Dienstag, 18. Oktober 2011

Abschluss des östlichen Teils

In der ersten Woche unserer Herbstferien standen wieder mal ein paar Kilometer auf dem Jurahöhenweg, den wir vor etwas mehr als zwei Jahren in Angriff nahmen, auf dem Programm. So fuhren wir mit dem Zug zuerst nach Oensingen und dann weiter nach Balsthal, wo wir letztes Mal vom Hauenstein her ankamen. Los ging es nun zuerst flach durch das Dorf zur Inneren Klus, vorbei am Schloss Alt-Falkenstein und rund zwei Stunden ziemlich steil nach oben auf die Schwängimatt. Treu begleitet von einem leichten Nebel und feuchter Luft. Einmal oben angekommen, wurde das Wetter immer freundlicher und wir wanderten relativ flach über Weiden und Grate zur Vorder Schmidenmatt, assen unterwegs unsere Sandwiches zum Zmittag und gönnten uns eine Kaffepause in der Bergwirtschaft Hofbergli. Danach marschierten wir frisch gestärkt via Niderwiler Stierenberg und Balmberg, wo ganz viele Menschen dank dem Seilpark in den Bäumen rumturnten, weiter gen Weissenstein. Dort passierten wir das Kurhaus und zogen noch etwa eine halbe Stunde weiter zum Gasthof Hinter-Weissenstein, wo wir unser Nachtquartier bezogen. Bevor es aber Nachtruhe gab, konnten wir feine Rösti - die Spezialität des Hauses - geniessen.
Wanderung: Balsthal - Hinter Weissenstein

Nach einem angenehmen Schlaf, stärkten wir uns mit einem Frühstück und packten unsere Sachen wieder zusammen. In ziemlich dichtem Nebel starteten wir die heutige Etappe und machten uns auf die Hasenmatt zu erklimmen. Unterwegs stiegen wir über die Nebelgrenze und hatten nun vom höchsten Gipfel des Kanton Solothurn eine herrliche Aussicht über das Nebelmeer zu den Alpen. Als nächstes ging es wieder leicht runter Richtung Grenchenberge, wo wir im Restaurant Untergrenchenberg, ein warmes Zmittag zu uns nahmen. Der Angus-Natura-Beef-Hamburger ist sehr zu empfehlen. Danach setzen wir unsere Wanderung im leichten Auf und Ab über den Stierenberg, Montagne de Romont nach Plagne fort. Zum Abschluss folgte noch ein schöner Abstieg über spannende Juraweiden und durch leichte Wälder nach Frinvillier, von wo wir mit dem Bus bis nach Biel zurück fuhren. Mit diesem Teilstück habe wir nun die Strecke Dielsdorf bis Sainte-Croix abgeschlossen und noch die fünf westlichsten Etappen des Jurahöhenwegs vor uns.
Wanderung: Hinter Weissenstein - Frinvillier

Mittwoch, 28. September 2011

Herbst - oder doch noch Sommer?

Aktuell herrscht ja noch wunderbares Wetter mit Sonnenschein und warmen Temperaturen. Dies nutzten wir vergangenen Sonntag für eine kleine Wanderung durch unsere schöne Heimat. Zuerst spazierten wir durch die Altstadt, entlang der Seevorstadt und kamen bald beim funic Magglingen an, wo wir gerade ins bereitstehende Bähnli einsteigen konnten. Bald ging die Fahrt hinauf auch schon los und wir konnten den schönen Blick über Biel/Bienne geniessen. Oben angekommen starteten wir unseren Marsch vorbei an der Eidgenössischen Sportschule in den nahen Nidauwald. Im angenehmen Schatten bewegten wir uns nun in der Höhe, teilweise mit Blick durch die Bäume hinunter auf den See, Richtung Westen. Nach einiger Zeit erreichten wir das offene Feld in der Nähe der Magglinger Matten und bogen dort ab gegen Gaicht. Im hübschen Weiler kehrten wir zur Stärkung kurz im Restaurant Tanne ein und marschierten danach weiter hinunter. Vorbei an Häusern mit wunderbarer Aussicht und durch die schon fast komplett gelesenen Reben erreichten wir dann Twann, von wo wir mit dem Zug zurück nach Biel fuhren.
Wanderung: Magglingen - Gaicht - Twann

Donnerstag, 15. September 2011

Wild zum Herbstauftakt

Langsam, aber sicher geht der Sommer nun zu Ende und mit dem Herbst steht die nächste Jahreszeit vor der Tür. Neben dem berühmt-berüchtigten Bieler Nebel, schön farbigem Blattwerk in den Wäldern und dem Start der Eishockeysaison gehört auch der Genuss von Wild zu dieser Periode des Jahres. Deshalb kochten wir uns vergangenen Dienstag zum Abendessen leckere Hirschschnitzel an einer Rotweinsauce und dazu feines überbackenes Gemüse.

