fischer und Fabrikarbeiter und die Kriminalitätsrate war relativ hoch. Im Zuge der Stadtrenovierung und des wirtschaftlichen Aufschwungs hat sich auch die Situation in Barceloneta verbessert und heute befindet sich in dieser Umgebung auch der beliebteste Stadtstrand, welcher an sonnigen Tagen sehr gut frequentiert ist.
Impressionen aus Barceloneta

Donnerstag, 5. Juli 2007

Calificación: Notable

Gestern nach dem Unterricht hiess es um 13 Uhr antreten zum Abschluss-Examen. Dieser Test bestand aus drei Teilen (Multiple Choice Grammatik/Vokabular, Textverständnis und Ausdruck/Schreiben eines eigenen Textes). Nachdem ich die Prüfung abgegeben hatte, war ich ziemlich geschafft und hatte irgendwie das Gefühl, dass ich nichts gewusst habe beim ersten Teil, das Textverständnis hingegen erschien mir relativ einfach und den Brief bei Aufgabe 3 habe ich auch irgendwie hingekriegt.

Heute habe ich nun meine Kursbestätigung und die Bewertung des Examens zurückerhalten und bin sehr zufrieden damit :-) Auf der Skala aprobado (+), bien (++), notable (+++) und sobresaliente (++++) erreichte ich ein notable im Niveau B2. Meine persönliche Einschätzung über die Schulzeit deckt sich ziemlich gut mit dem Testergebnis. In meinen Kursen bei der Klubschule in der Schweiz habe ich mir eine Basis zugelegt und konnte dies hier festigen und einige neue Sachen hinzulernen.

Mittwoch, 4. Juli 2007

Die Zeit vergeht wie im Flug

Eben erst bin ich hier in Barcelona angekommen, genoss ein paar freie Tage, begann meinen Sprachkurs und nun habe ich heute bereits mein Abschluss-Examen absolviert und habe nur noch zwei Schultage vor mir, bevor ich nach Portugal weiterreise und heute in einer Woche wieder nach Hause fliege.

Einerseits bin ich sehr froh bald wieder nach Hause zurückzukehren, meine Sabine zu sehen, in meiner Stadt zu sein, andererseits macht es mich auch ein bisschen traurig diese interessante Stadt zu verlassen und eine spannende Zeit hinter mir zu lassen. Ich konnte viele neue Seiten von Barcelona und seiner Umgebung entdecken und bereits Bekanntes erneut erleben. Das Leben in der WG mit Studenten aus aller Welt war auch eine bereichernde Erfahrung. Die Geschichte mit dem dreckigen Geschirr hat sich übrigens gut aufgelöst und alle waschen das dreckige Geschirr meistens unmittelbar nach Gebrauch ab ;-)

In dieser letzten Woche habe ich jeweils am morgen von 9-13h Schule und auch die Professoren haben gewechselt. Anfänglich brauchte es schon ein bisschen Überwindung wieder etwas früher aus dem Bett zu kriechen um pünktlich im Unterricht zu erscheinen, aber nun bin ich ganz froh, auch diesen Rhythmus noch kennenzulernen. Ausserdem habe ich so den Nachmittag zur freien Verfügung und könnte beispielsweise - wenn das Wetter besser wäre, momentan ist es ziemlich bewölkt und nur etwas 20°C warm - an den Strand baden gehen, oder so wie gestern ein bisschen durch die Läden streifen (seit Montag ist hier Sommer-Ausverkauf).

Montag, 2. Juli 2007

Montserrat / Zoo de Barcelona

Letztes Wochenende habe ich wieder zwei faszinierende Seiten von Katalonien und Barcelona entdeckt und kennengelernt.

