Mittwoch, 9. Juli 2014

Auf den Spuren der Pfahlbauer

Seit dem 3. April und noch bis zum 26. Oktober ist im Bernischen Historischen Museum die Wechselausstellung "Die Pfahlbauer - Am Wasser und über die Alpen" zu sehen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Spaghetti Factory besuchte ich diese zusammen mit meinen Eltern am vergangenen Dienstag. Zu Beginn gibt es eine kurze Einführung über den Namen Pfahlbauer sowie eine Zeitachse mit Kennzeichnung des relevanten Zeitabschnitts von ca. 4200 bis 800 v. Chr., in dem Pfahlbauten entstanden. An der nächsten Station erhält man einen Einblick in die Erforschung der Unterwasserfunde und anlässlich der Präsentation des Jägers vom Schnidejoch auch Informationen zur Konservierung der Gletscherfunde. In weiteren Räumen kann man anhand von spektakulären Exponaten viel Interessantes zu Themen wie Dorf und Häuser (am Beispiel einer Siedlung am Bielersee), Gesellschaft und Kultur oder den Bestattungsritualen aus den Zeitepochen von Neolithikum über Kupfer- und Bronzezeit bis zur Eisenzeit erfahren. Weiter lernt man ebenfalls, dass die nach heutigem Kenntnisstand etwa 30 Pfahlbauer-Völker, die in diesen rund 3'500 Jahren im Alpenraum lebten, nicht nur an den Seeufern zu Hause waren, sondern je nach klimatischen Bedingungen auch Alpenüberquerungen unternahmen.


Die Ausstellung ist schön thematisch gegliedert und spricht durch die Präsentation von zahlreichen Originalfundstücken im Zusammenspiel mit sensationellen Modellen und schönen Leuchtbildern an.

Dienstag, 24. Juni 2014

Impressionen von der Schweizer Rundfahrt

Am vergangenen Samstag war für einmal nicht ich unterwegs, dafür rund 150 Profi-Velorennfahrer. Auf der zweitletzten Etappe der diesjährigen Tour de Suisse von Delémont nach Verbier kam die Truppe auch in Biel in unmittelbarer Nähe unserer Wohnung vorbei. Nachdem sich die Werbekolonne noch im dichten "Normalverkehr" durch Biel schlängelte, wurde kurz vor der Mittagszeit dann die Strecke gesperrt. Damit war nun alles bereit für die Durchfahrt der Rennfahrer. Zunächst kam ein Fahrzeug, welches die Passage einer kleinen Spitzengruppe von sieben Athleten in einigen Minuten ankündigte. Als diese in rasanter Fahrt an uns vorbeigeschossen waren, folgten zuerst einige Materialfahrezeuge und Autos mit Prominenten wie den ehemaligen Radrennprofis Beat Breu oder Steffen Wesemann. Rund vier Minuten später folgte dann das grosse Feld, welches in rund 30 Sekunden an uns vorbeizog und nochmals eine lange Karawanne von Servicefahrzeugen, bevor der Besenwagen das Ende des Tour-Trosses markierte.

Sonntag, 15. Juni 2014

Another time in the city

Bereits im Dezember letzten Jahres hatten wir den Kurzurlaub über Auffahrt gemeinsam mit meinen Eltern geplant und gebucht. Nun war es also soweit und wir begaben uns am Mittwochnachmittag an den Flughafen Genf, um von dort mit einem Jumbolino der SWISS nach London City zu fliegen. Nach einem angenehmen Flug bei bestem Wetter erreichten wir die Hauptstadt des Vereinigten Königreichs. Nachdem wir unsere Oyster Cards geladen hatten, konnten wir per DLR und Tube zum Hotel Thistle Euston fahren und dort unsere Zimmer beziehen. Zum Abschluss dieses Tages gingen wir anschliessend noch gemütlich Essen im Zizzi Ristorante The Strand.
Den Donnerstag starteten wir mit einem Breakfast im Caffè Nero bei der Euston Station. Danach spazierten wir gemütlich durch den Green Park zum Buckingham Palace, wo wir einige Zeit den Guards zuschauten. Nachdem diese sich zum Changing the Guard-Ritual aufmachten, zogen wir auch weiter durch den St. James's Park zu den touristischen Pflichtstationen Big Ben, Westminster Abbey und Houses of Parliaments. Zur Stärkung gönnten wir uns ein asiatisches Mittagessen bei Ned's Noodle Bar. Am Nachmittag ging unsere Tour weiter dem South Bank entlang, wo zahlreiche Strassenkünstler mit ihren Aktionen für Unterhaltung sorgen, dann über die Jubilee Bridge zum Trafalgar Square und weiter zum Picadilly Circus. Als nächstes Stand der Besuch der M&M's World beim Leicester Square auf dem Programm und zum Abschluss verpflegten wir uns im belgischen Stil im Restaurant Belgo Centraal.
London 2014 - Thursday

