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Mittwoch, 28. Februar 2018

Ausflug in den Süden

Am zweiten Februarwochenende zog es mich für ein paar Tage in den Süden. Mittels einer Zugfahrt nach Genève-Aéroport, von dort einem angenehmen Flug mit Easyjet zum Aeropuerto de Barcelona-el Prat und weiter mit dem Flughafenbus erreichte ich fast zehn Jahre nach dem letzten Besuch wieder einmal die katalanische Metropole.

Nach dem Check-in im chicen Hotel Colón direkt bei der Kathedrale folgte ein kleiner Stadtbummel durch das Barri Gòtic bis hinunter zum Maremagnum. Einige Schritte weiter, in der coolen Cupula auf dem Dach des Einkaufszentrum Las Arenas beim Plaça d'Espanya, konnte ich meine Startnummer für den eDreams Mitja Marató abholen. Zum Abschluss des Tages gab es später eine feine Paella im Restaurant Taverna del Bisbe.

Der Samstag stand ganz gemütlich im Zeichen eines Shoppingbummels und dem Besuch des MACBA, wo es unter anderem die sehr interessante Ausstellung «Rosemarie Castoro. Focus at Infinity» zu sehen gab. Das Nachtessen erfolgte an diesem Tag in Form von Tapas bei Taller de Tapas und zum Ausklang stand die Vorstellung des Stücks «De lo invisible y lo innombrable» im Antic Teatre auf dem Programm.

Am Sonntag war bereits früh Tagwache damit ich rechtzeitig mit Tausenden anderen Läufern am Start des Halbmarathons stehen konnte. Bei blauem Himmel und angenehm frischer Temperatur, konnte ich die schöne, von zahlreichen Zuschauern gesäumte Strecke durch Barcelona trotz des Trainingsrückstandes aufgrund der wenige Wochen zuvor erlittenen Sprunggelenkverletzung in etwas mehr als zwei Stunden absolvieren. Zur Belohnung durfte ich anschliessend ein feines Mittagessen im Restaurant La Fonda geniessen und ein bisschen ausruhen.

Ungeachtet des ziemlich ausgeprägten Muskelkaters erfolgte am Montag bei Regenwetter noch eine Sightseeing-Fahrt mit dem Bus in das Innovations-Quartier 22@Barcelona, bevor es später mit dem Bus wieder zum Flughafen und von dort mit Easyjet nach Basel ging.
Barcelona Febrer 2018

Freitag, 22. Dezember 2017

Sommerferien in Skandinavien - Teil 3

Gemeinsam mit Sabine begab ich mich nach der Ankunft in Svendborg zum Danhostel, um das Zimmer zu beziehen, bevor wir den Tag mit einem leckeren Abendessen mit passender Bierbegleitung im Brauereirestaurant Far & Søn ausklingen liessen. Am Sonntagmorgen stärkten wir uns am reichhaltigen Frühstücksbuffet und machten uns anschliessend zu Fuss auf den Weg. Die Etappe des Øhavsstien, dem Wanderweg des Inselmeeres, führte uns bei sehr abwechslungsreichem Wetter über die Svendborgsundsbroen, die Inseln Tåsinge und Siø bis nach Rudkøbing auf Langeland in eine Airbnb-Unterkunft. Am nächsten Morgen genossen wir das feine Frühstück, schlenderten noch ein wenig durchs Städtchen und fuhren mit dem Bus nach Svendborg zurück. Dort unternahmen wir einen kleinen Shopping-Bummel und gingen später an Bord der Fähre, die uns in einer angenehmen Fahrt nach Ærøskøbing auf der Insel Ærø brachte. Nach dem Ausschiffen mussten wir nur wenige Meter zurücklegen und erreichten bereits das Hotel Aroma, wo wir uns ein Zimmer reserviert hatten. Nach dem Zimmerbezug machten wir uns auf zum Vesterstrand mit seinen kleinen, farbigen Badehäusern, wo wir uns in Meer und Sonne badeten. Zum Nachtessen genossen wir ein herrliches Lachs-Soufflé im Aromas Fiskerestauranten und beendeten den Tag anschliessend mit einem gemütlichen Spaziergang durch die nächtlichen, hyggeligen Altstadtgassen. Am Dienstag fuhren wir mit dem kostenlosen Bus über halb Ærø bis zur nördlichen Endstation in Søby, wo wir einen kleinen, gemütlichen Marsch bis zum Leuchtturm am Ende der Insel und wieder zurück unternahmen. Nachdem wir mit dem Bus wieder an den Ausgangspunkt gelangten, bummelten wir am Nachmittag ein wenig durch den Ort und kamen so an verschiedenen kleinen Läden, der Brauerei, von der ich während unseres Aufenthaltes einige leckere Biere kosten konnte, und sogar einer Whisky-Distillerie vorbei. Zum Nachtessen gab es für uns in der Ærøskøbing Røgeri erneut ein Fischmahl und später zum Dessert die feinste Glacé der Insel vom Café Aroma. Am nächsten Morgen hiess es für uns wieder einmal zusammenpacken und dann mit der Fähre nach Svendborg zurückfahren. Hier trennten sich unsere Wege für kurze Zeit - Sabine fuhr mit der Vespa und ich per Zug nach Odense, wo wir ein Airbnb-Zimmer reserviert hatten. Nachdem wir beide gut angekommen waren, spazierten wir durch die angenehme und gemütliche Stadt und bestellten uns bei Sinnerup ein Sofa, das unterdessen in unserer Wohnung steht und uns immer an die Sommerferien erinnert ;-). Später tranken wir ein Bier bei der Brasserie Flakhaven und genossen das Nachtessen im Restaurant Eydes, bevor wir uns zur Nachtruhe in die Unterkunft begaben. Den nächsten Tag verbrachten wir zu Beginn auf separaten Pfaden - Strasse für Sabine, Schiene für mich - bis wir uns in København im Hotel Nora wieder trafen. Gerade als wir uns für eine kleine Entdeckungstour aufmachen wollten, setzte ein massiver, fast sintflutartiger Regen ein. Während die unzähligen Radfahrer in Dänemarks Hauptstadt in Hauseingängen und unter Vordächern Schutz suchten, begaben wir uns zum Apéro in Ravnsborg Kitchen & Bar. Als das Wetter wieder besser wurde nahmen wir einen neuen Anlauf und spazierten durch die Stadt bis zum Rundetaarn. Nach dem Aufstieg über die spiralförmige Rampe, welche Erzählungen zu Folge sogar Platz für Pferdekutschen und Autos bot, konnten wir uns einer beeindruckenden Aussicht über Kopenhagen erfreuen. Den Freitag starteten wir nach dem Frühstück mit einem Streifzug durch das Stadtzentrum zu den bunten Häusern in Nyhavn. Von dort machten wir einen Abstecher ins Café Klint beim Design Museum und weiter auf die Papierøen, wo wir im Copenhagen Contemporary eine spannende und beeindruckende Ausstellung von Anselm Kiefer erleben konnten. Nach einer kurzen Visite im Copenhagen Street Food begaben wir uns zum bekannten Vergnügungspark Tivoli, wo wir einer Vorstellung des Pantomimentheaters beiwohnten, im Restaurant Kiin Kiin Piin To assen, auf einer Attraktion mitfuhren und einfach durch die schönen Blumengärten schlenderten bis es Zeit fürs Schlafengehen war. Am folgenden Morgen musste ich leider meine Siebensachen erneut zusammenpacken und mich zum Flughafen Kastrup begeben, um mit einer SWISS-Maschine nach Zürich zurückzufliegen. Damit gingen drei abenteuerliche, interessante und erholsame Ferienwochen zu Ende und die Sehnsucht nach dem nächsten Ausflug in den Norden begann.
Scandinavian Summer - Part 3

