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Freitag, 22. Dezember 2017

Sommerferien in Skandinavien - Teil 3

Gemeinsam mit Sabine begab ich mich nach der Ankunft in Svendborg zum Danhostel, um das Zimmer zu beziehen, bevor wir den Tag mit einem leckeren Abendessen mit passender Bierbegleitung im Brauereirestaurant Far & Søn ausklingen liessen. Am Sonntagmorgen stärkten wir uns am reichhaltigen Frühstücksbuffet und machten uns anschliessend zu Fuss auf den Weg. Die Etappe des Øhavsstien, dem Wanderweg des Inselmeeres, führte uns bei sehr abwechslungsreichem Wetter über die Svendborgsundsbroen, die Inseln Tåsinge und Siø bis nach Rudkøbing auf Langeland in eine Airbnb-Unterkunft. Am nächsten Morgen genossen wir das feine Frühstück, schlenderten noch ein wenig durchs Städtchen und fuhren mit dem Bus nach Svendborg zurück. Dort unternahmen wir einen kleinen Shopping-Bummel und gingen später an Bord der Fähre, die uns in einer angenehmen Fahrt nach Ærøskøbing auf der Insel Ærø brachte. Nach dem Ausschiffen mussten wir nur wenige Meter zurücklegen und erreichten bereits das Hotel Aroma, wo wir uns ein Zimmer reserviert hatten. Nach dem Zimmerbezug machten wir uns auf zum Vesterstrand mit seinen kleinen, farbigen Badehäusern, wo wir uns in Meer und Sonne badeten. Zum Nachtessen genossen wir ein herrliches Lachs-Soufflé im Aromas Fiskerestauranten und beendeten den Tag anschliessend mit einem gemütlichen Spaziergang durch die nächtlichen, hyggeligen Altstadtgassen. Am Dienstag fuhren wir mit dem kostenlosen Bus über halb Ærø bis zur nördlichen Endstation in Søby, wo wir einen kleinen, gemütlichen Marsch bis zum Leuchtturm am Ende der Insel und wieder zurück unternahmen. Nachdem wir mit dem Bus wieder an den Ausgangspunkt gelangten, bummelten wir am Nachmittag ein wenig durch den Ort und kamen so an verschiedenen kleinen Läden, der Brauerei, von der ich während unseres Aufenthaltes einige leckere Biere kosten konnte, und sogar einer Whisky-Distillerie vorbei. Zum Nachtessen gab es für uns in der Ærøskøbing Røgeri erneut ein Fischmahl und später zum Dessert die feinste Glacé der Insel vom Café Aroma. Am nächsten Morgen hiess es für uns wieder einmal zusammenpacken und dann mit der Fähre nach Svendborg zurückfahren. Hier trennten sich unsere Wege für kurze Zeit - Sabine fuhr mit der Vespa und ich per Zug nach Odense, wo wir ein Airbnb-Zimmer reserviert hatten. Nachdem wir beide gut angekommen waren, spazierten wir durch die angenehme und gemütliche Stadt und bestellten uns bei Sinnerup ein Sofa, das unterdessen in unserer Wohnung steht und uns immer an die Sommerferien erinnert ;-). Später tranken wir ein Bier bei der Brasserie Flakhaven und genossen das Nachtessen im Restaurant Eydes, bevor wir uns zur Nachtruhe in die Unterkunft begaben. Den nächsten Tag verbrachten wir zu Beginn auf separaten Pfaden - Strasse für Sabine, Schiene für mich - bis wir uns in København im Hotel Nora wieder trafen. Gerade als wir uns für eine kleine Entdeckungstour aufmachen wollten, setzte ein massiver, fast sintflutartiger Regen ein. Während die unzähligen Radfahrer in Dänemarks Hauptstadt in Hauseingängen und unter Vordächern Schutz suchten, begaben wir uns zum Apéro in Ravnsborg Kitchen & Bar. Als das Wetter wieder besser wurde nahmen wir einen neuen Anlauf und spazierten durch die Stadt bis zum Rundetaarn. Nach dem Aufstieg über die spiralförmige Rampe, welche Erzählungen zu Folge sogar Platz für Pferdekutschen und Autos bot, konnten wir uns einer beeindruckenden Aussicht über Kopenhagen erfreuen. Den Freitag starteten wir nach dem Frühstück mit einem Streifzug durch das Stadtzentrum zu den bunten Häusern in Nyhavn. Von dort machten wir einen Abstecher ins Café Klint beim Design Museum und weiter auf die Papierøen, wo wir im Copenhagen Contemporary eine spannende und beeindruckende Ausstellung von Anselm Kiefer erleben konnten. Nach einer kurzen Visite im Copenhagen Street Food begaben wir uns zum bekannten Vergnügungspark Tivoli, wo wir einer Vorstellung des Pantomimentheaters beiwohnten, im Restaurant Kiin Kiin Piin To assen, auf einer Attraktion mitfuhren und einfach durch die schönen Blumengärten schlenderten bis es Zeit fürs Schlafengehen war. Am folgenden Morgen musste ich leider meine Siebensachen erneut zusammenpacken und mich zum Flughafen Kastrup begeben, um mit einer SWISS-Maschine nach Zürich zurückzufliegen. Damit gingen drei abenteuerliche, interessante und erholsame Ferienwochen zu Ende und die Sehnsucht nach dem nächsten Ausflug in den Norden begann.
Scandinavian Summer - Part 3