Am nächsten Morgen nahmen wir unser Frühstück bei Ed's Easy Dinner ein und fuhren dann ins Notting Hill Quartier, wo wir der Portobello Road mit ihren zahlreichen Marktständen und Läden entlang bummelten. Da nun das Wetter etwas schlechter wurde entschieden wir uns für eine Aktivität drinnen und besuchten das London Transport Museum, in dem die Geschichte des öffentlichen Verkehrs der Stadt ansprechend präsentiert wird. Nach einer Kaffee-und-Kuchen-Pause in einem Lokal im Covent Garden Market begaben wir uns Richtung Themse-Ufer, um dort einen Thames-Clipper zu besteigen und damit in zügiger Fahrt nach Greenwich zu gleiten. Beim Rückweg machten wir noch einen Zwischenstopp im Finanzdistrikt Canary Wharf zum Bestaunen der Hochhäuser, bevor wir den Tag mit einem wie immer exzellenten Nachtessen bei unserem Stamm-Inder Bangalore Brasserie beendeten.
London 2014 - Friday

Am Samstag stand eines der grossen Highlights dieses London-Besuchs auf dem Programm. Nach dem Frühstück begaben wir uns Richtung The Shard. Dank unseren im Voraus per Internet bestellten Tickets konnten wir die Schlange vermeiden und direkt zu den Automaten zum Abholen der Tickets gehen. Anschliessend ging es mit zwei Liften bis hinauf in den 69. Stock, wo sich die untere der beiden Aussichtsplattformen befindet. Nach einiger Zeit des Staunens über die sehr beeindruckende kilometerweite 360°-Aussicht stiegen wir noch über die Treppe drei weitere Etagen hinauf und erreichten so mit dem 72. Stock auf einer Höhe von rund 232m, die höchste zugängliche Etage. Darüber gibt es noch einige Stockwerke mit technischen Einrichtungen wie Klimaanlage und Antennen. Nachdem wir uns endlich sattgesehen hatten, liessen wir uns wieder nach unten befördern und starteten dann einen Spaziergang der Themse entlang bis zur Tower Bridge und überquerten diese. Auf der anderen Seite liegt eine Bushaltestelle, wo wir einen der legendären alten Routemaster-Busse aus den 1950er-Jahren für eine kleine Stadtrundfahrt bis zum Trafalgar Square besteigen konnten. Interessant zu sehen war, dass die neuen vom Mayor of London Boris Johnson beschafften Hybrid-Busse dem Design der Oldtimer sehr ähnlich sind. Vom Trafalgar Square spazierten wir anschliessend via Picadilly Circus und die sehr belebte Regent Street zur Oxford Street, um kurz ein bisschen Shopping zu machen. Danach war es schon wieder Zeit für das Nachtessen, welches wir in Camden im italienischen Restaurant Chicco's genossen.
London 2014 - Saturday

Nun kam bereits unser letzter Tag, so dass wir alles zusammenpackten und aus dem Hotel auscheckten. Für das Frühstück fuhren wir mit der Tube bis zur Station Kew Gardens und setzten uns dort beim Station Pub Tap on the Line auf die Terrasse. Für die folgenden Stunden besuchten wir dann den herrlichen königlichen botanischen Garten Kew Gardens. Nach diesem erholsamen Tag war es am späteren Nachmittag Zeit für eine Verschiebung an den Flughafen Heathrow, von wo wir mit der SWISS nach Genf zurückflogen, womit ein weiterer schöner Besuch in der britischen Hauptstadt sein Ende fand.
London 2014 - Sunday

