Montag, 24. August 2015

In der Wildnis Bohusläns - Teil 3

Frisch gepflückte Blaubeeren, Müesliflocken, etwas Rahmpulver und gefiltertes Wasser - das waren die Zutaten für ein sehr leckeres Frühstück zu Beginn der zweiten Wanderwoche auf dem Bohusleden. So gestärkt packten wir einmal mehr alles zusammen und begannen eine weitere Etappe entlang von tollen Seen und durch faszinierende Wälder. Das Mittagessen nahmen wir bei der Hütte am Sjökarrssjön gemeinsam mit einem deutschen Wanderer, der dort einen Ruhetag einlegte, ein. Von ihm erfuhren wir, dass er frühmorgens am gegenüberliegenden Ufer Wölfe vorbeigehen sah. Die weitere Strecke am Nachmittag führte in einem steigen Auf und Ab weiter entlang von Seen und einmal durch eine Fläche, die vor nicht allzulanger Zeit von einem Waldbrand heimgesucht wurde, bis wir die Luxus-Unterkunft Vaktarekullen, die sich auf der höchsen Erhebung im Kynnefjäll befindet, erreichten. Das frei benutzbare Haus bietet insgesamt 12 Schlafplätze in zwei Räumen und einen Ofen zum Heizen. Als wir nach dem Abendessen auf der Terasse noch am Wasser filtern waren, erhielten wir Besuch von einem Schweden mit dem wir uns ein wenig unterhalten konnten. Später als wir gerade ins Bett gingen, traf dann noch ein deutsches Paar ein, das an diesem Tag in Dingle in den Bohusleden eingestiegen war.
Bohusleden 2015 - Vecka 2 - Lördag

Am Sonntag hiess es für uns wie gewohnt aufstehen, frühstücken und packen, damit wir beizeiten abmarschieren konnten. Erneut wanderten wir durch verschiedene Typen von Wald und entlang von Seen. Mit dem Mittagessen hatte ich mir wohl zu viel Energie zugeführt, so dass ich den letzten Kilometer entlang des Äntervattnet trotz mehr als 20 kg in meinem Lowe-Alpine-Latok-Rucksack rennend zurücklegte. Da das heutige Teilstück eher kurz war, hatten wir nach Ankunft beim Windschutz schön Zeit zum Waschen und Geniessen der wunderbaren Natur.
Bohusleden 2015 - Vecka 2 - Söndag

Nach einer angenehmen Nacht in der Hütte, bereiteten wir uns zum Frühstück getoastetes Brot vom Grill mit Nutella zu. Danach machten wir uns wieder für eine Wanderung auf einer nächsten Etappe bereit. Bereits nach wenigen Kilometern erreichten wir Lunden, wo ein Denkmal und eine Wachstube der Gruppe Rädda Kynnefjäll an den zwanzigjährigen Widerstand gegen ein Atommüllendlager in dieser Gegend erinnert. Der nächste Abschnitt führte uns durch das Naturschutzgebiet Bredmossen und später auf asphaltierter Strasse bis in den geplanten Zielort Svarteborg. Leider stellte sich hier heraus, dass die ersehnte Cafeteria bereits seit rund drei Jahren geschlossen ist und es sonst ausser ein paar Häusern hier nichts gibt. Nach einer kurzen Lagebesprechung beschlossen wir noch ein paar Schritte weiter zu gehen und nach einem geeigneten Zeltplatz Ausschau zu halten. Schlussendlich wurden es insgesamt 35 km und wir erreichten gegen Abend den Vindskydd in Harska, wo bereits zwei Deutsche - Vater mit erwachsenem Sohn - einquartiert waren. Trotz intensiver Suche rund um die Hütte fanden wir keinen genügend grossen ebenen Platz, so dass wir unser Zelt in leicht geneigter Position aufstellen mussten. Da wir vom heutigen Laufpensum ziemlich erschöpft waren, konnten wir trotzdem einigermassen gut schlafen.
Bohusleden 2015 - Vecka 2 - Måndag