Sonntag, 26. November 2017

Sommerferien in Skandinavien - Teil 1

Schon sind ein paar Monate vergangen seit ich Mitte Juli meine diesjährigen Sommerferien antreten durfte. Nachdem ich alles in meinem Rucksack verstaut hatte fuhr ich per Zug an den Flughafen Zürich zum Vorabend-Check-in und dann weiter nach Bülach, wo ich freundlicherweise bei meiner Schwester und ihrem Partner übernachten durfte damit ich am nächsten Morgen den frühen Flug erreichen konnte. Ein Flug von SWISS nach Stockholm Arlanda und der praktische Flughafenbus brachten mich ins Zentrum der schwedischen Hauptstadt. Da ich im vergangenen Jahr leider keine Zeit mehr hatte, machte ich mich im Anschluss ans Deponieren des Gepäcks im Hotel auf, das Nobel Museum zu besuchen. Auf einer spannenden Führung mit witzigen Anekdoten konnte ich dort viel Interessantes aus dem Leben von Alfred Nobel und über die zahlreichen Träger der verschiedenen Nobelpreise erfahren. Mit dem Nachtessen bei Grill Ruby, einem Bier im O'Learys und dem Einkauf von Proviant für die kommenden Tage endete dieser erste Ferientag. Am Samstagmorgen, nach ausgiebigem Frühstück im Hotel, nahm ich die Tunnelbana zum Hauptbahnhof und reiste mit dem Zug nach Eskilstuna, wo ich sehr nett von meiner Airbnb-Gastgeberin begrüsst wurde. Weil die Unterkunft etwas ausserhalb lag, durfte ich sogar ein Fahrrad benutzen, um den Nachmittag in der Stadt zu verbringen. Neben etwas Shopping besuchte ich im Tunavallen-Stadion das Allsvenskan-Spiel zwischen dem lokalen AFC Eskilstuna und Kalmar FF, welches das Heimteam vor rund 2400 Zuschauern mit 2-1 gewinnen konnte. Am folgenden Tag genoss ich gemeinsam mit den Gastgebern auf der Terrasse ein tolles Frühstück und machte mich anschliessend auf, um den markierten Wanderweg Sörmlandsleden zu finden, was mir nach rund eineinhalb Kilometern auch gelang. Während ich noch bei Sonnenschein losmarschieren konnte, wurde leider im Verlaufe des Tages das Wetter immer schlechter, so dass ich die erste Windschutzhütte doch etwas durchnässt erreichte. Nach der ersten Nacht draussen bin ich bereits relativ früh aufgewacht, drehte mich aber nochmals um und schlief noch ein bisschen weiter. Etwas später, nach dem Frühstück mit getoastetem Brot vom Feuer, machte ich mich auf für die nächste Etappe. Bei gutem Wetter wanderte ich entlang von Seen, durch Kuhweiden, über Felder, durch Wald und auf felsigem Grund - also das volle Södermanland-Programm. Am späteren Nachmittag erreichte ich mein heutiges Tagesziel, eine Hütte wie sie früher von Köhlern zum Übernachten benutzt wurde. Da diese nicht an einem See lag, absolvierte ich noch ein kurzes Jogging zum nächsten See, um dort zu baden. Auch am nächsten Morgen bin ich recht früh aufgewacht und habe noch ein wenig weitergeschlafen. Später, nach dem Frühstück, ging es weiter auf dem Wanderweg. Zuerst vorbei am See Tryningen, den ich am Vortag bereits besucht hatte, dann über Fels und einsame Wälder - teilweise beinahe weglos, aber immer mit guter Markierung. Bei einem Haus durfte ich bei zwei älteren Herren meinen Wasservorrat auffüllen und kurz darauf bei einer Hütte im Wald mein Mittagessen einnehmen. Am Nachmittag konnte ich mich bei schönem und warmem Wetter weiter durch Wald, über Kuhweiden und entlang von Seen bewegen bis ich einen tollen Windschutz am See Myr Gryten erreichte. Am folgenden Tag führte mich der Pfad erneut entlang von Seen, durch Wälder und über felsigen Untergrund. Das Mittagessen bereitete ich mir in der schön gepflegten Windschutzhütte am Hagsjön zu. Einziger Wermuthstropfen war die ziemlich kahl abgeholzte Umgebung. Nach ein paar weiteren Kilometern, die teilweise entlang einer Strasse führten, erreichte ich die Stadt Katrineholm, wo ich mein Zelt auf dem Campingplatz aufstellte und den Abend bei einem Bier genoss.
Scandinavian Summer 2017 - Part 1