Freitag, 31. Mai 2013

London's calling

Nach rund zwei Jahren zog es uns wieder einmal Richtung unserer zweiten Heimat auf der Insel. Dieses Mal flogen wir mit der SWISS ab Basel Euroairport und wurden für den Kurzurlaub über das verlängerte Pfingstwochenende von Sabines Schwester und ihrer Familie begleitet. Da wir am Freitagmorgen in aller Frühe bereits abflogen und der Flughafen noch nicht mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar war, wurden wir freundlicherweise von meinen Eltern hingefahren. Nachdem alle eingetroffen, das Gepäck abgegeben und die Sicherheitskontrolle passiert war, konnten wir schon bald den Avro RJ-100 besteigen und Richtung London City Airport fliegen. Nach der Landung erhielten wir rasch unser Gepäck, konnten unsere Oyster-Cards aufladen und dann mit der DLR nach Bank und weiter mit der Tube via Victoria nach Vauxhall in die Gegend unserer Unterkunft fahren. Dank der guten Beschreibung, die wir von unseren Gastgebern erhielten, fanden wir nach kurzem Fussmarsch und einem Zwischenstopp bei Sainsbury's das gebuchte Haus problemlos. Nach dem freundlichen Empfang mit Erklärung des ganzen Hauses und einem kleinen Mittagessen starteten wir unser Sightseeing. Per Bus erreichten wir nach kurzer Fahrt Westminster, Big Ben und spazierten anschliessend ein wenig dem Ufer der Themse entlang und durch den St. James's Park zum Buckingham Palace. Danach war bereits Zeit für das Nachtessen und wir begaben uns für Fish 'n' Chips und ein Ale in ein Pub. Fürs Abendprogramm besuchten wir im Barbican Centre die Hip-Hop-Tanzshow Evening with Boy Blue / Legacy.
London Spring 2013 - Day 1

Nach dem Frühstück am Samstagmorgen fuhren wir als erstes zum Speakers' Corner, mussten aber enttäuscht feststellen, dass die Reden heute vermutlich nicht mehr live draussen, sondern via Internet verbreitet werden. Jedenfalls sahen wir keinen einzigen Redner. Weiter bummelten wir ein bisschen durch die Oxford Street und ihre Läden. Am Nachmittag besuchten wir bei einigermassen schönem Wetter die Tower Bridge, spazierten dann zuerst ein bisschen durch das hübsche Quartier Shad Thames und weiter dem South Bank entlang bis zur London Bridge. Dort nahmen wir den Bus und fuhren via King's Cross zum York Way, wo wir vor Jahren mal ein paar Monate wohnten. Nachdem wir unsere ehemalige Haustür, die immer noch gleich aussieht besichtigt hatten, machten wir noch einen Abstecher ins alternative Camden Town. Das Nachtessen genossen wir anschliessend an einen für uns speziellen Ort, nämlich bei "unserem" Inder Bangalore Brasserie in der Brecknock Road, wo wir trotz zweijähriger Abstinenz vom freundlichen Kellner immer noch erkannt wurden. Das Essen hat uns dort wie immer sehr gut geschmeckt!
London Spring 2013 - Day 2

Am Sonntag war dann nochmals ein bisschen Sightseeing angesagt. Zuerst gings zu den grossen Löwen und der Nelsonsäule auf dem Trafalgar Square. Von dort bewegten wir uns weiter Richtung Leicester Square, wo es eine M & M's World gibt. In diesem Flagshipstore sind auf vier Etagen alle Produkte von T-Shirts über Tassen zu Spielzeugen den kleinen bunten Schokoladekugeln gewidmet. Als nächste Station besuchten wir die Markthalle bei Covent Garden. Nach dem Mittagessen in unserm Haus teilten wir uns auf. Die Frauen spazierten der Themse entlang und besuchten Tate Modern, während die Männer das Kriegsschiff HMS Belfast besichtigten. Später trafen wir uns wieder und flanierten durch die lieblichen St Katharine Docks, bevor wir mit dem historischen Routemaster-Bus auf der Linie #15 ein bisschen durch die Stadt fuhren und anschliessend in China Town Essen gingen. Zum Dessert gönnten wir uns danach noch eine leckere Häagen Dazs-Glacé wieder auf dem Leicester Square.
 