Sonntag, 23. August 2015

In der Wildnis Bohusläns - Teil 2

Am folgenden Morgen erwachten wir um 07.07 Uhr und packten als erstes unser Zelt zusammen, da eine regnerische Stimmung in der Luft lag. Nach dem Frühstück begann es tatsächlich zu tropfen und wir schützten zum Abmarschieren unsere Rucksäcke mit der Regenhülle, uns mit den Regenjacken und unsere Füsse mit den Gamaschen, um einigermassen trocken zu bleiben. Der Weg führte uns zuerst durch das geologisch sehr interessante Gebiet Tolvmanstegen, das aus bis zu 900 Millionen Jahre altem Granit abwechselnd mit Moorlandschaften besteht und heute eine Windfarm mit rund 25 Windkrafträdern beheimatet. Das Mittagessen nahmen wir inmitten dieser eindrücklichen Szenerie unter einem Baum als Schutz vor den Regentropfen ein. Später im Verlaufe des Nachmittags auf dieser langen Etappe wurde das Wetter immer besser, doch kam dafür auch immer mehr Ungeziefer angeflogen. Nach einem guten Stück entlang der schwedisch-norwegischen Grenze und einem letzten anstrengenden Abschnitt auf geteerter Strasse erreichten wir Vassbotten, wo wir unser Zelt auf dem Bullarebygdens Camping aufstellten. Nach einer erfrischenden Dusche gönnten wir uns ein feines Abendessen im Restaurant Nellies Place und genossen den Abend bei musikalischer Unterhaltung auf der Terrasse.
Um unsere Füsse und den ganzen Körper etwas von den Strapazen der vergangenen Tage zu erholen, legten wir am Mittwoch einen Ruhetag ein. Dabei konnten wir dank sehr freundlicher Unterstützung des Camping-Besitzers auch unsere Vorräte für die kommenden Tage in der Wildnis wieder etwas aufstocken.
Bohusleden 2015 - Vecka 1 - Tisdag och onsdag

Nach dieser Pause packten wir am Donnerstag wieder alle unsere Sachen zusammen und marschierten los Richtung Älgafallet, dem höchsten Wasserfall in Bohuslän und Grenze zu Norwegen. Nach einem Fotohalt mit Ab- und Aufstieg auf norwegischer Seite ging es weiter durch teilweise anspruchsvolles Gelände mit schlechter Wegmarkierung und einem Helikopter, der uns mit seiner Landung "einschneite". Später haben wir von einem Schweden erfahren, dass das weisse Pulver Kalk ist und gegen die Übersäuerung der Seen und Feuchtgebiete eingesetzt wird. Bei tollem Wanderwetter durchquerten wir eine wunderbare, wilde Landschaft mit Wald und Seen und erreichten gegen Abend den Vindskydd Nornäs. Nach einem wohl tuenden Bad im See und Würsten vom Grill zum Znacht, legten wir uns in der mit Schiebetüren verschliessbaren Hütte zur Nachtruhe.
Bohusleden 2015 - Vecka 1 - Torsdag

Auch am folgenden Tag konnten wir wieder durch atemberaubendes Gelände, das teilweise an einen Alpengarten und später an Moorlandschaften wie in den Freibergen erinnerte, marschieren. Ständig ging es auf und ab und das Mittagessen verspeisten wir in der Nähe des 202 m. ü. M. liegenden Gipfels Porsås. Am späteren Nachmittag erreichten wir unseren geplanten Etappenort am Daletjärn. Leider war die Hütte hier nur noch halb vorhanden, weshalb wir beschlossen noch etwas weiter zu gehen. Da gemäss Informationen aus dem Gästebuch in Nornäs auch die nächsten zwei Hütten nicht mehr existieren und zudem der Weg schlecht markiert sei, entschieden wir uns für eine alternative Route über einen Waldweg bis Holmen. Ab dort folgten wir wieder den orangenen Kennzeichnungen bis zu einem herrlichen Zeltplätzchen direkt am Ufer eines Sees, wo wir nach dem obligaten Bad und Nachtessen zu entferntem Elchgebrüll einschlafen konnten.
Bohusleden 2015 - Vecka 1 - Fredag

