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Samstag, 18. März 2017

Idylle im Sandsteingebirge

Am vergangenen Sonntag entschieden wir uns eine erste Wanderung aus dem Buch Bierwandern Schweiz von Monika Saxer in Angriff zu nehmen. Nach kurzem Blättern fiel unsere Wahl auf die Tour Bucheggberg, da diese nicht allzu weit von uns entfernt startet. Die Anreise erfolgte mit dem Zug nach Solothurn und von dort mit dem Postauto weiter nach Lohn-Lüterkofen. Ab hier nahmen wir zuerst den Weg entlang dem Biberenbach nach Lüterkofen und dann über die Höchi mit wunderschöner Aussicht Richtung Alpen nach Küttigkofen unter die Füsse. Unterwegs konnten wir an den Pflanzen schon zahlreiche Knospen als Boten des Frühlingsbeginns feststellen. Weiter folgten wir dem Mülibach auf dem Pfad der 3. Solothurner Waldwanderung durch das romantische Mülital. Dabei kamen wir an verschiedenen interessanten und auf Informationstafeln beschriebenen Punkten wie einer Sandsteinhöhle, einem Quellaufstoss und einem alten Mühlenstein vorbei. Später marschierten wir durch idyllischen Mischwald und hatten von einer Bank aus einen faszinierenden Ausblick auf die Jurakette mit Weissenstein, Grenchenberg und Chasseral. Nach dem Durchschreiten des Weilers Wölftürli führte uns der Weg nochmals etwas durch den Wald und dann leicht hinunter zu unserem Zielort Aetigkofen, wo wir uns im Restaurant zum Bären ein wohlverdientes Buechibärger Helles von der lokalen Brauerei Buechibärger Bier gönnten. Anschliessend erfolgte die Heimreise mittels Postauto nach Lohn-Lüterkofen, weiter mit dem RBS-Zug nach Solothurn und dem ICN nach Biel. So fand bereits unser zweiter schöner Wandertag des Jahres seinen Abschluss und lässt Vorfreude auf weitere Abenteuer zu Fuss aufkommen.
Wanderung: Lohn-Lüterkofen - Aetigkofen

Montag, 2. Mai 2016

Bier hier, Bier da

Zum Braukurs, den ich anfangs März in Solothurn absolvierte, gehörte rund 5 Wochen später natürlich auch noch die Degustation des Resultats. So fand ich mich gegen Mitte April erneut in den Lokalitäten der Öufi-Brauerei ein und konnte unter fachmännischer Anleitung von Alex Künzle und seinen Söhnen und Braumeistern gemeinsam mit einem Grossteil der anderen Kursteilnehmer die beiden gelungenen Biere probieren. Begleitet wurde das Ganze auch dieses Mal von einem leckeren, währschaften Menü und interessanten Gesprächen über Bier und Brauen.

Ende April wurde Solothurn erneut zur Schweizer Bierhauptstadt anlässlich der 14. Solothurner Biertage. Diesen Anlass nutze ich am vergangenen Donnerstag für einen kurzen Abstecher in das Festzelt mit rund 100 verschiedenen Bieren von mehr als 30 Klein- und Mittelbrauereien. Da es mir etwas zu viele Leute hatte, begnügte ich mich vor Ort mit dem Genuss eines Rotchäppli Red Ale von BertBier aus dem luzernischen Luthern und versorgte mich mit einem Souvenir-Paket mit zehn verschiedenen Bieren, um zu Hause meine privaten Biertage zu zelebrieren. Einer der erworbenen Gerstensäfte fiel leider bereits auf dem Heimweg einem kleinen Unfall zum Opfer, während die anderen neun in den vergangenen und nächsten Tagen genüsslich verkostet werden.

Damit ich auch nach dem Genuss der Biertage-Erinnerung nicht auf dem Trockenen sitze, erhielt ich vom Team von Bierliebe.ch freundlicherweise ein Probierpaket des Monats April aus ihrem Abonnement zugestellt. Darin enthalten sind jeweils zwei Flaschen von drei regionalen Schweizer Brauereien. Über den interessanten Service und den Inhalt des Pakets werde ich nach erfolgter Degustation noch berichten.