London Spring 2013 - Day 3

An unserem letzten Tag verabschiedeten wir uns von den netten Gastgebern und machten uns auf Richtung City-Flughafen. Dort konnten wir jedoch noch nicht einchecken, aber immerhin das Gepäck zur Aufbewahrung abgeben, so dass wir mit etwas weniger Ballast unterwegs waren. Erster Programmpunkt war eine Fahrt - oder ein Flug? - mit der Emirates Air Line, einer Luftseilbahn über die Themse. Nach diesem Spass fuhren wir per Bus weiter nach Greenwich, wo wir uns nochmals Pubfood inklusive einem Getränk zu relativ günstigen Preisen genehmigten. Frisch gestärkt wanderten wir durch die schön weite Landschaft des Greenwich Park zum Royal Obervatory, wo sich der sogenannte Null-Meridian befindet. Doch im Gegenstatz zu früheren Besuchen, konnte man diesen nicht mehr gratis betreten. Also marschierten wir den Hügel wieder runter und wechselten die Seite der Themse dieses Mal unten durch via Greenwich Foot Tunnel. Nach einer kurzen Fahrt mit der DLR verbrachten wir als letzte Station noch etwas Zeit inmitten der Hochhäuser des Businessviertels Canary Wharf. Danach gings zurück zum Flughafen und von dort in einem restlos ausgebuchten - es wurden sogar zwei Freiwillige für eine weitere Übernachtung in London mit Rückflug am nächsten morgen gesucht - Flugzeug wieder nach Basel, wo wir praktischerweise von meinen Eltern abgeholt wurden. Vielen Dank für diesen Service!
London Spring 2013 - Day 4

Es war herrlich wieder einmal in dieser grossartigen Stadt zu sein und dazu noch in netter Gesellschaft sowie einer tollen Unterkunft.

Sonntag, 8. Juli 2012

Ein faszinierendes Spektakel - Teil 2

Es dauerte nicht lange bis zu unserem zweiten Anlauf Cyclope 2012 ganz zu sehen. Wir waren von dem, was wir bereits gesehen hatten dermassen begeistert, dass wir sobald wie möglich den Rest noch geniessen wollten. Also unternahmen wir bereits am Samstag bei besseren Wetteraussichten den nächsten Versuch. Um kurz nach 21 Uhr nahmen wir erneut auf der heute noch besser gefüllten Tribüne Platz und freuten uns auf das zu erwartende Spektakel, das auch schon bald darauf begann. Da auf der Bühne meistens so viel gleichzeitig los war, hatten wir nun im ersten Teil die Chance uns auf andere Schauplätze als am Vorabend zu konzentrieren und das Stück neu zu erleben. Da heute weit und breit kein Regentropfen zu sehen war, konnten die Artisten bei ihren Kunststücken viel mehr zeigen als tags zuvor. Die Darbietungen am Trapez, an den Stangen und auf dem Sprungbrett waren erneut schlicht sensationell. Nach rund der halben Spielzeit kamen wir zum Teil, den wir noch nicht gesehen hatten. Die Geschichte nahm ihren Lauf und der Zyklop wurde tanzend und artistisch langsam zusammengebaut. Er erhielt ein Auge mitsamt Augenlid und einen roten Mund, so dass er am Ende eine nicht von der Hand zu weisende Ähnlichkeit mit dem Werk von Jean Tinguely aufwies. Auch an diesem zweiten Abend liegt die Faszination wieder beim Zusammenspiel zwischen der Geschichte, den Weltklasse-Artisten und dem starken Live-Musik-Ensemble, welches eine prickelnde Atmosphäre entstehen lässt. Zum grossen Finale gibt es noch eine Hommage an ein weiteres Werk von Jean Tinguely, indem Wasserschläuche an zuvor auf dem Rummelplatz installierte Trümmerteile angeschlossen werden. Es entsteht so eine Interpretation des Fasnachts-Brunnen. Schon während des Stücks gab es des öfteren Szenenapplaus des Publikums und am Ende kannte die Begeisterung fast keine Grenzen und die Künstler wurden mit einem grossen Applaus und einer stehenden Ovation für die geleistete Darbietung belohnt. Der Besuch dieses tollen Spektakels ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert!

Samstag, 7. Juli 2012

Ein faszinierendes Spektakel - Teil 1

Vor zehn Jahren fand auf dem Gelände zwischen Biel und Nidau die Landesausstellung Expo.02 statt. In diesem Jahr wird der heute noch Expoparc genannte Platz erneut belebt. Es findet dort nämlich seit dem 02. Juli und noch bis zum 15. September 2012 das von Jean Tinguely inspirierte Spektakel Cyclope 2012 statt. So machten wir uns gestern Abend voller Vorfreude auf Richtung Nidau und nahmen pünktlich zum Vorstellungsbeginn um 21.15 Uhr nach dem Eindunkeln unsere Plätze auf der Tribüne ein. Bald schon schlenderte der zwischen den Ruinen eines Rummelplatzes lebende Einzelgänger durch die Überreste der Buden, Stände und Attraktionen. Als dann auch die Musik aufzuspielen begann, tauchten die Geister der ehemaligen Bewohner und Artisten auf und zeigten ihre spektakulären Darbietungen tanzend, am und auf dem Seil, wie auch am Trapez. Passend zur genialen Soundkulisse des Live-Ensembles konnte man auch in einen düsteren, aber noch schön rötlich gefärbten Himmel blicken. Die Kunstücke der Artisten wurden immer waghalsiger und die herumliegenden Schrottteile nahmen langsam die Form eines riesigen Kunstwerks mit Nase und Ohr an. Doch leider öffneten sich nun die Wolken und liessen einen heftigen Regenschauer nieder, so dass das Openair-Theater nicht mehr weitergeführt werden konnte und die Zuschauer erstmal ins trockene Zelt nebenan flüchteten. Etwas später wurde uns dann mitgeteilt, dass die heutige Vorstellung leider abgebrochen ist und nicht mehr fortgesetzt werden kann. Das ist halt das Risiko bei Outdoor-Anlässen in Verbindung mit dem aktuell bei uns herrschenden Klima. Nichtsdestotrotz waren wir vom Gesehenen begeistert und werden uns sicherlich auch noch den Rest dieses genialen Spektakels ansehen!