Sonntag, 11. Juni 2017

Besuch in der Geisterstadt

Vor rund einem Monat stand ein aussergewöhnlicher Trip auf dem Programm. Gemeinsam mit einem Kollegen reiste ich zuerst mit dem Zug nach Genève Aéroport und von dort mit Ukraine International Airlines nach Kiev-Boryspil. Vom Flughafen fuhren wir per Bus bis zum Hauptbahnhof und unternahmen danach einen Spaziergang durch die Stadt bis zum Hotel Greguar, wo wir unsere Unterkunft reserviert hatten. Da die Zeit - auch aufgrund der Zeitverschiebung von einer Stunde - nun schon etwas vorgerückt war machten wir uns wieder auf, um ein Lokal fürs Nachtessen zu suchen. Unweit des Hotels wurden wir bereits fündig und konnten im Restaurant Rukkola ein leckeres Essen zu moderaten Preisen verspeisen. Im Anschluss liessen wir den Abend noch gemütlich mit einem Bier beim Public Viewing im Fan Village des Eurovision Song Contests ausklingen.

Der nächste Tag stand im Zeichen von Sightseeing in der ukrainischen Hauptstadt. Unser Stadtbummel führte uns über den Chreschtschatyk zum Majdan und weiter durch etwas bewaldetes Gebiet hinauf zum Denkmal der Völkerfreundschaft, von wo wir einen hervorragenden Ausblick über den Dnepr und Teile der Stadt geniessen konnten. Nächste Stationen waren der Marienpalast, der als offizielle Residenz des ukrainischen Präsidenten dient und direkt daneben das Gebäude des Parlaments. Nach dem Mittagessen besuchten wir das berühmte Kiewer Höhlenkloster, welches als eine der ältesten Stätten der russisch-orthodoxen Kirche gilt. Das Nachtessen verspeisten wir später im Bier-Club Naturlih.