Freitag, 21. August 2015

In der Wildnis Bohusläns - Teil 1

Am letzten Tag des Monats Juli starteten unsere Sommerferien. In diesem Jahr zog es uns für eine Trekking-Tour in den Norden, genauer nach Westschweden in die Region Bohuslän. Nach der Anreise mit dem Zug nach Zürich-Flughafen, flogen wir mit KLM über Amsterdam Shiphol nach Göteborg-Landvetter. Von dort brachte uns der Flughafenbus ins Stadtzentrum, wo wir ins STF Hotel Göteborg City eincheckten und uns für eine letzte Nacht in echten Betten zur Ruhe legten.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück und Check-out erledigten wir die letzten Einkäufe wie Gas-Kartuschen und einige frische Lebensmittel und fuhren anschliessend mit dem Bus nach Strömstad, dem nördlichen Endpunkt des Bohusleden. Nachdem wir uns noch mit einer Pizza im Restaurant Kino's gestärkt hatten, marschierten wir durch das Städtchen bis zum Beginn des Wanderwegs und begaben uns auf die ersten Kilometer von vielen, die in den nächsten Tagen folgen werden. Bei angenehmem Wanderwetter führte uns der Weg über felsigen Untergrund, durch Wald, vorbei an historischen Grabhügeln und entlang von Strassen bis wir bei Hillern den ersten sogenannten Vindskydd (Windschutz) erreichten und dort unser Zelt aufbauten. Nach dem Essen genossen wir noch etwas die herrliche Aussicht bis nach Strömstad und legten uns bald zum Schlafen in unsere Schlafsäcke.

Bohusleden 2015 - Vecka 1 - Lördag

Noch vor sieben Uhr erwachten wir am Sonntagmorgen. Da es einige Regentropfen gab, räumten wir schnell das Zelt zusammen und verspeisten danach unser Frühstück. Als unsere Rücksäcke wieder kompakt gepackt waren, nahmen wir den nächsten Abschnitt unter die Füsse. Erneut ging es entlang von Strassen, später durch einsame Landschaften und über einen felsigen Aufstieg auf den Gipfel des Björnerödspiggen, den mit 222 m. ü. M. höchsten Berg in Bohuslän. Der dortige Aussichtsturm ermöglichte uns einen wunderbaren Überblick über die ganze Region. Unser Weg führte uns nun wieder hinunter bis nach Krokstrand, wo wir im Restaurant Stenhoggarn etwas zum Znacht bestellten. Später wanderten wir noch ein wenig weiter und stellten unser Zelt bei einem Sandstrand am Idefjorden auf. Nach einem erfrischenden Bad hiess es für uns schon beizeiten wieder Nachtruhe.
Bohusleden 2015 - Vecka 1 - Söndag

Nach dem Aufstehen und Frühstück am nächsten Morgen mussten wir unser Zelt etwas trocknen, da es von der Kondensation ein wenig feucht wurde. Nachdem wieder alles eingepackt war, machten wir uns auf den Weg für einen neuen schönen Wandertag. Zum Start mussten wir gerade einen heftigen Anstieg bewältigen, während es danach wiederum durch tolle Waldlandschaften und über Granitfelsen ging. Zum Mittagessen bereiteten wir uns erstmals einen Beutel Lightweight Food zu. Die Pasta mit Rindfleisch und Paprikasauce schmeckten gar nicht schlecht. Mit neuer Energie wanderten wir weiter durch die tolle Natur bis wir am späteren Nachmittag die Windschutzhütte bei Allemarken erreichten, wo wir erneut unser Zelt aufbauten und den Tag gemütlich bei einem Feuer ausklingen liessen.
Bohusleden 2015 - Vecka 1 - Måndag