Freitag, 17. Juni 2011

Pflanzen, Theater und Shopping

Auch in diesem Jahr statteten wir der City, die man als unsere zweite Heimat bezeichnen könnte, einen Besuch ab. So begaben wir uns am Pfingstsonntag mit der Bahn und dem AirportBus von Bernmobil zum Flughafen Bern-Belp, von wo wir einen SkyWork Airlines-Flug nach London City gebucht hatten. Dank Online Check-in mussten wir nur noch die Koffer abgeben und hatten etwas Zeit, um gemeinsam mit zahlreichen anderen Flughafen-Besuchern das schöne Wetter zu geniessen und dem Flugbetrieb zuzuschauen. Bald war es für uns an der Zeit die Sicherheitskontrolle zu passieren und nach kurzer Wartezeit in der Abfertigungshalle zum Flugzeug zu spazieren und darin Platz zu nehmen. In der gut gefüllten Maschine nahmen auch die Jungs von Young Guns, welche am Greenfield Festival gespielt hatten Platz. Bald schon startete der Pilot die Dornier 328 und wir überflogen die Stadt Bern und später den Jura, um nach rund anderthalb Stunden Flugzeit bei etwas windigen Bedingungen, aber trotzdem ganz sicher in London zu landen. Kurze Zeit später waren wir schon wieder im Besitz unserer Koffer und konnten mit der DLR bis Bank und von dort mit der Central Line nach Queensway fahren, von wo wir nach einem kurzen Fussmarsch unsere Unterkunft erreichten. Da es nun bereits etwas später war, gingen wir nur noch kurz fürs Nachtessen raus zu einer nahen Filiale von Nando's.
Am nächsten Morgen stärkten wir uns mit dem korrekten Continental Breakfast im umi Hotel und fuhren anschliessend per Bus an die Oxford Street, um bei Primark ein bisschen die neuen Kollektionen zu durchstöbern. Zum Zmittag fuhren wir wieder ins Quartier, wo sich unser Hotel befand zurück und assen bei GBK. Am Nachmittag ging's wieder per Bus zum British Museum. Dort wird im Vorhof momentan in Co-Produktion mit den Kew Gardens eine australische Landschaft mit vielen verschiedenen und ganz speziellen Pflanzen gezeigt. Das war sehr eindrücklich mitten in London eine solche Pflanzenvielfalt zu erleben. Danach besuchten wir noch den neuen, wunderschönen Apple Store bei Covent Garden, bevor wir in unsere alte Wohngegend in Camden fuhren, ein bisschen durch die Strassen spazierten und bei "unserem" Inder wie immer ein sehr feines Nachtessen genossen.
London 2011 - Part 1

Am Dienstag machten wir uns nach dem Frühstück auf zur Tubestation Bayswater und fuhren von dort bis zu den Kew Gardens, den königlichen botanischen Gärten, die wir vor rund drei Jahren bereits einmal im Winter besuchten. Zur Einstimmung nahmen wir an einer Guided Walk Tour teil und erhielten so einen guten Einblick ins Palm House und den Mediterranean Garden. Die nächsten paar Stunden verbrachten wir nun mit Bewundern und Bestaunen von unzähligen Pflanzen aus der ganzen Welt im Temperature House, in Baumkronenhöhe auf dem Xstrata Treetop Walk und beim Japanese Gateway. Auch ganz eindrücklich waren die mächtigen Sequoia-Mammutbäume im Redwood Grove und die traumhaften Seerosen im Waterlily House. Zum Abschluss unseres Besuchs sahen wir uns mehr oder weniger bekannte Gebirgspflanzen im Davies Alpine House und die ganze botanische Vielfalt von zehn Klimazonen im Princess of Wales Conservatory an. Die Kew Gardens sind wirklich sehr interessant und wir werden hoffentlich wieder einmal einen Abstecher dorthin machen können. Als nächstes Stand bei uns das Stück The School for Scandal im Barbican Theatre auf dem Programm. In einer zeitgenössischen Inszenierung von Deborah Warner wurde die Komödie von Richard Brinsley Sheridan aus dem 18. Jahrhundert in die heutige Zeit katapultiert - zumindest teilweise. Bereits vor Beginn des Stücks sah man die Schauspieler auf der Bühne eine Modeschau performen, das Spiel mit modernen Elementen und aktueller elektronischer Musik war typisch für die rund dreieinhalbstündige Aufführung. Danach gönnten wir uns als Dessert beim Leicester Square noch eine wie immer leckere Häagen-Dazs-Glacé.
London 2011 - Part 2

An unserem letzten Tag begaben wir uns morgens wieder zur Oxford Street, um nochmals ein bisschen Kleider zu shoppen. Zum Zmittag bestellten wir uns in einem Pub Fish and Chips und fuhren am Nachmittag noch ein bisschen mit dem Bus durch die Stadt, bevor wir uns von Bank aus mit der DLR wieder zum London City Airport aufmachten. Dort konnten wir Einchecken, rasch die Sicherheitskontrolle passieren und nach kurzer Wartezeit in der Lounge zum Gate gehen. Bald durften wir wieder die Dornier 328 von SkyWork Airlines besteigen und konnten bei schönem Wetter über den Wolken Richtung Bern-Belp schweben. Hier dauerte es nach dem Aussteigen etwa fünf Minuten bis wir unsere Koffer hatten und die Passkontrolle passierten, so dass wir draussen noch etwas auf den Bernmobil AirportBus warten mussten, um damit nach Bern und von dort mit dem Zug nach Hause zu fahren. Abschliessend kann man sagen, dass wir erneut ein paar sehr schöne und spannende Tage in London verbrachten und das Flugerlebnis mit SkyWork ab BRN wirklich grossartig ist!