Freitag, 11. März 2016

Projekt Everyday IPA - Der Braukurs

Um besser zu verstehen, was ich bei meinen Brauversuchen genau mache und wie ich diese optimieren kann, meldete ich mich vor einiger Zeit für einen Bierbraukurs an. Am vergangenen Samstag war es dann soweit und ich fuhr am Morgen mit dem Zug nach Solothurn und dort mit dem Bus weiter zur Öufi-Brauerei. Nachdem alle Teilnehmenden eingetroffen und mit Bier oder Kaffee versorgt waren, eröffnete Alex Künzle, Inhaber der Brauerei, den Kurs. Nun wurden die rund 37 Interessierten in zwei Gruppen den beiden Braumeistern Moritz Künzle und Thomas Füller zugeteilt und die Arbeit konnte beginnen. In meiner Gruppe starteten wir mit der Herstellung eines dunklen Sudes unter der kompetenten Anleitung des - nach eigener Aussage -  "Quoten-Deutschen" Thomas. Bei der anderen Truppe wurde nach Anweisung von Moritz ein helles Bier gebraut. Zu den Teilnehmenden des Braukurses zählte auch ein Team des Rothus-Verlages, welches den Anlass fotografisch dokumentierte und anhand vieler Notizen in einem Beitrag in einer der nächsten Ausgaben des Wandermagazins SCHWEIZ darüber berichten wird. Während des Maischekochens erhielten wir eine spannende Führung durch die Brauerei, welche erst kürzlich um ein neues Sudhaus und eine Flaschenabfüllanlage erweitert wurde. Zur Mittagszeit wurde eine leckere, typische Biermahlzeit bestehend aus Weisswürsten, Fleischkäse und Kartoffelsalat serviert, bevor es am Nachmittag mit dem Hopfenkochen und interessanten Informationen aus der Geschichte des Bieres weiterging. Der Brauvorgang wurde danach mit dem Kühlen des Sudes, Abfüllen in den Gärtank und Zugabe der Hefe für den heutigen Tag abgeschlossen. Unter den Bierinteressierten konnte danach weiterhin gefachsimpelt und im Austausch mit den Braumeistern Fragen geklärt werden, bevor ich später zufrieden über den angenehmen und lehrreichen Tag die Heimreise antrat. Der Gerstensaft wird nun rund fünf Wochen im Gärkeller reifen, damit wir im April das hoffentlich gelungene Ergebnis bei einem Nachtessen geniessen können.
Braukurs in der Öufi-Brauerei

Donnerstag, 30. April 2015

Blumen und Mehr

Nach den beiden Wandertagen hatten wir zum Abschluss unserer Ferien im Süden der Schweiz, welche leider bereits seit zwei Wochen vorbei sind, noch ein etwas gemütlicheres Programm. Von Magadino fuhren wir hinunter nach Vira und einen Hügel weiter wieder hinauf Richtung Piazzogna / Vairano bis zum wunderbaren Parco Botanico del Gambarogno, der vom Baumschulisten Otto Eisenhut angelegt wurde. In einem rund einstündigen Rundgang liessen wir uns von den herrlich blühenden Kamelien, Magnolien, Rhododendren und Azaleen verzaubern. Den Nachmittag verbrachten wir später auf der anderen Seite des Sees bei einem Bummel durch Locarno inklusive gemütlichem Sitzen in einem Café auf der Piazza Grande. Am Abend durften wir im Ristorante al Grottino in Piazzogna ein sehr feines Risotto ai porcini mit Saltimbocca und passend dazu ein Boccalino Merlot geniessen.

