Samstag, 7. Februar 2015

Kalb und Apfel

Zu Beginn des Februars und vor dem Start des nächsten Studiensemesters war es wieder einmal Zeit in der Küche etwas Neues auszuprobieren. So fiel die Wahl in der vergangengen Woche für ein Nachtessen auf feine Kalbshamburger mit einer speziellen Sauce. Damit das Ganze am Abend nicht zu schwer wird und einen erholsamen Schlaf ermöglicht gab es dazu einen Salat.

Hamburger an Calvadossauce


Zutaten (für 2 Personen)

4 Kalbshamburger
3 EL Rapsöl
1/2 dl Calvados
3 dl Suure Moscht
3 dl Gemüsebouillon
1 dl Rahm
2 EL Naturjoghurt
3 TL Maizena Saucenbinder
125g Nüsslersalat
Olivenöl, Essig und/oder Aceto balsamico, Milch
Mayonnaise, Senf, Salatkräuter
Salz, Pfeffer
  1. Calvados, Suure Moscht und Bouillon in einer Pfanne erhitzen und während etwa 15 Minuten einkochen lassen.
  2. Maizena im Rahm und Joghurt auflösen und zur kochenden Flüssgkeit geben, rund 10 Minuten bei mittlerer Hitze und gelegentlichem Umrühren weiterköcheln lassen.
  3. Rapsöl in einer Bratpfanne erhitzen und die Hamburger darin beidseitig goldbraun braten. Aus Olivenöl, Essig, Aceto balsamico, Milch, Mayonnaise, Senf und Salatkräutern eine Sauce für den Nüsslersalat mischen.
  4. Die Calvadossauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fleisch mit Sauce auf zwei Tellern anrichten, Salat dazu servieren et voilà. Enjoy!

Samstag, 31. Januar 2015

Wein und Wurst


Im ersten Quartal des Jahres herrscht am Ufer des Bielersees jeweils die Treberwurst-Saison. Seit einiger Zeit hatten wir uns schon vorgenommen diese Spezialität einmal bei Lukas Hasler, der daraus einen gastronomischen Event macht, zu geniessen. Am vergangenen Samstag war es nun endlich soweit, wir bestiegen kurz nach 18 Uhr den Shuttle-Bus am Bahnhof Biel und liessen uns nach Tüscherz-Alfermée zum Weinkeller chauffieren. Nach der Begrüssung durch den Chef durften wir an einem Tisch mit vier weiteren Gästen aus der Innerschweiz Platz nehmen und mit dem Apèro starten, bevor auch schon als erster Gang eine kräftige Wildkraftbrühe serviert wurde. Anschliessend wurde uns durch die Köche Brigitte und Erwin Wenderlein das heutige Menü vorgestellt. Der folgende Gang bestand aus sehr feinen Canneloni mit Spinat und Steinpilzen, garniert mit Belper Knolle und als Hauptgang erhielten wir die Treberwurst mit Kartoffelgratin und Rosenkohl-Spiessli. Zur Begleitung des leckeren Essens wählten wir die "Grosse Weinstrasse", welche die jeweils passenden Weine aus dem Sortiment von Hasler zu jedem Gang enthielt. Zum kulinarischen Abschluss gehörte noch ein Zimtparfait als Dessert und je nach Vorliebe ein Marc oder ein Lie zum Verdauen. So konnten wir nach einem gemütlichen Abend in angenehmer Gesellschaft und bei gutem Speis und Trank wieder mit dem Shuttle-Bus nach Biel zurück fahren.