Am Samstag fuhr ich mit der Metro von Entença zum Plaça d'Espanya und kaufte mir dort ein Transmontserrat-Ticket, welches alles für einen wunderschönen Ausflug zum Benediktiner-Kloster Montserrat, das sich rund 60 km westlich von Barcelona in den Bergen im Herzen Kataloniens befindet, beinhaltet. Pünktlich um 10.36 setzte sich der FGC-Zug der Linie R5 Richtung Manresa in Bewegung. Nach rund einer Stunde Fahrt hiess es in Monistrol umsteigen in die Zahnradbahn, welche die etwa 600m Höhendifferenz bis Montserrat in ca. 20 Minuten überwand. Oben angekommen konnte die Entdeckung dieser für die katalanische Identität wichtigen Stätte - während der Franco-Zeit war hier der Hort des Widerstands, die katalanische Inteligenzija versammelte sich und die Mönche druckten die regimekritische Zeitschrift Serra d'Or im verbotenen Català - beginnen. Neben dem Kloster gibt es eine Basilika, welche wegen dem Bild der Moreneta (schwarze Madonna) für viele ein wichtiger Wallfahrtsort ist und eine audiovisuelle Ausstellung über die Geschichte von Montserrat. Nachdem ich dies alles angeschaut hatte, fuhr ich mit der Standseilbahn hinauf nach Sant Joan, wo auf 1000m über Meer die Geologie dieses Gebirges erklärt wird. Wieder beim Kloster angekommen, machte ich mich via einer zweiten Standseilbahn und einer rund 30minütigen Wanderung auf dem Kreuzweg auf zur Santa Cova, einer Grotte, wo der Legende nach La moreneta gefunden wurde und auch heute noch zu bewundern ist. Danach reiste ich wieder mit Zahnradbahn und Zug zurück nach Barcelona.
Montserrat

Am Sonntagmorgen war ziemlich wechselhaftes Wetter und ich konnte mich zuerst fast nicht entscheiden, ob ich ins MACBA (Museu d'Art Contemporani) oder in den Zoo gehen soll. Ich lief dann einfach mal los Richtung Metrostation und landete nach einmal Umsteigen in Ciutadela | Vila Olímpica, wo sich der Zoo befindet. Ich verbrachte einige Stunden dort und konnte rund 5000 Tiere von über 400 verschiedenen Arten bestaunen. Leider gab es den ehemaligen Star des Zoos von Barcelona, den bislang einzigen bekannten Albino-Gorilla Floquet de Neu (Schneeflocke) nur noch auf Bildern zu sehen, da er im November 2003 rund 40jährig verstorben ist.

Zoo de Barcelona

Donnerstag, 28. Juni 2007

La vida de cada día

Momentan hat sich bei mir hier eine gewisse Alltagsroutine eingeschlichen. Am morgen schlafe ich meistens ein bisschen aus, ab und zu gehe ich joggen, frühstücke und um den Mittag mache ich mich auf den Weg zur Schule um einige Sachen im Internet zu suchen und zu erledigen. Von 15h bis 19h habe ich meine vier Lektionen Spanisch, welche ich jeweils dienstags und donnerstag noch um eine Kulturlektion von 19h bis 20h ergänze. Diese Woche gibt es beispielsweise eine Einführung ins Leben und die Werke von Antoni Gaudí. Danach kehre ich per Bus zurück in die Wohnung und koche mir das Abendessen. Später wird noch ein bisschen TV geschaut (auf Spanisch natürlich) und schon ist wieder ein Tag vergangen.

Letzten Dienstag war ich noch kurz mit meinen Mitbewohnerinnen auf ein Bier im Irisch Pub Michael Collins nahe der Sagrada Familia.

Fürs kommende Weekend weiss ich noch nicht genau was ich unternehmen werde, habe mir aber schon einige Gedanken gemacht. Bisher stehen folgende Aktivitäten zur Auswahl: Ausflug nach Montserrat
, Besichtigung von einigen Gaudí-Gebäuden, welche ich in der Kulturstunde kennengelernt habe oder der Besuch des Zoos. Gerne nehme ich auch weitere Vorschläge entgegen ;-)

Montag, 25. Juni 2007

Barcelona en un fin de semana

Am Samstagmittag fuhr ich mit der Metro von Entença nach Sants Estació um dort den Zug Richtung Flughafen zu nehmen und meine Eltern, welche mit Easyjet aus Basel kamen abzuholen. Leider fuhren diese Züge wegen eines Unfalls oder Bauarbeiten (die spanische Information ist nicht so gut...) nicht und ich erreichte den Flughafen nach einer Fahrt mit dem Ersatzbus mit einiger Verspätung. Dies war aber nicht weiter tragisch, da auch der Flug meiner Eltern nicht pünktlich landete. Nachdem wir uns begrüsst hatten, reisten wir wieder mit dem Bus zum Sants-Bahnhof und erledigten im nahegelegenen H10 Itaca-Hotel das Check-in. Nun konnte also das Programm "Barcelona in einem Weekend" starten ;-) Als erstes stärkten wir uns mit Sandwiches im Joan Miró-Park, bevor wir uns per Metro zum Casa Mila begaben. Die Besichtigung dieses wohl bekanntesten zivilen Bauwerks von Gaudí war sehr eindrücklich. Danach spazierten wir den Passeig de Gràcia und die Rambles runter bis zum Maremagnum, wo wir eine wohlverdiente Häagen Dasz-Glacé genossen. Zum Abendessen gingen wir in eines der aus meiner Sicht besten Restaurants der Stadt - das Attic. Damit war der erste Tag beendet und wir versuchten trotz dem bürgerkriegsähnlichen Geknalle anlässlich der Noche de San Juan ein bisschen erholsamen Schlaf zu kriegen.
BCN en 1 fin de semana - Teil 1