Montag, 27. Juli 2015

Weekend au Paléo

Am vergangenen Freitag war es wieder einmal soweit und ein Besuch am Paléo Festival stand auf dem Programm. Kurz nach Mittag fuhren wir mit dem Zug via Genève nach Nyon und weiter bis L'Asse zum Festivalgelände. Nach der Ankunft suchten wir uns auf dem bereits recht gut besetzten Camping einen Platz für unser Zelt. Bald wurden wir fündig, stellten unser Nachtlager auf und begaben uns dann hinüber zum Areal mit den Bühnen und Essständen. Als erstes hörten wir uns den spirituellen Hip Hop der Deutsch-Nigerianerin Nneka an und stärkten uns anschliessend mit Poulet und Fisch zum Nachtessen. Weiter ging es mit der speziellen Mischung aus traditioneller und moderner Musik mit typisch mongolischem Kehlkopfgesang der Gruppe Yat-Kha aus der Republik Tuwa in Sibirien. Danach folgte auf der Hauptbühne das Spektakel der Komikertruppe 120 secondes, welches sich der 40jährigen Geschichte des Paléo Festivals widmete. Dabei zog leider ein heftiges Gewitter über das Gelände, so dass wir recht schnell ziemlich nass wurden und uns zum Schutz einige Minuten in ein Bühnen-Zelt zurückzogen. Den Rest des Abends verbrachten wir tanzend zum DJ-Set von Thylacine und dem Konzert von Faithless, bevor wir uns nach einer ordentlichen Fusswäsche zur Nachtruhe in unser Zelt begaben.
Paléo Festival 2015

Nach einigen Stunden mehr oder weniger erholsamen Schlaf, gönnten wir uns ein Frühstück von der Zeltplatz-Bäckerei und fuhren dann ins Städtchen Nyon für einen Spaziergang, etwas Shopping und Erholung in der Gemeinde-Badeanstalt. Am späteren Nachmittag betraten wir wieder das Konzertgelände und starteten mit einem animierten Auftritt des Marseille-Rappers Soprano, welcher das gut gelaunte Publikum bestens unterhielt. Der weitere Verlauf des Abends stand im Zeichen der Woodstock-Legenden Joan Baez und Robert Plant, der mit seiner Band The Sensational Space Shifters ein tolles Konzert spielte. Dazwischen sahen wir kurz bei der etwas anstrengenden südkoreanischen Gruppe Jambinai und dem Rapper Rootwords vorbei. Bei nun doch etwas frischeren Temperaturen schlossen wir unseren zweiten Abend mit dem engagierten Auftritt von Charlie Winston auf der Hauptbühne. Trotz einer im Vergleich zum Vorabend stark gesteigerten Geräuschekulisse auf dem Campingplatz fanden wir irgendwann doch noch etwas Schlaf, bevor es dann am Sonntagmorgen bereits wieder ans Zusammenpacken und Antreten der Heimreise ging. Alles in allem ein super Weekend und ein gelungener Ausflug ans Paléo 2015!

Donnerstag, 9. Juli 2015

Trip to the Emerald Isle - Part 2

Am nächsten Morgen hiess es wieder unser Zelt abbauen und alles einpacken, bevor wir für das Frühstück zum Sea Salt Cafe fuhren. Nach einem grossartigen Frühstück und verwöhnt von ausgezeichneter Gastfreundschaft konnten wir danach unseren Tag in Angriff nehmen. Auf dem Programm stand der Besuch der Cliffs of Moher, die wir am Vortag bereits per Schiff vom Fuss her besichtigten. Gerade kurz nach unserer Ankunft mit der Vespa und den ersten Schritten entlang dieses eindrücklicken Naturwunders fielen einige Regentropfen. Glücklicherweise besserte sich das Wetter aber genau so schnell wieder und wir konnten den faszinierenden Anblick bei einem Spaziergang zum O'Brien's Tower und wieder zurück zum Visitor Center bei guten Bedingungen geniessen. Innerhalb des schön in die Natur eingepassten Besucherzentrums konnten wir anschliessend einige Informationen zu den Klippen erfahren, bevor wir noch ein wenig in die andere Richtung marschierten. Nachdem wir genug gesehen hatten, fuhren wir zurück nach Doolin, um dort doch noch im berühmten O'Connor's Pub etwas zu essen. Danach trennten sich unsere Wege für ein paar Stunden. Während Sabine per Vespa Richtung Dublin fuhr, nahm ich den Bus zuerst durch die wunderschöne Landschaft Westirlands nach Galway und von dort quer durchs Land bis kurz vor Dublin, wo wir uns wieder trafen und gemeinsam zum Camac Valley Caravan & Camping Ground reisten.

