Freitag, 15. November 2013

Weinentdeckungen

Wie in jedem Jahr war es auch in diesem November wieder Zeit für die Bieler Weinmesse Vinifera im Le Pavillon. Bei unserem Rundgang am vergangenen Donnerstagabend statteten wir zum Auftakt dem regionalen Schaumweinproduzenten Mauler einen Besuch ab und degustierten einige feine trockene Vins mousseux. Nächster Halt war beim Walliser Familienunternehmen Cave Sainte-Anne, wo wir uns durch die typischen Walliser Rebsorten führen liessen. Danach waren wir bereit für den Genuss von purem, natürlichen Wein am Stand von Vinomax. Dabei konnten wir einige intensive Entdeckungen machen und werden sicherlich demnächst einmal bei der Boutique in der Bieler Altstadt (Ring 7) vorbeischauen. Zum Abschluss nach diesem leidenschaftlichen Genuss begaben wir uns zum Stand der jungen Solothurner Weinhandlung Vincoeurs, wo wir neben interessanten Gesprächen auch ganz tollen Moscato d'Asti und Dessertwein geniessen durften. Damit fand unser Vinifera-Besuch unter dem Motto "Klein, aber fein" seinen Abschluss.

Montag, 11. November 2013

Sagenhaftes

Auch in diesem Jahr findet im Zentrum von Bern wieder das Lichtspektakel Rendez-vous Bundesplatz statt. Letzten Donnerstag verschlug es uns deshalb zuerst an die Front ins Restaurant Way to India zu einem feinen indischen Nachtessen und danach vors Bundeshaus zur Show mit dem Motto "Sagenhaft". Nachdem auch der Bundespräsident Ueli Maurer das Parlamentsgebäude verlassen hatte, gingen pünktlich um 20.30 Uhr die Lichter aus und die Vorstellung begann mit dem bekannten Dynamit-Lied von Mani Matter. Danach folgte die sagenhafte Geschichte von Prinzessin Helvetia, ihrer Gotte Heidi, Arnold von Winkelried, tanzenden Bären und weiteren Sagen-Gestalten. Die ganzen wunderbaren Bilder, welche in einer umwerfenden Präzision auf das Bundeshaus projiziert wurden, waren zudem von Musik und Erzählung in bestechender Audioqualität untermalt. Wir durften so ein rund 25 Minuten langes Spektakel der Extraklasse geniessen und hoffen auf eine Neuauflage im kommenden Jahr. Ein Besuch dieses Events kann auf jeden Fall empfohlen werden.
Rendez-vous Bundesplatz 2013

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Bass meets Sitar

Am vergangenen Samstag hatten wir wieder einmal das Vergnügen den aussergewöhnlichen Klangmagier Mich Gerber zu hören. Seine aktuelle Konzertreihe wird als Mich Gerber feat. Al Comet angekündigt und steht unter dem Motto "Contemporary double bass music meets India". Voller Vorfreude begaben wir uns also zum Kultur Kreuz Nidau, auch bekannt als KKN und gönnten uns zur Einstimmung an der Bar ein Glas Blue Velvet vom Räblus-Weinbau. Später nahmen wir auf einem Sitz in einer der vorderen Reihen Platz und warteten gespannt auf den Beginn.


Kurz darauf betraten die vier Musiker (Mich Gerber - double bass, Al Comet - sitar, Wolfgang Zwiauer - mandocello, bass und Andi Pupato – percussion) die Bühne und nahmen uns auf eine lange, spannende Klangreise mit. Während beinahe anderthalb Stunden wurde ununterbrochen musiziert und die Zuhörer durften die tolle Harmonie der vier herausragenden Klangartisten geniessen. Persönlich war ich - wie bereits im Februar - sehr angetan vom Spiel des Perkussionisten Andi Pupato, der für mich die Bassklänge von Mich Gerber perfekt ergänzt! Nach dem Konzert verbrachten wir noch ein paar gemütliche Momente mit einem befreundeten Paar an der Bar und machten uns dann müde, aber froh auf den Heimweg.

