Donnerstag, 30. April 2015

Blumen und Mehr

Nach den beiden Wandertagen hatten wir zum Abschluss unserer Ferien im Süden der Schweiz, welche leider bereits seit zwei Wochen vorbei sind, noch ein etwas gemütlicheres Programm. Von Magadino fuhren wir hinunter nach Vira und einen Hügel weiter wieder hinauf Richtung Piazzogna / Vairano bis zum wunderbaren Parco Botanico del Gambarogno, der vom Baumschulisten Otto Eisenhut angelegt wurde. In einem rund einstündigen Rundgang liessen wir uns von den herrlich blühenden Kamelien, Magnolien, Rhododendren und Azaleen verzaubern. Den Nachmittag verbrachten wir später auf der anderen Seite des Sees bei einem Bummel durch Locarno inklusive gemütlichem Sitzen in einem Café auf der Piazza Grande. Am Abend durften wir im Ristorante al Grottino in Piazzogna ein sehr feines Risotto ai porcini mit Saltimbocca und passend dazu ein Boccalino Merlot geniessen.

Ticino 2015 - Parco Botanico del Gambarogno


Am Mittwoch hiess es dann Abschied nehmen vom Tessin und so machte ich mich mit der Vespa auf Richtung Norden. Zuerst nach Bellinzona, dann die Leventina hinauf bis zum Mittagshalt in Airolo. Weiter führte mich die Fahrt durch den Gotthard-Tunnel, durchs Urnerland und über die Axenstrasse via Küssnacht nach Luzern. Von dort ging es weiter über Willisau, Herzogenbuchsee und Solothurn bis ich gegen Abend nach einer schönen Tour die Endstation Biel erreichte.

Dienstag, 21. April 2015

Am Fluss und in den Bergen

Für die folgenden zwei Tage hatten wir uns zwei weitere Etappen auf dem Trans Swiss Trail vorgenommen. Da wir im Sommer 2013 unseren Marsch über den Gotthard in Biasca beendeten, wurden wir von Sabines Eltern am Sonntag morgen an den Bahnhof in Biasca geführt, um dort mit der Route weiterzufahren. Zuerst marschierten wir durch Siedlungsgebiet bis wir schon bald das Ufer des Ticino erreichten und nun die nächsten Kilometer auf schönen Uferpfaden weiterwandern konnten. Bei Lodrino wechselten wir die Flussseite und marschierten bei bestem Wanderwetter weiter. In der Nähe von Cresciano machten wir unseren Mittagshalt und gingen dann weiter bis wir bei Castione über eine Brücke die Moësa überquerten. Bald schon erreichten wir das Ortsschild von Bellinzona, begaben uns aber nicht in die Stadt, sondern folgten mit Blick auf die drei Burgen weiterhin dem Ticino. Beim Restaurant Lo Scugnizzo direkt am Wanderweg setzten wir uns auf die Terrasse und gönnten uns einen feinen Coupe, bevor wir noch die restliche Strecke bis zum Bahnhof in Giubiasco unter die Füsse nahmen.
Wanderung: Biasca - Giubiasco

Obwohl wir - vor allem ich - von den rund 27 Kilometern am Vortag etwas schwere Beine und schmerzende Fussgelenke hatten, entschieden wir uns am Montagmorgen die nächse Etappe in Angriff zu nehmen. Start war in Giubiasco, wo wir am Tag davor aufgehört hatten. Zuerst führte uns der Weg durch den erwachenden Vorort Bellinzonas, aber bald schon begann der Anstieg den Hang hinauf. Nachdem wir zuerst etwas im Wald wanderten, dann einer Strasse folgten und lange keinen gelben Wegweiser mehr sahen, hatten wir plötzlich den Eindruck vom Weg abgekommen zu sein. Eine kurze Konsultation der Wanderkarte bestätigte unseren Eindruck und wir wollten uns gerade auf den Rückweg machen, als uns ein älterer Herr zurief, ob wir nach Isone wollten. In einem kurzen Gespräch erzählte uns der nette Mann, dass vermutlich ein Bauer, der niemanden über sein Land laufen lassen möchte die Schilder entfernt und wies uns wieder auf die richtige Spur. Weiter gings also mit dem Anstieg bis wir die 800 Höhenmeter bewältigt hatten und bei Cima di Dentro unsere wohlverdiente Mittagspause machen konnten. Nach etwas Ausruhen ging es weiter am Sendemast des ehemaligen Landessenders Monte Ceneri und dem Waffenplatz der Grenadiere vorbei ins Dörfchen Isone, wo wir einen Kaffehalt einlegten. Frisch gestärkt wanderten wir nun durch wunderschöne Landschaften vorbei am Hochmoor Gola di Lago und durch herrlichen Birkenwald bis wir plötzlich freien Blick auf den Luganersee hatten. Nun ging es noch etwas bergab, neben dem alten Franziskanerkloster Santa Maria del Bigorio durch bis wir ziemlich erschöpft unseren Zielort Tesserete erreichten. Dank perfektem Timing konnten wir gerade den Bus besteigen, der uns nach Lugano führte. Zum Abschluss dieses tollen Wandertages auf der Königsetappe des Trans Swiss Trails gönnten wir uns eine feine Pizza aus dem Holzofen des Ristorante Commercio.
Wanderung: Giubiasco - Tesserete