Ukraine 2017: Kyiv
Am Samstag liessen wir uns per Uber zum Bahnhof fahren und suchten dort den Bus des Reiseveranstalters, bei dem wir unseren Tagesausflug gebucht hatten. Als wir diesen gefunden hatten, wurden unsere Pässe von der Reiseleitung mit der Liste von der Registrierung abgeglichen. Danach durften wir im Fahrzeug Platz nehmen. Nachdem sich alle Reiseteilnehmer eingefunden hatten, konnte die Fahrt Richtung Norden starten. Während der Fahrt erhielten wir von den kompetenten Guides viele interessante und beeindruckende Informationen über die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl, die sich im Jahre 1986 ereignete. Vor der Einfahrt in die Sperrzone wurden unsere Pässe beim Checkpoint Dytiatky von einem Polizeibeamten nochmals kontrolliert. Erster Halt innerhalb der Zone war das ehemalige Dorf Zalissyia, wo wir einen Spaziergang unternahmen und einige verlassene Häuser betrachten konnten. Dabei wurden die Folgen der Katastrophe erstmals richtig sichtbar und es machte sich eine nachdenkliche Stimmung bemerkbar. Als nächstes durchquerten wir die Stadt Tschornobyl, die heute teilweise von den Mitarbeitern in der Zone wieder bewohnt ist und passierten den Checkpoint Leliv, um in die 10-km-Zone zu gelangen. Anschliessend folgte ein Abstecher zur geheimen Stadt Tschernobyl-2, welche vor 1986 von rund 2000 Personen bewohnt wurde und zum Zweck des Betriebs des Überhorizontradars DUGA-1 erbaut wurde. Das gigantische Stahlkonstrukt mit einer Höhe von 150 Metern und einer Länge von rund 700 Metern war sehr beeindruckend anzuschauen. Nächste Station war das "begrabene Dorf" Kopachi, wo beinahe alle Häuser nach der Katastrophe abgerissen und unter der Erde begraben wurden, mit seinem Kindergarten in einem der einzigen noch stehenden Häuser. Während wir uns immer mehr dem Block 4 näherten, wurde es langsam Zeit für das Mittagessen, das wir in einer Kantine aus sowjetischer Zeit einnehmen konnten. Frisch gestärkt besichtigten wir anschliessend die stillgelegten Baustellen für die Reaktorblöcke 5 und 6, sowie aus etwa 200m Distanz die neue Schutzhülle unter dem sich der havarierte Reaktorblock 4 befindet. Weiter führte uns unser Ausflug in die Geisterstadt Prypiat, aus der am 27. April 1986 rund 50'000 Menschen evakuiert wurden. Bei einem Rundgang durch die Stadt konnten wir die bekannten Orte wie den Vergnügungspark mit dem Riesenrad, das Theater oder das Fussballstadion besichtigen. In der Folge stiegen wir wieder in den Bus und mussten bei den Checkpoints jeweils einen Strahlendetektor passieren, um sicherzustellen dass keine kontaminierten Menschen oder Materialien die Zone verlassen. Auf der Rückfahrt nach Kiew wurden auch noch die Geigerzähler abgelesen. Der festgestellte Wert der Radioaktivität, der wir ausgesetzt waren betrug 0,003 mSv, was ungefähr der Dosis natürlicher Strahlung während einem Flug entspricht. Obwohl man die Radioaktivität nicht sieht oder spürt, wird man in der Zone stetig an die möglichen Folgen der Nuklearenergie erinnert. Dieser Ausflug half mir jedenfalls bei der Entscheidungsfindung für die Abstimmung über die Energiestrategie.


Ukraine 2017: Chernobyl Exclusion Zone
Am folgenden Tag mussten wir dann bereits wieder zusammenpacken, liessen uns in Rekordzeit von einem Uberfahrer an den Flughafen chauffieren und flogen planmässig zurück nach Genf.

Sonntag, 7. Mai 2017

Ferienbeginn im Tessin

Vor rund drei Wochen begannen für uns wieder einmal Ferien. Wie oft im Frühling entschieden wir uns für einen Aufenthalt im schönen Tessin. Am Ostersamstag machten wir uns mit gepackten Rucksäcken auf den Weg. Die Anreise mit dem Zug führte uns zu einem ersten Zwischenstopp in Aarburg zum Geburtstags-Brunch bei meinem Götti und dann weiter in rasantem Tempo durch den neuen Gotthard-Basistunnel nach Bellinzona. Nach einem kleinen Apéro nahmen wir die S-Bahn nach Cadenazzo, wo wir ein Mobility-Auto bestiegen und zur Ferienwohnung in Magadino fuhren.

Am Sonntagmorgen brachte ich das Auto zurück nach Cadenazzo und joggte vor dem Frühstück zurück zur Wohnung. Später am Tag unternahmen wir einen wunderbaren Spaziergang durch das Naturschutzgebiet Bolle di Magadino bis zum Flugplatz Locarno, wo wir im Restaurant einen feinen Coupe genossen und danach wieder zurück zur Unterkunft marschierten.