Montag, 28. März 2011

Schweizer Lacher in der Kapelle

Als wir im Januar im TV die Sendung SwissAward - Die Millionen Gala schauten und dort die Verleihung des LifeTimeAwards an Emil sahen, war für uns klar, dass wir diesen ausserordentlichen Kabarettisten, solange er noch auftritt, gerne einmal spielen sehen würden. Vergangenen Mittwoch war es dann endlich soweit. Nach einem feinen und riesigen Cordon bleu im Restaurant Tramway spazierten wir durch den Breitsch zum Kulturlokal La Capella. Die ehemalige Wesley-Kapelle der Berner Methodisten wurde 1998 renoviert und dient seither als Veranstaltungsort für Kleinkunst. Pünktlich um 20 Uhr betrat Emil die mit einem Tisch und einem Stuhl ausgestatte Bühne und begann seine Vorstellung. Während rund 100 Minuten erzählte er nun in seiner typischen, humorvollen Art wahre Lügengeschichten aus seinem Leben und seinen Büchern. Die Geschichten stammten aus seinen Erlebnissen in der Schweiz, Deutschland und New York. Während des ganzen Programms mussten wir immer wieder schmunzeln oder teilweise laut herauslachen. Das war ein gelungener Abend, den wir mit einer Widmung Emils in seinem Buch Wahre Lügengeschichten krönten.

Montag, 8. März 2010

Blau und andere Farben

Gestern war es soweit und wir konnten das grosszügige Weihnachtsgeschenk von meiner Familie einlösen. Dazu reisten wir mit Zug und Tram nach Zürich-Oerlikon zum Theater 11, wo zur Zeit die Blue Man Group auftritt. Nachdem wir in der fünften Reihe unsere Plätze eingenommen hatten, wurden via Leuchtschrift einzelne Zuschauer begrüsst und einige Verhaltensanweisungen bekanntgegeben. Nun konnte die Show auch bereits beginnen und die Männer in Blau spielten ihre bekannten "Farbtrommeln", musizierten mit Abwasserröhren und interagierten mit dem Publikum. So bewegten sich die blauen Gestalten teilweise durch den ganzen Zuschauerbereich und holten für gewisse Nummern Leute aus dem Publikum auf die Bühne. Neben der typischen perkussionslastigen Musik, die von einer tollen Band begleitet wurde enthielt die Vorstellung auch geniale visuelle Effekte, wissenschaftliche Erklärungen und eine gute Portion Humor. Nach sehr kurzweiligen rund anderthalb Stunden beendete eine gewaltige "Papierschlacht" die geniale Vorführung und wir traten ganz zufrieden den Heimweg an. Vielen herzlichen Dank für dieses sehr schöne Geschenk!

Freitag, 19. Februar 2010

Konzert, Theater, Fussball und Co.

Vor einer Woche war es wieder mal soweit und wir machten einen Ausflug in unsere zweite Heimat nach London. Frühmorgens reisten wir mit dem Zug nach Genève-Aéroport danach mit easyJet nach Gatwick und von dort mit dem easyBus zur Tubestation Fulham Broadway, bevor wir unsere Unterkunft umi Hotel in der Notting Hill und Bayswater-Gegend erreichten. Nach dem Mittagessen, Zimmerbezug und ein bisschen relaxen, war es bereits Zeit Richtung Apollo Hammersmith aufzubrechen, wo wir das Konzert von Massive Attack besuchten. Die Show bestehend aus grossartigen visuellen Effekten und genialem Sound angereichert mit wunderbaren Gästen wie Martina Topley Bird und Damon Albarn war die Reise nach London bereits wert!
London 2010 - Day 1

Den zweiten Tag starteten wir mit einem tollen Continental Breakfast in unserem Hotel. Für den Rest des Tages begaben wir uns an die Oxford Street und widmeten uns intensivem Shopping bei Primark und River Island. Zum Nachtessen genehmigten wir uns Salat, respektive einen scharfen Burger bei Gourmet Burger Kitchen und danach die wohlverdiente Nachtruhe im Hotel. Am dritten Tag entschieden wir uns für einen Besuch im V & A, wo zur Zeit gerade die Sonderausstellung Decode: Digital Design Sensations stattfindet. Nach dem Betrachten der teilweise faszinierenden Projekte aus der digitalen Welt, schlenderten wir noch ein bisschen durch andere Bereiche dieses sehr spannenden Museums. Nach der Schliessung fuhren wir mit der Tube zum Barbican Centre und besuchten eine Vorstellung des Stücks 11 and 12 von Peter Brook.
London 2010 - Day 3

Am Sonntag stand zuerst ein gemütlicher Bummel durch die Gegend beim Covent Garden und danach das FA-Cup-Spiel zwischen dem Fulham FC und dem Notts County FC im Craven Cottage auf dem Programm. Unter den Ersatzspielern des Heimteams konnten wir den ehemaligen Schweizer Nationaltorwart Pascal Zuberbühler und an der Seitenlinie den Ex-Nationaltrainer Roy Hodgson ausmachen. Das Spiel war im Mittelfeld ziemlich ausgeglichen, jedoch sobald es in Strafraumnähe ging, zeigten sich die paar Ligen Unterschied recht deutlich und der Premier-League-Vertreter konnte sich deutlich mit 4 zu 0 gegen den viertklassigen Gast durchsetzen. Den Tag beschlossen wir mit einem einmal mehr sehr feinen Mal bei unserem Stamm-Inder Bangalore Brasserie in der Brecknock Road.
London 2010 - Day 4

An unserem letzten Tag fuhren wir noch zum Holland Park und machten einen angenehmen Spaziergang durch diesen schönen Naturflecken mitten in der Grossstadt, bevor es bereits wieder Zeit war nach Luton aufzubrechen und von dort mit rund einer Stunde Verspätung nach Genf zurückzufliegen.