Ireland 2015 - Sunday

Nach einer weiteren Nacht in unserem Zelt fuhren wir am morgen mit dem Sightseeing-Bus ins Stadtzentrum und gönnten uns im Cafe Kylemore zuerst ein leckeres Frühstück. Weiter ging es mit einem Stadtbummel durch das bekannte Viertel Temple Bar, entlang des Liffey und zum Trinity College. Nach einem Bier im Auld Dubliner Pub besuchten wir die sehr ansprechende Ausstellung Riddle of the Burial Grounds zur Herausforderung der Kommunikation im Zusammenhang mit atomaren Endlagern im Museum Project Arts Centre. Einige Schritte später verspeisten wir unser Nachtessen in der Gourmet Burger Kitchen, bevor wir mit dem Linienbus zurück zum Camping-Platz fuhren, wo wir schon von weitem zwei weitere Vespas in der Nähe unseres "Mixers" erkennen konnten. Beim Näherkommen stellten wir fest, dass sich zwei Italiener aus Venezia auf ihrem jährlichen Vespa-Trip neben unserem Zelt niedergelassen hatten. In gemütlicher Runde bei echtem italienischen Kaffee und angeregten Gesprächen beendeten wir diesen Tag.

Ireland 2015 - Monday

Und dann kam für mich schon der letzte Morgen mit sehr frühem Aufstehen. Nachdem ich meinen Rucksack fertig gepackt hatte, führte mich Sabine an den Dublin Airport. Dort bestieg ich die Ryanair-Maschine zurück nach Basel und reiste mit dem Zug wieder nach Hause.

Sonntag, 5. Juli 2015

Trip to the Emerald Isle - Part 1

Am vergangenen Donnerstag vor einer Woche packte ich meinen Rucksack und fuhr mit dem ÖV an den Euroairport in Basel. Dort bestieg ich eine Boeing 373-800 von Ryanair und liess mich nach Dublin fliegen. Nach einem schnellen Mittagessen am Flughafen bei McDonald's ging die Reise weiter per Bus nach Limerick, wo ich nach einem Bier bei Cobblestone Joe's Sabine, die mit der Vespa anreiste, traf. Die Fahrt von Rosslare nach Limerick konnte sie in Begleitung eines Vespafahrers aus Zürich, der für einen Sprachaufenthalt nach Irland fährt, absolvieren. Unser Weg führte uns von hier weiter nach Bunratty, wo wir in einem kleinen, ländlichen Campingplatz unser Zelt aufbauten. Das Nachtessen nahmen wir im seit fast 400 Jahren bestehenden Pub Durty Nelly's ein und machten zum Abschluss dieses Tages noch einen kurzen Spaziergang.