Hirschschnitzel mit Lauch und Weisskohl
Zutaten (für 2 Personen)

300g Lauch
300g Weisskohl
Persillade
1 Echalotte
3dl Rotwein (z.B. Cabernet-Syrah)
1dl Bouillon
4 TL braunes Maizena
Majoran- und Rosmarinpulver
2 EL Butter in Stücken
Salz, Pfeffer
geriebener Käse
2-3 Hirschschnitzel
Fleischgewürz
Rapsöl
  1. Gemüse putzen, waschen und schneiden, anschliessend auf dem Sieb in einer Pfanne gar dämpfen, Echalotte schälen, fein hacken und im Wein aufkochen. Bei grosser Hitze auf die Hälfte reduzieren.
  2. Maizena in der Bouillon auflösen. Wein durchs Sieb giessen, um die Echalotten rauszutrennen, Bouillon zum Wein geben und einige Minuten köcheln lassen. Mit Majoran, Rosmarin, Salz und Pfeffer würzen.
  3. Nun die Butterstücke beigeben und zwei Minuten unter starkem Rühren bei grosser Hitze kochen. Das Gemüse in eine Gratinform geben mit Persillade und Käse bestreuen und im Backofen bei 180°C gratinieren
  4. Hirschschnitzel mit Fleischgewürz bestreuen und im heissen Öl beidseitig etwa drei Minuten braten, so dass sie innen noch rosa bleiben. Alles auf dem Teller anrichten, servieren und es sich schmecken lassen! Dazu passt ein Nüsslersalat.

Freitag, 9. September 2011

Suppen-Festival

Bereits seit längerer Zeit habe ich hier kein Rezept mehr veröffentlicht, da die Zeit manchmal etwas knapp war und wir nicht besonders viel Zeit in der Küche verbrachten. Jedoch anlässlich des Geburtstagsfestes von Sabine haben wir am vergangenen Wochenende unseren Gästen neben einer Greyerzer- und einer Zucchetti-Suppe, passend zum sich langsam anbahnenden Herbst auch eine Kürbis-Suppe serviert.

Kürbis-Suppe
Zutaten (für 4 Personen)

1 EL Butter
2 Zwiebeln
600g Kürbis
8dl Gemüsebouillon
1 EL mildes Currypulver
Salz, Pfeffer
4 EL Sauerrahm
Kürbiskernöl
Geröstete Kürbiskerne

  1. Zwiebeln schälen, fein hacken und in der heissen Butter glasig dünsten, Kürbis würfeln und zu den Zwiebeln geben
  2. Kürbis fünf Minuten anbraten und mit Bouillon ablöschen, aufkochen und bei mittlerer Hitze zugedeckt rund 20 Minuten köcheln lassen
  3. Alles fein pürieren, wieder in die Pfanne geben und erneut aufkochen, mit Currypulver, Salz und Pfeffer würzen
  4. Sauerrahm einrühren, anrichten und ein paar Tropfen Kürbiskernöl sowie Kürbiskerne dazugeben, anschliessend geniessen!

Montag, 22. August 2011

Warme Wanderung

In Anbetracht des wunderbar warmen Wetters, das für vergangenes Wochenende vorausgesagt wurde, entschieden wir uns wieder mal für eine kleine Wanderung. Da es tatsächlich nicht nur warm, sondern richtiggehend heiss wurde, suchten wir uns etwas eher Flaches in der Region aus. So fuhren wir zuerst mit dem 4er-Bus zum Bahnhof Biel-Mett und marschierten von dort los durch Wohnquartiere Richtung Goldgrube und Büttenberg. Zuerst leicht bergauf und dann auf der Anhöhe mit toller Aussicht westwärts auf die Baustelle des A5-Ostastes beim Büttenberg Südportal, Orpund und über das Seeland bis zu den Voralpen und rückwärts über die Seekette des Juras. Später schritten wir in der Kühle des Waldes immer weiter bis der leichte Abstieg nach Safnern folgte. Von dort bewegten wir uns nun an praller Sonne über Felder fort bis zum Nidau-Büren-Kanal. Hier machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Beobachtungsturm des Häftli, von wo man einen wunderschönen Blick über grosse Teile des Vogelschutzgebietes hat. Anschliessend folgten wir etwas dem Wasserlauf des Kanals und bogen bald wieder ab auf Felder. Nun wanderten wir den Rest bis nach Büren unter anderem vorbei an schön anzusehenden Mais- und Sonnenblumenfeldern. Im Bezirkshauptort angekommen, war es gerade Zeit fürs Nachtessen, so dass wir uns über die berühmte Holzbrücke begaben und im Restaurant Baselstab einkehrten.
Wanderung: Biel-Mett - Büren a. A.