Montag, 14. September 2009

Valser Wasser, Familienfest und Oper in Annemasse

Bereits zu Beginn der letzten Woche haben wir mit meinen Eltern einen Ausflug nach Vals in die Therme unternommen. Nach einer langen Anreise mit SBB, RhB und Postauto via Zürich, Chur und Ilanz erreichten wir am späteren Vormittag den Ursprungsort des Valser-Mineralwassers und Heimat der berühmten und architektonisch sehr reizvollen Felsentherme, welche von Peter Zumthor entworfen wurde. Nach mehrstündigem Badevergnügen in den unterschiedlich warmen (und zum Teil auch kühlen) Becken machten wir uns wieder auf den Rückweg ins Unterland. Da es mittlerweile bereits etwas später geworden war und wir Hunger hatten, machten wir in Zürich einen Zwischenhalt und genossen eine feine Pizza im Molino am Limmatquai, bevor wir ins Seeland zurückkehrten.
Therme Vals


Am vergangenen Wochenende fand ab Mittag im Waldhaus in Busswil ein Treffen mit den Onkeln, Tanten, Cousinnen und Cousins väterlicherseits statt. Beim gemütlichen Zusammensein wurde geredet, grilliert und vom herrlichen Dessertbuffet gekostet. Gegen Abend reisten wir wieder einmal Richtung Westen. Zuerst mit dem Zug nach Genf und von dort mit einem Shuttlebus weiter über die Grenze nach Annemasse, wo anlässlich des Bâtie-Festivals im Château Rouge eine Vorstellung der renommierten Theatergruppe Hotel Pro Forma stattfand. Ihr neustes Werk Tomorrow, in a year - A Darwin electro-opera erzählt mittels Projektionen, Tanz, elektronischer Musik, Gesang und einer genialen Bühnenarchitektur Darwins Leben in drei Teilen. Das Zusammenspiel der verschiedenen Elemente ist hervorragend gelungen und das Werk absolut sehenswert! Nach der Vorstellung checkten wir zum Übernachten im Hotel St. André ein. Am Sonntag begaben wir uns nach dem Déjeuner zum Bahnhof von Annemasse und liessen uns dort vom SNCF-Angestellten erklären, dass es sonntags nur drei Zugsverbindungen zwischen Annemasse und Genève gibt und der nächste Zug somit erst abends um sechs fahren würde. Glücklicherweise erhielten wir aber auch noch den Tipp, dass man mittels Stadtbus bis zur Grenze in Moillesullaz und von dort dann mit dem tpg-Tram zurück nach Genève, Cornavin fahren kann, was wir dann auch machten und von dort wieder zurück nach Biel reisten.

Samstag, 5. September 2009

Erzwungene Unterhaltung und Dada

Zur Zeit findet am unteren Ende des Lac Léman La Bâtie - Festival de Genève statt. Aus dem reichhaltigen Programm mit Anlässen aus den verschiedenen Disziplinen wie Tanz, Theater und Musik haben wir uns einige ausgesucht und nun teilweise bereits auch besucht. So begaben wir uns am Donnerstag in die Salle des Eaux-Vives für den Auftritt der britischen Theatergruppe Forced Entertainment. In ihrem Stück Spectacular erzählt ein Schauspieler, gekleidet in einem alten Trainingsanzug mit aufgemaltem Skelett, auf einer kargen Bühne, dass eigentlich alles anders wäre. So gäbe es normalerweise einen Warm-up-Guy, eine Band, eine Showtreppe und er sei sich überhaupt nicht sicher, ob er der richtige für diese Rolle sei. Etwas später wird er durch eine Schauspielerin unterbrochen, die nun die grosse Agonieszene spielen will. Für den Rest des Stückes konkurrieren nun beide um die Gunst des Publikums und spielen geschickt mit allen Aspekten des traditionellen Theaters. Das Stück lebt von den beiden grossartigen Schauspielern und dem britischen Humor - richtig erzwungene Unterhaltung :-) Etwas weniger lustig war dann die Heimreise, welche wegen eines Lokdefektes erst 45 Minuten später als geplant angetreten werden konnte.

Bereits am Freitag fuhren wir wieder in die Calvinstadt. Dieses Mal lockte uns Franz Treichler - normalerweise Sänger von The Young Gods - ins Casino Théâtre für sein Projekt Franz Treichler plays Dada. Zur Projektion von acht Filmen aus der Dada-Bewegung oder zumindest beeinflusst davon, erschuf Treichler mit elektronischer Hilfe und einer akustischen Gitarre Soundwelten, die die Wirkung der Filme noch verstärkten. Ein sehr spezieller Event, der teilweise beinahe schmerzhaft war, aber doch einen interessanten Einblick in diese Kunstform gab. Danach fuhren wir dieses Mal planmässig wieder zurück nach Biel.

Samstag, 6. Dezember 2008

Ch'tis, Shakespeare und Grittibänze

Letzte Woche am Dienstag stand der alljährliche Büro-Weihnachtsanlass unter dem Motto "Dank an alle" auf dem Programm. Nach dem obligaten Jahresrückblick marschierten wir für das Apéro zum Ländtetor im Berner Mattequartier und später weiter in die Cinématte für den sehr witzigen Film Bienvenue chez les ch'tis. Das Nachtessen wurde uns danach im Restaurant Zähringer serviert.

