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Freitag, 30. März 2018

Gemütliche Geschichtskunde in der Natur

Am vergangenen Sonntag entschieden wir uns spontan unsere diesjährige Wandersaison zu eröffnen. Um eine geeignete Route zu finden, blätterten wir im praktischen, von den Berner Wanderwegen herausgegebenen Wanderbuch Berner Jura-Bielersee-Seeland und wurden recht schnell fündig. Unsere Wahl fiel auf eine rund dreieinhalbstündige Tour mit Startort Täuffelen. Nach der Anreise mit dem BTI-Bähnli marschierten wir anfänglich vorwiegend auf Teerbelag los und durchquerten die Dörfer Täuffelen und Epsach, bevor wir später in den Wald einbogen. Auf angenehmen Pfaden ging es relativ flach und begleitet von Vogelgezwitscher und Froschgequake durch herrliche Natur bis St. Niklaus und weiter nach Jens. Hier folgte ein nahrhafter Anstieg zum Jäissberg, bevor wir erneut durch Waldgebiet vorbei an Zeugen vergangener Zeiten wie der Chnebelburg und dem Keltenwall die gallo-römische Tempelanlage Petinesca erreichten. Nachdem wir uns dort ein wenig umgesehen hatten, folgte der Abstieg - teilweise etwas steil und weglos - nach Aegerten, wo wir nach kurzer Wartezeit ins Postauto, welches uns zurück nach Biel brachte, einsteigen konnten.
Wanderung: Täuffelen - Aegerten

Sonntag, 5. Juni 2016

Road Trip nach Kroatien - Teil 3

Den nächsten Tag begannen wir mit einem gemütlichen Frühstück auf der Terrasse eines Cafés in der Nähe unseres Apartments. Frisch gestärkt begaben wir uns zum imposanten Amphitheater und starteten unseren Rundgang oberirdisch durch die riesige Arena, die erstaunlich gut erhalten ist. Zum Abschluss der Besichtigung besuchten wir im Untergeschoss die interessante Ausstellung über Weinbau in Istrien und die Geschichte der Herstellung und Verwendung von Amphoren. Weiter spazierten wir gemütlich durch die Gassen der Stadt. Nach dem Mittagessen sattelten wir unsere Vespas und fuhren die rund 20 km gegen Süden zum einsamen Kap Kamenjak. Da der Weg immer schlechter befahrbar wurde, stellten wir unsere fahrbaren Untersätze ab und unternahmen eine kleine Wanderung entlang der Küste in dieser geschützten Landschaft mit einer faszinierenden Pflanzenwelt. Vor der Rückreise nach Pula machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp in der Safari Bar, einem romantischen Ort in und unter Schilfpflanzen. Unser Abendessen genossen wir im Restaurant Kantina und liessen später den Tag mit dem Bestaunen von tollen Lichtinstallationen anlässlich des Visualia Festivals ausklingen.

Am Freitag hiess es für uns erneut alles zusammenpacken und leider bei Regen die nächste Strecke unter die Räder zu nehmen. Um uns ein bisschen zu trocknen und für ein feines Mittagessen kehrten wir in der Taverna Marea in Lovrečica ein. Wenig später erreichten wir ziemlich durchnässt unser Quartier für die kommende Nacht. Nach dem Check-in im Hotel Meliá Coral konnten wir uns bei einem Aufenthalt im Wellness-Bereich etwas von den Strapazen des Tages erholen. Zum Abschluss des Abends unternahmen wir noch einen kleinen Spaziergang in der Umgebung und kamen unter anderem bei einem Biker-Festival vorbei.

So langsam aber sicher, mussten wir nach diesen tollen und erlebnisreichen Tagen an die Fahrt nach Hause denken. Da die Wetterprognosen weiterhin nicht allzu gut waren, wollten wir genügend Zeit dafür einrechnen. Nach dem Frühstück und Check-out fuhren wir los durch Istrien, durchquerten in der Nähe von Koper Slowenien und erreichten wieder Italien. Bei wunderbarem Sonnenschein konnten wir in Triest auf einer Terrasse unser Mittagessen zu uns nehmen. Im Verlaufe des Nachmittags verschlechterte sich das Wetter jedoch wieder und der Regen setzte ein, so dass wir in Castelfranco Veneto genug hatten und ziemlich durchnässt im Hotel Fior ein Zimmer bezogen. Zur Aufheiterung wurden wir im zugehörigen Restaurant mit einem sehr leckeren Nachtessen und freundlichem Service verwöhnt.

Den Sonntag verbrachten wir bei trockenem Wetter mit der Fahrt durch Venetien und die Lombardei. Wir machten lediglich kleine Zwischenstopps, um zwischendurch ein bisschen den Körper durchzustrecken, den Tank der Vespas zu füllen oder mit einem Kaffee die Konzentration wieder zu erhöhen. So kamen wir gut vorwärts und erreichten gegen Abend Como, wo wir wenig später die Grenze zurück in die Schweiz passierten. Unsere Etappe ging dann noch weiter bis nach Bellinzona, wo wir im Hotel Garni Liberty vollautomatisch in unser Zimmer einchecken konnten. Den letzten Abend unseres coolen Road Trips verbrachten wir bei einem Glas Wein und resümierenden Gedanken im Woodstock Music Pub gleich neben dem Hotel.