Den Sonntag starteten wir mit dem Besuch von Gaudís unvollendetem Tempel La Sagrada Família inklusive Liftfahrt auf einen der rund 80m hohen Türme. Von dort gingen wir weiter zu meinem persönlichen Favoriten in Barcelona, dem Park Güell. Weil so herrliches Wetter war, beschlossen wir nun via FGC (Eisenbahn der katalanischen Generalität), Tramvia Blau (restauriertes Tram von anno dazumal) und Standseilbahn auf den rund 500m hohen Aussichtsberg Tibidabo zu gehen. Von dort oben hatten wir einen ausgezeichneten Überblick über die Stadt und ins Hinterland bis zum Felsmassiv Montserrat. Zum Nachtessen begaben wir uns wieder runter in die Stadt auf eine Restaurantterasse an den Ramblas. Vor der Rückkehr ins Hotel, resp. die Wohnung genehmigten wir uns noch einen Schlummertrunk auf der Plaça Reial.
BCN en 1 fin de semana - Teil 2

Zum Ausklingen besuchten wir am Montagmorgen noch das Olympiastadion auf dem Montjuïc und spazierten von dort gemütlich runter zum Plaça d'Espanya, bevor wir uns später bei meiner Wohnung verabschiedeten und meine Eltern Richtung Flughafen und ich zum Unterricht in die Schule gingen.

Donnerstag, 21. Juni 2007

Paseo por el Barrio Gótico con Pepe

Am Mittwoch abend stand wieder ein Spaziergang mit Pepe auf dem Programm. Bei diesen gemütlichen Ausflügen erfährt man immer viel spannendes und interessantes Wissen über verschiedene für Barcelona mehr oder weniger wichtige Gebäude. Dieses Mal führte uns ein kurzer Fussmarsch ins gotische Viertel in der Altstadt, wo wir unter anderem die Kathedrale, den Königspalast und die Gebäude der katalanischen und der Stadtregierung sahen.

Paseo con Pepe 2

Mittwoch, 20. Juni 2007

Català

Neben meinen üblichen vier Lektionen Spanisch (korrekt wäre eigentlich: Castellano), habe ich gestern abend zusätzlich noch meine erste Lektion Català besucht. Die katalanische Sprache wird aktuell von ca. 9 Millionen Leuten in Catalunya, País Valencià, Illes Balears (Espanya), Andorra, Alguer (Sardenya, Itàlia) und Catalunya del Nord (departament dels Pirineus Orientals, França) gesprochen. Als erste Schritte haben wir gelernt, wie man sich begrüsst, vorstellt und verabschiedet.
  • Com et dius? (Wie heisst du?)
  • Em dic Marc. (Ich heisse Marc.)
  • D'on ets? (Von wo kommst du?)
  • Sóc de Suïssa. (Ich bin aus der Schweiz)

Auch wenn einige es sicher nicht für möglich gehalten haben, habe ich auch heute morgen wieder meine Joggingschuhe geschnürrt, das Schweizer-Nati-Dress angezogen und bin erneut ein paar Minuten und Kilometer durch Barcelona und den Joan-Miro-Park gejoggt.

Dienstag, 19. Juni 2007

Hamburguesa con arroz, patatas y zanahorias

Gestern begann ich in der Schule mit der zweiten Woche. Unsere Klasse wurde ein bisschen kleiner, da unter anderem zwei Amerikanerinnen im Rahmen eines Rundereiseprogrammes der Schule an einen anderen Ort (Madrid oder Salamanca) gewechselt haben. In der Wohnung hat sich mittlerweile ein guter Umgang mit dem Geschirr eingependelt: jede/r wäscht mehr oder weniger unmittelbar nach Gebrauch ab. Ansonsten sieht man sich eigentlich recht wenig, weil meine Mitbewohnerinnen alle in eine andere Schule als ich gehen und dort wohl einen anderen Stundenplan haben. Für das Nachtessen habe ich mir folgendes Menü gekocht:
Zutaten (für 1 Person):