Am Freitag schauten wir uns im Stadttheater Biel das Stück Was ihr wollt von William Shakespeare an. Das Schauspiel wurde im Jahre 1601 geschrieben und dreht sich um die Liebe unter Adligen in Illyrien. In einer Verwechslunggeschichte herrschte zwischendurch ziemlich Verwirrung, bevor sich zum Ende das Meiste zum Guten wendet. Diese Inszenierung von Katharina Rupp ist unter anderem mit dem Einsatz von modernen Musikinstumenten und Liedern aufgefrischt. Besonders erwähnenswert ist die herausragende Darstellung des Narren.

Passend zum Samichlaustag erschuffen wir am Samstag eine Gruppe Grittibänze, welche in den kommenden Tagen nun verspiesen werden.

Grittibänze

Montag, 19. November 2007

Honour Bound

Unser Wochenende starteten wir wieder bei einer Theateraufführung im Barbican Centre. Dieses Mal hatten wir Karten für das Stück Honour Bound. Auf der in einen Käfig verwandelten Bühne erzählten vier Tänzer und zwei Tänzerinnen die Geschichte des Australiers David Hicks, der in Afghanistan von den Amerikanern verhaftet wird und einige Zeit ohne formelle Anklage auf Guantánamo gefangen gehalten wird. Unterstützt werden die Darsteller von Projektionen, Licht- und Toneffekten. Die Vorführung ist recht eindrücklich und regt zum Nachdenken über die von den Vereinigten Staaten eingesetzten Praktiken an.



Nach der Vorstellung fuhren wir per Tube ans Thames-Ufer und genossen von der Golden Jubilee Bridge ein herrliches Panorama des nächtlichen Londons. Den Abend beendeten wir mit einem Drink in einer Bar in den Bögen unter einer Eisenbahnbrücke in der Nähe der Waterloo Station.

Samstag, 10. November 2007

Theater im Barbican und British Museum

Am Freitag abend fuhren wir mit der Tube zum Barbican Centre, einem riesigen Kulturzentrum, das mit seiner typischen Bauweise und den charakteristischen Farbtönen ein architektonisches Highlight aus den späten 70er und frühen 80er Jahren darstellt. Der ganze Komplex, mitten im zentralen Stadtteil City of London gelegen, beherbergt Raum für Veranstaltungen aus den Bereichen theatre, art, dance, film, education und music. Unser Interesse galt dem Tanztheater roadkill, welches im sogenannten The Pit programmiert war. Das Stück handelt von einem Paar, das im australischen Outback gestrandet ist und dessen Auto, sowie die nächstgelegene Telefonzelle nicht mehr funktionieren. Später taucht noch eine weitere Person auf und die drei Darsteller erleben und performen verschieden Situationen wie z. B. einen Autounfall in Zeitlupe und im Rückwärtsgang. Tanztheater auf höchstem Niveau, das uns beiden sehr gut gefallen hat!

Wieder einmal früh aufstehen hiess es am Samstag morgen, weil wir gerne zwei der begehrten Eintrittskarten für die vielgelobte Ausstellung The First Emperor - China's Terracotta Army im British Musuem erobern wollten. Der Vorverkauf wurde schon lange geschlossen und es sind lediglich noch täglich rund 500 Tickets direkt vor Ort erhältlich. Als wir um 9am beim Museum ankamen konnten wir mit vielen weiteren Besuchern relativ zügig ins Gebäude eintreten, mussten aber drinnen in einer langen Schlange anstehen. Eine Stunde später war es aber zu unserer Erleichterung geschafft und wir waren im Besitz von zwei Eintrittskarten für den Timeslot um 12.20. Zur Überbrückung der Wartezeit und Einstimmung besuchten wir einen Ausstellungssaal mit Exponaten aus China, Südost- und Südasien.

British Museum

Um 12.20 war es dann soweit und wir konnten den Lesesaal, der erstmals in einen Ausstellungsraum umfunktioniert wurde, betreten und in die Welt des First Emperor Qin Shihuangdi eintauchen. Er wurde 259 v. Chr. geboren, 246 v. Chr. als 13jähriger zum König der Provinz Qin ernannt und 221 v. Chr nach der Eroberung anderer Teilstaaten wird er der First Emperor of China. Bereits kurz nach seiner Krönung zum König von Qin beginnt er mit dem Bau seiner Grabstätte, welche erst mehr als dreissig Jahre später beendet wird und heute als eine der grössten archäologischen Fundstätten der Welt gilt. Neben seinem Grabhügel wurden auf dem rund 56 Quadratkilometer grossen Areal auch mehrere Gruben mit rund 7000 Terrakottasoldaten gefunden. Einige dieser faszinierenden Tonfiguren konnten wir heute in der Ausstellung bestaunen.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Battersea Arts Centre und ZSL London Zoo

Am Freitag abend gingen wir eine Theatervorstellung schauen. Im Studio 68 des Battersea Arts Centre wurde das Stück Between the Devil and the Deep Blue Sea des Ensemble 1927 aufgeführt. Die Vorstellung war eigentlich schon ausverkauft und wir konnten lediglich die Tickets von jemandem erben, der sie nicht abholen kam. Nachdem wir ins nach drinnen begaben, waren wir dann etwas weniger überrrascht, dass bereits sold out war: der Raum war ziemlich klein und bot nur rund dreissig Zuschauern Platz. Vor Beginn des Spektakels deckten wir uns an der Bar noch mit einem Getränk ein und warteten gespannt bis es losging. Das Stück bestand aus einigen kurzen Geschichten, welche von zwei Schauspielerinnen dargestellt wurden. Unterstützt wurde die Performance durch Videoprojektionen und musikalisch begleitet von einer Pianistin.