Und dann war auch schon der letzte Tag angebrochen. Einigermassen früh verspeisten wir ein kleines Frühstück und machten uns auf, um den Gotthard-Tunnel möglichst ohne Stau zu durchfahren. Dieser Plan funktionierte tiptop und wir konnten tatsächlich ohne auch nur stockenden Kolonnenverkehr zu erleben das Gotthardmassiv gen Norden unterqueren. In der Raststätte Luzern Neuenkirch machten wir unseren Mittagsrast - natürlich inklusive obligater Erdbeertorte ;-) - und verliessen anschliessend die Autobahn, um die restliche Strecke bis nach Hause über Landstrassen zu fahren. Glücklich und zufrieden über intensive, eindrucksvolle und zum Glück unfallfreie Tage erreichten wir am späteren Nachmittag unser Domizil.
Road Trip Hrvatska 2016 - Part 3

Sonntag, 3. April 2016

Durch Schnee und Klus

Ostersamstag, schönes Wetter - ideale Bedingungen für eine tolle Wanderung. Mit dem Zug fuhren wir nach St-Imier, wo wir im vergangenen Herbst unsere Wandersaison beendeten. Genau zur Mittagszeit liefen wir los auf der nächsten Etappe des Trans Swiss Trails. Zuerst durch das Uhrmacherstädtchen und bald schon über Felder und entlang von Wäldern. Auf flachen oder höchstens sanft ansteigenden Wegen konnten wir unsere Muskeln wieder ans Marschieren gewöhnen. Als wir nun warmgelaufen waren, begann auch schon der immer steilere Anstieg Richtung Le Bec à l'Oiseau, wo auf knapp 1200 Meter über Meer doch noch eine Schicht Schnee lag. Glücklicherweise führte der Weg hier zumeist über asphaltierte Strassen, so dass wir nur wenige hundert Meter über schneebedeckte Felder wandern mussten. Nachdem wir den höchsten Punkt des Tages passiert hatten, hiess es langsam wieder etwas absteigen. Der Weg führte uns durch die schattige Klus Pertuis zur Ebene bei Les Vieux-Prés und weiter nach Chézard im schön grünen Val de Ruz. Die Wartezeit bis zur Abfahrt des Busses, der uns nach Neuchâtel brachte, nutzen wir zum Bestaunen der schönen Moto-Guzzi-Modelle im Schaufenster einer Motorrad-Garage. Bei besten Bedingungen konnten wir so also einen herrlichen Auftakt zur diesjährigen Wandersaison erleben und freuen uns bereits auf weitere Kilometer in der freien Natur.
Wanderung: St-Imier - Chézard

Sonntag, 20. März 2016

Schöne Natur - Kaltes Wetter

Vor einer Woche wollten wir wieder einmal ein paar Schritte durch die Natur machen. Dazu fuhren wir mit dem Zug nach Aarberg und starteten dort die Wanderung auf dem Alte Aare Weg. Nach den ersten Schritten durch das Städtchen Aarberg und seine Aussenquartiere erreichten wir bald die Alte Aare und konnten ihr durch herrlich ruhige und schöne Waldabschnitte folgen. Unterwegs kamen wir unter anderem an zwei Abwasserreinigungsanlagen, einer Kartbahn und wunderschönen Moorlandschaften vorbei. In Lyss gingen wir auch an einem Feld vorbei, auf dem gerade eine Partie Hornussen im Gange war. Etwas später stärkten wir uns bei immer kühleren Temperaturen mit unserer mitgetragenen Verpflegung und dem warmen Tee aus der Thermosflasche. Da die Kälte durch den aufkommenden Wind immer schlimmer wurde, entschieden wir uns in Busswil die Wanderung zu beenden und mit dem Zug nach Hause zurück zu fahren.
Wanderung: Aarberg - Busswil

Sonntag, 31. Januar 2016

Projekt Everyday IPA - die Fortsetzung

Seit dem Beginn meines Projektes Everyday IPA sind unterdessen schon ein paar Wochen vergangen. Da das Resultat absolut trinkbar war, der Brauvorgang selbst jeweils ein paar anregende Stunden in der Küche garantiert und auch die ganze Recherche zum Thema Selber-Bierbrauen interessant ist, sind unterdessen insgesamt schon acht Sude gekocht, vergärt und in Flaschen abgefüllt worden. Während der neunte Batch sich zur Zeit gerade im Fermentierungskrug befindet und in ein paar Tagen ebenfalls abgefüllt werden kann. Bisher wurden in unserer Küche folgende Biere hergestellt:


  • Everyday IPA
  • Bio Pale Ale
  • Bio Weizen Edelweiss
  • Chestnut Brown Ale
  • Kloster Dinkel
  • Coffee Porter
  • Bel-Gin Strong
  • Citrus Gose
Aufgrund des bisherigen guten Gelingens und der Freude an diesem Hobby, werde ich in kommender Zeit sicherlich weiterhin regelmässig Sude aufsetzen und zu Bier verarbeiten. Zudem ist es jeweils ebenfalls faszinierend die vergärten Endprodukte zu probieren und geniessen! Santé!