Ticino 2015 - Parco Botanico del Gambarogno


Am Mittwoch hiess es dann Abschied nehmen vom Tessin und so machte ich mich mit der Vespa auf Richtung Norden. Zuerst nach Bellinzona, dann die Leventina hinauf bis zum Mittagshalt in Airolo. Weiter führte mich die Fahrt durch den Gotthard-Tunnel, durchs Urnerland und über die Axenstrasse via Küssnacht nach Luzern. Von dort ging es weiter über Willisau, Herzogenbuchsee und Solothurn bis ich gegen Abend nach einer schönen Tour die Endstation Biel erreichte.

Freitag, 15. November 2013

Weinentdeckungen

Wie in jedem Jahr war es auch in diesem November wieder Zeit für die Bieler Weinmesse Vinifera im Le Pavillon. Bei unserem Rundgang am vergangenen Donnerstagabend statteten wir zum Auftakt dem regionalen Schaumweinproduzenten Mauler einen Besuch ab und degustierten einige feine trockene Vins mousseux. Nächster Halt war beim Walliser Familienunternehmen Cave Sainte-Anne, wo wir uns durch die typischen Walliser Rebsorten führen liessen. Danach waren wir bereit für den Genuss von purem, natürlichen Wein am Stand von Vinomax. Dabei konnten wir einige intensive Entdeckungen machen und werden sicherlich demnächst einmal bei der Boutique in der Bieler Altstadt (Ring 7) vorbeischauen. Zum Abschluss nach diesem leidenschaftlichen Genuss begaben wir uns zum Stand der jungen Solothurner Weinhandlung Vincoeurs, wo wir neben interessanten Gesprächen auch ganz tollen Moscato d'Asti und Dessertwein geniessen durften. Damit fand unser Vinifera-Besuch unter dem Motto "Klein, aber fein" seinen Abschluss.

Montag, 4. März 2013

Musik, Musik und Text

Die beiden letzten Wochenenden durften wir jeweils spezielle kulturelle Anlässe besuchen und geniessen. Noch im Februar reisten wir wieder einmal nach Solothurn und begaben uns dort in den Kulturm. Dabei handelt es sich um einen alten Turm am Rande der Altstadt, der heute als Kulturlokal mit einer Lounge-Bar und einem Konzertsaal dient. Auf dem Programm stand ein Konzert des Ausnahme-Bassisten Mich Gerber and Friends. Seine wie immer aussergewöhnlichen Klanglandschaften wurden diesmal von den Freunden Gert Stäuble (von Züri West) am Schlagzeug und Andi Pupato als Perkussionist angereichert. Nach dem wir Mich an den letzten Konzerten jeweils als Solokünstler gehört hatten, war es ganz interessant ihn mal wieder mit Begleitung zu geniessen. Wir konnten an diesem Abend wunderbar in die spezielle Atmosphäre des Lokals und der Musik eintauchen und einen tollen Abend verbringen.



Ebenso ein besonderer Anlass findet während des Monats März im Kulturraum Arthur statt. Das Lokal verwandelt sich nämlich jeden Abend in den Goodnightsalon und bietet bis zu vier Interessierten Gelegenheit einen gemütlichen Abend zu verbringen. Wir reservierten uns zwei Plätze für den vergangenen Sonntag abend. Pünktlich um 20 Uhr trafen wir ein und wurden von den Gastgebern Regina Dürig und Christian Müller empfangen. Nach gegenseitigem Vorstellen bei feinem Hendrick's Gin kamen wir anschliessend in den Genuss einer privaten Performance von Christian, der mit in Island aufgenommenen Bassklarinetten-Tönen improvisierte und Regina mit starken Texten, die ebenfalls in Island entstanden. Danach blieb nochmals ein bisschen Zeit zum gemütlichen Gespräch und Gedankenaustausch. Die weiteren Plätze im Salon sind schon beinahe alle ausgebucht, wer das noch erleben möchte muss sich also mit der Anmeldung beeilen.

