Dienstag, 8. März 2016

Immer etwas zum Entdecken - Teil 2

Den Samstag starteten wir mit einem gemütlichen Frühstück und begaben uns dann zur "Löwenbesichtigung" am Trafalgar Square. Von dort ging es weiter mit der Fahrt in einem der noch auf der Linie 15H eingesetzten traditionellen Routemaster-Bussen durch den dichten Stadtverkehr bis nach Tower Hill. Hier folgte die Besichtigung und Überschreitung der mächtigen und immer wieder imposanten Tower Bridge. Leider war das Wetter nicht allzu gut, so dass wir uns für ein Nachmittagsprogramm drinnen entschieden. Im Design Museum bestaunten wir einerseits die Entwicklung des Fahrrads und seiner unterschiedlichen Verwendung, sowie die besten Designs von 2015. Anschliessend unternahmen wir einen gemütlichen Spaziergang entlang der tollen Promenade am Ufer des River Thames bis zum imposanten Gebäude der Tate Gallery of Modern Art, wo wir in der Turbinenhalle Abraham Cruzvillegas Empty Lot sahen. Dabei handelt es sich um dreieckige Holzbeete, die mit Erde gefüllt wurden und nun während sechs Monaten ein Eigenleben entwickeln. Nach so viel Kunst und Kultur hatten wir langsam etwas Hunger und fuhren mit Tube und Bus nach Camden für ein tolles Nachtessen bei "unserem" Inder in der Bangalore Brasserie, wo wir durch das freundliche Personal als Stammgäste erkannt wurden. Bevor wir nach diesem Festmahl zurück ins Apartment fuhren, warfen wir noch einen kurzen Blick auf die schwarze Eingangstüre des Wohnhauses, wo wir vor einigen Jahren unsere Wohnung hatten.
London February 2016 - Saturday
Dann kam leider schon der letzte Tag dieser Ferien in Englands Kapitale und wir mussten unsere Koffer wieder packen. Um die Zeit noch voll auszunutzen starteten wir eine kleine Busreise in den Norden zum Besichtigen des Shri Swaminarayan Mandir, einem grossen Hindu-Tempel. Danach fuhren wir nochmals zurück in die Gegend um Paddington Station, erledigten die obligatorischen Souvenirkäufe und besuchten ein letztes Mal ein traditionelles englisches Pub, bevor wir den Trip zum London Luton Airport in Angriff nahmen. Nach der schier endlosen Fahrt mit Bus, Tube, Zug und Shuttlebus erreichten wir den Flughafen und wurden am Gepäckaufgabeschalter belehrt, dass dieser bereits geschlossen sei und nur noch Passagiere ohne Aufgabegepäck mitfliegen können. So teilten wir also gezwungenermassen unsere Reisegruppe auf und schickten Sabines Bruder mit seiner Familie auf den geplanten Flug nach Basel, während Sabine und ich mit dem Gepäck den etwas späteren Flieger Richtung Genf nahmen. Trotz diesem etwas turbulenten Abschluss blicken wir auf ein paar wunderschöne und erlebnisreiche Tage in dieser tollen Stadt zurück.
London February 2016 - Sunday