2 Kalbshamburger / hamburguesas de ternera
1 grosse Kartoffel / patata grande
2 Karotten / zanahorias
1 Tasse Reis / taza de arroz
Salz / sal
Kümmel / comino
Olivenöl / aceite de oliva

  1. Die Kartoffel und die Karotten schälen, in kleine Stücke schneiden und im gesalzenen Wasserbad mit Olivenöl ca. 15 Minuten garen.
  2. Den Reis mit 2 Tassen Wasser und wenig Salz aufkochen bis das Wasser verdunstet ist. Danach mit wenig Kümmel verfeinern.
  3. Die Hamburger im Olivenöl beidseitig braten.
  4. Alles auf einem Teller anrichten, servieren und mit einem Glas Tinto Los Molinos aus Valdepeñas D.O. geniessen.

¡
Que te aproveche!

Montag, 18. Juni 2007

Jogging und Fotos vom Weekend

Heute morgen bin ich für spanische Verhältnisse einigermassen früh aufgestanden und habe mich ein bisschen sportlich betätigt. Zuerst joggte ich ein paar Häuserblocks die Stadt runter zum Parc de Joan Miró, wo ich zwei Runden drehte und dann wieder zurück nach Hause für eine erfrischende Dusche und das wohlverdiente Frühstück.

Da ich nun wieder in der Schule mit meinem Laptop online gehen kann, folgen hier noch die Bilder von den Ausflügen am Wochenende:

Montjuïc: Estadi Olimpic y MNAC
L'aquàrium

Sonntag, 17. Juni 2007

L’Aquàrium

Da heute erneut einige Wolken am Himmel standen, habe ich meinen Tibidabo-Ausflug nochmals verschoben und bin stattdessen zum Hafen oder genauer gesagt zum Vergnügungsviertel Port Vell, wo sich unter anderem ein grosses Imax-Kino mit insgesamt acht Kinosälen befindet, gefahren. Mein Ziel war das wichtigste mediterane Forschungs- und Unterhaltungszentrum L'Aquàrium. In rund 20 Becken gab es die unterschiedlichsten Pflanzen und Lebewesen des Meeres zu bestaunen und als sehr eindrückliche Hauptattraktion konnte man sich auf einem automatischen Laufband in einem Tunnel durch ein riesiges Wasserbecken mit allerlei Meeresbewohnern (u. a. auch Haie) bewegen.

Im Anschluss an diesen interessanten Besuch gönnte ich mir im angrenzenden Einkaufstempel Maremagnum eine leckere Häagen-Dazs-Glace mit den Aromen "Dulce de Leche" und "Vanilia-Caramel-Brownie".

Heute abend werde ich es mir wohl vor dem TV-Gerät gemütlich machen und die spannende Entscheidung in La Liga verfolgen. Força Barça!

Samstag, 16. Juni 2007

Museu Nacional d'Art de Catalunya

Da heute ein bisschen bewölkt ist, habe ich mein ursprüngliches Vorhaben auf den Tibidabo zu fahren verschoben und stattdessen führte mich mein heutiger Ausflug mit der Metro zum Plaça d'Espanya und von dort mit dem Bus Nr. 50 hinauf auf den Montjuïc, wo ich zuerst einen Blick ins Olympiastadion Estadi Olimpic Lluis Companys warf und dann weiter zum Museu Nacional d'Art de Catalunya (MNAC) ging. Mit meiner Studentenkarte von der Sprachschule profitierte ich von einem verbilligten Eintritt und schaute mir drinnen rund 1000 Jahre katalanischer Kunst angefangen bei barocken Kirchenmalereien bis hin zu den Modernisme-Möbelstücken von Antoni Gaudí und surrealistischen Gemälden von Pablo Picasso. Die ganze Sammlung ist sehr eindrücklich und interessant zum Besichtigen. Von ausserhalb des Palau Nacional, in dem sich das MNAC befindet hat man eine wunderschöne Aussicht über grosse Teile der Stadt.