Sonntag, 15. November 2015

Tolle Schritte durch die Freiberge

Da wir in der vergangenen Woche Ferien hatten und sich das herbstliche Wetter von seiner besten Seite zeigte, nahmen wir zwei Etappen auf dem Trans Swiss Trail unter die Füsse. Nachdem wir im Frühling im Tessin unterwegs waren, setzten wir dieses Mal unsere Strecke im Jura, wo wir vor rund einem Jahr bereits die ersten beiden Teilstücke absolvierten, fort. Nach der Anreise per Zug und Postauto via St-Ursanne nach Soubey, marschierten wir zuerst ein paar Meter dem Doubs entlang, über einen Hügel, der vom Fluss umflossen wird und weiter bis zur roten Hängebrücke in Clairbief. Nach einem erfolglosen Abstecher zu einem Restaurant, welches am Montagmorgen leider noch geschlossen war, erreichten wir bald schon die Moulin Jeannottat und begannen von dort mit dem Aufstieg Richtung Hochplateau der Freiberge. Das schweisstreibende Erklimmen der Höhe lohnte sich, konnten wir doch bald schon über schöne Juraweiden und durch typische Juradörfer marschieren. Einige Kilometer später trafen wir zwei freiwillige Helfer von Jura Rando, die sich gerade auf einer Tour zur Instandhaltung der Wege befanden. Nach einem kurzen Schwatz zogen wir weiter und erreichten kurz darauf unser heutiges Ziel in Saignelégier, von wo wir wieder per Zug nach Hause fuhren.
Wanderung: Soubey - Saignelégier

Am Mittwoch lockte uns das wunderbare Wanderwetter nochmals raus in die Natur. Frühmorgens reisten wir nach Saignelégier, um unser Trans Swiss Trail-Abenteuer fortzusetzen. Zuerst kamen wir an der Halle des Marché Concours vorbei und erreichten nach einem Marsch über Feldwege und entlang einer Hauptstrasse etwas später das Dorf Les Emibois, wo wir uns im Tea-Room der Bäckerei Au Pain d'Antan eine kleine Pause gönnten und ein sehr feines Brot kauften. Frisch gestärkt zogen wir weiter, durchquerten bald Les Breuleux und marschierten bei blauem Himmel und Sonnenschein über wunderschöne Juraweiden mit den typischen Tannen gegen den Mont Soleil zu. Auf einer Bank liessen wir uns nieder zum Mittagessen und genossen anschliessend die wärmende Sonne, bevor wir das letzte Stück inklusive dem rüden Abstieg nach St-Imier unter die Füsse nahmen. Zufrieden bestiegen wir dort den Regio Express, der uns zurück nach Biel brachte. Mit diesen beiden Wanderungen haben wir nun vermutlich die diesjährige Wandersaison abgeschlossen und freuen uns dann im nächsten Jahr wieder einige Kilometer mit eigener Muskelkraft zurückzulegen.
Wanderung: Saignelégier - St-Imier

Dienstag, 10. November 2015

Herbstliches Weekend im Bündnerland

Vor etwas mehr als zwei Wochen, hatten wir das Vergnügen einen Ausflug ins schöne Bündnerland zu unternehmen. In aller Frühe bestiegen wir am Samstagmorgen in Biel den Zug und reisten via Zürich nach Tiefencastel, wo wir von meiner Schwester und ihrem Freund abgeholt wurden. Gemeinsam fuhren wir mit dem Auto nach Savognin, erledigten die Einkäufe beim Metzger, Bäcker und in der Käserei und richteten uns in der Ferienwohnung ein. Danach machten wir uns auf den Weg Richtung Alp Flix. Nachdem wir das Auto parkiert hatten, wanderten wir durch die schöne Gras- und Moorlandschaft bis zu den Lais da Flix, wo wir uns am Ufer bei einem Tisch mit Bänken zum Mittagshalt niederliessen. Als wir uns genug lange an den Sonnenstrahlen geweidet hatten, marschierten wir wieder zum Auto und kehrten zur Wohnung zurück. Am späteren Nachmittag genossen wir ein leckeres Raclette, bevor am Abend der Besuch des Eishockey-Matches zwischen dem HC Davos und dem EHC Biel-Bienne in der Davoser Eishalle auf dem Programm stand.

Am Sonntag unternahmen wir nach Ausschlafen, Schwimmen im Hallenbad und einem gemütlichen Frühstück einen Spaziergang um den Badesee Lai Barnagn. Den Rest des Tages verbrachten wir mit einer ausgedehnten Shopping-Tour im Designer Outlet in Landquart, bevor gegen Abend bereits wieder die Heimreise mit dem Zug anstand. Das war ein kurzes, aber tolles Weekend in einer schönen Ecke der Schweiz.
Weekend im Bündnerland