Montag, 7. März 2016

Immer etwas zum Entdecken - Teil 1

Vor rund anderthalb Jahren waren wir zum letzten Mal zu Besuch in einer unserer absoluten Lieblingsstädte. Höchste Zeit also für eine erneute Reise nach London. Gemeinsam mit der Familie von Sabines Bruder starteten wir vor rund zweieinhalb Wochen frühmorgens von Biel nach Basel Euroairport und von dort mit Ryanair weiter nach London Stansted. Nach einem raschen und ruhigen Flug reisten wir mit dem Stansted Express ins Stadtzentrum und gönnten uns zum Angewöhnen in einem Pub ein richtig britisches Mahl, bevor wir später die über Airbnb gebuchte Wohnung bezogen. Bei strömendem Regen besuchten wir am Abend noch den Picadilly Circus, sowie die M&M's World am Leicester Square und legten uns danach schlafen, um fit für den nächsten Tag zu sein.
London February 2016 - Wednesday
Erster Punkt auf dem Programm des Donnerstags war ein Abstecher an die Oxford Street zu Primark für ein bisschen Shopping. Weiter reisten wir nach Stratford in den Queen Elizabeth Olympic Park und liessen uns per Lift 80 Meter in die Höhe auf die Aussichtsplattform des ArcelorMittal Orbits fahren. Dank dem guten Wetter mit blauem Himmel konnten wir uns an einer tollen Aussicht über London erfreuen. Nach einem kleinen Spaziergang durch den Park, der Fahrt mit den Gondeln der Emirates Air Line und einer Busfahrt nach Greenwich besuchten wir die interessante Ausstellung im Innern eines der ehemals schnellsten Segelboote der Welt namens Cutty Sark. Rechtzeitig zur blauen Stunde erreichten wir später die kleine Erhebung mit dem Royal Observatory, wo sich der Prime Meridian befindet, und konnten die herrlichen Farben der untergehenden Sonne gespiegelt in den Hochhäusern der Londoner City bestaunen. Vor der Rückkehr ins Apartment unterquerten wir noch die Themse durch den Greenwich foot tunnel.
London February 2016 - Thursday
Am Freitagmorgen machten wir uns nach dem Frühstück Richtung Buckingham Palace auf, um die Guards bei ihrem Wachablösungsritual zu beobachten. Nachdem wir dem Spektakel einige Zeit zugesehen hatten, unternahmen wir - wie viele andere auch - einen gemütlichen Spaziergang entlang des Sees im schönen St James's Park. Nach einer Stärkung ging es weiter vorbei am Sitz des Premierministers, der jedoch gerade zu Brexit-Gesprächen in Brüssel weilte, zu den touristischen Highlights Big Ben und Westminster Abbey. Später flanierten wir der Themse entlang, wo viele Strassenkünstler ihre Shows zum Besten gaben und besuchten das Sea Life London Aquarium. Nach diesem Bummel durch die spannenden Unterwasserwelten mit ihren faszinierenden Bewohnern, machten wir einen Abstecher nach Chinatown für ein asiatisches Nachtessen. Im Anschluss trennten wir uns auf. Während ich mich mit einem Kollegen, der zur Zeit in London lebt und arbeitet, auf ein Bier in einem Pub traf, unternahm der Rest unserer Gruppe einen kleinen Shopping-Ausflug.
London February 2016 - Friday

Sonntag, 31. Januar 2016

Projekt Everyday IPA - die Fortsetzung

Seit dem Beginn meines Projektes Everyday IPA sind unterdessen schon ein paar Wochen vergangen. Da das Resultat absolut trinkbar war, der Brauvorgang selbst jeweils ein paar anregende Stunden in der Küche garantiert und auch die ganze Recherche zum Thema Selber-Bierbrauen interessant ist, sind unterdessen insgesamt schon acht Sude gekocht, vergärt und in Flaschen abgefüllt worden. Während der neunte Batch sich zur Zeit gerade im Fermentierungskrug befindet und in ein paar Tagen ebenfalls abgefüllt werden kann. Bisher wurden in unserer Küche folgende Biere hergestellt:


  • Everyday IPA
  • Bio Pale Ale
  • Bio Weizen Edelweiss
  • Chestnut Brown Ale
  • Kloster Dinkel
  • Coffee Porter
  • Bel-Gin Strong
  • Citrus Gose
Aufgrund des bisherigen guten Gelingens und der Freude an diesem Hobby, werde ich in kommender Zeit sicherlich weiterhin regelmässig Sude aufsetzen und zu Bier verarbeiten. Zudem ist es jeweils ebenfalls faszinierend die vergärten Endprodukte zu probieren und geniessen! Santé!