Sonntag, 16. September 2012

Jura geniessen

Vergangenen Samstag wurden wir von einem befreundeten Paar zu einem Ausflug in den Jura eingeladen. Zuerst fuhren wir mit dem Auto Richtung Berner Jura, dann weiter in den Kanton Jura bis zur Gemeinde Saulcy und dort die Hügel hinauf zur Auberge Jolimont. Nach kurzer Konsultation der Karte entschieden wir uns alle für die Filets mignons de porc aux morilles, begleitet entweder von hausgemachten Pommes Frites oder Nudeln. Als Eingang erhielten wir eine Schüssel grünen Salat an feiner Sauce. Der Hauptgang war sehr lecker mit ganz zartem Fleisch und reichhaltiger Morchelsauce. Nach diesem Genuss in gemütlicher Atmosphäre fuhren wir erneut durch den Jura Richtung Mittelland, wo wir passend zum Motto des Tages, in Niederbuchsiten im Café der Elektrogerätefirma Jura unser Dessert mit Kaffee genossen. Anschliessend liessen wir uns im Besucherzentrum JURAworld of coffee kurz in die Geschichte des Kaffees einführen, bevor wir im Shop natürlich noch etwas feinen Kaffee kauften. Der Rundgang durch die Ausstellung war spannend, wir hatten jedoch etwas wenig Zeit und werden bei Gelegenheit sicherlich nochmals einen Abstecher nach Niederbuchsiten machen.

Donnerstag, 31. Mai 2012

Die schönste schiffbare Flussstrecke der Schweiz

Seit dem letzten Beitrag ist schon wieder ungefähr ein Monat verstrichen. In dieser Zeit waren wir neben den üblichen Beschäftigungen wie Arbeiten und in die Schule gehen, unter anderem auch ganz fein auswärts essen (Restaurant Palace und Stadthaus Grill - beides sehr zu empfehlen) und hatten ein paar Gäste bei uns für ein indisches Mahl. Am vergangenen Pfingstmontag nutzten wir das schöne Sommerwetter, um wieder einmal ein paar Kilometer zu wandern. Zuerst gings am morgen per Zug nach Solothurn und dort nach einem kurzen Spaziergang zur Schiffländte an Bord des neuen Aareschiffs MS Rousseau. Die Manovrierfähigkeit des Schiffs ist ziemlich beeindruckend, kann es doch beinahe an Ort und Stelle wenden. Hingegen ist es ein bisschen schade, dass nur im hinteren Teil Aussenplätze vorhanden sind und man nicht zum Bug des Schiffes gehen kann. Trotzdem konnten wir die Aarefahrt durch die wunderschöne Landschaft bei angenehmer Temperatur draussen geniessen. In rund anderthalb Stunden mit Zwischenhalten in Altreu, wo zahlreiche Störche zuhause sind und Grenchen erreichten wir unsere Endstation Büren an der Aare. Von dort marschierten wir der Aare entlang wieder in die Richtung los, aus der wir gerade kamen. Zuerst raus aus Büren, durch kleine Waldstücke und über Felder, immer schön dem Aareufer entlang Richtung Rüti und Arch. In traumhafter Natur und mit schönem Ausblick auf die Jurakette mit Grenchenberg, Hasenmatt und Weissenstein, welche wir auch schon bewandert haben. Etwas später und nach einem kurzen Rasthalt unterquerten wir die Autobahn Biel - Solothurn und passierten die Altreu-Fähre, welche den dort 19 Meter tiefen und 130 Meter breiten Fluss überquert. Als letzten Teil dieser angenehmen Wanderung marschierten wir noch durch das Schutzgebiet Witi und erreichten bald darauf unseren Zielort Nennigkofen, wo wir gerade in den Bus Richtung Büren (und später nach Hause) einsteigen konnten.