Sonntag, 6. Oktober 2013

Spannung und Entspannung

Zu Beginn dieser Woche durfte Sabine endlich ihr Geburtstagsgeschenk, welches sie vor über einem Jahr von mir erhalten hatte, einlösen und wir machten gemeinsam einen Ausflug. Gestartet sind wir Montag morgens um sechs Uhr beim Car-Terminal hinter dem Bieler Bahnhof, wo uns ein Reisebus von Marti Reisen abholte. Nach weiteren Stopps zum Aufladen von Fahrgästen und rund dreistündiger Fahrt errreichten wir unser Ziel: den Europa Park im deutschen Rust. Nach dem Eintritt in den Park fuhren wir als erstes mit dem Europa Park Express quer durch das ganze Gelände zum Hotelresort, um dort unser Gepäck zu deponieren. Danach konnte die Entdeckungstour - mein letzter Besuch im Park liegt rund 20 Jahre zurück - starten. Zum Angewöhnen fuhren wir mit dem Kutschenkarussel Feria Swing, dem Alpenexpress Enzian und der Schweizer Bobbahn. Danach folgte nach etwas Anstehen mit dem Matterhorn-Blitz ein erstes Mal ein Schock-Effekt in Form eines steilen Absturzes. Da wir nun langsam in Stimmung kamen, war unsere nächste Attraktion die Dunkelachterbahn Eurosat, welche aktuell anlässlich der Halloween-Dekoration als gigantischer Kürbis daherkommt. Nun war es bereits Zeit fürs Mittagessen und zum Verdauen besuchten wir anschliessend die Musical-Show Waterloo im Globe Theater. Gut unterhalten und erholt wagten wir uns als nächstes auf den Euro-Mir mit seinen drehenden Wagen, gefolgt vom gemütlichen Flug des Ikarus und dem verstörenden Fluch der Kassandra. Nach einer kleinen Erfrischung auf der Terrasse der Taverna Mykonos im griechischen Viertel ging es weiter mit dem Abenteuer Atlantis, der Wasserachterbahn Poseidon und der familienfreundlichen Achterbahn Pegasus. Weil wir danach gleich beim Eingang des Silver Star vorbeikamen und die Wartezeit auch nicht zu gross war, entschieden wir uns trotz einem etwas mulmigen Gefühl dieses Highlight - immerhin handelt es sich um eine der höchsten Achterbahnen Europas - auszuprobieren. Nach dem Platznehmen beginnt der lange Aufstieg, gefolgt von einer haarsträubenden ersten Abfahrt. Weiter folgen noch ein paar Kurven, Täler und Berge, bevor man wieder zurück in die Station fährt. Ein tolles Erlebnis! Als Abschluss dieses ersten Tages im Park absolvierten wir danach die restlichen Wasserbahnen wie das Fjord-Rafting, Atlantica SuperSplash und die Tiroler Wildwasserbahn. Mehr oder weniger nass konnten wir glücklicherweise nun in unser Hotelzimmer gehen und den Abend zuerst mit Wellness und später mit einem spanischen Nachtessen ausklingen lassen. Ein gelungener erster Tag im Europa Park fand so seinen Abschluss.
Europa Park 2013 - Tag 1
Nach einer erholsamen Nacht und reichlich Frühstück vom grosszügigen Büffet wollten wir den zweiten Tag auch wieder etwas ruhiger angehen und setzten uns in den Vindjammer, eine grosse Schiffsschaukel. Das war zum Auftakt aber gerade etwas heftig und so besuchten wir als nächste Attraktionen mit Andersens Märchenturm und Versunkene Stadt "Vineta" zwei wirklich ruhige Sachen. Danach konnten wir uns wieder leicht steigern und fuhren mit den "Griezelkopjes", die wenn nicht gerade Halloween ist als Koffiekopjes bekannt sind, und statteten den Piraten in Batavia einen Besuch ab. Weiter ging es für uns im englischen Themenbereich, wo wir der Reihe nach über die Silverstone-Piste, mit einem London Bus, den Crazy Taxi und in der Arena of Football mit den FootballScooter fuhren. Jetzt fühlten wir uns parat für die nächste grosse Herausforderung und so nahmen wir nach einem Einblick in die Geschichte des Parks im Historama den Monorail Richtung Island, wo wir uns in die Schlange für die Holzachterbahn WODAN - Timburcoaster einreihten. Nach etwas Wartezeit, die einem durch verschiedene Bereiche der nordischen Mythologie führte, erlebten wir eine tolle, rasante Fahrt! Als nächstes unternahmen wir die Wahlbeobachtungstour Whale Adventures - Splash Tours und hatten dann genügend Mut fürs Anstehen beim bluefire Megacoaster. Nach dem Platz nehmen geht es zuerst ganz gemächlich um die erste Kurve, bevor das Gefährt anschliessend in 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt wird. Danach folgen ein Looping, drei Drehungen um die eigene Achse und alles in allem eine zügige Fahrt - und weil es so schön und die Wartezeit kurz war, gönnten wir uns gleich noch einen zweiten Ride. Den Rest des Tages verbrachten wir anschliessend mit gemütlicheren Attraktionen wie dem erneuerten Magic Cinema 4D, einer zweiten Fahrt mit dem Silver Star und der Dschungelflossfahrt. Danach war es leider schon an der Zeit unser Gepäck im Hotel zu holen und uns zum Carparkplatz zu begeben, nicht aber ohne vorher noch das gruselige Geisterschloss zu besuchen. Während der ganzen Rückfahrt - und auch noch die folgenden Tage - erinnerten wir uns unzählige Male an die tollen Erlebnisse während diesen zwei Tagen im Europa Park :-) Wir werden ganz bestimmt wieder einmal einen solchen Ausflug unternehmen!
Europa Park 2013 - Tag 2