Sonntag, 19. April 2015

Frühling im Tessin

Am Donnerstag vor einer Woche begannen unsere Frühlingsferien, die wir wie oft in den letzten Jahren im Tessin verbrachten. Recht früh machte ich mich also auf den Weg mit dem Zug via Zürich und Bellinzona nach Cadenazzo, wo mich Sabines Eltern freundlicherweise abholten. Nachdem etwas später auch Sabine in Magadino eingetroffen war und wir uns in der Ferienwohnung eingerichtet hatten, nutzten wir den Nachmittag für einen gemütlichen Spaziergang im immer wieder schönen Naturschutzgebiet Bolle di Magadino, bevor wir am Abend ein leckeres Nachtessen serviert bekamen.
Ticino 2015 - Bolle di Magadino

Am Freitag unternahmen wir einen Ausflug ins Valle Maggia, wo wir an unserem "Stammplatz" bei Moghegno etwas Zeit verbrachten und gemütlich Cervelats zum Mittagessen grillierten. Das Wetter war recht freundlich, aber zeitweise doch noch zügig, so dass wir mit unseren Windbreakern von Columbia gut ausgerüstet waren. Sogar einige Regentropfen, die glücklicherweise nicht fielen, hätten uns nichts ausgemacht. Die leichten und klein zusammenlegbaren Jacken sind praktisch zum Mitnehmen und sehen auch noch gut aus. Später spazierten wir noch gemütlich ins romantische Dörfchen und kehrten für ein Kaffe in ein Restaurant ein. Danach begaben wir uns in die Wohnung zurück und durften ein feines Nachtessen geniessen. Zum Ausklang des Tages fuhren wir mit Sabines Bruder und dessen Frau nach Ascona, schlenderten die Strandpromenade entlang und gönnten uns einen Schlummertrunk auf der Terrasse des Ristorante Seven.
Ticino 2015 - Valle Maggia

Den Samstag starteten wir mit einem ausgedehnten Frühstück und fuhren anschliessend zum Maggia-Delta in Locarno, wo wir das Auto parkierten. Von dort wanderten wir gemächlich der Maggia entlang und genossen das schöne, warme Frühlingswetter. Den Nachmittag verbrachten wir mit einem kleinen Stadtbummel über die Piazza Grande in Locarno, wo gerade ein Anlass der Feuerwehr stattfand. Später am Abend kochten wir dann ein Menü mit Lachs und Reis für die ganze Feriengesellschaft.
Ticino 2015 - Maggia-Delta Locarno

Montag, 30. März 2015

Fish'n'rice

Den gestrigen Sonntag, welcher durch die Zeitumstellung etwas kürzer ausfiel, liessen wir am Abend mit einem feinen Essen ausklingen. Begleitet wurde das Fischmenü von einem Pinot Gris der Domaine Saint-Rémy aus dem Elsass.

Lachsfilets an Senfsauce mit Zitronenreis

Zutaten (für 2 Personen)

2 Lachsfilets
2 EL Senf (mit Piment d'Espelette)
2 EL Rohzucker
1 TL getrockneter Dill
1 TL Apfelweinessig
1 Zitrone
2 Tassen Basmati-Reis
2 EL Mandelsplitter
3 EL Kokosraspel
1 EL Ghee
8 Curryblätter
1 TL Senfkörner
1 Prise Asafoetida-Pulver
1 EL Kurkuma
Tabasco
  1. Backofen auf 200°C vorheizen. Senf, Zucker und Dill verrühren. Mit der Hälfte der Mischung die Lachsfilets marinieren und diese im Backofen rund 10 Minuten garen.
  2. Essig und etwas Saft von der ausgepressten Zitrone zur Senf-Zucker-Mischung geben und zu einer Sauce verrühren. Im Reiskocher das Reis zubereiten.
  3. Währenddessen in einer Bratpfanne Mandelsplitter und Kokosraspel anrösten. In einer anderen Pfanne das Ghee erhitzen und Curryblätter, Senfkörner, Asafoetida und Kurkuma bis zum Knistern rösten.
  4. Den Inhalt beider Pfannen sowie den Rest des Zitronensaftes in den Reis mischen und mit einigen Tropfen Tabasco würzen. Fisch, Reis und Sauce auf dem Teller anrichten und servieren. Dazu passt auch ein Salat.