Wanderung: Büren an der Aare - Nennigkofen

Dienstag, 18. Oktober 2011

Abschluss des östlichen Teils

In der ersten Woche unserer Herbstferien standen wieder mal ein paar Kilometer auf dem Jurahöhenweg, den wir vor etwas mehr als zwei Jahren in Angriff nahmen, auf dem Programm. So fuhren wir mit dem Zug zuerst nach Oensingen und dann weiter nach Balsthal, wo wir letztes Mal vom Hauenstein her ankamen. Los ging es nun zuerst flach durch das Dorf zur Inneren Klus, vorbei am Schloss Alt-Falkenstein und rund zwei Stunden ziemlich steil nach oben auf die Schwängimatt. Treu begleitet von einem leichten Nebel und feuchter Luft. Einmal oben angekommen, wurde das Wetter immer freundlicher und wir wanderten relativ flach über Weiden und Grate zur Vorder Schmidenmatt, assen unterwegs unsere Sandwiches zum Zmittag und gönnten uns eine Kaffepause in der Bergwirtschaft Hofbergli. Danach marschierten wir frisch gestärkt via Niderwiler Stierenberg und Balmberg, wo ganz viele Menschen dank dem Seilpark in den Bäumen rumturnten, weiter gen Weissenstein. Dort passierten wir das Kurhaus und zogen noch etwa eine halbe Stunde weiter zum Gasthof Hinter-Weissenstein, wo wir unser Nachtquartier bezogen. Bevor es aber Nachtruhe gab, konnten wir feine Rösti - die Spezialität des Hauses - geniessen.
Wanderung: Balsthal - Hinter Weissenstein

Nach einem angenehmen Schlaf, stärkten wir uns mit einem Frühstück und packten unsere Sachen wieder zusammen. In ziemlich dichtem Nebel starteten wir die heutige Etappe und machten uns auf die Hasenmatt zu erklimmen. Unterwegs stiegen wir über die Nebelgrenze und hatten nun vom höchsten Gipfel des Kanton Solothurn eine herrliche Aussicht über das Nebelmeer zu den Alpen. Als nächstes ging es wieder leicht runter Richtung Grenchenberge, wo wir im Restaurant Untergrenchenberg, ein warmes Zmittag zu uns nahmen. Der Angus-Natura-Beef-Hamburger ist sehr zu empfehlen. Danach setzen wir unsere Wanderung im leichten Auf und Ab über den Stierenberg, Montagne de Romont nach Plagne fort. Zum Abschluss folgte noch ein schöner Abstieg über spannende Juraweiden und durch leichte Wälder nach Frinvillier, von wo wir mit dem Bus bis nach Biel zurück fuhren. Mit diesem Teilstück habe wir nun die Strecke Dielsdorf bis Sainte-Croix abgeschlossen und noch die fünf westlichsten Etappen des Jurahöhenwegs vor uns.
Wanderung: Hinter Weissenstein - Frinvillier

Freitag, 22. Juli 2011

Fuchs, Fortifikation und Rehe

Trotz der wechselhaften und unsicheren Wetterprognose, entschieden wir uns am Montag eine Wanderung zu unternehmen. Der Plan war unsere Begehung des Jurahöhenwegs fortzusetzen. Deshalb fuhren wir am Morgen früh mit dem Zug nach Olten und von dort per Bus auf den Hauenstein, wo wir vor etwas mehr als einem Jahr die ersten drei Etappen beendeten. Kurz vor neun Uhr stiegen wir aus dem Bus und starteten begleitet von dem gerade einsetzenden Regen den Wandertag. Schon bald passierten wir den Gedenkstein für die Opfer des Brandunglücks beim Bau des Eisenbahntunnels durch den Hauenstein am 28. Mai 1857. Mittlerweile waren die Regentropfen auch schon den Sonnestrahlen gewichen und wir konnten bei angenehmem Wetter marschieren. Nun ging es vorbei an Panzersperren auf die im ersten Weltkrieg angelegte Südstrasse, wo uns bald einmal ein Fuchs entgegenkam. Als er uns entdeckte, blieb er einige Sekunden stehen, machte dann kehrt und verschwand in den Büschen am Wegrand. An der Felswand entlang der Strasse konnten wir die in Stein gehauenen und bemalten Wappen der 1915-18 hier eingesetzten Truppen bestaunen. Etwas später entdeckten wir zwischen der schönen Waldflora einige Himbeersträucher. Nachdem wir ein paar Minuten am gleichen Ort blieben und Himbeeren genossen, bewegte sich plötzlich etwas in rund drei Meter Entfernung, sprang davon und machte nochmals Halt, bevor es ganz im Dickicht verschwand. So hatten wir das Glück aus grosser Nähe ein wunderschönes Reh zu sehen. Danach war es bereits Zeit einen kurzen Mittagshalt zu machen und unsere eingepackten Sandwiches zu verspeisen. Da es nun relativ stark zu regnen begann, packten wir uns gut ein und machten uns wieder auf den Weg Richtung Bärenwil, wo wir im Restaurant Chilchli Unterschlupf vor dem nassen Wetter suchten und den Mittagskaffee konsumierten. Anschliessend konnten wir unseren Weg bei Sonnschein wieder fortsetzen. Es folgte nun ein relativ happiger Aufstieg auf die Schlosshöchi und von dort ein schöner Marsch mit Ausblick auf die Ruine Alt-Bechburg bis zur Tiefmatt, bevor es nochmals ganz ruppig in die Höhe auf den Roggenschnarz ging. Weiter marschierten wir nun auf dem Grat bis zur Roggenflue, wo man ein wunderschönes Panorama über das Mittelland bis zu den Alpen geniessen kann. Zum Schluss folgte noch der Abstieg durch Wald und Wiesen - inklusive Sichtung eines Eichhörnchens und eines zweiten Rehs - hinunter nach Balsthal, von wo wir mit der OeBB nach Oensingen und der SBB zurück nach Biel fuhren.
Wanderung: Hauenstein - Balstahl