Sonntag, 11. Oktober 2015

Projekt Everyday IPA

Seit dem erfolgreichen Abschluss meiner Bachelor-Ausbildung verfüge ich über etwas mehr Freizeit und versuche diese mit verschiedenen Projekten zu nutzen. Eines dieser Vorhaben ist selber Bier herzustellen, etwas das ich schon seit Jahren gerne einmal machen wollte. Dafür habe ich mir einen Beer Making Kit vom Brooklyn Brew Shop bei Alabama gekauft. Ein solches Set beinhaltet einen 1-Gallon-Fermentierungs-Behälter, Thermometer und die Zutaten (Malz, Hopfen und Hefe) für eine Ladung Bier, in meinem Fall für die Sorte Everyday IPA. Somit startete ich also am Samstagnachmittag mit dem Zubereiten der Maische. Nach rund einer Stunde bei vorgegebener Temperatur folgte das sogenannte Läutern, d.h. Filtern damit nur noch die Flüssigkeit übrig bleibt. Nächster Schritt war das Würzekochen bei dem während einer Stunde bei leichtem Sieden und unter regelmässigem Umrühren der Hopfen beigegeben wird. Anschliessend wurde das zukünftige Bier auf ca. 20° C gekühlt, in den Fermentierungs-Krug eingefüllt und mit der Hefe versetzt, bevor nun die Gärungsphase folgt. Nun gilt es also abzuwarten und über das Resultat dieses Projekts werde ich in einigen Wochen berichten können.
Projekt Everyday IPA

Montag, 22. Juni 2015

Musisches Festival

Am ersten Juni-Wochenende war auf dem ehemaligen Expo-Gelände in Nidau ein Grossanlass angesagt. Für das Sonisphere Festival wurden rund 40'000 Besucher und die folgenden Bands erwartet:
Am früheren Nachmittag machten wir uns deshalb auf in Richtung Nidau. Zuerst zum Lago Lodge für ein feines Seeland Bräu und dann hinein ins Festivalgelände, wo bereits Bonaparte mit ihrem charismatischen Frontmann Tobias Jundt am spielen waren. Später folgten bei herrlich sonnigem Wetter die rockigen Schweden The Hives. Die anschliessende Verpflegungspause fiel ein bisschen länger aus als geplant, da sich aufgrund des grossen Andrangs bei allen Essständen lange Schlangen bildeten. Frisch gestärkt hörten wir uns anschliessend den Rest des Konzerts der Amerikaner Incubus an. Danach war es Zeit für das Highlight des Abends mit den Briten Muse. Im Vergleich zum Auftritt in Bern vor zwei Jahren war die Bühnenshow viel weniger aufwändig, die Musiker um den Gitaristen und Sänger Matthew Bellamy konnten aber mit tollem Sound und trotzdem einigen Special Effects überzeugen.

Sonntag, 1. März 2015

Wurst zum Winterende

Zum Abschluss des meteorologischen Winters stand am letzten Februartag für uns nochmals der Genuss von Treberwurst auf dem Programm. Zu diesem Zweck besammelten wir uns mit Freunden, Familie und Bekannten kurz vor 17 Uhr am Bahnhof Biel, wo wir den Zug nach Tüscherz bestiegen. Nach wenigen Minuten Fahrt konnten wir bereits wieder aussteigen und die kurze Strecke bis zum Wybuur Rüfenacht spazieren. Dort angekommen wurden wir begrüsst und mit einem Glas 2014er-Chasselas direkt aus dem Fass willkommen geheissen. Nach ein paar einführenden Worten zur letztjährigen Traubenernte durften wir an den Tischen im Weinkeller Platz nehmen.
In gemütlicher und geselliger Atmospähre wurde uns bald schon die Treberwurst aufgetischt, welche wir mit verschiedenen Salaten geniessen konnten. Dazu tranken wir einen sehr angenehmen, leichten Pinot noir aus der hauseigenen Produktion. Nach einigen Scheiben Wurst, feinem Salat und angeregten Gesprächen erhielten wir zum Dessert für die Aktivierung der Verdauung ein Sorbet serviert. Anschliessend fuhren wir nach Biel zurück und liessen den Abend in gemütlicher Runde im pooc ausklingen.

Sonntag, 22. Februar 2015

Bier, Motoren und Würste - Teil 2

Den Samstag begannen wir mit einem feinen Frühstück im Hostel und anschliessend etwas Shopping im Olympia-Einkaufszentrum. Danach war es bereits Zeit für ein kleines Mittagessen. Frisch gestärkt liessen wir uns nun mit dem Lift rund 190m hinauf auf den Olympiaturm fahren und konnten von dort eine tolle Aussicht über München geniessen. Leider war es etwas dunstig, so dass man nicht bis zum Stadtrand und schon gar nicht bis zu den Alpen blicken konnte. Am Nachmittag entschieden wir uns für den Besuch des BMW Museums. In diesem von aussen unkonventionellen Gebäude konnten wir uns in einer interessanten Ausstellung mit der Geschichte der Bayerischen Motoren Werke vertraut machen und in die Welt der "Freude am Fahren" eintauchen. Zum Ausklang des Tages zeigte ich Sabine die Lokale, welche ich vorher bereits mit den Studienkollegen besuchte und so genossen wir das Abendessen im Weissen Bräuhaus und einen Schlummer-Trunk im Hofbräuhaus.
Am letzten Tag unserer Reise machten wir trotz kühlem und nebligem Wetter einen Innenstadtspaziergang vom Karlsplatz (Stachus) zum Marienplatz, wo wir das Glockenspiel am Neuen Rathaus bestaunten und weiter bis zum Odeonsplatz. Den Rest des Tages verbrachten wir beim Entdecken von Kunstwerken, Architektur und Design aus dem 20. und 21. Jahrhundert in der Pinakothek der Moderne. Danach war es leider bereits Zeit die bayerische Kapitale zu verlassen und wir fuhren per Fernbus vom ZOB via Friedrichshafen und Bodenseefähre zurück nach Zürich und mit dem Zug heim nach Biel.
München 2015 - Teil 2

