Samstag, 11. Juni 2011

Vorbei am Wasserschloss

Vor etwas mehr als einem Jahr unternahmen wir ein paar Wandertage ganz am Anfang des Jurahöhenwegs. Aufgrund des ziemlich nassen Wetters brachen wir damals die erste Etappe von Dielsdorf nach Brugg nach etwas mehr als der Hälfte des Weges in Baden ab. Da für heute etwas weniger Regen, nachmittags sogar Aufhellungen gemeldet wurden, entschlossen wir uns dieses Teilstück noch nachzuholen und somit die erste Etappe auch noch zu komplettieren. Mit dem Zug fuhren wir am Morgen via Olten nach Baden und marschierten dort durch die belebte Altstadt los Richtung Ruine des Schloss Stein. Nun ging es gemütlich weiter bis wenig später auf der Baldegg schon eines der Highlights dieser Wanderung folgte: der Wasserturm der Regionalwerke Baden mit Aussichtsplattform in über 30m Höhe. Nachdem wir ausführlich die Aussicht - gemäss Panoramatafel könnte man bei guter Sicht sogar das Stockhorn sehen - genossen hatten, wanderten wir weiter und machten bald bei einem Bänkli Mittagspause. Frisch gestärkt machten wir uns wieder auf den Weg und marschierten durch leichte Wälder mit teilweise wunderbar vielfältiger Flora und an einigen Pfadfinder, die mit dem Aufbau ihrer Pfi-Las beschäftigt waren vorbei, bis wir das Gebenstorfer Horn erreichten. Von dort hatten wir eine herrliche Aussicht auf das Wasserschloss der Schweiz - den Zusammenfluss von Aare, Reuss und Limmat. Nun ging es runter nach Gebenstorf, an der Aare entlang, durch Windisch bis wir schlussendlich Brugg erreichten. Hier bestiegen wir wieder den Zug und fuhren erneut via Olten zurück nach Biel. Somit haben wir nun den östlichsten Teil des Jurahöhenwegs abgewandert und können uns auf das Schliessen der Lücke zwischen Hauenstein und Evilard, sowie das westliche Ende von Sainte-Croix bis nach Nyon konzentrieren.
Wanderung: Baden - Brugg

Dienstag, 7. Juni 2011

Mehr Seen und wechselhaftes Wetter

Da es uns am Samstag beim Wandern so gut gefallen hat, starteten wir bereits am Sonntag zum nächsten Marsch. Ebenfalls wieder mit dabei waren Nadja und Pascal. Dieses Mal hatten wir uns etwas flacheres, ohne schwindelerregende Passagen ausgesucht und fuhren per Auto in den Jura nach Saignelégier. Zuerst marschierten wir durch lichten Wald, vorbei am Camping von Saignelégier bis zum schönen Etang des Royes, wo wir bereits unsere Mittagspause einlegten. Frisch gestärkt wanderten wir nun weiter Richtung Les Rouges-Terres. Nach dieser langezogenen Siedlung, bogen wir rechts ab und hatten nach einer kleinen Steigung den höchsten Punkt des Tages auf rund 1040 m. ü .M. erreicht. Von dort hatten wir auch eine gute Sicht auf den Sendeturm des Chasserals. Weiter ging es nun vorbei am Hof La Neuve Velle, in einigen Richtungswechseln - auch das Wetter wechselte zwischendurch - via La Petite Theurre zum immer wieder bezaubernden Etang de la Gruère. Hier machten wir zuerst freiwillig eine kleine Pause und später beim Rundgang noch eine zweite, um unter einer Baumgruppe dem starken Regen und Hagel zu trotzen. Als der Niederschlag ein bisschen nachliess, machten wir uns wieder auf den Weg und erreichten bald die Auberge de la Couronne in La Theurre, wo wir für ein Kaffee einkehrten. Der letzte Teil dieser Wanderung führte uns nun wieder bei Sonnenschein über schöne Freiberger Weiden nach Les Cerlatez und über Wege, die mehr Seen glichen zurück nach Saignelégier.
Wanderung: Saignelégier - Etang de la Gruère - Saignelégier