Dienstag, 16. August 2011

Es lebe der Zirkus

Am vergangenen Donnerstag hat der Schweizer National-Circus sein Zelt für das diesjährige Gastspiel auf der Berner Allmend aufgeschlagen. Am Freitag konnte ich darum bereits aus dem Bürofenster einen ersten Blick auf die Zirkusattraktionen werfen, als die drei Elefanten auf dem Weg zum Elefantenapéro auf dem Waisenhausplatz vorbeitrotteten. Doch damit war natürlich noch nicht genug - am Samstag besuchten wir mit einem Neffen als sein Geburtstagsgeschenk die Nachmittagsvorstellung. Die aktuelle Tournee des Circus Knie steht unter dem Motto "Vive le Cirque!" und bietet neben atemberaubenden Artisten, faszinierenden Tiernummern auch komische Momente mit dem Duo Edelmais oder dem belgischen Komikakrobat Barto. Beste Unterhaltung bot das Programm mit den grossartigen Darbietungen der Artisten, die vorwiegend aus Osteuropa und Asien stammen, auf dem Schlappseil, am Trapez, in Bodenakrobatik und mit unglaublicher Körperbeherrschung! Daneben begeisterten auch die schönen Dressurnummern mit Lamas, Pferden und Elefanten. Der Knie war super und die Vorstellung ging leider viel zu schnell vorbei!

Freitag, 12. August 2011

Gemütlich auf der Alp

Seit längerem hatten wir uns den vergangenen Samstag und Sonntag für einen Überraschungsausflug reserviert, den wir von einem befreundeten Paar zur Hochzeit erhielten. Wir wussten lediglich, dass wir mit Schlafsack, Zahnbürste, guten Schuhen und warmen Kleidern -verpackt in einem Rucksack - am Samstagnachmittag bei ihnen im Emmental erscheinen sollten. Also packten wir unsere Siebensachen und reisten per Zug via Bern nach Konolfingen und noch ein bisschen weiter. Am Bahnhof wurden wir abgeholt, durften ins Auto steigen und mit unseren Gastgebern ins Oberland nach Adelboden fahren. Dort parkierten wir etwas ausserhalb und starteten den Aufstieg zu unserem Ziel für dieses Weekend. Nach einer etwas mehr als einstündigen Wanderung erreichten wir auf der vorderen Bunderalp das Berghaus Bonderalp. Nun konnten wir uns unter dem Dach im Massenlager einrichten und noch ein bisschen die Aussicht auf das Chuenisbärgli, Silleren und hinunter nach Adelboden geniessen. Bald war schon Zeit, um Gschwellti mit feiner Quarksauce und in der Hütte hergestelltem Bergkäse zum Znacht zu verspeisen. Passend zur gemütlichen Abendstimmung durften wir anschliessend noch einem Alphorn-Konzert beiwohnen. Die restliche Zeit bis zur Nachtruhe verbrachten wir bei einem Suure Moscht mit Spielen einer modernen Eile mit Weile-Variante namens Brändi-Dog. Nach der regnerischen und mehr oder weniger erholsamen Nacht im Schlafsack erhielten wir zum Frühstück neben Kaffee, Brot und Konfitüre wieder von diesem feinen Alpkäse. Nach der Stärkung, packten wir wieder zusammen und machten uns begleitet vom sich aufhellenden Wetter auf den Weg nach unten ins Tal. Mit dem Auto ging's nun wieder zurück ins Emmental, wo wir mit unseren Freunden noch einen angenehmen Nachmittag verbrachten. Später folgte dann die Heimreise wieder per Zug nach Biel. Wir verbrachten ein tolles Überraschungsweekend in netter Gesellschaft und brachten als Souvenir ein Stück leckeren Bergkäse nach Hause. Vielen Dank für die grosszügige Einladung!
Wanderung - Bonderalp