Samstag, 21. Februar 2015

Bier, Motoren und Würste - Teil 1

Vergangene Woche stand eine Studienreise für das Fach Public Management International auf dem Programm. Zielort war die bayerische Landeshauptstadt München. Zu diesem Zweck hiess es am Mitwoch morgen sehr früh den Zug Richtung Zürich nehmen und dort beim Carpark Sihlquai in den Bus der MeinFernbus-Linie 006 Richtung Salzburg einzusteigen. Nach einer direkten Fahrt erreichten wir nicht ganz vier Stunden später den ZOB München, von wo wir uns zu unserem Hostel Euro Youth Hotel begaben. Am Nachmittag folgte ein Besuch mit Führung und Vorträgen bei der Bayerischen Staatskanzlei und den Abend liessen wir genussvoll im Weissen Bräuhaus bei deftigem Essen und im weltbekannten Hofbräuhaus bei einer Mass ausklingen.
Am Donnerstag morgen hatten wir Treffpunkt in einem Hörsaal der TU München für einen interessanten Vortrag der NGO Transparency International zum Themenbereich Korruption und deren Vermeidung. Den Nachmittag verbrachten wir mit einer eindrücklichen Führung durch das BMW Werk, einem Spaziergang durch den Olympiapark und Vorträgen zu Compliance und den Einstiegsmöglichkeiten bei BMW. Das Nachtessen genossen wir im Ristorante Ca'd'oro und gönnten uns danach erneut eine Mass zum Abschluss des Tages.
Den letzten Tag der Studienreise starteten wir mit einer Fahrt mit U-Bahn und Bus zu einer Location etwas ausserhalb vom Stadtzentrum zum Standort des BioTech-Clusters BioM. Auch hier durften wir erneut spannende Vorträge einerseits über Biotechnologie und den Münchner Cluster, sowie andererseits über die Regulatorien in diesem Bereich hören. Danach ging es zurück in die Stadt und ins Weisse Bräuhaus fürs Mittagessen, bevor der offizielle Teil abgeschlossen war. Anschliessend begleitete ich einen Teil der Gruppe zum ZOB, von wo sie die Heimreise antraten und holte dort Sabine ab, die für das Weekend nach München kam. Nach Bezug unseres neuen Zimmers im Hostel besuchten wir die BMW Welt und bestaunten dort die Autos und Motorräder aus bayerischer Produktion, bevor wir fürs Abendessen in den Augustiner-Keller gingen, wo ich den Grossen Würstlteller kostete.
München 2015 - Teil 1

Montag, 9. Februar 2015

In der Loipe zu den Bisons

In den letzten Jahren haben sich meine Wintersportaktivitäten auf einige Abfahrten mit dem Schlitten und ein paar Wanderungen im Schnee beschränkt. Doch am vergangenen Wochenende wollten wir mal wieder etwas Neues ausprobieren. Wir begaben uns also am Sonntag Vormittag ganz in unserer Nähe zur Bushaltestelle Bellevue und warteten dort mit einigen andern Wintersport-Interessierten auf den Bus der Linie 70. Mit etwas Verspätung fuhr bald ein bereits vollgefüllter Bus vor, der jedoch glücklicherweise von einem zweiten noch leeren gefolgt wurde, bei dem wir dann an Bord gingen. Nach rund 20minütiger Fahrt Richtung Berner Jura erreichten wir die Endstation in der kleinen Wintersportdestination Les Prés-d'Orvin. Vom Skilift, der sich in unmittelbarer Nähe der Haltestelle befindet, mussten wir bis zu unserem Ziel Langlaufzentrum noch etwas mehr als einen Kilometer unter die Füsse nehmen. Dort angekommen mieteten wir für uns beide eine Langlaufausrüstung und begaben uns sofort in die Loipe. Nach ersten Versuchen mit ein paar Stürzen meinerseits ging es doch erstaunlich gut vorwärts und wir entschieden uns für den Weg Richtung Place Bisons, den wir nach einem mehr oder weniger anstrengenden Aufstieg durch eine wunderbar verschneite Winterlandschaft erreichten. Da nun bereits etwas nach Mittag war und wir Hunger hatten, entschieden wir uns für einen Abstecher zur Bison Ranch, wo wir in rustikaler Atmosphäre ein feines Fondue genossen. Nach erfolgter Stärkung schauten wir uns bei leichtem Schneefall noch kurz die Bisons an und machten uns anschliessend auf den Weg zurück zum Langlaufzentrum. Alles was wir vorher aufstiegen, konnten wir nun etwas weniger anstrengend runter gleiten. Die teilweise - zumindest für Beginner - doch recht steilen Abfahrten wurden von uns erfolgreich und ohne weitere Stürze gemeistert. Nachdem wir unser Mietmaterial beim netten Personal wieder abgegeben hatten, nahmen wir den gemütlichen Spaziergang zurück zur Bushaltestelle unter die Füsse und fuhren bei nun schön blauem Himmel mit dem Linienbus etwas erschöpft, aber froh über eine tolle Winteraktivität wieder runter in die Stadt. Wenn es die Zeit zulässt, werden wir sicher wieder einmal die schmalen Bretter unter die Füsse schnallen!