Montag, 6. Juni 2011

Seen, Grat und wechselhaftes Wetter

Wir haben am vergangenen Wochenende unsere Wandersaison 2011 definitiv gestartet. So fuhren wir am Samstag mit Nadja und Pascal in ihrem neuen Wagen nach Erlenbach im Simmental, wo wir die Stockhornbahn bis zur Station Chrindi nahmen. Dort angekommen wurden die Schuhe nochmals richtig geschnürt, der Rucksack gut an den Rücken gehängt und es konnte losgehen mit der Seenwanderung auf der Sonnenseite des Stockhorns. Zuerst führte der Weg entlang der Mieschflue, danach an der Südflanke des Cheibenhorns bis zur Vorderstockenalp. Dort nutzen wir den schönen Blick auf den Oberstockensee und machten eine kurze Pause. Weiter stiegen wir hinunter zum See, umrundeten ihn halb und stiegen wieder auf gegen die Oberstockenalp. Hier zweigten wir Richtung Strüssligrat ab und nahmen den happigen Aufstieg in Angriff. Schnell wurde mir bewusst, wieso man hier schwindelfrei sein sollte. An einigen Stellen musste ich die Hände zu Hilfe nehmen und gerade ganz am Anfang und bei der Ankunft auf dem Grat brauchte ich ein bisschen Überwindung, um nicht umzukehren und einen einfacheren Weg zu begehen. Bei einer etwas breiteren Stelle, immer noch auf dem Strüssligrat, machten wir unseren Mittagshalt und verzehrten die mitgebrachten Sandwiches. Das Wetter war unterdessen ziemlich wechselhaft und änderte relativ schnell von Sonnenschein zu Wolken und Nebel. Gestärkt nahmen wir noch den restlichen Aufstieg bis zum Stockhorn unter die Füsse und erreichten das Bergrestaurant gerade noch einigermassen trocken. Ziemlich stolz über den bewältigten Marsch gönnten wir uns auf der Terrasse (unter dem Dach) ein warmes Getränk. Währenddessen wurde das Wetter wieder besser und wir konnten durch die Stockhorn-Augen einigermassen weit über Thunersee, Gürbetal und bis ins Mittelland sehen. Für die Frauen war der Fussweg hier nun zu Ende und sie fuhren per Luftseilbahn wieder talwärts, während Pascal und ich noch das letzte Stück der Rundwanderung über das Oberbärgli hinunter nach Chrindi wanderten. Von dort schwebten wir wieder zu viert mit der Gondel nach Erlenbach runter. Alles in allem ein toller Wandertag mit der persönlichen Befriedigung einen Teil meiner Höhenangst überwunden zu haben.
Wanderung: Chrindi - Stockhorn - Chrindi

Mittwoch, 1. Juni 2011

Gartenarbeit

Vergangenen Samstag haben wir uns endlich mal ein bisschen Zeit für unseren Garten nehmen können. Bereits vor ein paar Wochen hatten wir in kleinen Gefässen ein paar Sonnen- und andere Blumen gesät, die mittlerweile ziemlich gewachsen waren. Dazu haben wir uns im Migros Gartencenter noch ein paar schöne Pflanzen zum Ergänzen und Erde gekauft. Da Sabine unter der Woche bereits ein schönes Stück umgestochen hatte, konnten wir nun direkt mit dem Auftragen der neuen Erde starten und anschliessend bereits alle Pflanzen einsetzen. Nun galt es noch die Sonnenblumen an Bambusstäben zu befestigen und alles mit genügend Wasser einzuschwemmen. Jetzt verbleibt uns die Hoffnung, dass wir bald etwas Blühendes in unserem Garten sehen werden.
Garten - Frühling 2011