Sonntag, 25. Mai 2014

Gemütliches Weekend auf der Alp

Für das vergangene Wochenende hatten wir uns bereits seit einiger Zeit eine Terminreservation mit dem Titel "Wochenende auf der Alp" in der Agenda eingeschrieben. Abgemacht wurde er anlässlich des letzten Nachtessens einer Gruppe von Freunden aus Sekundarschulzeiten, welches im Februar bei uns stattfand. Während die restlichen Teilnehmer des Ausfluges bereits am Freitag abend anreisten, klingelte der Wecker bei Sabine und mir am Samstag morgen relativ früh. Nachdem wir aufstanden und uns bereit machten, radelten wir mit dem Velo an den Bahnhof, um von dort mit dem Zug via Olten, Luzern und Flüelen nach Altdorf und per Bus weiter nach Attinghausen zur Seilbahnstation zu fahren. Die letzte Wegstrecke legten wir nun noch mit der Luftseilbahn zurück und erreichten nach fast vier Stunden Reisezeit unser Ziel. Zu unserer Freude konnten wir sogleich auf der Terrasse an der Sonne Platz nehmen und einen wunderbaren und reichhaltigen Brunch geniessen. Später hiess es dann Wanderkleider und -schuhe anziehen und wir machten uns alle gemeinsam auf den Weg hinauf auf das etwas höher als 1500m ü. M. gelegene Brüsti. Bereits kurz nach Beginn der Wanderung konnten wir eine Gruppe von Hirschen (oder sonst einer wilden Spezies) beobachten und hatten danach auch einen sensationellen Blick hinunter ins Tal und auf den Urnersee genannten Arm des Vierwaldstättersees. Oben angekommen konnten wir feststellen, dass der Schnee noch nicht überall weggeschmolzen ist und einige Teilnehmer widmeten sich der Schlacht mit dem weissen Element. Nach ein paar Minuten Pause trennte sich die Gruppe auf. Während ein Teil per Seilbahn zurück nach unten fuhr, wanderten wir auf einem anderen Weg mit teilweise recht steilen Partien via Rämeli wieder zur Hütte hinunter. Den Rest des Nachmittages bis zur abendlichen Grillade verbrachten wir mit Apèro, gemütlichen Gesprächen und dem Würfelspiel Zehntausend. Den Sonntag starteten wir erneut mit einem ausgedehnten Brunch bei schönstem Sonnenschein auf der Terasse. Weiter stand an diesem Tag bei tollem Wetter vor allem Erholen vom alltäglichen Stress mittels lockeren Gesprächen, Jassen und Würfeln auf dem Programm. Am späteren Nachmittag hiess es dann leider auch schon wieder zusammenpacken und den Weg nach Hause unter die Räder zu nehmen. Auf jeden Fall blicken wir auf ein angenehmes Weekend mit sympathischen Leuten zurück und freuen uns schon auf eine Neuauflage.
Weekend auf der Alp

Dienstag, 8. April 2014

Fast-Food-Genuss - The Prime


Am vergangenen Samstag durfte ich beim Fast-Food-Riesen mit dem gelben M (auch bekannt als McDonald's) die neuste Kreation, welche in Zusammenarbeit mit dem TV-Koch René Schudel entstanden ist ausprobieren. Es handelt sich hierbei um den Burger The Prime aus der Signature Line und passend dazu The Chips, eine Alternative zu den herkömmlichen Pommes Frites. Nach kurzer Wartezeit während der, der Burger frisch zubereitet wurde, konnte es also mit der Degustation auch bereits losgehen. Der erste Biss schmeckte eigentlich ziemlich normal nach Rindfleisch-Burger, ab dem zweiten Biss kam dann der hervorragende Käse-Geschmack vom Borisrieder Bergkäse zum Tragen und der Verzehr erwies sich auch dank dem leckeren Speck im Grossen und Ganzen als Genuss. Die fritierten Kartoffelscheiben passten zudem auch ganz gut dazu. Je nachdem wie lange The Prime im Angebot bleibt, werde ich mir vermutlich wieder mal einen gönnen.