Montag, 5. Januar 2015

Kulinarische Wanderung im Emmental

Vor einiger Zeit fragte mich ein Studienkollege an, ob ich bei einer kulinarischen Schneeschuhwanderung im Rahmen einer Vertiefungsarbeit einer angehenden Köchin dabei wäre. Dies tönte interessant, ich hatte Zeit und sagte deshalb gerne zu. Am vergangenen Sonntag war es nun also soweit und wir fuhren per Zug nach Lützelflüh-Goldbach. Dort begaben wir uns zum vereinbarten Treffpunkt bei der Kirche, gesellten uns zu den weiteren Teilnehmern und wärmten uns mit einem feinen Glühwein auf. Da es am Vorabend ziemlich geregnet hatte, war der ganze Schnee weggeschmolzen und somit wurde aus der geplanten Schneeschuh- eine normale Wanderung, was aber dem Erlebnis keinen Abbruch tat. Als alle angemeldeten Personen eingetroffen waren, ging es per Mini-Bus nach Schaufelbühl, dem Startort der Tour. Von da setzte sich der gemütliche Trupp bestehend aus ca. 20 Leuten bei sonnigem Wetter in Bewegung durch die schöne Emmentaler Hügellandschaft. Nach etwa 20 Minuten Marschzeit gab es den ersten Posten mit Käse-Highlights aus der Region. Neben dem traditionellen Emmentaler wurde auch der leckere Nonnenstolz von der Dorfkäserei Sumiswald und Klosterbrot aus Mehl von der Mühle Kleeb in Rüegsbach aufgetischt. Als passendes Getränk konnten wir einen Johannisbeer-Schaumwein von Peter Bracher aus Dürrenroth geniessen. Anschliessend folgte das zweite Teilstück bis zum nächsten Posten mit Fleischspezialitäten von der Metzgerei Gygax in Lützelflüh. Auf der ansprechenden Platte fanden wir Haselnusswurst, Tobleronewurst, Salami, Speck und Hobelfleisch, sowie Walliser Roggenbrot ebenfalls aus Mehl von der Mühle Kleeb. Flüssige Begleitung war mit dem Heidelbeerwein erneut eine Spezialität aus dem Hofladen von Brachers. Frisch gestärkt nahmen wir danach bei etwas kühlerem Wetter noch den letzten Abschnitt bis zu Küsus Hof am Brandishub unter die Füsse. Am Ziel angekommen wurden wir mit einem wohlschmeckenden Fondue und einem Zinnbecher Weisswein belohnt. Als es bereits dunkel war und der Vollmond die Nacht beleuchtete, machten wir uns wieder auf den Heimweg vom urchigen Emmental ins multikulturelle Biel.
Kulinarische Wanderung: Schaufelbühl - Brandishub

Sonntag, 28. Dezember 2014

Indisch mit persischem Ursprung

In den letzten Wochen war die Zeit aufgrund des intensiven Semesters an der Fachhochschule leider meistens etwas knapp und so gab es selten die Gelegenheit für die Zubereitung eines etwas spezielleren Menüs. Da der Präsenzunterricht für dieses Jahr am vorletzten Freitag aber abgeschlossen wurde, nahmen wir uns dann Zeit zum Kochen einer Spezialität aus der nordindischen Mogul-Küche.

Lamm mit Aprikosen

Zutaten (für 2 Personen)

350g Lammfleisch gewürfelt
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Stück frischer Ingwer
150g getrocknete Aprikosen
2 EL Ghee
1 getrocknete Chilischote
1/2 TL Kurkumapulver
1 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 Dose gehackte Tomaten
1 EL Garam Masala
Salz
  1. Zwiebeln schälen und fein hacken, Ingwer und Knoblauch schälen. Aprikosen in heisses Wasser einlegen.
  2. Ghee in einem Gusseisen-Topf erhitzen, Zwiebeln darin goldbraun braten, Ingwer und Knoblauch dazu reiben, resp. pressen und mitbraten.
  3. Kurkumapulver, Kreuzkümmel und das Fleisch dazugeben und ebenfalls während ca. 5 Minuten mitbraten. Anschliessend Tomaten, Garam Masala und 1/4 l Wasser dazugeben. Etwas salzen.
  4. Das Ganze bei schwacher Hitze rund 75 Minuten unter gelegentlichem Rühren garen. Aprikosen abgiessen und zum Fleisch geben, nochmals 15 Minuten weitergaren. Mit Naan und Reis servieren und geniessen.

Donnerstag, 20. November 2014

Wild im Park

Ein weiteres Highlight in unseren Herbstferien war am Dienstagabend der Besuch im Bistrot der Villa Lindenegg in Biel. Auf dem Programm stand im herrlichen Ambiente der gemütlichen Verranda ein Wildabend mit fünf Gängen, jeder davon ein grosser Genuss. Die Speisen waren sehr lecker zubereitet und sensationell präsentiert mit spannenden Details wie hauchdünn geschnittenen ud getrockneten Birnenscheiben. Passend dazu gönnten wir uns auch die empfohlene Weinbegleitung.


Wildabend in der Villa Lindenegg


Hirschterrine mit Nüssen und Dörrfrüchten im Wirzmantel mit Quittenchutney und Nüsslisalat

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Wild-Enten Consommé mit Entenbrust und Orangen-Rüebli-Püree

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Wildschwein-Raviolo mit Trüffelschaum und Rosenkohl

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Variationen vom heimischen Reh mit Rotkraut, Apfel und Kartoffel-Kürbis-Püree

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Lebkuchenmousse, Rotweinbirne und Buchenholz-Glace

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Hausapéro mit Holunder-Melissen Likör

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Symphonie, Süsswein von Wehrlis aus Küttigen No 715

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Malbec aus Erlinsbach, auch von Wehrlis 2012

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Rouvé Barbera d'Asti superiore von Rovero 2009

Mittwoch, 19. November 2014

Herbstliche Vergnügen

In den letzten Tagen konnten wir zwischen Arbeit, Schule und anderen Projekten ein paar freie Momente - man könnte auch Herbstferien sagen - geniessen. Zum Start besuchten wir am Samstag die Bieler Weinmesse vinifera, um ein paar feine Tropfen zu entdecken. Dies war unser zweiter Besuch, nachdem wir bereits eine Woche vorher einen gemütlichen Abend mit meiner Schwester und ihrem Freund bei Nachtessen und Weinverkosten verbringen durften.