Montag, 23. Mai 2011

Maibummel und andere Vergnügen

Am Freitag stand für einmal ein etwas anderer Arbeitsort und Tagesablauf auf dem Programm. Am morgen gings zuerst mit dem Zug nach Murten, wo ich meine Arbeitskollegen traf und von dort per Auto weiter nach Jeuss ins Stöckli des Restaurant zum Jäger. Dort bearbeiteten wir in einem Workshop verschiedene Themen. Nach erfolgreichem Abschluss fuhren wir nach Murten zum Mittagessen ins Restaurant Murtenhof, wo wir auf der angenehmen Terrasse Platz nehmen durften. Während dem Verspeisen der standesgemässen Fischgerichte hatten wir einen wunderschönen Ausblick über den Murtensee hinüber an den Mont Vully. Unsere Reise ging nun wieder mit dem Zug weiter nach Sugiez, wo unser nachmittägliches Freizeitprogramm begann. Gemeinsam spazierten wir auf dem Sentier viticole du Vully bis nach Môtier. Auf diesem angenehmen Weg mit tollem Panorama erfährt man auf einigen Infotafeln viel Wissenswertes über die Weinregion Vully. Nach planmässiger Ankunft in Môtier, einem idyllischen Winzerdorf, konnten wir das Schiff Ville de Neuchâtel besteigen und quer über den See nach Murten zurückfahren. Dort angekommen, wurden wir wieder nach Jeuss chauffiert und durften zum Abschluss dieses gelungenen Tages auf der Terasse des Ausflugsorganisators feinen Nidelkuchen geniessen.
Teamanlass: Murten - Vully

Dienstag, 17. Mai 2011

Weinwissen und Weingenuss

Nach Beenden der Arbeitswoche stand für uns vergangenen Freitag ein exklusiver Anlass auf dem Programm. Gemeinsam mit zwei Arbeitskollegen organisierte ich für die Interessierten in unserer Abteilung ein Weinseminar mit dem Experten und Geniesser Peter Hürzeler, der auch bei uns arbeitet. Zu Beginn des Abends lernten wir wie man degustiert und was man mit den Augen, der Nase und dem Mund bei einem Wein feststellen kann. Danach startete auch schon die Degustationsreihe mit einer Serie Weissweine, jeweils zwei aufs Mal wurden serviert. Im Anschluss konnten wir uns an einem sehr reichhaltigen und genialen Büffet mit Spezialitäten aus den verschiedensten Region laben und für den zweiten Teil stärken. Nun folgte eine Auswahl an Rotweinen und zum Abschluss durften wir auch noch Dessert- und Portwein - begleitet von passenden Spezialitäten - probieren. Zu jedem der präsentierten Weine konnte Peter uns eine Anekdote oder sonstiges Hintergrundwissen preisgeben. Das war ein sehr spannender, unterhaltender und lehrreicher Abend.

Nachfolgend noch die Liste der verkosteten Weine:

LandBezeichnungRebsortenJahrgangBezugsquelle
I - PiemontMoscato d'Asti DOCG
Cantina Sociale Canelli
Moscato 2010 Denner
F - Rhône Clairette de Die Tradition
AOC Clairette (Bio)
Muscat à petit
grains
-- Coop
F - Bordeaux Château Bonnet Blanc
Entre deux mers
Sauvignon blanc
Sémillon
Muscadelle
2009 Denner
D - Mosel Riesling Kabinett
QbA mit Prädikat
Joh. Jos. Prüm
Riesling 2001 Boucherville
CH - Genève Les Balisiers (Bio)
G. Pillon & J.D. Schläpfer
Chardonnay 2006 Produzenten
USA - California Bonterra (demeter)
Mendocino County
Chardonnay 2005 Mövenpick
F - Alsace Gewurztraminer (AB)
Clos St. Landelin
Grand Cru Vorbourg
Gewürztraminer 1999 R. Muré
Rouffach
I - Toscana Vino Nobile di Montepulciano
Carpinto, Montepulciano
Sangiovese 2000 Denner
CH - Zürich Pinot Noir Barrique
Eglisau
Blauburgunder 2007 Urs Pircher
I - Chieti Colle Maggio DOC
Torre Zambra
Montepulciano
d'Abbruzzo
2006 Vino da Francesco
Birchwil
F - Languedoc Château Sainte-Eulalie
La Cantiliène, Minervois
Yvette Coustal
Syrah
Carignan
Mourvèdre
2006 DIVO
I - Veltlin Prestigio Valtellina
superiore DOCG
Fratelli Triacca
Nebbiolo 1998 Coop
CH - Ticino Ligornetto DOC
Vinattieri Ticinesi
Merlot 2003 Luigi Zanini
Chile - Rapel Valley Misiones de Rengo
Reserva
Cabernet-Sauvignon, 2005 Denner
South Australia Selkirk Shiraz
Langhorne Creek
Rebecca Wilson
Syrah 2007 Mövenpick
E - Ribera del Duero Pesquera Tinto Reserva
DO
Alejandro Fernandez
Tinta del Pais
(Tempranillo)
1996 Mövenpick
D - Mosel Riesling Abtsberg Spätlese
Maximin Grünhäuser von
Schubert'sche Schlosskellerei
Riesling 1997 Martell
St. Gallen
D - Rheinhessen Eiswein Nachtgold
Kellerei Peter Mertes
Sylvaner 2004 Coop
F - Sauternes Carmes de Riuessec
2ème Vin du Château Rieussec
Barons Rothschild (Lafite)
Sauvignon-Blanc
Sémillon
Muscadelle
2004 Globus
P - Portugal Late bottled Vintage Port
(LBV)
Dirk van der Niepoort
Touriga Nacional
Touriga Francesca
Tinta Barroca
Tinta Roriz
1997 House of Ports
Arnegg

Samstag, 14. Mai 2011

Etwas mit Zitronengras

Seit der Veröffentlichung des letzten Rezepts ist bereits wieder eine Weile vergangen. Unterdessen verwöhnten wir uns unter anderem mit einem nährstoffreichen und gleichzeitig kohlenhydratarmen Menü.

Pouletwürfel an Zitronengras-Marinande mit Bohnen und Radieschen
Zutaten (für 2 Personen)

2 Pouletbrustfilets
2 Knoblauchzehen
3 Stängel Zitronengras
10g frischer Ingwer
1dl Sojasauce
Schale von 1 Zitrone
3 EL Apfelsaft
2 EL gehackter Koriander
1 Sternanis
1 Bund Radieschen
1 EL Olivenöl
1 EL weisser Balsamico
Salz, Pfeffer

150g Bohnen
1 EL Rapsöl
8 Speckstreifen
1 EL Bratbutter
  1. Pouletbrustfilets waschen, trocken tupfen und in Würfel schneiden. Knoblauch schälen und zum Fleisch in eine Schüssel pressen.
  2. Vom Zitronengras die welken Aussenblätter und die obere, trockene Häfte entfernen und fein hacken. Ingwer schälen und ebenfalls fein hacken. Zitronengras, Ingwer, Sojasauce, geriebene Zitronenschale, Apfelsaft, Koriander und Sternanis zu Fleisch geben, alles gut rühren und ein paar Stunden ziehen lassen.
  3. Radieschen waschen, in feine Scheiben schneiden und in einer Schüssel mit Olivenöl und Balsamico mischen, leicht salzen und pfeffern. Die Bohnen auf dem Sieb brühen. Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch darin gut braten, bis es aussen schön goldbraun wird.
  4. Die Bohnen mit dem Speck umwickeln und kurz in der erhitzen Bratbutter etwas anbraten. Alles auf zwei Teller anrichten und servieren. Ä Guete!