Unser Programm am Montag starteten wir mit dem Absolvieren eines Teils des Vita Parcours in der schönen Landschaft des Bolle. Nach dem Frühstück fuhren wir gemeinsam mit Sabines Eltern ins Valle Maggia. Beim Spaziergang am Fluss konnte ich meinen neuen Outdoor-Schuh von Columbia, der mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde, testen. Der Conspiracy Titanium Outdry sitzt bequem und leicht am Fuss und überzeugt durch seine Wasserfestigkeit, welche meine Füsse trotz einigen Schritten im Wasser der Maggia trocken hielt, und einer Sohle mit guter Bodenhaftung. Als nächstes besuchten wir das Dorf Maggia und fuhren anschliessend weiter nach Ascona für ein Apéro, wo ich ein IPA der Birrificio Sottobisio verköstigte.

Am Dienstag machten wir einen Ausflug ins Valle Verzasca nach Sonogno. Nach einem gemütlichen Spaziergang durch das schön gepflegte Dorf, wo wir unter anderem auch am öffentlichen Backofen vorbei kamen, setzten wir uns in ein Restaurant und genossen ein feines Tessiner Plättli. Frisch gestärkt ging es wieder durch das Tal hinunter, bis zum Bahnhof in Cadenazzo, wo wir uns von Sabines Eltern verabschiedeten und mit dem öffentlichen Verkehr via Lugano nach Tesserete fuhren. Nach dem Bezug unseres Zimmers im BnB Patrizia, beschlossen wir den Tag mit einem ausgezeichneten Essen und einem guten Glas Giornico Oro im Ristorante Storni.

Samstag, 18. März 2017

Idylle im Sandsteingebirge

Am vergangenen Sonntag entschieden wir uns eine erste Wanderung aus dem Buch Bierwandern Schweiz von Monika Saxer in Angriff zu nehmen. Nach kurzem Blättern fiel unsere Wahl auf die Tour Bucheggberg, da diese nicht allzu weit von uns entfernt startet. Die Anreise erfolgte mit dem Zug nach Solothurn und von dort mit dem Postauto weiter nach Lohn-Lüterkofen. Ab hier nahmen wir zuerst den Weg entlang dem Biberenbach nach Lüterkofen und dann über die Höchi mit wunderschöner Aussicht Richtung Alpen nach Küttigkofen unter die Füsse. Unterwegs konnten wir an den Pflanzen schon zahlreiche Knospen als Boten des Frühlingsbeginns feststellen. Weiter folgten wir dem Mülibach auf dem Pfad der 3. Solothurner Waldwanderung durch das romantische Mülital. Dabei kamen wir an verschiedenen interessanten und auf Informationstafeln beschriebenen Punkten wie einer Sandsteinhöhle, einem Quellaufstoss und einem alten Mühlenstein vorbei. Später marschierten wir durch idyllischen Mischwald und hatten von einer Bank aus einen faszinierenden Ausblick auf die Jurakette mit Weissenstein, Grenchenberg und Chasseral. Nach dem Durchschreiten des Weilers Wölftürli führte uns der Weg nochmals etwas durch den Wald und dann leicht hinunter zu unserem Zielort Aetigkofen, wo wir uns im Restaurant zum Bären ein wohlverdientes Buechibärger Helles von der lokalen Brauerei Buechibärger Bier gönnten. Anschliessend erfolgte die Heimreise mittels Postauto nach Lohn-Lüterkofen, weiter mit dem RBS-Zug nach Solothurn und dem ICN nach Biel. So fand bereits unser zweiter schöner Wandertag des Jahres seinen Abschluss und lässt Vorfreude auf weitere Abenteuer zu Fuss aufkommen.
Wanderung: Lohn-Lüterkofen - Aetigkofen