Unser samstäglicher Ausflug führte uns ganz in der Nähe in den London Zoo der Zoological Society of London. Dieser wunderschöne Tierpark, im Regent's Park gelegen, beherbergt mit über 650 verschiedenen Arten die umfangreichste Tiersammlung Britanniens. Sehr eindrücklich sind diejenigen Gehege, welche man betreten kann und nicht mehr durch einen Zaun von den Tieren getrennt ist. Davon gab es je eines mit Vögeln, allerlei Urwaldgetier, Schmetterlingen und Affen. Weiter speziell erwähnt werden muss sicherlich auch das brandneue erst im Frühling 2007 eröffnete moderne und geräumige Gorilla Kingdom, in welchem momentan drei dieser grossen Mennschenaffen zu Hause sind.

ZSL London Zoo


Zum Ausklang des Weekends waren wir heute noch etwas Exklusives essen. Als Erinnerung an unsere ersten gemeinsamen Ferien in Bruxelles gingen wir in das belgische Restaurant Belgo Noord in der Nähe der Tubestation Chalk Farm. Als Hauptgang bestellten wir Mussels mit Frites und dazu eines der unzähligen belgischen Biere. Das Restaurant befindet sich in einem Keller und wird über eine Treppe durch einen schmalen Gang betreten. Die Einrichtung ist ziemlich trendy und gestylt. Ausserdem scheint das Lokal sehr angesagt zu sein, auf jeden Fall waren schlussendlich alle Tische besetzt und das Servierpersonal ziemlich beschäftigt!

Dienstag, 9. Oktober 2007

Camden Markets, Bootsfahrt auf dem River Thames und experimentelles Theater

Am Samstag fuhren wir mit dem Bus Route 29 von unserer Wohnung hinunter nach Camden Town, um dort ein bisschen durch die Camden Markets zu streifen und ein paar Einkäufe für notwendige Haushaltsartikel zu erledigen. Die Camden Markets bestehen aus vielen kleinen und grösseren Verkaufsständen verteilt auf verschiedene Gebiete wie Camden Lock, Horse Hospital und Camden Canal. Angeboten werden vor allem Kleider und Accessoires, aber auch Antiquitätenmöbel und diverse Leckereien zum Speisen. Nach einigem Bummeln durch die vielfältigen Stände, hatten wir Lust etwas zu essen und bestellten eine Cottage Crêpe (mit Cheddar Cheese, Ham and Garlic Mushrooms). Diese war sensationell und ist die beste Crêpe, die ich jemals irgendwo ass!! Nach dem Marktbesuch gingen wir weiter zur Camden High Street, wo wir unter anderem einen Föhn in einer Argos-Filiale kauften. Bei Argos sucht man sich zuerst die Ware im Katalog aus, notiert die Artikelnummer auf einem Zettel und bezahlt dann entweder per Karte am Automaten oder mit Bargeld an der Kasse. Nach kurzer Wartezeit kann man dann seinen Einkauf am Collection Point abholen.

Camden Markets

Der Sonntag
bestand aus einer Kombination von Vergnügen und Recherchen für Sabines Studium. Zuerst reisten wir per Bus und Tube zum Westminster Millenium Pier, wo wir uns ein Ticket für eine Schifffahrt von dort nach Greenwich kauften. Die Fahrt auf dem River Thames dauerte rund eine Dreiviertelstunde und führte an zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie dem London Eye, der Tower Bridge, Canary Wharf und wie sie alle heissen vorbei. Um die ganze Aussicht zu geniessen hielten wir uns immer auf dem zügigen Oberdeck auf, was ich nun anhand einer leichten Erkältung spüre. Nach der Ankunft am Greenwich Pier spazierten wir kurz durch das beschauliche Städtchen zur DLR-Station Cutty Sarks, um via Canary Wharf, wo wir auf die Jubilee Line wechselten nach North Greenwich zu fahren. Von dort ging es weiter mit einem Bus zur Thames Barrier, der Hochwasserschutzanlage Londons.

Bootsfahrt Westminster Pier - Greenwich Pier

Nachdem wir dieses imposante Bauwerk besichtigt hatten, fuhren wir per Bus nach Peckham, um dort im Area 10 Project Space das experimentelle Theaterstück "A Funeral for Don Quixote" zu schauen, welches von einem Dozenten von Sabine geschrieben und directed wurde.

Mittwoch, 12. September 2007

Duke of York's Theatre

Gestern abend unternahmen wir einen Ausflug ins berühmte Theaterviertel West End. Anlass war mein Geburtstagsgeschenk für Sabine: der Besuch des Stücks "In Celebration" mit Orlando Bloom. Vor der Show waren wir noch in einem Spaghetti House eine Pizza essen und fanden uns einige Minuten vor Beginn auf unseren Plätzen im Upper Circle ein. Nachdem die Glocke einige Male geläutet hatte und alle Besucher sich auf ihren Sitzen eingefunden hatten, konnte die Vorstellung beginnen. Die Geschichte handelte von einem Vater, seiner Frau und ihren drei Söhnen, welche sich zu einer Feier für den Vater zusammenfanden. Ort dieser Handlung war das Elternhaus ungefähr in den 1960er Jahren. Nach der rund zweistündigen Aufführung gingen wir kurz in ein Pub in der Nähe, um etwas zu trinken und nachher nochmals zurück vor das Theater, wo nun Orlando Blum umringt von einer ganzen Schar vornehmlich asiatischer Touristinnen Kusshändchen und Autogramme verteilte. Kurz darauf verschwand er wieder im Theatergebäude und wir beobachteten noch ein bisschen die Frauen, welche alle ganz hysterisch erfreut waren über die gelungenen Fotoaufnahmen und das Erlebnis Orlando aus der Nähe gesehen zu haben, als plötzlich die Türe neben uns aufgerissen wurde und Mr Bloom mit seinem Hund und einem Rucksack herausstürmte und mit einem freundlichen "Bye, good night" in unsere Richtung joggend in der Londoner Nacht verschwand.