Samstag, 22. März 2014

Zu Wasser und zu Lande

Nachdem wir am letzten Weekend unseren Gaumen im Restaurant verwöhnten, hatten wir zu Beginn der vergangenen Woche auch zu Hause Lust etwas neues Leckeres auszuprobieren. Passend zu den Vorbereitungen für die Sommerferien, kochte ich für uns das nordamerikanische Gericht Surf and Turf.

Surf and Turf mit Sesam-Joghurt-Sauce

Zutaten (für 2 Personen)

4 EL Sesamsamen
250g Rindshuft (am Stück)
2 TL Fleischgewürz
2 EL Erdnussöl
Salz
12 gekochte Riesengarnelen
1 Knoblauzehe
schwarzer Pfeffer
200g gemischter Blattsalat
4 EL Aceto balsamico
3 EL Rindsbouillon
1 TL Wasabipaste
150g Naturejoghurt
  1. Ofen auf 200°C vorheizen, Sesam in einer Bratpfanne anrösten und beiseite stellen.
  2. Die Rindshuft kalt abwaschen, abtrocknen und in zwei gleichgrosse Steaks schneiden. Rundherum mit Fleischgewürz würzen und im heissen Erdnussöl (1 EL) beidseitig scharf anbraten, danach noch auf jeder Seite 2-3 Minuten weiterbraten und salzen.
  3. Anschliessend die Steaks in eine Auflaufform geben und rund 10 Minuten in der Mitte des vorgeheizten Ofen ruhen lassen. Nun die Garnelen kalt abwaschen, abtrocknen und mit dem gepressten Knoblauch 3-4 Minuten in der Bratpfanne anbraten, salzen und Pfeffern.
  4. Mit restlichem Öl, Aceto, Bouillon, Wasabi, Salz und Pfeffer eine Salatsauce zubereiten und den gewaschenen Salat hineingeben. Sesam in den Joghurt rühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fleisch und Garnelen auf dem Teller anrichten, alles servieren und geniessen.

Sonntag, 16. März 2014

Grosse Küche im kleinen Lokal

Am gestrigen Samstagabend durfte Sabine ihr Geschenk zum letzten Geburtstag einlösen. Dafür haben wir einen Tisch im Ristorante Maruzzella reserviert. Nach der Anreise mit dem Bus betraten wir das Lokal durch die urchige Holztüre, wurden freundlich empfangen und an unseren Tisch geführt. Im schmalen, aber dank einer Natursteinwand heimeligen Raum befinden sich nur wenige Plätze und die ganze Atmosphäre wird auch dank der herzlichen Bedienung sehr familiär.  Zum Apèro bestellten wir uns einen Moscato, der zusammen mit einigen Oliven und Mandeln serviert wurde. Da keine gedruckte Karte existiert wurde uns nun das heutige Angebot vorgestellt und wir konnten zwischen zwei Vorspeisen und vier Hauptgängen auswählen. Nachdem wir uns entschieden hatten, ging es auch schon bald los mit einer Fisch-Terrine als Amuse-Bouche und einem feinen Antipasti-Teller mit sieben verschiedenen Leckereien wie Orangen-Linsen-Suppe, Bruschetta mit Wildschwein-Bolognese und Fenchel süss-sauer. Danach erhielten wir als Eingang einen Blattsalat an einem ausgezeichnetem Dressing (Geheimrezept!) mit Lachs-Shushi. Als nächstes wurde uns zum Hauptgang sehr zartes, am Knochen gereiftes Hereford-Rind mit Kartoffel-Wirsing-Gratin und Gemüse aufgetragen. Dazu tranken wir einen Rocca Rubia Riserva der Cantina di Santandi. Zur Abrundung dieses herrlichen Verwöhnabends gönnten wir uns als Dessert ein Safran-Mousse im Schokoladenschälchen der Chocolatrie Langel, resp. Windbeutelchen mit einem Mango-Mousse begleitet von einem Glas Les Pins Monbazillac. Für uns war dieser genussvolle Abend eine wunderschöne Entdeckung und dürfte gelegentlich wiederholt werden.