Dienstag, 8. November 2016

Herbstliche Wanderung auf den Jurahöhen

Nach der herrlichen Wanderung in Südschweden während den Sommerferien war im Herbst wieder Wandern in der Schweiz angesagt. Zu Beginn des Oktobers fuhren wir mit dem Zug nach Le Pont an den Lac de Joux, um dort den Jurahöhenweg fortzusetzen, wo wir vor über vier Jahren unsere letzte Etappe beendeten. Bei Nebel und Wind marschierten wir los und erreichten bald den Rand des Dorfes. Ab hier begann der Aufstieg auf die Jurakette. Bei immer sonnigerem Wetter erklommen wir über schöne Juraweiden Höhenmeter um Höhenmeter. Nach dem Mittagessen passierten wir auf dem Mont Tendre den mit 1679 m. ü. M. höchsten Punkt im ganzen schweizerischen Teil des Juras. Bei recht zügigem Wind konnten wir eine beeindruckende Aussicht auf die Alpen und das Mont-Blanc-Massiv geniessen. Weiter führte uns der Weg entlang von Trockensteinmauern, über Weiden und durch Waldabschnitte bis zum Hotel du Marchairuz. Nach dem Bezug unseres Zimmers gönnten wir uns etwas Erholung in der Sauna und später ein feines Nachtessen inklusive Bier von Docteur Gab's.
Wanderung: Le Pont - Col du Marchairuz

Am Morgen des nächsten Tages starteten wir unseren Marsch erneut bei nebligen Wetterverhältnissen und kühlen Temperaturen. Im Verlaufe des Vormittages erreichten wir den Gipfel des Crêt de la Neuve und wurden von Sonnenschein und blauem Himmel überrascht. Auf dem nächsten Abschnitt konnten wir durch die wunderbare Landschaft des Parc Jura vaudois schreiten. Leider zog später der Nebel erneut auf, was auch wieder zu kühleren Temperaturen führte. Nachdem wir am Nachmittag einige Meter abgestiegen waren, erreichten wir die eindrucksvollen Ruinen der ehemaligen Kartause Chartreuse Notre-Dame d'Oujon. Über einen mehrheitlich flachen Weg erreichten wir etwas später unseren heutigen Zielort Saint-Cergue, wo wir im Hotel de la Poste ein Zimmer bezogen. Vor dem Schlafengehen stärkten wir uns mit einem leckeren Mahl beim Rando Burger, einem coolen Diner im amerikanischen Stil. Das Bier des Abends stammte dieses Mal von der Brasserie de la Côte.
Wanderung: Col du Marchairuz - Saint-Cergue
Am dritten und letzten Wandertag nahmen wir den Aufstieg zum Gipfel La Dôle mit seiner von Weitem sichtbaren technischen Installation in Angriff. Bei wiederum nebligen und nun sogar kalten Bedingungen arbeiteten wir uns Meter um Meter in die Höhe. Etwas unterhalb des Grates bei der Cabane des Ski-Clubs von Nyon machten wir einen Kaffeehalt und überlegten uns, ob es bei diesen Wind- und Wetterverhältnissen überhaupt möglich sei den Gipfel zu bezwingen. Wir entschieden uns einen Versuch zu wagen und wurden schon bald darauf mit Sonnenschein und etwas Aussicht belohnt, so dass wir den zweithöchsten Punkt im Schweizer Jura gefahrlos erreichen konnten. Nachdem wir wieder einige Meter runtergewandert waren richteten wir uns für unseren Mittagshalt ein. Während dem Kochen erhielten wir plötzlich Besuch von einer rund 25 Tieren umfassenden Herde von Gämsen, die sich nur wenige Meter von uns entfernt ebenfalls zum Mittagessen einfanden. Das war ein sehr beeindruckendes Naturschauspiel! Guten Mutes nahmen wir danach den weiteren Weg unter die Füsse. Durch Wald ging es immer weiter runter bis zum Fuss der Jurakette und ab da über eine Ebene bis zum Städtchen Nyon am Lac Léman. Müde, aber glücklich und zufrieden über den Abschluss der Nationalen Wanderroute mit der Kennzeichnung Nr. 5 bestiegen wir am Bahnhof den Zug und fuhren zurück nach Hause.
Wanderung: Saint-Cergue - Nyon