Sonntag, 15. November 2015

Tolle Schritte durch die Freiberge

Da wir in der vergangenen Woche Ferien hatten und sich das herbstliche Wetter von seiner besten Seite zeigte, nahmen wir zwei Etappen auf dem Trans Swiss Trail unter die Füsse. Nachdem wir im Frühling im Tessin unterwegs waren, setzten wir dieses Mal unsere Strecke im Jura, wo wir vor rund einem Jahr bereits die ersten beiden Teilstücke absolvierten, fort. Nach der Anreise per Zug und Postauto via St-Ursanne nach Soubey, marschierten wir zuerst ein paar Meter dem Doubs entlang, über einen Hügel, der vom Fluss umflossen wird und weiter bis zur roten Hängebrücke in Clairbief. Nach einem erfolglosen Abstecher zu einem Restaurant, welches am Montagmorgen leider noch geschlossen war, erreichten wir bald schon die Moulin Jeannottat und begannen von dort mit dem Aufstieg Richtung Hochplateau der Freiberge. Das schweisstreibende Erklimmen der Höhe lohnte sich, konnten wir doch bald schon über schöne Juraweiden und durch typische Juradörfer marschieren. Einige Kilometer später trafen wir zwei freiwillige Helfer von Jura Rando, die sich gerade auf einer Tour zur Instandhaltung der Wege befanden. Nach einem kurzen Schwatz zogen wir weiter und erreichten kurz darauf unser heutiges Ziel in Saignelégier, von wo wir wieder per Zug nach Hause fuhren.
Wanderung: Soubey - Saignelégier

Am Mittwoch lockte uns das wunderbare Wanderwetter nochmals raus in die Natur. Frühmorgens reisten wir nach Saignelégier, um unser Trans Swiss Trail-Abenteuer fortzusetzen. Zuerst kamen wir an der Halle des Marché Concours vorbei und erreichten nach einem Marsch über Feldwege und entlang einer Hauptstrasse etwas später das Dorf Les Emibois, wo wir uns im Tea-Room der Bäckerei Au Pain d'Antan eine kleine Pause gönnten und ein sehr feines Brot kauften. Frisch gestärkt zogen wir weiter, durchquerten bald Les Breuleux und marschierten bei blauem Himmel und Sonnenschein über wunderschöne Juraweiden mit den typischen Tannen gegen den Mont Soleil zu. Auf einer Bank liessen wir uns nieder zum Mittagessen und genossen anschliessend die wärmende Sonne, bevor wir das letzte Stück inklusive dem rüden Abstieg nach St-Imier unter die Füsse nahmen. Zufrieden bestiegen wir dort den Regio Express, der uns zurück nach Biel brachte. Mit diesen beiden Wanderungen haben wir nun vermutlich die diesjährige Wandersaison abgeschlossen und freuen uns dann im nächsten Jahr wieder einige Kilometer mit eigener Muskelkraft zurückzulegen.
Wanderung: Saignelégier - St-Imier

Dienstag, 10. November 2015

Herbstliches Weekend im Bündnerland

Vor etwas mehr als zwei Wochen, hatten wir das Vergnügen einen Ausflug ins schöne Bündnerland zu unternehmen. In aller Frühe bestiegen wir am Samstagmorgen in Biel den Zug und reisten via Zürich nach Tiefencastel, wo wir von meiner Schwester und ihrem Freund abgeholt wurden. Gemeinsam fuhren wir mit dem Auto nach Savognin, erledigten die Einkäufe beim Metzger, Bäcker und in der Käserei und richteten uns in der Ferienwohnung ein. Danach machten wir uns auf den Weg Richtung Alp Flix. Nachdem wir das Auto parkiert hatten, wanderten wir durch die schöne Gras- und Moorlandschaft bis zu den Lais da Flix, wo wir uns am Ufer bei einem Tisch mit Bänken zum Mittagshalt niederliessen. Als wir uns genug lange an den Sonnenstrahlen geweidet hatten, marschierten wir wieder zum Auto und kehrten zur Wohnung zurück. Am späteren Nachmittag genossen wir ein leckeres Raclette, bevor am Abend der Besuch des Eishockey-Matches zwischen dem HC Davos und dem EHC Biel-Bienne in der Davoser Eishalle auf dem Programm stand.

Am Sonntag unternahmen wir nach Ausschlafen, Schwimmen im Hallenbad und einem gemütlichen Frühstück einen Spaziergang um den Badesee Lai Barnagn. Den Rest des Tages verbrachten wir mit einer ausgedehnten Shopping-Tour im Designer Outlet in Landquart, bevor gegen Abend bereits wieder die Heimreise mit dem Zug anstand. Das war ein kurzes, aber tolles Weekend in einer schönen Ecke der Schweiz.
Weekend im Bündnerland