Freitag, 15. Juni 2007

La lavadora funciona

Nachdem ich gestern abend im ECI (El Corte Inglès) unter anderem auch ein Waschmittel gekauft habe, wollte ich heute morgen ein erstes Mal meine Kleider waschen. Die Maschine steht in der Wohnung in einem kleinen Waschzimmer, in dem es auch noch ein Bügeleisen mit Bügelbrett hat. Einzige Gebrauchsanweisung der Maschine war, dass man vor dem Öffnen drei Minuten warten soll. Ich habe meine Kleider und das Waschmittel dann einfach mal eingefüllt und die Türe geschlossen. Danach drehte ich den einen Schalter auf ein Symbol, das so ähnlich aussah, wie dasjenige für 40° bei uns und drückte den roten Knopf und - juhu! - die Maschine startete. Rund eine Stunde später konnte ich dann nach dreiminütiger Wartezeit die Türe öffnen und meine gewaschenen Kleider rausnehmen. :-)

In der Schule kommen wir gut vorwärts, neben der Grammatikpaukerei reden wir sehr viel. Der ganze Unterricht ist sehr praxisbezogen und wir sprechen über aktuelle Themen und benützen dabei zeitweise auch jerga, den spanischen Slang.

Donnerstag, 14. Juni 2007

Schulalltag und Paseo con Pepe

Der zweite Schultag war viel angenehmer. Wir befassen uns momentan mit oraciones de relativo und pronombres y adverbios relativo. Da dies für alle Studenten neu ist, gehen wir in einem Tempo vorwärts, in dem auch ich folgen kann. Mittlerweile bin ich ganz froh über die Einteilung in den B2-Kurs, so kann ich wohl am besten profitieren. Unterrichtet wurden wir erneut zuerst von Paco und danach von David.

Paseo con Pepe

Am Abend des dritten Schultages nahm ich an einer kulturellen Aktivität der Schule teil. Der von Pepe, einem 60jährigen profesor aus Léon, geleitete Ausflug führte uns zuerst mit der Metro zum Plaça d'Espanya. Dort erläuterte uns Pepe sehr interessantes geschichtliches und gesellschaftliches Wissen über diverse Gebäude wie z.B. den Pavillon Mies van der Rohe und der Palacio Nacional (beide von der Weltausstellung 1929) oder die renovierte Fabrikhalle Casaramona, welche heute das CaixaForum, die gemeinnützige Stiftung (Obra social) der Bank Caixa beherbergt.

Dienstag, 12. Juni 2007

La clase estaba muy dificil

Der Start des Unterrichts gestern war sehr hart! Ich bin in einen B2-Kurs eingeteilt worden (in der Schweiz war ich irgendwo in der Mitte des B1) und habe im ersten Teil des Kurses beinahe nichts begriffen, was da erzählt wurde. Nach der 30minütigen Pause bekamen wir dann einen anderen profesor namens David und auch ich verstand etwas und konnte mich am Unterricht beteiligen.

Die Klasse besteht aus insgesamt acht Leuten. Drei davon kommen aus den USA, sowie je eine Person aus Norwegen, Deutschland, Holland und China und ich.

Montag, 11. Juni 2007

La primera vez en la escuela

Heute hiess es früh aufstehen, ein kleines Frühstück (Kellogg's All Bran) essen und sich dann auf den Weg zur nächstgelegenen Metrostation Entença machen. Dort nahm ich die blaue L5 bis Diagonal, wo ich auf die grüne L3 wechselte und zum Passeig de Gràcia weiterfuhr. Nach einer kurzen Wartezeit war es dann auch schon so weit und die neuen Schüler mussten einen schriftlichen Einstufungstest, sowie ein kurzes Gespräch absolvieren und wurden entsprechend ihren Kenntnissen in eine Klasse eingeteilt. Mein Kurs findet erst am Nachmittag zwischen 15.00 und 19.00 Uhr statt. Das ist ein bisschen schade, weil ich so eigentlich die meisten kulturellen Akitivitäten der Schule, welche nachmittags stattfinden verpasse. Aber gemäss Schulleiter ist es vielleicht möglich ab Mittwoch zu wechseln.

Sonntag, 10. Juni 2007

Die Wohnung an der c/Rocafort

Nach dem letzten Frühstück im Hotel Peninsular begab ich mich heute gegen Mittag zur Schule, um den Schlüssel für mein Zimmer abzuholen. Nachdem mir die Dame am Empfang zuerst einen Schlüssel für ein Zimmer im Schulgebäude gab, erhielt ich doch noch den Richtigen für die gebuchte Wohnung an der Carrer Rocafort.

Danach machte ich mich sofort auf in die Wohnung um mich für die nächsten vier Wochen zu installieren. Das Zimmer ist eher klein, aber sauber und mit einem Bett, Pult und Schrank ausgestattet. Bisher habe ich in der Wohnung noch zwei Mitbewohnerinnen angetroffen und im Salon und der Küche herrscht ein bisschen Unordnung (leere Flaschen, dreckiges Geschirr), aber dies ist wohl normal für eine Wohngemeinschaft... ;-)