Sonntag, 31. Juli 2016

Schweizer Biervielfalt

Bereits vor rund drei Monaten erhielt ich vom sympathischen Team von Bierliebe.ch ein Paket zum Kennenlernen per Post zugesandt. Dabei handelte es sich um das Monatspaket April. Die Bier-Idee hinter dem Angebot des Unternehmens aus dem luzernischen Rain besteht aus einem Abonnement, mit dem jeden Monat drei regionale Brauereien aus der Schweiz bequem zu Hause entdeckt werden können. Die Standard-Ausführung enthält 3x2 Flaschen, als Erweiterung gibt es ebenfalls das Freunde-Abonnement, mit dem dank 3x4 Flaschen in gemütlicher Runde unter Kollegen Gerstensaft gekostet werden kann. In meinem Paket befanden sich jeweils zwei Flaschen Stammhaus Bier von der Brauerei Falken aus Schaffhausen, Ueli Primavera von der Basler Brauerei Fischerstube und Cascade Amber Ale von Kitchen Brew ebenfalls aus Basel. Neben dem mir bereits bekannten Ueli-Bier konnte ich dadurch zwei weitere unabhängige Brauereien aus der lebendigen Schweizer Craft-Bier-Szene kennenlernen und eine Kostprobe ihrer Erzeugnisse degustieren.


Der coole Lieferservice von Bierliebe.ch besteht seit Oktober 2015 und konnte seither bereits rund 30 verschiedene Biere von über 20 spannenden und innovativen Lokal-Brauereien an Bierliebhaber in der Schweiz ausliefern. Santé!

Montag, 2. Mai 2016

Bier hier, Bier da

Zum Braukurs, den ich anfangs März in Solothurn absolvierte, gehörte rund 5 Wochen später natürlich auch noch die Degustation des Resultats. So fand ich mich gegen Mitte April erneut in den Lokalitäten der Öufi-Brauerei ein und konnte unter fachmännischer Anleitung von Alex Künzle und seinen Söhnen und Braumeistern gemeinsam mit einem Grossteil der anderen Kursteilnehmer die beiden gelungenen Biere probieren. Begleitet wurde das Ganze auch dieses Mal von einem leckeren, währschaften Menü und interessanten Gesprächen über Bier und Brauen.

Ende April wurde Solothurn erneut zur Schweizer Bierhauptstadt anlässlich der 14. Solothurner Biertage. Diesen Anlass nutze ich am vergangenen Donnerstag für einen kurzen Abstecher in das Festzelt mit rund 100 verschiedenen Bieren von mehr als 30 Klein- und Mittelbrauereien. Da es mir etwas zu viele Leute hatte, begnügte ich mich vor Ort mit dem Genuss eines Rotchäppli Red Ale von BertBier aus dem luzernischen Luthern und versorgte mich mit einem Souvenir-Paket mit zehn verschiedenen Bieren, um zu Hause meine privaten Biertage zu zelebrieren. Einer der erworbenen Gerstensäfte fiel leider bereits auf dem Heimweg einem kleinen Unfall zum Opfer, während die anderen neun in den vergangenen und nächsten Tagen genüsslich verkostet werden.

Damit ich auch nach dem Genuss der Biertage-Erinnerung nicht auf dem Trockenen sitze, erhielt ich vom Team von Bierliebe.ch freundlicherweise ein Probierpaket des Monats April aus ihrem Abonnement zugestellt. Darin enthalten sind jeweils zwei Flaschen von drei regionalen Schweizer Brauereien. Über den interessanten Service und den Inhalt des Pakets werde ich nach erfolgter Degustation noch berichten.