Langlauf in Les Prés-d'Orvin

Samstag, 31. Januar 2015

Wein und Wurst


Im ersten Quartal des Jahres herrscht am Ufer des Bielersees jeweils die Treberwurst-Saison. Seit einiger Zeit hatten wir uns schon vorgenommen diese Spezialität einmal bei Lukas Hasler, der daraus einen gastronomischen Event macht, zu geniessen. Am vergangenen Samstag war es nun endlich soweit, wir bestiegen kurz nach 18 Uhr den Shuttle-Bus am Bahnhof Biel und liessen uns nach Tüscherz-Alfermée zum Weinkeller chauffieren. Nach der Begrüssung durch den Chef durften wir an einem Tisch mit vier weiteren Gästen aus der Innerschweiz Platz nehmen und mit dem Apèro starten, bevor auch schon als erster Gang eine kräftige Wildkraftbrühe serviert wurde. Anschliessend wurde uns durch die Köche Brigitte und Erwin Wenderlein das heutige Menü vorgestellt. Der folgende Gang bestand aus sehr feinen Canneloni mit Spinat und Steinpilzen, garniert mit Belper Knolle und als Hauptgang erhielten wir die Treberwurst mit Kartoffelgratin und Rosenkohl-Spiessli. Zur Begleitung des leckeren Essens wählten wir die "Grosse Weinstrasse", welche die jeweils passenden Weine aus dem Sortiment von Hasler zu jedem Gang enthielt. Zum kulinarischen Abschluss gehörte noch ein Zimtparfait als Dessert und je nach Vorliebe ein Marc oder ein Lie zum Verdauen. So konnten wir nach einem gemütlichen Abend in angenehmer Gesellschaft und bei gutem Speis und Trank wieder mit dem Shuttle-Bus nach Biel zurück fahren.

Montag, 5. Januar 2015

Kulinarische Wanderung im Emmental

Vor einiger Zeit fragte mich ein Studienkollege an, ob ich bei einer kulinarischen Schneeschuhwanderung im Rahmen einer Vertiefungsarbeit einer angehenden Köchin dabei wäre. Dies tönte interessant, ich hatte Zeit und sagte deshalb gerne zu. Am vergangenen Sonntag war es nun also soweit und wir fuhren per Zug nach Lützelflüh-Goldbach. Dort begaben wir uns zum vereinbarten Treffpunkt bei der Kirche, gesellten uns zu den weiteren Teilnehmern und wärmten uns mit einem feinen Glühwein auf. Da es am Vorabend ziemlich geregnet hatte, war der ganze Schnee weggeschmolzen und somit wurde aus der geplanten Schneeschuh- eine normale Wanderung, was aber dem Erlebnis keinen Abbruch tat. Als alle angemeldeten Personen eingetroffen waren, ging es per Mini-Bus nach Schaufelbühl, dem Startort der Tour. Von da setzte sich der gemütliche Trupp bestehend aus ca. 20 Leuten bei sonnigem Wetter in Bewegung durch die schöne Emmentaler Hügellandschaft. Nach etwa 20 Minuten Marschzeit gab es den ersten Posten mit Käse-Highlights aus der Region. Neben dem traditionellen Emmentaler wurde auch der leckere Nonnenstolz von der Dorfkäserei Sumiswald und Klosterbrot aus Mehl von der Mühle Kleeb in Rüegsbach aufgetischt. Als passendes Getränk konnten wir einen Johannisbeer-Schaumwein von Peter Bracher aus Dürrenroth geniessen. Anschliessend folgte das zweite Teilstück bis zum nächsten Posten mit Fleischspezialitäten von der Metzgerei Gygax in Lützelflüh. Auf der ansprechenden Platte fanden wir Haselnusswurst, Tobleronewurst, Salami, Speck und Hobelfleisch, sowie Walliser Roggenbrot ebenfalls aus Mehl von der Mühle Kleeb. Flüssige Begleitung war mit dem Heidelbeerwein erneut eine Spezialität aus dem Hofladen von Brachers. Frisch gestärkt nahmen wir danach bei etwas kühlerem Wetter noch den letzten Abschnitt bis zu Küsus Hof am Brandishub unter die Füsse. Am Ziel angekommen wurden wir mit einem wohlschmeckenden Fondue und einem Zinnbecher Weisswein belohnt. Als es bereits dunkel war und der Vollmond die Nacht beleuchtete, machten wir uns wieder auf den Heimweg vom urchigen Emmental ins multikulturelle Biel.
Kulinarische Wanderung: Schaufelbühl - Brandishub

Donnerstag, 20. November 2014

Wild im Park

Ein weiteres Highlight in unseren Herbstferien war am Dienstagabend der Besuch im Bistrot der Villa Lindenegg in Biel. Auf dem Programm stand im herrlichen Ambiente der gemütlichen Verranda ein Wildabend mit fünf Gängen, jeder davon ein grosser Genuss. Die Speisen waren sehr lecker zubereitet und sensationell präsentiert mit spannenden Details wie hauchdünn geschnittenen ud getrockneten Birnenscheiben. Passend dazu gönnten wir uns auch die empfohlene Weinbegleitung.