Freitag, 7. Mai 2010

Wandern bei Wind und Wetter

Nachdem wir im letzten Sommer bei wunderschönem Wetter bereits einige Kilometer auf dem Jurahöhenweg absolviert hatten, nahmen wir uns für die diesjährigen Frühlingsferien den östlichsten Teil des Juras vor.

Etappe 1: Dielsdorf - Baden

Bereits am Samstag abend reisten wir per ICN und S-Bahn Zürich nach Niederweningen, wo wir unser Quartier im Bed and Breakfast von Beni & Conny Keller bezogen. Nach einer angenehmen Nachtruhe im wunderschön ausgebauten Studio und einem feinen Zmorge deluxe, machten wir uns auf zum Bahnhof und nahmen dort den Zug zu unserem Startort Dielsdorf. Trotz dem grauen, kühlen und regnerischen Wetter entschieden wir uns die erste Etappe unter die Füsse zu nehmen. Nach einem ersten happigen Anstieg erreichten wir bald das malerische Städtchen Regensberg. Weiter stiegen wir der Lägern entlang über Hochwacht, wo eine Radarkuppel von Skyguide steht, bis Lägernsattel. Etwas später erreichten wir den gedeckten Rastplatz Chaltbrünneli, wo wir einigermassen trocken unser Zmittag verspeisen konnten. Gestärkt wanderten wir weiter vorbei an Schloss Schartenfels und auf zahlreichen Treppenstufen hinunter nach Baden, wo wir aufgrund der widerlichen Wetterbedingungen diese Etappe beendeten und per Zug nach Brugg weiterfuhren. Dort angekommen wärmten wir uns zuerst in einem Tea-Room auf und checkten danach in der Jugendherberge im Schlössli Altenburg ein.
Wanderung: Dielsdorf - Baden


Etappe 2: Brugg - Staffelegg

Auch die zweite Nacht war erholsam und nach dem stärkenden Frühstück konnten wir uns bei verhältnismässig gutem und vor allem trockenen Wetter auf den Weg machen. Zuerst ging es durch die Brugger Altstadt mit ihrem Schwarzen Turm, danach zum Weiler Vier Linden und weiter bis zur sagenumwobenen Linner Linde, einen der ältesten und mächtigsten Bäume der Schweiz. Bei angenehmem Wanderwetter marschierten wir weiter durch Wälder und Wiesen bis auf die Staffelegg, wo wir das Postauto nach Herznach nahmen. Dort angekommen begaben wir uns zu unserer exklusiven Übernachtungsstätte im Bergwerksilo, dem Turm des ehemaligen Eisenbergwerks. Das Nachtessen nahmen wir im Speisesaal des urchigen Restaurant Jäger zu uns und legten uns bald darauf zur Nachtruhe.
Wanderung: Brugg - Staffelegg