Freitag, 11. März 2016

Projekt Everyday IPA - Der Braukurs

Um besser zu verstehen, was ich bei meinen Brauversuchen genau mache und wie ich diese optimieren kann, meldete ich mich vor einiger Zeit für einen Bierbraukurs an. Am vergangenen Samstag war es dann soweit und ich fuhr am Morgen mit dem Zug nach Solothurn und dort mit dem Bus weiter zur Öufi-Brauerei. Nachdem alle Teilnehmenden eingetroffen und mit Bier oder Kaffee versorgt waren, eröffnete Alex Künzle, Inhaber der Brauerei, den Kurs. Nun wurden die rund 37 Interessierten in zwei Gruppen den beiden Braumeistern Moritz Künzle und Thomas Füller zugeteilt und die Arbeit konnte beginnen. In meiner Gruppe starteten wir mit der Herstellung eines dunklen Sudes unter der kompetenten Anleitung des - nach eigener Aussage -  "Quoten-Deutschen" Thomas. Bei der anderen Truppe wurde nach Anweisung von Moritz ein helles Bier gebraut. Zu den Teilnehmenden des Braukurses zählte auch ein Team des Rothus-Verlages, welches den Anlass fotografisch dokumentierte und anhand vieler Notizen in einem Beitrag in einer der nächsten Ausgaben des Wandermagazins SCHWEIZ darüber berichten wird. Während des Maischekochens erhielten wir eine spannende Führung durch die Brauerei, welche erst kürzlich um ein neues Sudhaus und eine Flaschenabfüllanlage erweitert wurde. Zur Mittagszeit wurde eine leckere, typische Biermahlzeit bestehend aus Weisswürsten, Fleischkäse und Kartoffelsalat serviert, bevor es am Nachmittag mit dem Hopfenkochen und interessanten Informationen aus der Geschichte des Bieres weiterging. Der Brauvorgang wurde danach mit dem Kühlen des Sudes, Abfüllen in den Gärtank und Zugabe der Hefe für den heutigen Tag abgeschlossen. Unter den Bierinteressierten konnte danach weiterhin gefachsimpelt und im Austausch mit den Braumeistern Fragen geklärt werden, bevor ich später zufrieden über den angenehmen und lehrreichen Tag die Heimreise antrat. Der Gerstensaft wird nun rund fünf Wochen im Gärkeller reifen, damit wir im April das hoffentlich gelungene Ergebnis bei einem Nachtessen geniessen können.
Braukurs in der Öufi-Brauerei

Sonntag, 31. Januar 2016

Projekt Everyday IPA - die Fortsetzung

Seit dem Beginn meines Projektes Everyday IPA sind unterdessen schon ein paar Wochen vergangen. Da das Resultat absolut trinkbar war, der Brauvorgang selbst jeweils ein paar anregende Stunden in der Küche garantiert und auch die ganze Recherche zum Thema Selber-Bierbrauen interessant ist, sind unterdessen insgesamt schon acht Sude gekocht, vergärt und in Flaschen abgefüllt worden. Während der neunte Batch sich zur Zeit gerade im Fermentierungskrug befindet und in ein paar Tagen ebenfalls abgefüllt werden kann. Bisher wurden in unserer Küche folgende Biere hergestellt:


  • Everyday IPA
  • Bio Pale Ale
  • Bio Weizen Edelweiss
  • Chestnut Brown Ale
  • Kloster Dinkel
  • Coffee Porter
  • Bel-Gin Strong
  • Citrus Gose
Aufgrund des bisherigen guten Gelingens und der Freude an diesem Hobby, werde ich in kommender Zeit sicherlich weiterhin regelmässig Sude aufsetzen und zu Bier verarbeiten. Zudem ist es jeweils ebenfalls faszinierend die vergärten Endprodukte zu probieren und geniessen! Santé!

Sonntag, 11. Oktober 2015

Projekt Everyday IPA

Seit dem erfolgreichen Abschluss meiner Bachelor-Ausbildung verfüge ich über etwas mehr Freizeit und versuche diese mit verschiedenen Projekten zu nutzen. Eines dieser Vorhaben ist selber Bier herzustellen, etwas das ich schon seit Jahren gerne einmal machen wollte. Dafür habe ich mir einen Beer Making Kit vom Brooklyn Brew Shop bei Alabama gekauft. Ein solches Set beinhaltet einen 1-Gallon-Fermentierungs-Behälter, Thermometer und die Zutaten (Malz, Hopfen und Hefe) für eine Ladung Bier, in meinem Fall für die Sorte Everyday IPA. Somit startete ich also am Samstagnachmittag mit dem Zubereiten der Maische. Nach rund einer Stunde bei vorgegebener Temperatur folgte das sogenannte Läutern, d.h. Filtern damit nur noch die Flüssigkeit übrig bleibt. Nächster Schritt war das Würzekochen bei dem während einer Stunde bei leichtem Sieden und unter regelmässigem Umrühren der Hopfen beigegeben wird. Anschliessend wurde das zukünftige Bier auf ca. 20° C gekühlt, in den Fermentierungs-Krug eingefüllt und mit der Hefe versetzt, bevor nun die Gärungsphase folgt. Nun gilt es also abzuwarten und über das Resultat dieses Projekts werde ich in einigen Wochen berichten können.
Projekt Everyday IPA