Samstag, 24. Oktober 2015

Nochmals ein Tag an der Expo 2015

Schon seit der Rückkehr von unserem Ausflug an die Expo 2015 in Milano im Mai spielte ich mit dem Gedanken der Weltausstellung noch einen weiteren Besuch abzustatten und mir noch Souvenirs zu besorgen. Unterdessen ist nun bereits der letzte Monat angebrochen und ich konnte mich endlich für ein Datum entscheiden. So reiste ich am vergangenen Samstag mit dem Zug via Bern und Brig nach Rho Fiera Milano. Nach der Ankunft mit rund 20 Minuten Verspätung, schritt ich zügig aus dem Bahnhof Richtung Eingang und erblickte bald die riesige Menschenmenge, die vor den Toren auf den Einlass wartete. Langsam ging es vorwärts und nach etwa anderthalb Stunden hatte ich die Sicherheitskontrolle passiert und konnte das Expo-Gelände betreten. Drinnen kaufte ich mir als erstes den Expo-Passport damit die Stempeljagd beginnen konnte. Als ersten Pavillon besuchte ich den Auftritt der Tschechischen Republik, wo jedoch zu viele Leute gleichzeitig eingelassen wurden und so kaum etwas vom Inhalt zu sehen und verstehen war. Nächste Station war Litauen, wo die Besucher dosiert in die Ausstellung eingelassen wurden und man so immerhin etwas Platz zum Besichtigen hatte. Am Ausgang des Pavillons gönnte ich mir an der Bar ein feines rotes Bier aus Litauen. Danach war bereits Mittagszeit und so begab ich mich nach Eataly zu den 20 Restaurants aus den italienischen Regionen. Auch hier war der Andrang gross, beim Vertreter aus den Marken konnte ich mir jedoch eine leckere Portion Maccheroncini al ragù einverleiben. Da vor beinahe allen Länderpavillons längere Warteschlangen ersichtlich waren, entschied ich mich für den Besuch der sogenannten Cluster, wo kleinere Länder thematisch gruppiert waren. So erkundete ich die Bereiche Islands, Sea and Food, sowie Fruits and Legumes, bevor ich den spannenden Auftritt von Caritas besuchte. Weiter fuhr ich mit dem People Mover ans hintere Ende des Geländes, spazierte dort gemütlich über den Mediterranen Hügel und liess mich anschliessend für eine gemütliche Pause beim Moretti-Stand nieder. Gut erholt stürzte ich mich anschliessend erneut ins Getümmel und spazierte durch die Cluster Cereals and Tubers und Coffee. Zum Abschluss bestaunte ich noch die riesigen Landwirtschaftsmaschinen von New Holland und verspeiste bei den holländischen Food-Anhängern einen feinen, fleischlosen Cheeseburger. Auf dem Weg zum Ausgang schaute ich noch kurz im Souvenir-Shop vorbei und deckte mich mit Erinnerungsstücken ein. Trotz dem riesigen Besucherandrang konnte ich mit diesem Tag für mich das Expo-Erlebnis komplettieren und zufrieden die Heimreise antreten. See you in Astana 2017!
Expo 2015 Milano - Ottobre

Sonntag, 11. Oktober 2015

Projekt Everyday IPA

Seit dem erfolgreichen Abschluss meiner Bachelor-Ausbildung verfüge ich über etwas mehr Freizeit und versuche diese mit verschiedenen Projekten zu nutzen. Eines dieser Vorhaben ist selber Bier herzustellen, etwas das ich schon seit Jahren gerne einmal machen wollte. Dafür habe ich mir einen Beer Making Kit vom Brooklyn Brew Shop bei Alabama gekauft. Ein solches Set beinhaltet einen 1-Gallon-Fermentierungs-Behälter, Thermometer und die Zutaten (Malz, Hopfen und Hefe) für eine Ladung Bier, in meinem Fall für die Sorte Everyday IPA. Somit startete ich also am Samstagnachmittag mit dem Zubereiten der Maische. Nach rund einer Stunde bei vorgegebener Temperatur folgte das sogenannte Läutern, d.h. Filtern damit nur noch die Flüssigkeit übrig bleibt. Nächster Schritt war das Würzekochen bei dem während einer Stunde bei leichtem Sieden und unter regelmässigem Umrühren der Hopfen beigegeben wird. Anschliessend wurde das zukünftige Bier auf ca. 20° C gekühlt, in den Fermentierungs-Krug eingefüllt und mit der Hefe versetzt, bevor nun die Gärungsphase folgt. Nun gilt es also abzuwarten und über das Resultat dieses Projekts werde ich in einigen Wochen berichten können.
Projekt Everyday IPA