Etappe 3: Staffelegg - Hauenstein

Das Frühstück konnten wir gemeinsam mit den Gastgebern und anderen Gästen in der Privatwohnung im obersten Stock des Silos einnehmen. Danach packten wir wieder unsere Rucksäcke, holten im Volg noch Proviant für den Mittag und fuhren per Postauto wieder hoch auf die Staffelegg. Von dort ging es via Herzberg und Bänkerjoch zur Salhöhe, wo früher der bernische Aargau, das vorderösterreichische Fricktal und das solothurnische Kienberg aneinander grenzten. Etwas weiter beim höchsten Punkt des Kantons Aargau (908 m. ü. M) machten wir unseren Mittaghalt und stiegen danach auf zur Geissflue, von wo man bei besserem Wetter vermutlich einen wunderbaren Ausblick über den Baselbieter Tafeljura und zu Vogesen und Schwarzwald geniessen könnte. Unser Weg führte uns nun bei nass-kalten Bedingungen begleitet vom Wind weiter durch Wald und Wiesen über die Schafmatt, Burgweid und vorbei an der Sendeanlage Froburg bis nach Hauenstein, von wo wir mit dem Bus nach Olten und dann per Zug nach Hause fuhren.
Wanderung: Staffelegg - Hauenstein

Dienstag, 5. Januar 2010

Silvesterausflug nach Nuglar

Unseren diesjährigen Silvesterausflug starteten wir letzten Mittwoch mit einer Autofahrt nach Riehen, wo wir zuerst im Restaurant Arte ein feines Mittagessen einnahmen und danach zur Fondation Beyeler spazierten. Nach dem Eintritt in das schöne, von Renzo Piano gestaltete Gebäude machten wir zuerst einen Rundgang durch die ansehnliche Sammlung mit dem Schwerpunkt klassische Moderne. Die Kollektion wurde vom Ehepaar Hildy und Ernst Beyeler zusammengetragen und umfasst Werke grosser Namen wie Picasso, Monet, Cézanne und Warhol. Anschliessend schauten wir uns die Sonderausstellung der amerikanischen Künstlerin Jenny Holzer an, die vor allem für ihre LED-Installationen bekannt ist. Zum Abschluss begaben wir uns noch ins Untergeschoss, wo aktuell eine Serie mit Architekuraufnahmen des deutschen Fotokünstlers Günther Förg ausgestellt ist. Nach diesem interessanten Kunstnachmittag fuhren wir weiter zu unserer Unterkunft Alte Brennerei in Nuglar. Nachdem wir das Zimmer im Bed&Breakfast bezogen hatten, köstigten wir die vor Ort gebrauten Schwarzbuben-Biere und Spezialitäten des Hauses.

Am Silvestermorgen entschieden wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück angesichts des grauen und regnerischen Wetters für eine Shoppingtour in Basel. Nachdem wir einige Läden durchstreift hatten und das Wetter immer freundlicher wurde, machten wir uns sofort auf den Weg nach Reigoldswil und von dort mit der Luftseilbahn auf die Wasserfallen. Oben angekommen starteten wir mit einer tollen Wanderung durch die schöne Landschaft vorbei an zahlreichen Wasserfällen hinunter nach Titterten.
Wanderung: Wasserfallen - Titterten

Für das Abendessen besuchten wir das Restaurant Portofino in Liestal und verwöhnten uns mit feinen Muschelspeisen, bevor wir wieder nach Nuglar zurückkehrten. Dort gab es zum Ausklang des alten Jahres ein Alphornkonzert und um Mitternacht konnten wir mit den Gastgebern und anderen Gästen ums gemütliche Feuer anstossen.