Wildabend in der Villa Lindenegg


Hirschterrine mit Nüssen und Dörrfrüchten im Wirzmantel mit Quittenchutney und Nüsslisalat

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Wild-Enten Consommé mit Entenbrust und Orangen-Rüebli-Püree

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Wildschwein-Raviolo mit Trüffelschaum und Rosenkohl

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Variationen vom heimischen Reh mit Rotkraut, Apfel und Kartoffel-Kürbis-Püree

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Lebkuchenmousse, Rotweinbirne und Buchenholz-Glace

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Hausapéro mit Holunder-Melissen Likör

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Symphonie, Süsswein von Wehrlis aus Küttigen No 715

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Malbec aus Erlinsbach, auch von Wehrlis 2012

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Rouvé Barbera d'Asti superiore von Rovero 2009

Mittwoch, 19. November 2014

Herbstliche Vergnügen

In den letzten Tagen konnten wir zwischen Arbeit, Schule und anderen Projekten ein paar freie Momente - man könnte auch Herbstferien sagen - geniessen. Zum Start besuchten wir am Samstag die Bieler Weinmesse vinifera, um ein paar feine Tropfen zu entdecken. Dies war unser zweiter Besuch, nachdem wir bereits eine Woche vorher einen gemütlichen Abend mit meiner Schwester und ihrem Freund bei Nachtessen und Weinverkosten verbringen durften.

Am Sonntag nutzen wir das im Vergleich zu den vorangehenden Tagen viel bessere Wetter für eine nächste Etappe auf unserem Wanderprojekt Trans Swiss Trail, wo wir im vergangenen Jahr bereits die erste Etappe, sowie das Teilstück von der Innerschweiz über den Gotthard ins Tessin hinter uns brachten. Zuerst fuhren wir mit Zug und Bus nach Saint-Ursanne, wo die zweite Etappe bei der alten Brücke über den Doubs in der Mitte des Städtchens beginnt. Bei blauem Himmel und Sonnenschein starteten wir unseren Marsch flussaufwärts immer schön nahe am Ufer durch wunderbare Auenlandschaften, aber wegen der Regenfälle der vergangenen Tage auf recht feuchtem Terrain. Nach rund fünf Kilometern setzten wir uns auf ein paar Steine am Wegrand und genossen das mitgebrachte Picknick zum Zmittag. Gestärkt folgten wir anschliessend weiter dem Flusslauf, teilweise durch grosse Pfützen, vorbei an der in der Wintersaison nicht betriebenen Fähre bei Tariche und moosbewachsenen Bäumen, die an unseren Besuch im Olympic National Park erinnerten bis zum Steg bei La Charbonnière, auf dem wir das Gewässer überquerten. Ab hier geht es vermehrt auch auf Teerstrassen der Ortschaft Soubey zu. Am Dorfeingang passierten wir die alte Mühle und die Forellenzucht. Da der Himmel unterdessen ziemlich bedeckt und die Temperaturen etwas tiefer waren, sowie einer der drei täglichen Busse eine Viertelstunde zuvor abgefahren war, entschlossen wir uns spontan im Restaurant Relais du Doubs einzukehren und eine lokale Forelle zu verspeisen. Später nach dem Eindunkeln marschierten wir noch die letzten 300m ins Zentrum des Dorfes und nahmen dort das Postauto zurück nach Saint-Ursanne und von dort den Zug via Delémont nach Biel zurück.
Wanderung: St-Ursanne - Soubey

Nach dem sportlichen Ausflug am Vortag gönnten wir uns am Montag einen erholsamen Badetag im Bernaqua Erlebnisbad. Zu Wochenbeginn hatte es dort nicht allzu viele Gäste und wir konnten die Sprudelbäder und Rutschbahnen ohne anstehen geniessen. Den Aufenthalt im Westside rundeten wir noch mit einer Shoppingtour durch ein paar Geschäfte ab, bevor wir mit dem Tram ins Stadtzentrum von Bern fuhren, um dort die diesjährige Ausgabe des Lichtspektakels Rendez-vous Bundesplatz zu bestaunen. Unter dem Titel "Zeitreise im Paradies" wird man eingeladen sich Zeit zu nehmen! Etwas das in der Hektik unserer Zeit oft ein bisschen zu kurz kommt. Die 25 Minuten der Show sind jedenfalls dank der kurzweiligen Story recht schnell vorbei und wir nahmen uns anschliessend noch die Zeit, um den Abend bei einem feinen Moscato d'Asti auf der Galeriebar im Kornhauskeller ausklingen zu lassen.
Rendez-vous Bundesplatz 2014

Mittwoch, 1. Oktober 2014

LAPONIA - legends of nightless nights

Einen ganzen Monat verbrachte Sabine in diesem Sommer im hohen Norden, genauer über dem Polarkreis im finnischen Lappland. Während dieser Zeit machte sie sich auf eine fotographische Entdeckungsreise und schoss eine grosse Anzahl toller Bilder. Eine feine Selektion der besten und eindrücklichsten Dokumente der einsamen Gegend in den hellen, nachtlosen Nächten wird im Monat Oktober im Kunst- und Kulturraum Arthur Biel/Bienne gezeigt. Die Vernissage findet am Donnerstag, 02. Oktober ab 19 Uhr mit Präsenz eines Gastes aus Lappland statt, weiter ist die Ausstellung bis Ende Monat jeweils am Samstag von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Wir würden uns über zahlreiche Besucher freuen.