Samstag, 28. September 2013

Weitere Wendepunkte

Nachdem ich mir eine Woche zuvor bereits verschiedene Arbeiten an den diesjährigen Bieler Fototagen angeschaut hatte, nutzte ich vergangenen Sonntag erneut für den Besuch einiger Ausstellungsorte. Gemeinsam mit Freunden starte ich zuerst nochmals in La Villa und konnte meine Eindrücke von letzter Woche grösstenteils bestätigen. Danach gingen wir ins PhotoforumPasquArt und sahen zuerst in Copypride der Bielerin Aline Zeltner wie Originale aus dem Kopierer aussehen. Weiter konnten wir die spannenden Dokumentar-Serien Isole von Nelly Rodriguez über Einsiedler und ihre Umgebungen, sowie En Friche von Antoine Bruy über die vergangengen, goldenen Zeiten des Kohlebergbaus in der Region Nord-Pas-de-Calais und Deadline des Amerikaners Will Steacy über die Veränderungen im Printmedienbusiness betrachten. Ausserdem gab es in diesem Haus noch The Polaroid Revolutionary Workers Movement von Adam Broomberg & Oliver Chanarin zu sehen, worin die Thematik Unterstützung der Apartheid durch Polaroid anhand von Aufnahmen aus Südafrika aufgegriffen wird. Speziell für die Fototage gestaltet wurde A Plastic Tool, eine Serie in der Maya Rochat mit verschiedenen Materialien und deren Einfluss auf die Fotographie und Wahrnehmung experimentiert. Anschliessend gingen wir weiter zur Art-Etage, wo mit Création d'espaces photographiques eine Arbeit im Dialog mit dem Regionalgefängnis Biel präsentiert wurde. Später schauten wir uns auch noch die qualitativ hochstehenden und interessanten Reihen A la conquête, une petite histoire du progrès von Christophe Chammartin über die Entwicklung (oder den Stillstand?) im bäuerlichen Rumänien und BURNOUT von Dimitris Michalakis über die Auswirkungen der Krise in seinem Heimatland Griechenland an. Zum Abschluss des Tages besuchten wir die Voirie und dort die Bilder der Holländerin Marlous van der Sloot, welche unter dem Titel Le corps vécu Körper und Teile davon in ungewohnten Positionen oder Kompositionen zeigen und somit zum Nachdenken anregen.

Nochmals eine Woche später, schaffte ich es heute Samstag endlich auch noch zur Pumpstation Sagiloch in Nidau. Hier wurde in einer ganz interessanten Location neben Thierry Fontaines Cris auch eines meiner persönlichen Highlights gezeigt. In Capitalizer von Thomas Brasey kann man die monumentale Entwicklung des Provinzstädtchens Akmola zur kasachischen Metropole Astana nachvollziehen.