Montag, 23. März 2015

Wunderbare Welt aus der Kiste


Seit anfangs März gastiert das Spektakel Kooza, welches seit 2007 auf Welttournée ist, in Bern. Wir wollten uns diese Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen und kauften uns zwei Tickets dafür. Gestern Sonntag war es dann soweit und wir fuhren per S-Bahn nach Bern Wankdorf, marschierten am Stade de Suisse vorbei zur Allmend und betraten die magische Welt des kanadischen Zirkusimperiums. Nachdem wir uns - bei doch recht happigen Preisen und eher kleinem Angebot - verpflegt hatten, begaben wir uns zu unseren Plätzen und warteten gespannt auf den Beginn der Vorstellung. Bereits einige Minuten vor dem offiziellen Auftakt wurde das Publikum durch Touristen mit riesigen Popcorn-Bechern, einen Ticket-Schwarzmarkt-Händler, Polizisten und den König der Narren auf das kommende Spektakel eingestimmt. Pünktlich um 18.00 Uhr ging es los mit verträumten Szenen des Unschuldigen, der in die Welt von Kooza, was aus dem Sanskrit abgeleitet ist und Kiste, Box oder Schatz bedeutet, eintaucht. Ab jetzt geht es Schlag auf Schlag mit fantastischen Akrobatiknummer der absoluten Spitzenklasse! Es beginnt mit einer Trapez-Nummer gefolgt von Schlangenfrauen, die sich unglaublich verbiegen können, einem atemberaubenden Hochseilakt und einem Einrad-Duo. Nach der Pause wird uns neben faszinierender Reifenakrobatik und einem Stuhl-Turm auch das Highlight mit dem nervenaufreibenden Rad des Todes serviert. Zum Abschluss werden wir noch Zeuge von durch die Luft wirbelnden Artisten, die mit einer Wippe bis fast unters Zeltdach katapultiert werden. Nach rund zwei Stunden begeisternder Akrobatik mit märchenhafter Rahmenhandlung und toller musikalischer Begleitung durften sich die Artisten die verdiente Standing Ovation des Publikums abholen und wir konnten begeistert den Heimweg antreten.

Donnerstag, 19. März 2015

Welt der Automobile

Seit 1905 - mit einigen Jahren Unterbrechung - findet jeweils im Frühling in Genf der Internationale Automobilsalon oder moderner ausgedrückt die Geneva International Motor Show statt. In diesem Jahr bereits mit der 85. Durchführung. Da wir gerade Zeit hatten und freundlicherweise von der ESA zwei Eintritte offeriert erhielten, machten wir uns vor rund zwei Wochen also per ICN auf nach Genève, um die neusten Modelle und Errungenschaften aus der Welt des Automobils zu erkunden. Unser Rundgang durch die Palexpo-Hallen führte uns an den Ständen von Marken wie Mercedes, Land Rover, BMW oder dem amerikanischen Elektro-Pionier Tesla, dessen Limousine auch von Frau Bundesrätin Leuthardt gefahren wird, vorbei. Nach dem Mittagessen schauten wir uns ebenfalls die neusten Modelle von Volkswagen, Audi, Skoda und Opel an. Auch nach diesem Tag inmitten von neuen Autos, steht bei uns ein Autokauf nicht gerade unmittelbar bevor.

Autosalon 2015

Sonntag, 1. März 2015

Wurst zum Winterende

Zum Abschluss des meteorologischen Winters stand am letzten Februartag für uns nochmals der Genuss von Treberwurst auf dem Programm. Zu diesem Zweck besammelten wir uns mit Freunden, Familie und Bekannten kurz vor 17 Uhr am Bahnhof Biel, wo wir den Zug nach Tüscherz bestiegen. Nach wenigen Minuten Fahrt konnten wir bereits wieder aussteigen und die kurze Strecke bis zum Wybuur Rüfenacht spazieren. Dort angekommen wurden wir begrüsst und mit einem Glas 2014er-Chasselas direkt aus dem Fass willkommen geheissen. Nach ein paar einführenden Worten zur letztjährigen Traubenernte durften wir an den Tischen im Weinkeller Platz nehmen.
In gemütlicher und geselliger Atmospähre wurde uns bald schon die Treberwurst aufgetischt, welche wir mit verschiedenen Salaten geniessen konnten. Dazu tranken wir einen sehr angenehmen, leichten Pinot noir aus der hauseigenen Produktion. Nach einigen Scheiben Wurst, feinem Salat und angeregten Gesprächen erhielten wir zum Dessert für die Aktivierung der Verdauung ein Sorbet serviert. Anschliessend fuhren wir nach Biel zurück und liessen den Abend in gemütlicher Runde im pooc ausklingen.