Dienstag, 15. Juli 2014

Auf den Spuren der Schifffahrt

Als Ergänzung zum Besuch der Pfahlbauer im BHM letzte Woche, begab ich mich heute ins Neue Museum Biel, wo im Haus Schwab passend zur Aufnahme der "Prähistorischen Bauten um die Alpen" in die Liste des UNESCO-Welterbes noch bis zum 20. Juli die Ausstellung "Einbaum - Urgeschichte der Schifffahrt" gezeigt wird. Im Erdgeschoss werden Fundstücke zu Themen wie Fischerei oder Spiel und Kult, sowie auch der Einbaum von Erlach gezeigt. Dieser Zeitzeuge ist besonders wertvoll, da er nicht ganz fertig gestellt wurde und somit wichtige Erkenntnisse über die damalige Fabrikationsweise zulässt. In einem zweiten Raum erhält man interessante Informationen über die Möglichkeiten der Bergung, Konservierung und Restaurierung. Nach einem Aufstieg über die Treppe kann man im Obergeschoss den Einbaum von Twann besichtigen. Ebenfalls in diesem Raum erfährt man anhand einer Serie von Grafiken wie die Herstellung vom Fällen des Baumes bis zum fertig ausgehöhlten Einbaum vor sich ging und kann daneben Werkzeuge aus der Stein- und Bronzezeit bestaunen. Der letzte Saal zeigt dann noch einen Überblick über die Entwicklung der Schifffahrt - im speziellen auf dem Bielersee - vom Einbaum über Barken bis zum Dampfschiff. Zum Abschluss besichtigte ich anschliessend noch den Bronzezeit-Einbaum von Twann-St. Petersinsel, der seit über hundert Jahren im Garten hinter dem Haus Schwab steht und kürzlich erstmals restauriert wurde.


Der Besuch dieser dank der Kombination von Exponaten, Bildern sowie Video- und Dia-Beiträgen kurzweiligen Ausstellung rundete meine "Pfahlbauer-Woche" ideal ab.

Sonntag, 13. Juli 2014

British Music and American Football

In den vergangenen Tagen war ich ein bisschen in Sachen Musik und Sport unterwegs. Als erstes besuchte ich am Donnerstagabend das Konzert von Death by Chocolate auf dem Bieler Ringplatz anlässlich der Kulturwoche Pod'ring. Die Band um Mathias Schenk erfreute die zahlreichen Zuhörer mit ihrem gitarrenlastigen Sound. Am Freitag führte mich mein Weg gemeinsam mit ein paar Freunden dann nach Aarberg, wo mitten im idyllischen Städtchen das Stars of Sounds-Festival stattfand. Nach unserer Ankunft konnten wir noch die letzten Songs - unter anderem eine Melanie-Version seines Hits Rosalie - von Bligg miterleben. Etwas später erklangen auch schon die ersten Töne vom Hauptgrund unserer Anreise, der britischen oder genauer schottischen Band Texas. Die Setlist bestand einerseits aus den grossen Hits der Gruppe und andererseits einigen neueren Stücken vom letzten Album The Conversation. Auch wenn das Publikum nicht sehr mitsingfreudig war, liess sich die Sängerin Sharleen Spiteri nie entmutigen und konnte bei Say what you want erstaunt feststellen, dass in der Schweiz die Männer besser und lauter als die Frauen singen. Zum Abschluss des Abend bei angenehmem Wetter hörten wir uns noch einige Songs der jamaikanischen Reggae-Legende Jimmy Cliff an, bevor wir wieder nach Hause fuhren.

Der Samstag stand danach im Zeichen des Sports. Im alten Stadion Gurzelen in Biel fand mit dem Swiss Bowl XXIX das diesjährige Finalspiel der American Football-Schweizer Meisterschaft statt. Für diese Begegnung, welche die Neuauflage des letztjährigen Finalspiels bedeutete, standen sich der langjährige Dominator Calanda Broncos und Herausforderer Gladiators beider Basel gegenüber. Bereits kurz nach Kick-Off konnten die Gladiators den ersten Touchdown inklusive Zusatzkick verbuchen und liessen sich danach nicht mehr von der Siegerstrasse abbringen. Die Broncos konnten lange nicht überzeugen und brachten sich durch Fangfehler, Fouls und unnötige Ballverluste in eine immer aussichtslosere Position. Erst gegen Ende des Spiels konnten sie den Rückstand noch etwas verkürzen, aber für eine Wende reichte es nicht mehr. Somit konnten die Gladiators die Broncos verdient enttrohnen und die Trophäe in Empfang nehmen.