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Donnerstag, 28. August 2014

Über Page bis nach Moab

Am Dienstag packten wir erneut unsere Sachen zusammen und machten uns in unserem Jeep auf den Weg durch den Kaibab National Forest, entlang der Vermillion Cliffs und durch weitere abwechslungsreiche Landschaften bis zur Navajo Bridge - oder besser gesagt den beiden Brücken, welche beim Marble Canyon den Colorado überqueren. Nach einem Fotohalt und anschliessendem Mittagessen in einem einsamen Restaurant, fuhren wir weiter bis wir schlussendlich in Page ankamen. Hier wollten wir in einem der zahlreichen Büros der Anbieter eine Tour in den Upper Antelope Canyon buchen, mussten jedoch feststellen, dass diese für den heutigen Tag bereits alle ausgebucht waren. So machten wir uns auf zum Lower Antelope Canyon, bei dem die Tourplätze direkt vor Ort nach Verfügbarkeit verkauft werden. Wir hatten gerade Glück und konnten uns zwei Plätze in einer kleinen Gruppe auf der nächsten Tour ergattern. Damit konnte es also los gehen und wir stiegen gemeinsam mit unserer Guide Amelia und wenigen anderen Touristen über mehrere Treppen in den engen Slot Canyon hinunter. Vorher wurden wir noch informiert, dass im Falle einer plötzlich auftretenden Sturzflut von oben Netze und Leitern in die Tiefe hinuntergelassen würden, an denen wir hinaufklettern müssten. Die letzte Sturzflut, bei der der Canyon geschlossen wurde, war aber schon über ein Jahr her und die Notfall-Leitern, welche nach einer Tragödie im Sommer 1997 installiert wurden, mussten überhaupt noch nie benutzt werden. Während rund einer Stunde wanderten wir nun also durch diese eindrückliche enge Schlucht mit den faszinierenden Formen und Farben. Ein wirklich einmaliges Erlebnis! Anschliessend fuhren wir zum The Bears Den BnB, wo wir vom Gastgeber Bubba freundlich empfangen wurden und unser tolles Zimmer beziehen konnten. Als nächstes Highlight begaben wir uns zu der speziellen Schleife des Colorados, die unter dem Namen Horseshoe Bend bekannt ist und hatten dort das Vergnügen den Sonnenuntergang zu beobachten. Anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig bei dieser Attraktion ist die Tatsache, dass trotz steil abfallender, 300m hoher Fellswände keine Absperrungen vorhanden sind. Den Tag liessen wir anschliessend im Hot Tub unserer Unterkunft ganz relaxt und erholsam ausklingen.
USA 2014 - Page und Umgebung

Am kommenden Morgen konnten wir uns mit einem sensationellen Frühstück von Bubba stärken und einen weiteren erlebnisreichen Tag in Angriff nehmen. Zuerst sahen wir uns den Glen Canyon Dam, welcher den Colorado River zum Lake Powell anstaut und dessen Bau Grundlage für die Entstehung der heutigen Stadt Page war, an. Danach nahmen wir wieder einige Meilen durch faszinierende Landschaften unter die Räder bis zum Monument Valley. Hier fuhren wir auf dem Scenic Drive rund um die bekannten und imponierenden Felsformationen in Form von Mesas, Buttes und Spire Rocks. Nach einigen Stunden des Staunens zog es uns weiter vorbei am Mexican Hat Rock bis zum Moab KOA, wo wir eine Hütte gebucht hatten und den Abend gemütlich mit einem Nachtessen vom Grill beendeten.
USA 2014 - Monument Valley

Nach der ersten Nacht in unseren neuen Schlafsäcken frühstückten wir vor unserem Kabin und fuhren anschliessend zum Arches National Park. In diesem Wunderland der steinernen Brücken und Bögen verbrachten wir mehrere Stunden mit Besichtigen von Delicate Arch, Sand Dune Arch, Petrified Sand Dunes, Landscape Arch, Pine Tree Arch, Tunnel Arch und wie sie alle heissen, diese faszinierenden Gesteinsmonumente. Aufgrund des sehr warmen Wetters waren wir auch froh immer genügend Wasser dabei zu haben. Am Abend begaben wir uns dank des Tipps einer Arbeitskollegin ins Restaurant Jeffrey's Steakhouse und konnten dort auf der lauschigen Terasse ein leckeres Nachtessen - Steaks  natürlich ;-) - begleitet von den Klängen eines musizierenden Cowboys, der schon in einem Baloise-Werbefilm mitgespielt hat, geniessen.
USA 2014 - Arches National Park