Sonntag, 22. November 2009

Herbstfest, Herbstwanderung

Am Sonntag der vergangenen Woche luden wir unsere Familien, d.h. beide Elternpaare sowie alle unsere Geschwister mit ihren Partnern und Kindern zu einem Herbstfest ins Restaurant Bielstube ein. Nachdem alle eingetroffen waren, hatte ich die Ehre in einer kurzen Ansprache die Verlobung von Sabine und mir bekanntzugeben :-) Danach folgte als Essen ein Fondue Chinoise, das wie immer in der Bielstube von sehr feinen Saucen begleitet wurde. Da die Eingeladenen wohl alle bereits eine Ankündigung dieser Art vermuteten, erhielten wir viele tolle Geschenke. Dafür bedanken wir uns bei allen ganz herzlich!

Weil es dieses Wochenende in Biel die ganze Zeit recht grau und neblig war, beschlossen wir am Sonntag auf der Suche nach Sonne ein bisschen in die Höhe zu gehen und fuhren auf den Weissenstein bei Solothurn. Leider mussten wir nach der Ankunft auf der Passhöhe feststellen, dass es auch hier grau und regnerisch ist. Dies hinderte uns aber nicht daran eine kleine Rundwanderung zu unternehmen. Zuerst ging es auf einem kleinen Pfad über Weiden zum Hinter Weissenstein, wo wir im gleichnamigen Restaurant eine feine Rösti genossen. Gestärkt machten wir uns nun auf den Rückweg auf dem gratnahen Jura-Höhenweg. Beim Blick hinunter Richtung Seeland sahen wir nun ein wunderschönes Abendrot und erreichten rechtzeitig vor dem Eindunkeln wieder das Auto.
Wanderung: Weissenstein - Hinter Weissenstein - Weissenstein

Dienstag, 6. Oktober 2009

Shopping, Kosheen und Mikronationen

Vergangenen Samstag zog es uns für eine kleine Shoppingtour nach Lausanne. Auf der Suche nach einer speziellen Designertasche aus rezyklierten Traktor-, Lastwagen- und Veloschläuchen von Hum1 besuchten wir Boutiquen und Läden wie Particules en suspension, Sortie de Secours und Tandem. Leider fanden wir das gewünschte Modell nirgends und Sabine muss noch ein bisschen auf ihr Geburtstagsgeschenk warten. Nach einer Kaffeepause bei Sabines Bruder und seiner Frau stürzten wir uns beim Flon in die riesige Schuhauswahl von POMP IT UP, POMPES FUNEBRES und Co. Bald war es dann schon Zeit für die Rückreise, da wir am Abend noch den Besuch des Kosheen-Konzerts in der Kulturfabrik Kofmehl in Solothurn geplant hatten. Die Show des Bristoler Trios startete wegen Problemen im britischen Luftverkehr und dadurch verspätetem Eintreffen der Band in Solothurn erst mit über zweistündiger Verspätung. Zu Beginn des Sets konnte die Sängerin Sian Evans mit ihrer tollen Stimme, die live viel beeindruckender ist als ab Konserve, das Publikum begeistern. Mit fortschreitender Dauer des Konzerts stieg aber wohl auch der Alkoholpegel bei den beiden Soundbastlern und sie verfielen oft in einen eher eintönigen Beat, der aber beim Grossteil des Publikums weiterhin gut ankam und zum Tanzen animierte. Trotz der langen Wartezeit hat uns das Kofmehl als Lokal überzeugt und auch Kosheen halten wir weiterhin für eine interessante elektronische Band.

Das sonntägliche schöne Herbstwetter nutzten wir für einen Spaziergang via Strandbad zum Strandboden, wo wir uns eine Intervention im Rahmen der 11. Schweizerischen Plastikausstellung Utopics anschauten. Bei dieser Installation handelt es sich um eine Präsentation der Flaggen verschiedenster Mikronationen wie Sealand, Principality of Hutt River oder Conch Republic. Nebst den bunten Flaggen erhält man interessante Informationen zur Entstehungsgeschichte der jeweiligen Mikronation.