Am Sonntag nutzen wir das im Vergleich zu den vorangehenden Tagen viel bessere Wetter für eine nächste Etappe auf unserem Wanderprojekt Trans Swiss Trail, wo wir im vergangenen Jahr bereits die erste Etappe, sowie das Teilstück von der Innerschweiz über den Gotthard ins Tessin hinter uns brachten. Zuerst fuhren wir mit Zug und Bus nach Saint-Ursanne, wo die zweite Etappe bei der alten Brücke über den Doubs in der Mitte des Städtchens beginnt. Bei blauem Himmel und Sonnenschein starteten wir unseren Marsch flussaufwärts immer schön nahe am Ufer durch wunderbare Auenlandschaften, aber wegen der Regenfälle der vergangenen Tage auf recht feuchtem Terrain. Nach rund fünf Kilometern setzten wir uns auf ein paar Steine am Wegrand und genossen das mitgebrachte Picknick zum Zmittag. Gestärkt folgten wir anschliessend weiter dem Flusslauf, teilweise durch grosse Pfützen, vorbei an der in der Wintersaison nicht betriebenen Fähre bei Tariche und moosbewachsenen Bäumen, die an unseren Besuch im Olympic National Park erinnerten bis zum Steg bei La Charbonnière, auf dem wir das Gewässer überquerten. Ab hier geht es vermehrt auch auf Teerstrassen der Ortschaft Soubey zu. Am Dorfeingang passierten wir die alte Mühle und die Forellenzucht. Da der Himmel unterdessen ziemlich bedeckt und die Temperaturen etwas tiefer waren, sowie einer der drei täglichen Busse eine Viertelstunde zuvor abgefahren war, entschlossen wir uns spontan im Restaurant Relais du Doubs einzukehren und eine lokale Forelle zu verspeisen. Später nach dem Eindunkeln marschierten wir noch die letzten 300m ins Zentrum des Dorfes und nahmen dort das Postauto zurück nach Saint-Ursanne und von dort den Zug via Delémont nach Biel zurück.
Wanderung: St-Ursanne - Soubey

Nach dem sportlichen Ausflug am Vortag gönnten wir uns am Montag einen erholsamen Badetag im Bernaqua Erlebnisbad. Zu Wochenbeginn hatte es dort nicht allzu viele Gäste und wir konnten die Sprudelbäder und Rutschbahnen ohne anstehen geniessen. Den Aufenthalt im Westside rundeten wir noch mit einer Shoppingtour durch ein paar Geschäfte ab, bevor wir mit dem Tram ins Stadtzentrum von Bern fuhren, um dort die diesjährige Ausgabe des Lichtspektakels Rendez-vous Bundesplatz zu bestaunen. Unter dem Titel "Zeitreise im Paradies" wird man eingeladen sich Zeit zu nehmen! Etwas das in der Hektik unserer Zeit oft ein bisschen zu kurz kommt. Die 25 Minuten der Show sind jedenfalls dank der kurzweiligen Story recht schnell vorbei und wir nahmen uns anschliessend noch die Zeit, um den Abend bei einem feinen Moscato d'Asti auf der Galeriebar im Kornhauskeller ausklingen zu lassen.
Rendez-vous Bundesplatz 2014

Mittwoch, 1. Oktober 2014

LAPONIA - legends of nightless nights

Einen ganzen Monat verbrachte Sabine in diesem Sommer im hohen Norden, genauer über dem Polarkreis im finnischen Lappland. Während dieser Zeit machte sie sich auf eine fotographische Entdeckungsreise und schoss eine grosse Anzahl toller Bilder. Eine feine Selektion der besten und eindrücklichsten Dokumente der einsamen Gegend in den hellen, nachtlosen Nächten wird im Monat Oktober im Kunst- und Kulturraum Arthur Biel/Bienne gezeigt. Die Vernissage findet am Donnerstag, 02. Oktober ab 19 Uhr mit Präsenz eines Gastes aus Lappland statt, weiter ist die Ausstellung bis Ende Monat jeweils am Samstag von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Wir würden uns über zahlreiche Besucher freuen.