Sonntag, 24. August 2014

Viva Las Vegas und der grosse Canyon

Einen grossen Teil des Monats August verbrachten Sabine und ich in den Ferien bei einem Roadtrip durch den Westen der Vereinigten Staaten. Los ging unsere Reise am schweizerischen Nationalfeiertag frühmorgens. Freundlicherweise wurden wir von meinen Eltern um 03.30 Uhr abgeholt und nach Basel an den Flughafen geführt, so dass wir rechtzeitig den Lufthansa-Flug nach Frankfurt nehmen konnten. Dort mussten wir dann leider etwas länger als geplant auf unseren Anschlussflug mit Condor warten und konnten erst mit rund drei Stunden Verspätung nach Las Vegas weiterreisen. Der ungefähr elf Stunden dauernde Flug war dann aber recht angenehm und wir erhielten sogar zweimal etwas zu Essen. Nach der leicht holprigen Landung auf dem McCarran-International-Airport begaben wir uns rasch zur US-Immigration, welche wir entgegen allen Befürchtungen schnell und problemlos passieren konnten. Etwas weniger schnell ging es danach bei unserem nächsten Posten, der Abholung des Mietwagens bei Sixt. Dafür erhielten wir mit einem Jeep Grand Cherokee ein Fahrzeug über der von uns gebuchten Kategorie. Nun konnten wir also die ersten Meilen unter die Räder nehmen und fürs Check-in zum Hotel The Signature at MGM Grand fahren. Im riesigen Hotelzimmer angekommen öffneten wir zur Feier meiner bestandenen Prüfungen eine Flasche Moscato d'Asti und später begaben wir uns zum relaxen erstmals etwas an den Pool. Diesen ersten, langen Tag schlossen wir mit einem Nachtessen in einem Restaurant im MGM Grand und anschliessend einem ausgedehnten Spaziergang bei warmen Temperaturen auf dem Strip vorbei an bekannten Hotels wie Excalibur und New York, New York.
Den folgenden Tag starteten wir nach dem Frühstück mit einem Ausflug auf den Stratosphere Tower, von wo wir eine grossartige Sicht über ganz Las Vegas hatten und uns so einen Eindruck über die Grösse der Stadt und deren Lage mitten in der Wüste Nevadas machen konnten. Danach fuhren wir zur North Premium Outlet Mall und verbrachten ein paar Stunden mit Shopping bei riesiger Auswahl und günstigen Preisen. Nächste Einkaufsstation war dann Walmart, wo wir uns unter anderem mit Schlafsäcken für die geplanten Übernachtungen in einfacheren Verhältnissen eindeckten. Anschliessend gingen wir ins Hotel New York, New York, holten dort die Tickets für die Show, welche wir später am Abend besuchen wollten ab und gönnten uns einen Ride mit dem Roller Coaster im und ums Hotel. Nachdem wir uns noch etwas frisch gemacht hatten sahen wir uns die erotische, akrobatische und witzige Show Zumanity des Cirque du Soleil an. Zur Stärkung gab es dann für mich den ersten Burger im Broadway Burger Bar and Grill. Dies alles fand in der riesigen Anlage, welche der Stadt New York nachempfunden ist im gleichnamigen Hotel statt. Weiter ging unsere Entdeckungstour mit einem Besuch der bekannten Bellagio Fountains und dem Casino, das unter anderem aus dem Film Ocean's Eleven mit Brad Pitt, George Clooney und Co. bekannt ist, bevor wir uns noch im "alten Vegas" die gigantische LED-Überdachung der Freemont Street Experience ansahen.
USA 2014 - Anreise und Las Vegas

Am Sonntag hiess es dann bereits wieder packen und auschecken. Bevor wir jedoch die glitzernde Wüstenstadt hinter uns liessen, sahen wir uns im Neon Boneyard eine beeindruckende Sammlung von alten Las-Vegas-Leuchtschildern bei einer sehr interessanten Führung durch einen "Nerd" mit viel Hintergrundwissen an und liessen uns später auch noch vor dem berühmten "Welcome to fabulous Las Vegas"-Schild fotografieren. Danach folgten die ersten Meilen durch ganz unterschiedliche Landschaften wie Wüste, Prärie und lebendiger, wie auch verbrannter Wald. Wir durchquerten ebenfalls den Zion Nationalpark auf dem Zion - Mount Carmel Highway und erreichten gegen Abend Grand Canyon North Rim, wo wir in der Lodge ein Motelzimmer reserviert hatten. Für einen ersten Eindruck dieses Naturwunders unternahmen wir nach Sonnenuntergang einen Spaziergang zum Bright Angel Point und konnten nebst der sehr beeindruckenden Landschaft auch noch ein Gewitter am gegenüberliegenden South Rim beobachten.
Am nächsten Morgen wollten wir bereits vor Sonnenaufgang unsere Wanderung auf dem North Kaibab Trail in den Canyon hinunter starten und stellten unsere Wecker entsprechend früh. Korrekterweise hatten wir auch die Uhren von Pacific auf Mountain Standard Time umgestellt, dabei jedoch nicht beachtet, dass Arizona keine Daylight Saving Time kennt und so waren wir noch eine Stunde früher als geplant unterwegs. Unser Hike führte uns durch sensationelle Gesteinslandschaften bis nach Roaring Springs, wo wir unser Picknick verspeisten und dann wieder alles hinauf bis zum Trailhead, wo wir unser Auto parkiert hatten. Insgesamt wanderten wir so rund zehn Meilen und bewältigten beinahe 2000 Meter Höhendifferenz und konnten dabei den Canyon wirklich hautnah erleben. Nachdem wir uns von dieser Anstrengung etwas ausgeruht hatten, machten wir eine Autotour zu den überwältigenden Aussichtspunkten Imperial Point und Roosevelt Point, um die ganze Grösse dieser imposanten Felslandschaft zu geniessen. Zum Abschluss gönnten wir uns ein feines Nachtessen im Restaurant der Lodge.
USA 2014 - Grand Canyon National Park