Ireland 2015 - Thursday
 
Nach einer erholsamen Nacht packten wir unser Zelt wieder zusammen und fuhren zum Bunratty Castle & Folk Park. Zuerst assen wir dort in der Teestube unser Frühstück und starteten dann den Rundgang durch das irische Dorf aus dem 19. Jahrhundert und das mittelalterliche Schloss. Das hier aufgebaute Dorf besteht aus etwa 30 Häusern wie Schmiede, Scheunen, Bauern- und Fischerhäuser und hat sogar eine Dorfstrasse mit Schule, Pub und kleinen Läden. Interessant sind auch die Informationen zum Leben in dieser Zeit, welche von Darstellern in und um die Häuser erzählt werden. Nachdem wir einige Zeit in diesem schönen Park verbrachten, machten wir uns auf zur Weiterreise. Zuerst mit der Vespa nach Shannon, wo uns ein ausgewanderter deutscher Motorradfahrlehrer den Weg zum Flughafen zeigte. Von dort fuhr Sabine mit der Vespa weiter und ich nahm den Bus nach Ennis, wo ich umsteigen musste und auf die Linie nach Doolin wechselte, um dort am Abend Sabine wieder zu treffen. Nach dem Aufbau des Zeltes auf dem Riverside Camping begaben wir uns fürs Nachtessen ins Dorf und verspeisten im Sonas Café eine feine Pizza.
Ireland 2015 - Friday

Zum Start des Samstags genossen wir das Frühstück im Doolin Café und fuhren dann mit der Vespa zum Hafen, wo wir das Schiff nach Inis Oírr (oder englisch Inisheer), der kleinsten bewohnten Insel der Aran Islands bestiegen. Nach der wegen dem Wellengang bewegten Überfahrt gingen wir von Bord und begannen unsere Wanderung über die schön grüne Insel bei wechselhaften Wetterbedingungen. Auf unserem Rundgang besuchten wir die Ruine der St. Kevin's Church, den See Loch Mór, das Wrack des 1960 verunglückten Frachters Plassy und den noch stehenden Turm des O'Brien's Castle. Zurück in der Nähe des Hafens nutzten wir die Wartezeit bis zur Abfahrt des Schiffes für eine kleine Zwischenverpflegung im Tigh Ned Seafood Pub, wo sich drei Musiker für eine spontane Irish Music Session zusammenfanden. Auf der Rückfahrt über die Wellen ging es zuerst nach Doolin, um einige Fahrgäste abzuladen und dann noch auf die Tour vor die Cliffs of Moher. So hatten wir die Möglichkeit diese imposanten bis zu 200m hohen, steil abfallenden Felswände vom Meer her zu bestaunen. Nachdem wir auch wieder an Land waren, zogen wir unsere Regenkleidung an, da es nun doch recht stark regnete und fuhren zurück zum Campingplatz. Für das Nachtessen liefen wir zuerst rüber zum O'Connor's Pub, wo wir allerdings keinen freien Platz fanden und deshalb wieder zurück marschierten. Stattdessen setzten wir uns im Fitz's Pub an einen Tisch und liessen uns kulinarisch verwöhnen.
Ireland 2015 - Saturday

Montag, 22. Juni 2015

Musisches Festival

Am ersten Juni-Wochenende war auf dem ehemaligen Expo-Gelände in Nidau ein Grossanlass angesagt. Für das Sonisphere Festival wurden rund 40'000 Besucher und die folgenden Bands erwartet:
Am früheren Nachmittag machten wir uns deshalb auf in Richtung Nidau. Zuerst zum Lago Lodge für ein feines Seeland Bräu und dann hinein ins Festivalgelände, wo bereits Bonaparte mit ihrem charismatischen Frontmann Tobias Jundt am spielen waren. Später folgten bei herrlich sonnigem Wetter die rockigen Schweden The Hives. Die anschliessende Verpflegungspause fiel ein bisschen länger aus als geplant, da sich aufgrund des grossen Andrangs bei allen Essständen lange Schlangen bildeten. Frisch gestärkt hörten wir uns anschliessend den Rest des Konzerts der Amerikaner Incubus an. Danach war es Zeit für das Highlight des Abends mit den Briten Muse. Im Vergleich zum Auftritt in Bern vor zwei Jahren war die Bühnenshow viel weniger aufwändig, die Musiker um den Gitaristen und Sänger Matthew Bellamy konnten aber mit tollem Sound und trotzdem einigen Special Effects überzeugen.