Montag, 16. September 2013

Wendepunkte

Am gestrigen Sonntag konnte ich einen Teil der Ausstellungen der diesjährigen Ausgabe der Bieler Fototage besuchen. Meinen Rundgang startete ich im Haus Schwab, das zum Neuen Museum Biel gehört. Gleich die erste Serie The Day Before_Star System von Renaud Auguste-Dormeuil ist sehr berührend und löst beinahe Gänsehaut aus. In rekonstruierten Bildern zeigt er jeweils die Sternbilder der Nacht vor einem Militärschlag. Daneben gab es Deep Weather von Ursula Biemann zu sehen, ein Video in dem die fortschreitende Ausbeutung der Natur thematisiert wird. Im Nebenraum konnten die etwas anderen Japan-Bilder der Serie Nouveaux souvenirs des Rado Star Prize Switzerland 2013-Preisträgers Olivier Christinat besichtigt werden. Nächste Station auf meiner Tour, die ich übrigens auf einem Bike-Sharing-Velo von Velospot absolvierte, war die Grange Verdan, wo unter dem Titel Trigger die Zielscheiben des Künstlerkolletivs Type A mit mehr oder weniger realistischen Gefahrenszenarien aus dem amerikanischen Alltag zu sehen waren. Hier lohnt sich der Besuch neben den teilweise surreal-lustigen Sujets besonders auch wegen der aussergewöhnlichen Location. Danach führte mich meine Runde zu einem der Hauptausstellungsorte La Villa, wo acht verschiedene Ausstellungen beheimatet sind. Gestartet bin ich im zweiten Stock bei den Fotografien aus dem Archiv der ehemaligen Stadtpolizei. Unter dem Titel Bienne (extra)ordinaire werden in schwarz-weiss gewöhnliche und aussergewöhnliche Ereignisse aus den Jahren 1950 bis 1970 gezeigt. Die nächste besichtigte Serie stammt vom Ägypter Mohamed Ezz und stellt die verschiedenen Gesichter des ehemaligen ägyptischen Präsidenten Mursi anhand einer Flagge, die seine Anhänger beim Wahlsieg auf dem Tahrir-Platz präsentierten, dar (The Other Faces of Morsi). Weiter gab es in diesem speziellen Ausstellungsort, welcher vermutlich zum letzten Mal für die Fototage zur Verfügung steht, Kindheitserinnerungen an Wentworth von Lucas Olivet & Cowboy Noir, die Entstehung und Reise einer "antiken" Marmorsäule zwischen China und Europa im Film The Column von Adrian Paci sowie in Altered States die von Grégoire Cheneau aus unzähligen Aufnahmen zusammengesetzten Porträts, die eine Wirkung irgendwo zwischen Perfektion und Unvollkommenheit entfalten, zu sehen. Weitere Serien behandelten eine Form des Stalkings, Sich-Selber-in-Szene-setzen und Verarbeitung von Liebeskummer (I would also like to be von Jenny Rova) und die Verwandlung von Individuen zu einer Masse in Foule von Cyril Porchet. Im Erdgeschoss kann man dann noch in die Mode-Welt der Kunst- und Fotografiezeitschrift Dorade eintauchen. Im Anschluss durfte ich bei meiner eigenen Ausstellung während zwei Stunden zahlreiche Besucher empfangen und interessante Gespräche führen, bevor ich zum Abschluss dieses Tages in der Gewölbegalerie in Change of Life die Verarbeitung ihrer psychischen Erkrankung der Japanerin Hazuki Natuno, die bei meiner Vernissage auch kurz vorbeischaute, sowie lustige und intelligente Cartoons von Anna, Magi Wechsler und Jules Stauber bestaunen konnte.

Dienstag, 10. September 2013

DiPP#1

In den vergangengen Tagen und Wochen hatte ich leider nicht so viel Zeit, um irgendwohin zu Reisen, etwas Spannendes zu Kochen oder sonstetwas Interessantes zu Erleben und darüber zu schreiben. Hauptgrund dafür waren vor allem die zeitintensiven Vorbereitungsarbeiten für meine Fotoausstellung DiPP#1, welche seit letztem Donnerstag im Kunst- und Kulturraum Arthur in der Bieler Altstadt zu besichtigen ist. Im Rahmen des Projekts Infiltrierende Fotografie der Bieler Fototage, habe ich die Möglichkeit die ersten 1000 Bilder meines Projektes Daily iPhone Pictures auch einmal Offline der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Ausstellung ist noch bis Ende September jeweils mittwochs bis freitags von 17.30 bis 18.30 Uhr, samstags von 11 bis 14 Uhr und sonntags von 14 bis 16 Uhr an der Untergasse 34 in Biel/Bienne geöffnet. Ich würde mich weiterhin über regen Besuch freuen.